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Herr werden, sich gegen eine Zukunft voller Probleme und Anarchie sichern. Noch kämpft sie nur um ihr Dasein, bald wird sie den Kampf um ihren Platz beginnen. Wehe uns! wenn wir ihr dann nicht geschlossen geschaart, wie ein Mann, voller Siegeszuversicht entgegentreten. Unser Kampf wird ein heiliger seyn, für Ordnung, Recht und bürgerliche Frei­heit wir werden für König, ..Vaterland und unsern Glau­ben kämpfen".

Glogau, 25. Mai 1850. v. Brandt,

General-Major und Kommandeur der 9. Jnf.-Brig.

Unter denen, deren Treue und Gehorsam gegen den, nig durch dieses Denkmal verewigt wird, sind auch nicht wenig Soldaie" polnischer Nationalität, welche > otz aller Wühlerei eines treulosen Adels und trügerischen Pfäffenthums unbesudelt

und unbefleckt geblieben."

v. Steinäcker, General-Lieut., Commandeur der 10. Division und int. 1. Cammandant der Feste Posen. Ehre und ewiger Ruhm denen, die im edlen Kampfe für daS Gesetz, die Ordnung und die Civilisation gefallen sind."

Berlin, 6. Juni 1850. A. v. Hum bo ld.

Es ist kein Kampf um die Güter der Erde, DaS Heiligste schützen wir mit dem Schwerte!"

Auch in diesen Zeiten, wie dereinst in den glorreichen Kriegen vom 1813 bis 1815, ist es nicht um irdische Güter, daß das schwarzweiße Banner erhoben wird. Es leuchtet voran für die allgemeinsten und heiligsten Güter: für Thron und Altar, für die Ehre des theuren Vaterlandes, für die untersten Grundlagen gesellschaftlicher Ordnung und Gesittung: Darum Hell und Preis Dem, der unter diesem Banner kämpft, siegt

und stirbt!"

Dr. Julius Stahl, Geh. Justizrath und Pro­fessor der Rechte zu Berlin".

In der Trübsal bewährt sich die Treue".

Berlin, 16. Mai 1850. Arn i m-B oytz en b urg.

Die Treue ist der Ehre Mark".

Rudolph v. Auerswald.

SfUtf^löKÖ

Frankfurt, 27. Juni. (M. I.) Der Großherzog von Hessen hat soeben mit dem Bankhause PH. Nikol. Schmidt eine Privat-Anleihe im Betrag von 200,000 fl. abgeschlossen. Die dafür ausgestellten Schuld Effekten tragen 5Ct. Jahres- zinS und sind zu 97 pCt. vorgedachtem Hause überlassen wor­den. Für die Zinszahlung, sowie für die innerhalb zwanzig Jahren allmählig zu bewirkende Rückzahlung deS Kapitals haftet unter Gewährleistung der großh. Agenten die großh. Zivilliste. Auch der Kurfürst von Hessen steht, wie ich er­fahre , wegen Abschluß einer Privat-Anleihe von 150,000 Thlr. mit einem hiesigen Bankhauje in Unterhandlung. Ein Theil deS sehr beträchtlichen Privatvermögens des Fürsten soll alS Sicherheit eingesetzt, das Kapital nebst Zinsen aber innerhalb Jahresfrist abgetragen werden.

Stuttgart, 27 Juni. (R. Z.) Mit 50 Stimmen gegen 11 hat unsere Abgeordnetenkammer heute die Ministeranklage votirt. Kein Minister war anwesend. Der Präsident der Kammer erklärze, daß er in Gemäßheit diese Beschlusses noch heute an den Präsidenten des StaatsberichtshofeS die Auffor­derung richten werde, den Staalsgerichtshof zu versammeln. Morgen wird der Ankläger und der Bevollmächtigte für die Ministeranklage gewählt, sodann ein heute angekommenes k. Reskript über provisorische Forterhebung der Steuern vom 1. Juli bis 30. Sept, zur Berathung kommen.

