Veröffentlichungen des Herzoglichen Kreis-
Amts zu Wiesbaden.
In der heutigen Sitzung des Kreisbezirkèrathes wurde
“f WäS; « °-»/.-->-, dahier „die Errichtung eines Buch - und Kunst -Ladens unter den hiesigen Kolonnaden betreffend" — ^m Bittsteller j« ei» öffnen, daß ihm, wenn er bis zum 1. April k. 2- den fraglichen Laden den Anforderungen entsprechend errichtet haben würde, alsdann der nöthige beanspruchte Schuh gegen die Konkurrenz der Ausländer gewährt werden wird — und dem- gemäß früher eingehende Gesuche von Ausländern zu ve- ^ 2) das Gesuch des Lederfabrikanten Herz dahier, um Gestattung des Wirthschaftsbetriebs in seiner >m Nern,Hale gelegenen Hofraithe mit Beziehung auf die von dem Gr meinderathe dahier hervorgehobenen Grunde abzuschlagen,
3) auf das Reskript Herzog!. StaatSmiNisterlums , Abtheilung des Innern, vom 27. Juli, ad Num 23,955, „das Haustren mit Brod, Weck und Milchbrod betr " bei Herzogl Staatsministerium zu beantragen, daß das Hausiren mit den angegebenen Gegenständen in das Verzechn,ß dium I M Hausirgesetzes nachträglich ausgenommen, d. h. gänzlich Tret- k^4^"s Rekursgesuch des Tapezierers Karl August Gal- lade von hier wegen verweigerter Gestattung des Untritts seines angebornen Bürgerrechts als unbegründet abzuschlagen, da er die durch §. 92 pos. 1. des Gemeindegesetzes bedingte
m «"V berg, dermalen dahier, auf sein Rekursgesuch wegen verweigerter Aufnahme als Bürger in die hlestge Stadtgemeinde zu eröffnen, daß er vorerst die Nachweise über den Besitz de° zur Einrichtung seines Geschäftes dahier nöthigen Betriebskapitals liefere; ,
6) das NekurSgesuch des MetzgermersterS Johann F i edler von Oestrich wegen verweigerter Aufnahme als Burger in die Gemeinde Sonnenberg für begründet zu halten, da er sich über den Besitz des den Unterhalt einer Familie sichernden NahrungszweigeS ausgewiesen hat;
7) die wiederholten Nekursgesuche des Gemeinderaths dahier „das Gesuch des Schreinermeisters Friedrich Wilhelm Nicolai von Hahn, Herzog!. Amts Wehen, um Auf- nahme als Bürger in die hiesige Stadtgemeinde betv , „vag Gesuch des Schuhmachermeisters Philipp Michael Lang von Heinzenberg, Herzogl. Amts Usingen, um Aufnahme als Bürger in' bie hiesige Stadtgemeinde betr.",
Bekanntmachungen.
C) „das Gesuch des Schuhmachermeisters Philipp Kilian Schwein von Rambach, um Aufnahme als Burger in die hiesige Stadtgemeinde betr.", dem Herzog!. Staatsministerium vorzulegen und gegen den erhobenen Rekurs an das Gesanimtstaatsministerium zu pro- testiren, da in einer Entscheidung des Kreisbezirksraths, wie auch von Herzog!. Staatöministerium, Abtheilung des Innern, bereits anerkannt worden ist, nirgends eine Gesetzesverletzung vorliegt, ein Rekurs daher gesetzlich nicht zulässig ist; ,
8) in Anerkennung der von Herzogl. StaatSminlsterium, Abtheilung des Innern, in dem Reskripte vom 25. v. ad Num. 34,036, „die Beseitigung der Muhlenbannrechte betr.", vorgetragenen Gründe die Aufhebung der Muhlenbannrechte zu beantragen; „ , , -.
