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korps zurückgezogen hatten. Die Truppen schlugen sich sehr gut; nachdem einige wirksame Kolonnen­salven auf die Dänen abgegeben waren, wurde zum Dayonnetangriff geschritten und die Dänen auf diese Weise fast eine Meile weit über Lottorfs, bis Jagel, geworfen; hier entspann sich, nachdem den Unserigen noch eine halbe Batterie zum Succurs herbeigeeilt war, ein sehr heftiges Artilleriefeuer, welches je­doch wegen der großen Entferung fast ohne Wirk­samkeit blieb. Die Dänen zogen sich hier bis zu ihrem Hauptkorps hinter dem Dannenwerk zurück und die Unserigen behaupteten das Terrain. Ern­ster und hartnäckiger war das Gefecht auf unserm linken Flügel; auch hier kamen die Dänen mit 3 Bataillonen und einer starken Artillerie von Fried­richstadt über die Treene und rückten bis zum Dorfe Süderstapel vor, während unsere Vorposten auch hier eine rückgängige Bewegung machten, sie wurden jedoch von dem I. JägerkorpS ausgenommen, welches sich ganz allein der dänischen Macht gegenüberstellte und den Kampf wohl eine Stunde allein führte, weShald dasselbe denn auch verhältnißmâßig viel gelitten. Da rückte jedoch das 9. und 11. Bataillon mit einer 3-Psünder-Batterie und vier 6-Pfünder-Geschützeu heran und eS begann ein mehrere Stunden anhaltender Kampf; denn auch die Dänen hatten hier ziemlich starke Artillerie inS Feuer gebracht. Man will behaupten, daß Oberst­lieutenant von der Tann unser Korps kommandirt habe; dieDänen leisteten heftigen Widerstand, wurden aber doch vom 9. Bataillon zuletzt kräftig geworfen , und mußten sich alödann sehr eilig über die Treene 1

zurückziehen, wobei sie eine Anzahl Todte und Ver­wundete auf dem Platze liegen ließen; sie wur­den von unserer Artillerie bis Schwabsted verfolgt. Die Zahl der Todten auf unserer Seite wird sich auf 56, die der Verwundeten auf 30 40 be­laufen und bei Breckendorf auf die Hälfte dieser Zahlen. Offiziere sind 2 verwundet; dagegen wer. den die Dünen in beiden Gefechten wol 20 30 Todte und 150 200 Verwundete haben. Die Vorpostengefechte auf dem rechten Flügel bei Eckern­förde sind zu unbedeutend, um erwähnt zu werben. Man steht diese Gefechte wohl mit Recht als daS Vorspiel zu einer großen allgemeinen Schlacht an, die dieser Tage geschlagen werden dürfte. An Ge­fangenen sind bisjctzt 10 in Rendsburg eingebracht, doch werden noch ebensoviel erwartet.

Paris, 9. Sept. Nach derGazette de Lyon" wird sich L. Napoleon unmittelbar nach der Rück­kehr von Cherbourg über St. Etienne nach Mar­seille begeben, wo der Stadlralh sich bereits mit den Anstalten zu seinem Empfange beschäftigt.

DaSBulletin de Paris" hebt hervor, daß die Generalräthe, indem sie größentheilS nur im Allge­meinen den Wunsch einer Revision der Verfassung aussprachen, ohne die Frage einer Verlängerung der gegenwärtigen Präsidentschaft zu berühren, ge­nau den ihnen von dem einflußreichsten Theile der Majorität der Nationalversammlung ertheilten Rath­schlägen nachgekommen seien.

Zu Perigueur warb nach demEcho de Vesone" dieser Tage eine große Versammlung sozialistischer

Demokraten abgehalten, deren viele aus den legen firn Theilen des Departements kamen.

Aus Toulon schreibt man, daß eine Abiheilun Infanterie, die nach Rom eingeschifft werden Gegenbefehl erhielt.

Madrid, 4. Sept. Die Oppositionspartei in großer Bestürzung über daS Ergebniß der Wol len zu den neuen CorteS. Fast überall sind Kandidaten unterlegen, selbst in Saragossa, L General Espartero allen seinen Einfluß aufbo't um die Wahl des oppositionellen Kandidaten,' Herrn de la EScosura, durchzusetzen. Esparter» war also nicht glücklich bei diesem ersten Versuche den er machte, wieder einen politischen Einfluß.» erringen.

dt a ch s ch r i f t.

* Wiesbaden, 12. Sept. (Assisenverhandluiie, Christoph Schütz II. von AßmannShausen wuw von den Geschwornen deS ihm zn Last gelegten Meineids schuldig befunden und zu einer, « Ablauf seiner jetzigen Strafzeit zur überstehe Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 4 Monaten, wie zur Bezahlung der UntcrsuchungSkosten per.37 fl. 2 fr. verur, heilt. Vertheidiger deS Angeklw/, war Prokurator v. Eck *

Verantwortlicher Redakteur: Dr. A. Botz

928] Edictalladung

Ueber das Vermögen des Maria Wilhelm Sette gast zu Biebrich ist der ConcurSprozeß erkannt worden.

Dingliche und persönliche Ansprüche an der Masse sind Dienstag den 8. Oktober d. I., Morgens 9 Uhr, hier zu liquidiren, bei Vermeidung des Rechtsnachtheils des Ausschlusses.

