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nenden Orundsahe handelnd, die Direktion der Köl­nischen Dampfschiffe jenen (SinfcUffuutidort in Ka- fiel errichtet hat, so erfüllte sie, war er Be­dürfniß, eine Pflicht fle«en daS reisende Publikum und bewegt sich auf dem Boden des Rechts, der jedem Privaten, wie jeder Gesell­schaft eigen ist. Die gerechten oder durch Einbil­dung erzeugten Klagen der Einzelintercffen, die sich gekrankt fühlen, müssen in allen höheren Fra­gen dem wichtigeren Ziele weichen. Wenn wir aber behaupten, Biebrich wird durch Kastel nicht gefährdet, so belegen wir dies durch wenige That­sachen. Wir halten es für völlig gleichgültig, ob die mit dem ersten Frankfurter Bahnzuge kommen­den Rhcinreiscnden in Kastel oder Biebrich daS Dampfboot besteigen. Sie sind nur Durchreisende. Glaubt man aber, die Abends anlangenden Rei­

senden würden nun im wallumgürteten Kastel sich vor Anker legen, so vergißt man den Ruf des freundlichen Biebrich, dessen liebliche Gasthöfe die herrliche Aussicht auf Strom und Landschaft in je­der Weise gewähren. Für dieses Tagesziel würde selbst mehr alS zehn Minuten Unterschied nicht in Betracht kommen.

Ucbrigens ist und bleibt Biebrich, wie bisher, eine Hauptstalion der schönen Kölner Dampfbeote, die fortwährend dort anlegen; eS bleibt der Stapel­platz für einen großen Theil des HerzogthumS und in vielen Beziehungen für Frankfurt; eS bleibt Vorstadt und Hafen von WieSbadm, dessen alter Ruf, wie feine Tauende von Gästen wahrlich durch eine Dampfboot-Station mehr oder weniger nicht leiden werden. Es wäre unnöthig, darüber, noch Worte zu verlieren.

Erinnern wir uns zum Schlüsse noch, wie bei dem seit den letzten Jahrzehnten steigenden Verkehre ähnliche illusorische Klagen überall emporguollen, wo der Verkehr einen Fortschritt -'machte. Allein selbst die wirkliche Einbuße deS üoé?" der Einzelnen kann da nicht in Betracht kommen.

Regsamkeit der Bewohner, Naturvorzüge und mancherlei vortheilhafte Verhältnisse sichern Bieb­rich vor einer Abnahme, und daß an solche nicht zu denken ist, bezeugen die zahllosen Gruppen von Gästen beim wackern Freinsheim, bei KrauS oder in der Krone. Und so möge eS bleiben und blühen zum Wohl des Einzelnen und des Ganzen.

Verantwortlicher Redakteur; Dr. A. Boczek.

Bekanntmachungen.

71 y CdictaHadung.

Ueber den Nachlaß der Wittwe des Jacob Bager Chri­stine geb. Sternberger zu Auringen ist Coneurs erkannt worden. Dingliche wie persönliche Ansprüche daran find Donerstag den 8. Angust l. Js., Morgens 8 Uhr, hier zu liquibiren bei Vermeidung des Ausschlusses von der Mage.

Wiesbaden, den 10. Suli 1850.

Herzog«. Nass. Justiz-Amt.

Winter.

427]

ilA Dampfschifffahrt

für den Wieder* und Mittel-Rhein.

Düsseldorfer Gesellschaft.

728]

Amtsferievanzeige

Bei dem hiesigen Justizamte beginnen die Amtsferien mit dem 13. August und endigen mit dem 9. September.

Den 7. August ist der letzte Amtstag vor und den 10. September der erste Amtsag nach den Ferien.

Während dieser Zeit kommen nur Rechtssachen, welche keinen Verzug leiden zur Verhandlung.

Herborn, den 22. Juli 1850.

Herzog«. Nass. Justiz-Amt.

R u l l m a n n.

722] Soeben erschien in dem unterzeichneten Verlag und ist in der L. Schellenberg'schen Hos-Buch- handlung in Wiesbaden vorrâlhig:

Allgemeiner

kaufmännischer

Vollständiges und umfassendes

Handbuch für zeden Kaufmann.

