Bekanntmachungen.
999] Edictalladung
Den Concurs über das Vermögen des Wilhelm Heilchecker und seiner Ehefrau Philippine, geb. Schön von Rückershausen betreffend.
Nachdem das amtliche Concurserkenntniß gegen den Wilhelm H e i l h e ckc r und dessen Ehefrau Philippine, geb. L> ch ün, nunmehr rechtskräftig geworden ist, wird Termin zur Geltendmachung dinglicher und persönlicher Ansprüche auf
D onnerstag den 3 l. Okto ber l. I., Morgens 9 Uhr, dahier anberaumt, bei Vermeidung des ohne weiteres Dekret eintretenden Ausschlusses von der vorhandenen Masse.
Wehen, den 9. Septbr. 1850.
Herzog!. Nass. Justiz-Amt.
A p p e s
1106] ...... ... .
Damptschltttahrt âeâ
für den Meder- und Mittel-Rhein.
An sämmtliche Grbleihträger
des Herzogthums Nassau n08]
Allenthalben ist die Ablösung der Erbleihen soweit vorangeschritten, daß bereits durch Gesetze die Normen der Ablösungen bestimmt sind.
Im Nassauischen sollen zwar die Erbleihen auch abge- lüs't werden können, man scheint aber mit dem entsprechenden Gesetz sich nicht sonderlich beeilen zu wollen.
Eine Anzahl Erbleihträger hatten sich heute zur Besprechung hierüber, dahier vereinigt, und wurde beschlossen, eine weitere Zusammenkunft auf
Donnerstag den 24. Oktober, Morgens 11 Uhr, im Gasthaus „zum Grünen Wald" zu Wiesbaden anzuberaumen, und hierzu sämmtliche Erbleihlrâger des Herzogthums einzuladen, um gemeinschaftlich über die Mittel und Wege zu berathen, wodurch unser Zweck, die Ablösung der Erbleihen bald ins Leben treten zu sehen, erreicht, und wir dadurch den Bürgern unserer Nachbarstaaten, Preußen ’c., gleichgestellt würden.
ES wird gehofft auf zahlreiches Einfinden.
Höchst, den 16. Oktober 1850.
Im Namen der versammelten Erbleihtrüger:
Rudolph Grössmann,
Besitzer des Erbleih-ViehhofgutS dahier.
Düsseldorfer Gesellschaft.
Tägliche Abfahrten von Riebrich;
7*4 Uhr Morgens nach CÖln, im Anschluss an die Cöln-Mindener Bahn; 4 Uhr Mittags nach Düsseldorf, Elberfeld, Hamm und an die Rheinische Bahn nach Aachen.
10 Uhr Morgens nach Cöln - Düsseldorf.
Sonntags, Mittwochs und Freitags direkt nach Rotterdam. Sonntags und Mittwochs direkt nach London.
3 Uhr Nachmittags nach Mannheim.
Nähere Auskunft auf der Agentur, Marktplatz, gegenüber dem Herzoglichen Palais, und bei Hrn. F. W. Käsebier in Wiesbaden.
Biebrich, den 16. Oktober 1850. Der Agent: J. K. Lembach.
In zweiter Auflage erschien soeben:
O-uadrat- und Lubicumrzeln.
Ein Leitfaden und Uebungsheft
(mit mehr als 400 Aufgaben)
für
Gymnasien, Realschulen und zum Selbstunterrichte.
Preis 15 kr.
Wir empfehlen dieses Büchelchen den Lehren und Schülern zur besondern Beachtung, um so mehr, als darin alle Fälle der Quadrat- und Cubicwurzeln ihre gebührende Berücksichtigung gefunden haben und der Verfasser von dem Gedanken auSgilig (wie die Rückleite des Titelblattes zeigt):
„Daß Etwas gründlich du verstehst, ist nicht genug,
Geläufig muß dir'S seyn, dann übest du's mit Fug." DaS kurze Vorwort mag, als den Inhalt im Allgemeinen bezeichnend, hier eine Stelle finden: „Das vorliegende Büchlein soll ein „Leid faden" und „U eb » n g S h eft" zugleich sey, enthält deßhalb außer einer reichen Anzahl verschiedenartiger NebungSaufgaben auch die nöthigen Worterklärungen und'Erläuterungsbeispiele, wodurch dem Schüler Gelegenheit zur gründlichen Uebung und Wiederholung gegeben und dem Lehrer das zeitraubende Diktiren erspart wird."
Der besondere Inhalt aber ist:
Von den Potenzen.
A. Ausziehen der zweiten oder Quadratwurzel.
a. Rationale Quadratwurzeln.
I. Aus den Zahlen.
1) Die Wurzeln aus Ei nerquadratelu.
2) — — — Einer Ei nheit höherer
Ordnung.
3) — — — mehreren Einheiten höhe
rer Ordnung.
4) — — Einheiten verschidener Ord
nungen, von denen die Wurzel wieder zwei - oder dreiund mehrstellig seyn kann.
II. Aus gewöhnlichen Brüchen.
III. Aus Dezimalbrüchen.
b. Irrationale Quadratwurzeln.
B. Ausziehen der dritten oder Cubicwurzel, bei der dieselbe Eintheilung stattfindet, wie bei der Quadratwurzel.
Der ungewöhnlich rasche Absatz der ersten Auflage mag der beste Beweis von der Gediegenheit des Merkchens seyn.
L. Schellenberg'sche Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.
1107] Bei B. F. Voigt in Weimar ist erschienen und in der L. Schellenberg'schen Hof-Buch- Handlung vorräthig :
Handbüchlein des guten Tons
und der feinen Gesellschaft.