9) das Rekursgesuch der israelitischen Gemeinde dahier „die Erlaubniß zur Vergrößerung ihres Todtenhoss. nach der Südseite hin" als nicht zur Kompetenz des KreisbezirkSrathS gehörig, den Rekurs zurückzugeben;
10) die Eingabe der Prüfungskommission für das Bäcker- gewerbe „die Meisterprüfung des Müllers Gattemann von der Salzmühle bei Biebrich betr." dem dasigen Gemeinderathe zum Berichte mitjutheileu;
11) das Rekursgesuch des Jacob Seeb old von Königstein wegen verweigerter Aufnahme als Bürger in die hiesige Stadtgemeinde für begründet zu halten, da Rekurrent sich über den Besitz des den Unterhalt einer Familie sichernden NahrungszweigeS und hiezu nöthigen Betriebskapitals auSge. wiesen hat;
12) die durch das Reskript Herzogl. Staatsministeriums, Abtheilung des Innern, vom 30. v. M., ad Num. 36,228 „die Revision der Rechnung der Stadtgemeinde Wiesbaden von IS17/«, betr." angemuthete Ertheilung einer nachträglichen Genehmigung zur Verausgabung einer Summe von 350 ff. für die Pflasterung eines Trottoirs durch die mittlere Wil- Helmstraße dahier und einer weiteren Summe von 813 ff. 54 kr. für die Chaussirung des Steinhohlwegs dahier aus der hiesigen Stadtkaffe als nicht zur Kompetenz des Kreisbezirks- raths gehörig von der Hand zu weisen uud demgemäß Herzogl. Rcchnunzskammer auf das Notat 40 zur Rechnung dex Gtadt Wiesbaden für 1847 und 1848 geeignete Vorlage zu machen.
Wiesbaden, den 7. Oktober 1850. Ferger.
1094] ES wird auf anderthalb Jahre ein Einsteher gesucht, der schon gedient haben muß. Näheres in der Red. d. Bl.
1089] Bei 83, K. Voigt in SB ei mar ist erschienen und in der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung vorräthig:
Dr. Ch. H. Schmidt, Handbuch der
Zuckerfabrikation, namentlich deS Runkelrüben-, Roh- und deS Stärke. mehlzuckerS. Nach »ihrem Standpunkte im Jahre 1850 in Frankreich, Belgien und Deutschland. Drille, stark vermehrte Auflage; mit 131 Abbildungen auf 10 Tafeln. 8. Preis 4 fl. 30 kr.
(Bildet auch den 72 Band des Schauplatzes der Künste und
Handwerke.)
Um auch materiell nachzuweisen, daß diese eine wirklich sehr vermehrte Auflage ist, dürfen wir nur bemerken, daß ihr Umfang um 8 Druckbogen und 3 Tafeln zugenommen hat, ohne die vielen Bogen und Tafeln zu rechnen, die vom theils veralteten frühern Inhalt weggefallen und mit neuem gefüllt find, — eine Vermehrung, welche die Preiserhöhung von 15 Sgr. Hinreichend rechtfertigt und die die Käufer um 'fo leichter verschmerzen können, als sie dafür das neueste, umfassendste und beste Werk über Zuckerfabrikation erhalten. Dieses verbürgen die 2 rasch verkauften vorhergegangenen Auflagen, die überaus günstigen Rezensionen im Berl, polyt. Archiv, 1841, Nr. 11 und 25 in der allgem. landwirthsch. Zeitung, 1841 Nr. 27, u. a. O., sowie die vielen Anerkennungsschreiben und persönlichen Besuche, die der Verfasser selbst aus Frankreich und Belgien erhielt. Es ist hier nicht Raum dazu, alle die Verbesserungen und Fortschritte bis auf den heutigen Tag zu verzeichnen, die eineiigroßen Theil dieser dritten Auflage anfüllen und von denen sogar viele auch unsern größten deutschen Zucker- fabrikanten noch nicht alle bekannt sein möchten. — Um diesen eine vollständige Kenntniß dieses Werkes zu verschaffen, haben wir davon einen 4 Seiten langen ausführlichen ProsvektuS drucken lassen, der den ganzen Inhalt, alle neuen Verbesserungen. Zusätze und Rezensionen genau spezifizirt. Dieser Pro- spektus kann durch gl[e deutsche Buchhandlungen unentgeltlich bezogen werden.
7201 Lichtbilder auf Papier,
Kirchgasse Nr. 31 zu Wiesbaden.