Eine Reihenfolge von Mustern aller in der kaufmänni­schen Correspondenz vorkommenden Briefe, Circulare, Wechsel, Obligationen, Frachtbriefe u. f. w.

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terminologischem Wörterbuche

und einer übersichtlichen

Münz-, Maaß- und Gewichts-Kunde.

(Zweite verbesserte Auflage).

1. Lieferung.

Preis 3 6 k r.

g^=- Diese neue Auflage des kaufmännischen Briefstellers erscheint in 3 Heften, jedes von 89 Dogen, â 36 fr. (Der Subscriptions-Preis der ersten Auflage war 2 fl. 42 fr.)

Der anerkannte Werth dieses bereits sehr ver­breiteten Briesstellers wirb auch dieser neuen Auf­lage eine freundliche Aufnahme verschaffen. Neben manchen Verbesserungen ist in der derselben vorzugs­weise das Wechselrecht nach der neuen Gesetzgebung umgearbeitet und da auch auf die geringen Ver­schiedenheiten der allgemeinen teutschen und der österreichischen Gesetze Rücksicht genommen ist, daS Werk für alle Theile Deutschlands gleich brauchbar.

Brandenburg im April 1850.

Adolph Müller.

Tägliche Abfahrten von Biebrich vom 1. Mai 1850:

5% Uhr Morgens (Schnellschiff) nach CÖln, im Anschluss an die ersten Nachmittagszüge nach Lüttich , Düsseldorf, Elberfeld , Hamm , etc.

8 Uhr Morgens (Schnellschiß) nach CÖln9 im Anschluss an die Züge nach Aachen, Düs­seldorf, Elberfeld etc. , .

10 Uhr Morgens nach CÖln - Düsseldorf (und 4 Mal wöchentlich nach Holland) im Anschluss an die Nachtzüge von Cöln nach Berlin, Belgien und Paris etc.

Montags, Mittwochs, Donnerstags u. Samstags direkt nach Boller dam. Montags und Donnerstags direkt nach Fondon.

10*/2 Uhr Morgens (Schnellschiff) direkt nach FHatt.nh.eim im Anschluss an die Züge nach Karlsruhe und der pfälzischen Ludwigsbahn.

2y2 Uhr Mittags direkt nach Mannheim (Ankunft daselbst 972 Uhr Abends). _ gC^f Der Omnibus zwischen Wiesbaden und Biebrich fährt in Verbindung mit allen ankommenden und abfahrenden Booten.

Nähere Auskunft auf der Agentur, Marktplatz, gegenüber dem Herzog-, liehen Palais, und bei Hrn. F. W. Käsebier in Wiesbaden.

Biebrich, den 1. Mai 1850.

Der Agent: J. K. Lembach

Zum Einsetzen künstlicher Zähne, sowie zu jeder in sein Fach vinschlagenden Ope­ration empfiehlt sich während seines Hierseyns

727]

Zahnarzt Brach aus Speyer, wohnt Hamburger-Hof, Taunusstraße Nr. 23.

Ganz untrügliches Original-Mittel

gegen

Sommersprossen«

Dieses ganz ausgezeichnete und nie fehlende Mittel besteht aus einer Salbe, die der Haut durchaus nicht schadet, und aus innern Arzneimitteln, welche Endesunter­zeichneter während seines langjährigen Aufenthalts in Ost­indien kennen lernte. Das Mittel vertreibt bleibend die Sommersprossen, selbst die zusammenfließensten, am Gesicht, Hals, Hände ic.

Wie vielen Schönen, welche die Natur mit den herrlich­sten Reizen begabt hatte, aber durch die häßlichen Sommer­iproffen entjierl wurden, habe ich damit von großer Betrübniß geholfen! Das ganz ächte und nie versagende Original- Mittel ist einzig und allein bei dem Unterzeichneten zu er­halten , da es nie in Kommission gegeben wird. Franko per Post wird es direkt bezogen gegen Einsendung von 4 Reichsthalern von

Bo ritz bei Riesa im Königreich Sachsen.