Ein neues Komplimentirbüchlein und treuer Wegweiser für junge Leute, sich in Gesestschaft und im Umgänge beliebt zu machen, auf eine gefällige Weise zu reden und zu schreiben unv sich in vorkom« meuden Fällen gut und richtig zu benehmen. Nebst einer Anleitung zum Tranchiren und Vorlegen und zum Anordnen der Tafel, und einem Anhänge von Gesellschaftsspielen und Pfänderauölosen. Fünfte, sehr vermehrte und verbesserte Auflage von Ferd. Frhr. v. Bievenfeld. Mit 2 lith. Taf.
12. eleg. broch. Preis 1 fl. 21 fr.
Bei den vielen zeitgemäßen Verbesserungen, welche jeder neuen Auflage dieses beliebten Handbüchleins sorgfältig ein- verleibt worden sind, kann man in der neuesten, fünften, kaum eine Aehnlichkeit finden mit der 1823 erschienenen Iten, seit welcher das Glück, welches sie machte, eine große Anzahl von Nachahmungen, Plagiaten und Nachdrücken hervorgerufen hat. Aber trotz aller Konkurrenz von Schriften mit ähnlichen Titeln, aber viel geringerm Werth, hat dasselbe bis heute unter allen seinen Rivalen den ersten Platz und vorzüglichsten Ruf behauptet und vermehrt, denn schon von der ersten Auflage sagt ein Rezensent, daß es das große Glück, so es gemacht, blos seinem wirklichen inneren Werthe verdanke. Von dieser, ans der Hand eines hochgebildeten und beliebten Schriftstellers hervorgegangeuen Sten Auflage ist zu bemerken, daß während die früheren und alle ähnlichen Bücher sich' blos mit der wandelbaren, aber bei allen Nationen verschiedenen Außenseite, iiiit der Form und Mode beschäftigen, sich Diese Sie Auflage die Aufgabe gestellt hat, den prinzipiellen Ursprung, die menschheitliche Nothwendigkeit dessen, was man guten Ton nennt, also das Unwandelbare und Höhere in demselben, zur Anschauung zu bringen und so dem Ganzen ein tiefliegenderes Interesse zu geben. Aber auch Solche, die auf diese Höheren Beziehungen des guten Tons wenig Gewicht legen und die das Denken nicht eben lieben, können getrost die ganze erste Abtheilung überschlagen, denn sie werden dennoch in Der zweiten und dritten Abtheilung dieser Auflage mehr finden, als in allen frühern und sich dabei vieles Neuen zu erfreuen haben. Wie diese neueste Auflage jetzt geistig und belehrend ausgestattet ist, empfiehlt sie sich auch männlichen und weiblichen Erziehungsanstalten und als Lesebuch in gebildeten Familien.
1105] Unser wohlaffortirtes Lager von Patent-Lampen, Mautradeur - Lampen mit verbessertem Druckwerk ic. re. bringen wir mit dem Bemerken in empfehlende Erinnerung, daß wir auch alle vorkomm-nde Reparaturen auf das Schnellste und Pünktlichste ausführen.
Wiesbaden, den 18. Oktober 1850.
Denkler H Scheuermann,
Schwalbacherstraße Nr. 7.
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I Taubheit ist heilbar! g g Hülfe allen, die am Gehör leiden. D g Ein Wort über Dr. Pinetr's Heilmittel g M von Dr. M. L. Feldberg. 27 kr. U
Frankfurt a. M., den 16. Okt.
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Sonntag den 20. Oktober, Morgens 9 Uhr, geleitet durch Hrn. Pfarrer Graf. [hoi
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Preußen, 50 Thaler Prämienscheine . .
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Bayern, 37, % Obligationen . . . . Berbacher-Eisenbahn-Actie« . . Würteinberg, 3 7, % Obligationen . .
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Baden, 37i% Obligationen von 1842 .
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Darmstadt, 3%% Obligationen. . .
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Nassau, 37, % Obligationen bei Rothschild
V ff ff ff ff
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Polen, 300 fl. Lotterie-Loose ....
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Sardinien, 36 Fres. Loose bei Bethmann Disco n t o...........
Gold. fl.
Pistolen .... Pr. Friedrichsd'or Holl. 10 fl. Stücke Rand-Ducaten 20 Francsstücke Engl. Souverains
9
9
9
5
9
11
Bav.
Geld
79 V,
79%
617,
61
41%
41%
1170
1165
156%
1567,
997.
98%
—
118
86
85‘/i
84
83 7,
78%
787,
82%
817.
97%
977,
80 V,
80
52 %
52%
31%
317,
85
847,
89%
88%
777«
77%
27 %
27 %
42
417, 31%
31%
86%
857,
103%
102%
25%
25%
81'/,
—
937,
92%
907,
897.
308
306
567,
56 7.
34‘%
33 %
817,
817,
33
327,
—
2%
fr.
Silber.
H.
fr.
44%
Gold al .Marco
382
557,
Laubth., ganze
—
——
47
Preuß. Thaler
1
45 Vs
36
5 Frankenthaler
2
21
28
Hochhaltig Silber
24
30
51
Gerinq u. mittelh.
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UW" Wegen veränderter Post- und Eisenbahnkurse wird von heute an und während des Winters die Nass. Allgem. Zeitung um halb 4 Uhr ausgegeben.
Hierbei als Beiblatt „Der Wanderer".
Druck und Verlag der L. Schelleuberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.