Stuttgart, 28. Juni. Gestern Abend noch verbreitete sich hier das Gerücht, das Ministerium habe in Folge deS ge­strigen Kammerbeschlusses seine Entlassung eingereicht, doch hörte man schon heute früh, daß dieselbe nicht angenommen worden sey, waS sich auch, nachdem eben erst die Bildung eineS Ministeriums gescheitert war, voraussehen ließ. In­zwischen sind der Versicherung derDeutschen Chronik" zufolge

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1ÜL Sinti gesche, bleiben, rathang unmöglich . das heutige Veranlassung (,

Vor dem k des Redakteurs

i gegen daS Erkenn,,^

i -das ihn wegen Mäjestätsbe^ strafe verurtheilte. Sein Gesuch

heute noch die Strafe antrelen.

Berlin, 25. Juni. Folgende merk», als völlig verbürgt mitgetheilt werden, ©u Preuß. Zeitung" hat gegen den Polizeipräside. dey einen Kamps auf Leben und Tod beschlossen, Resultat man sehr gespannt ist. Entweder nämlich

Neue Preuß. Zeitung" eingehen, oder Hr. v. Hinke, aufhören, Polizeipräsident zu seyu; ebenso wird jene Ze,, von dem Augenblicke an nicht mehr erscheinen, wo wegen v gestern konfiszirten Nummer gegen sie das gerichtliche Sei fahren eingeleitet wird. Man hat, wie bestimmt versichert wird über diese Beschlüsse sofort nach der Beschlagnahme der betref. senden Nummer dieser Zejtung sich geeinigt.

Berlin, 27. Juni. (D. Z.) In der Untersuchung gegen den aus dem Waloeck'schen Prozeß bekannten Ohm, scheinen neue Thatsachen eine Wiederaufnahme deS Vorverfahrens noth­wendig gemacht zu haben. Auch neue Vernehmungen haben in letzter Zeit staltgefunden, unter Andern die des Hrn. Gödsche.i

Wien, 24. Juni. Seit der Anwesenheit deS Großherzogs von Toskana und des Prinzen Albert von Sachsen bemüht sich der Hos in augenfälligster Weise, eine gewisse Popularität zur Schau zu tragen, um in den fremden Gästen die Ueberzeugung , von dem alten patriarchalischen Verhältniß der Dynastie zum Volke zu beleben, auf dem. allerdings in der Vormärz eich enrZrll^K dieSicherheit des Melternich'schen StaateS beruhte; neuerdings - werden wieder die Abendfahrten von Schönbrunn nach dem s Dorfe Lainz unternommen, die Kaiser Ferdinand mit seltener Regelmäßigkeit fast täglich anstellte, um in dem kleinen HäuS- garten oder wohl gar in der Scheune des Ortsrichterö in voll­ster ländlicher Ungezwungenheit ein bescheidenes Gouter cinzu-i nehmen, das übrigens den biederen Wirth bereits zu einem sehr wohlhabenden Manne gemacht hat. Häufig begleitet der ' Zitherspieler Baumann, derzeit Theater-Sekretär deS Dr. Laube,' die kaiserliche Familie dahin, und sein Arrangement würzt die Unterhaltung des erlauchten KreiseS, dessen helleS Gelächter " oft an das Ohr der Vorübergehenden schlägt. Als jungst die Kapelle deS Jägerbataillons auf dem Parterre deS Parks vor dem Schönbrunner Lustschloß musizirle und eine große Men­schenmenge sich um die Musikbande versammelte, erschien plötz­lich die Erzherzogin Sophie mit den jüngeren Prinzen unter dem Volke und nahm auf einer Gartenbank Platz. Bald dar­auf kam auch der Kaiser mit dem Prinzen Albert am Arm, ohne jede weitere Begleitung, an diesen Ort und mischte sich unter die Massen.

K r a n k r e i ch

Paris, 27. Juni. Die gegenwärtig in Paris herrschende Hitze hat seit 1703 nicht ihres Gleichen gehabt. Am 26. Abends waren 36 Grade, heute Mittags 32, um 2 Uhr 35, um 4 Uhr 35, um 6 Uhr 38 Grade. Man fürchtet für die Feldfrüchte.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

Druck und Verlag der L. Scheürnberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden

Die Nass. Allgem. Zeitung wird von heute an Nachmittags um 5 Uhr ausgegeven.