1087]
Taunus
Eisenbahn
Fahrplan für den Winterdienst. Anfang den 15. Oktober 1850.
Züge von Frankfurt nach Castel (Mainz), Biebrich und Wiesbaden.
Abfahrt von Frankfurt.
Ankunft in Castel.
Abfahrt von
Castel.
Abfahrt von Biebrich nach Wiesbad.
Ankunft in
Biebrich u.
Wiesbad.
Anschlüsse.
Ir Personen- u. Güterzug, Mrgs.
2t Personenzug .... „
St „ . . . . „
4r „ .... Nachm.
5t „ .... AbdS.
6. 30
8. -
11. -
3 5
6. —
7. 40
9. 5
12. 5
4. 5
7. 5
7. od. 50
9. 10
12. 10
4. 10
7. 10
7. 50
9. 10
12. 10
4. 10
7. 10
8. 10
9. 30
12. 30
4. 30
7. 30
in Verbindung mit den von Mainz (Castel) u. Biebrich abgehenden Dampfbooten n. Cöln u. s. w.
„ „ „ dem um 7. 30 in Frankfurt ankommenden
Zug v. Darmstadt u. dem um 7. 40 ank. Zug v. Friedberg.
in Verbindung mit dem um 10. 48 ankommenden Zug von Karlsruhe.
„ „ „ „ „ 2.50 ankommenden Zug von
Freiburg.
„ „ „ „ „ 5. 17 ankommenden Zug von
Heidelberg.
in Verbind, mit den um 8. 5 v. Frankfurt abgehenden Zügen bis n. Bafel u. mit dem direkten Zug auf der Main-Weser-Bahn bis Eisenach und weiter.
„ „ „ dem um 12. 5 v. Frankfurt abgehenden Zug
nach Heidelberg u. Offenburg.
„ „ „ „ „ 4. 30 von Frankfurt abgehenden
Zug nach Heidelberg.
„ „ „ „ „ 7.30 v. Frankfurt abgehenden Zug
n. Darmstadt u. dem um 8. abgehenden Zug auf der Main-Weserbahn biS Berlin direkt.
Züge von Wiesbaden, Biebrich , Castel (Mainz) nach Frankfurt.
Abfahrt von Wiesb. u. Biebrich.
Abfahrt von Wiesbad. nach Biebrich.
Ankunft in
Castel.
Abfahrt von
Castel.
Ankunft in
Frankfurt.
Ir Personen- u. Güterzug, MrgS.
2t Personenzug .... „
3t „ . . . . „
4t „ .... Nachm.
3r „ .... AbdS.
6. —
7. 35
10. 25
2. 35
3 35
6. —
7. 35
10. 25
2. 35
3. 35
6. 20
7. 55
10. 45
2. 55
3. 55
6. 30
8. -
10. 50
3 -
6 -
7. 40
9. 5
11. 50
4. 5
7. 5
Mit den Güterzügen können auch Personen in 2., 3. und 4. Wagenklasse befördert werden.
Außer vorstehenden Fahrten finden noch folgende Extra-Fahrten statt:
Täglich: von Castel (Mainz) nach Biebrich und Wiesbaden f 2 Ubr Nachmittaas „ „ Biebrich nach Wiesbaden . . .....| um z Nachmittags.
Die Morgenzüge von Frankfurt stehen in Verbindung mit den von Mainz (Castel) und Biebrich abgehenden Rheinischen Dampfbooten nach Cöltt und dem Nieder-Rhein.
Das Gepäck, welches mit dem N a m en des Reisenden und des Bestimmungsortes versehen sein muß, ist bis zu 40 Pfund frei; daS Mehrgewicht wird nach den auf den Elationen befindlichen Tarifen bezahlt. Die Effekten müssen spätestens eine halbe Stunde vor den Abfahrten in den Bahnhof abgeliefert sein, widrigenfalls sie erst mit dem nächsten Bahnzug befördert werden können.
Frankfurt a. M., im Oktober 1850.
In Auftrag des Verwaltungsraths der Taunus-Eifenbahn-Gefellschast:
der Direktor: Beil.
Hierbei als Beiblatt „Der Wanderer" und eine literarische Beilage, beigelegt von der Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung.
Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.