Wiesbaden, den 16. August 1850.

Herzogl. Nass. Justiz-Amt.

Winter.

911] Die Frankfurter Lebens-Nersicberungs- Gesellschaft mit einem Grundkapital von drei Millionen Gulden, leistet Versicherungen zu äußerst billigen Prämien.

Den auf Lebenszeit Versicherten wird nach ihrer Wahl ein Gewinn-Antheil von 50 Prozent oder ein Rabatt von 10 Prozent auf die Jahresprämie bewilligt.

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Wiesbaden, den 24. August 1850.

Der Haupt,Agent Weychardt.

942] Chemisches Laboratorium

zu Wiesbaden.

Der WintercursuS in der praktischen Chemie für Chemiker Fabrikanten, Pharmaceuten, Berg­leute , Landwirthc rc. (nicht zu verwechseln mit den am 15. Oktober anfangenden Vorlesungen am landwirthschaftl. Institute) beginnt am I. November.

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973] Ein Kapital von 9258 fl. des Pfarrfonds zu Massenheim liegt vom 1. Dezember dieses Jahres an, im Ganzen oder in kleinern Theilen zum Aus­leihen bereit. Nähere Auskunft gibt

der Kirchenvorstand.

920] Es wird ein Theilnehmer zu englischem Sprach, unterricht gesucht, der schon etwas vorgerückt ist. Von Wem? sagt die Erpedition d. Bl.

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10 Uhr Morgens nach Cßln - Düsseldorf (und 4 Mal wöchentlich nach Holland) im Anschluss an die Nachtzüge von Cöln nach Berlin, Belgien und Paris etc.

Montags, Mittwochs, Donnerstags u. Samstags direkt nach Botterdam.

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2% UhrMittags direkt nach Mannheim (Ankunft daselbst 9V2 Uhr Abends).

v-^V Der Omnibus zwischen Wiesbaden und Biebrich fährt in Verbindung mit allen ankommenden und abfahrenden Booten.

, . , Nähere, Auskunft auf der Agentur, Marktplatz, gegenüber dem Herzog­lichen Palais, und bei Hrn. F. W. Käsebier in Wiesbaden.

Biebrich, den 1 Mai 1850. Der Agent: J. K. Leillhacll.

980] Bei Hennings $ Hopf in Erfurt ist erschienen « in der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung vorrâthiz

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979] Ein Mädchen, wvkPes bürgerlich kochen tonn, dabei auch Hausarbeiten verrichtet, und gvle Nisse aufzuweisen hat, wird gleich oder auf Micheli gesucht. Näheres in der Erpedition dieses BlalteS.

961] DaS bisher von Oberlieutenant Math! bei Kauf­mann R. Schmidt in der Kirchgaffe bewohnte Logis st zu vermiethen und kann sofort bezogen werden. Dasselbe 6t, steht aus 5 Zimmer» nebst Kabinet'und sonstigem Zubehör.

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Oesterreich, 5 % MetalliqueS . . .

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Preußen, 50 Thaler Prämienscheine . .

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Baye r n , 3'/, % Obligationen .... B e r b a ch er - G i s e n ba h n - Acti e u . . rte m berg, 37, % Obligationen . .

4 7, % neue Obligationen

Baden, 37i % Obligationen von 1842 .

Lotterie-Anl. â 50 fl. bei G. u. S.

35 fl. Loose vom Jahr 1845 . .

Darmstadt, 3%, °/0 Obligationen . . .

4 %

50 fl. Loose .....

25 fl. Loose.....

Knrhessen, Friedr.-Wilh.-Nordbahn-Actien 40 Thlr. Loose bei Rothschild

Nassau, 3 7, % Obligationen bei Rothschild

" . " "

25 fl. Loo>è .......

Frankfurt, 3 % Obligationen . . . .

3(, o von 1839 .

371 ,, von 1846 .

TaunuS-Eisenbahu-Act ien â 250 fl.

Holland, 2 7i % Integralen ....

Spanien, 3 °/0 Innere Schuld ....

5 Ardoin incl. 17 Coup. .

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose . ...

500 fl. ....

Sardinien, 36 FreS. Loose bei Bethmann D i S c o n t o...........

Gold. I fl.

Pistolen .... Pr. FriedrichSd'or Holl. 10 fl. Stücke Rand-Ducaten 20 Francsstücke Engl. SouverainS

9

9

9

5

9

11

507, I 56

507, 36

30

53

Pap.

817. 63% 437, 1190 1567.

101

867, 85

8071 847. 98V, 827, 53

317, 857, 917, 79% 29

427, 317, 887.

104 267, 81% 95 91%

310

57 33%

G-Il "sT 63? 43 1185 1567 IW 1/2

84'li 79% 83% 98

82 I 52'/, 31% 85 90'/, 787, 28% 427, 31% 88 103%

26%

9471

917

312

567

337

81% 337.

817 33?.

Silber.

Gold al Marco Laubth., ganze Preuß. Thaler 5 Frankenthaler Hochhaltig Silber Gering u. mittelb.

382 -

1

2

24

45%

21

30

Hierbei als BeiblattDer Wanderer«

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.