Fr. Ad. Schurig^ praktischer Arzt ic.

Warnung: Es eristiren von diesem meinem Original­mittel Nachsällchnngen, die um wohlfeilen Preis verkauft werden, aber nichts helfen! [537

Unter der Presse befindet sich und nimmt die L. Schellenberg'sche Hof-Buchhandlung in Wiesbaden Bestellungen entgegen:

Per Anklageakt und das Verweisungs-Urtheil

des

großen politischen Revolutions-Prozesses gegen /«06 Individuen, welche bei der pfälzischen Erhebung im Mai 1819 am meisten gravirt befunden wurden, theils dadurch, daß sie die Revolu- tion mit hervorzurufen bemüht waren, theils daß sie eine hervorragende Stellung während der Bewegung innegehabt und bekleidet haben, und welche sämmtlich ausgeschlossen geblieben sind von der allgemeinen Amnestie im vorigen Jahr".

Derselbe wird aus 30 36 Bogen in 4« gr. Med. bestehen und jeder Druck­bogen 4 Kreuzer kosten.

^ Einen Gulden Belohnung.

Ein rothes, kettenähnlich, in runden Ringeck WD schaffeneS Onyx-Armband ist gestern Abend vor dem Kursaal verloren worden. Derjenige, der eS gefun­den und nach dem Block'schen Hause ersten Stock bringen will, empfängt einen Gulden Belohnung.

Frankfurt a. M., den 19. Juli. Mittags l Uhr.

Oesterreich, 5 % Metalliques . . .

4 ...

27,7. - - .

3 % Bankaktien o. D. . .

500 fl. Loose.....

250 fl. Loose.....

Preußen, 50 Thaler Prämienscheine. .

37, % Staatsschuldsch. â 105 kr.

Bayern, 3'/, % Obligationen . . . . Verba cher-Eisenbahn-Actien . . Würtemberg, 3'/,°/, Obligationen . .

47, % neue Obligationen

Baden, 37, % Obligationen von 1842 .

Lotterie-Anl. â 50 ff. bei G. u. S.

35 ff. Loose vom Jahr 1845 . .

Darmstadt, 3'/, °/ Obligationen . . .

4 % . . .

50 fl. Loose .....

25 ff. Loose.....

Kurhessen, Friedr.-Wilh.-Nordbahn-Actien 40 Thlr. Loose bei Rothschild

Nassau, 3 7, % Obligationen bei Rothschild

5

25 fl. Loose

Frankfurt, 3 % Obligationen ....

37, % von 1839 .

3 7, »»n 1846 .

Tau nuS-Eise ii bahn-Actcen a 250 ff. Holland, 2 7,7. Integralen .... Spanien, 3°/. Innere Schuld . . . .

5 Ardoin inci. 17 Coup. .

Polen, 306 fl. Lotterie-Loose . . . .

500 fl. . . . .

Sardinien, 36 Frcâ. Loose bei Bethmann Diskonto ...... . . ' . . .

Pap. *8277 647, 447.

1197 1567.

102

877, 84

817, 857, 987, 837, 54/, 32% 857.

917, 77

287, 437, 327,

Geld.

827, 647, 44

1187

156'/. 1017, 1077.

87

837.

81 7, 847, 987, 827, 547, 327.

847.

907, 76'4

277, 437, 32 7,

867,

957, 92

295 57'/.

327,

817,

947,

917,

293

57

32 V,

82

34

27,

81'/.

337,

Gold.

fl.

tr.

Silber.

li.

kr.

Pistolen ....

9

52

Gold al Marco

382

Pr. Friedrichsd'or

9

56

Laubth., ganze

Holl. 10 fl. Stücke

9

53

Preuß. Thaler

1

457,

Rand-Ducaten

5

39

5 Frankenthaler

2

21

20 Francsstücke

9

35

Hochhaltig Silber

24

32

Enal. Souveraink

11

58

Gering ii. mittelb

Hierbei als BeiblattDer Wanderer

Druck und Verlag der £ ScheÜenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden