Wenn übrigens schon aus dem Vorhergesagten die Fol- eingegangen. Der Prinz von Preußen hat ein ausführliches gerung gezogen werden könnte, daß eine Vergleichung der eigenhändiges Schreiben darüber hierhergesandt. Aus diesem jährlichen FäUunqSelalS mit dem geschätzten Zuwachse in dem ist zu ersehen, daß der Kaiser von Rußland weit entfernt ist, Walbsteuerkataster — je nach dem augenblicklichen Holzvor- die Politik deS österreichischen Kabinets in der deutschen Ange- rath und Waldbcstand und etwa den Beweis ihres abnormen legenheil zu unterstützen. Im Wesentlichen beharrt derselbe Zustandes liefern könnte, so läßt sich dagegen erfahrungSmä- bei seiner frühern Erklärung, daß er gegen die Macht sich ßig' annehmen, daß dieses Mißverhällniß in geringerem Grade kehren werbe, die zuerst den Weg der Waffengewalt einschlüge, toitfad) vorhanden seyn wird, als es durch die theilweise sehr. Die Vorstellungen und Beweisführungen des österreichischen mangelhafte ElatSbcrcchnungen zu bestehen scheint. Zu einer. Ministerpräsidenten sollen auf den Kaiser sehr wenig Eindruck Waldsteuerrevision kann daher erst dann mit gutem Erfolge - gemacht und derselbe zum öftcrn geantwortet haben; ich kann geschritten werden, wenn eine gründliche Revision der Wirth- . das nicht einsehen!
schaftSplane vorausgegangen ist und dann können erst die, ' In den nächsten Tagen wird bas Fürstenkollegium zusam allerdiOgs bestehenden , aber durch den Antrag deS Herrn . mentreten. Dann soll sogleich auch die Ernennung deS UnionS- Schmidt nicht beregten wirklichen Mängel der Wald- Ministeriums erfolgen.
grundbcsteuerung, zwar nicht auf dem, durch Herrn Schmidt : Auf Grund vorgefundener Papiere und Schießmaterialien betretenen Weg, wohl aber auf dem der Wissenschaft und Er- ist gestern der Maschincnbauervereiu aufgelöst worden. AuS fahrung, soweit menschliche Einsicht reicht, beseitigt werden. f den Papieren soll hervorgehen, daß daS Bestreben der Mit- è glicder auf die Herbeiführung der Republick gerichtet war. Die I hannoversche Regierung hat die Papiere eines ManneS hierher gesandt, der mit falschem Paß betroffen nnv ihr dadurch ver, dächng geworden war. Bei der Vernehmung zeigte derselbe Symptome deS Wahnsinns und gab zu verstehen, (?) daß er Mainz, 5. Juni. (Rh. Ztg.) Soeben vernehmen wir, ' nach Berlin habe reisen und den König morden wollen. Es daß in einigen Tagen General v. Wrangel, auf einer Jnspek- : jst ein früherer Bildhauer aus Freiburg, der sich einige Zeit tionSreise der preußischen Rheinprovinz begriffen, zum Besuchei jn London aufhielt und'von dort aus nach Hannover gekom- hier eintreffen wirb. • t wen war. UcbrigenS hat auch die englische Regierung hierher
n s ' gemeldet, daß sie künftig auf die deutschen Flüchtlinge ein
, Kassel, o. Juni. (N.H. Z.) Gestern Mittag ist der schon schärferes Augenmerk haben werde, da sie sich überzeugt habe, seit längerer Zeit am hiesigen Hofe erwartete Großherzog Lud- jn j[jrcn Versammlungen der Fürstenmorv gepredigt werbe, wig von Hessen hier augekommen. Sc. königl. Hoheit wur- gebe Ihnen diese Nachrichten, wie sie mir auS guter Quelle den vom Kurfürsten auf dem Bahnhöfe, o sich auch die ^gegangen sind.
Garde ausgestellt hatte, empfangen und in das Palais Belle-, ' (Die „Reform" enthält über denselben Gegenstand: In Vue geleitet. : Hannover ist ein Mann festgeuommen worden, auf welchen
Stuttgart, 5. Juni. (S. M.) Dem Vernehmen nach hat wegen mancherlei bedenklicher Anzeichen die ernste Aufmerksam- der Ausschuß der LandeSversammlung, gestützt auf §. 188 der ^^ ^r. Behörden gerichtet ist. Derselbe ist in halb unzurech« Verf.-Urk. eine Bitte an die königl. Staatsregierung um Ein- Hungrigem Zustande und war, heimlich mit einem Dolch in Berufung einer außerordentlichen Versammlung zum Zweck der suthem Futteral bewaffnet, auf der Reife nach Berlin begriffen. Berathung der beantragten Ministeranklage beschlossen, welche»« ^nt ^^ fr ns) er in der Gegend von Köln aufgehalten und heute an die königl. StaatSregierung abgeben soll. ^o« nllt den hervorragendsten Demokraten verkehrt; gegen-
i wärtig kommt er von London, wo er nach gewissen Anzeichen
München, 3. Juni. (A. Z.) Dieser Tage ist von dem' mit einem der verworfensten Flüchtlinge, welcher in den dör- hiesigen Hauptverein für konstitutionelle Monarchie und religiöse tigen geheimen Gesellschaften sehr thätig ist, in genauer Ver- Freiheit an Sc. Majestät den Kaiser von Oesterreich eine in bindung stand.) der vorletzten Sitzung dieses Vereins einstimmig angenommene Die gleichlautende Note der UnionS-Regièrungen an daS Adresse abgefcnvec worden, in welcher dem Kaiser gedankt wird österreichische Kabinet, als Antwort auf dessen Einladung nach für die Freiheiten und Rechte, welche derselbe der katholischen Frankfurt a. M., ist bis jetzt von Preußen, Baden, Olden- Kirche in Oesterreich wiedergegeben hat. , bürg, Sachsen-Weimar, Sachsen-Koburg-Gotha, Sachsen-Mei-
Dem „Nürnb. Korr." zufolge hat der vorgestern seiner Haft ' ningen, Sachsen-Allenburg, Nassau, Braunschweig, Schwarz- «ntlaffene deutsch-katholische Prediger Professor Schell heute die ' "
Weisung erhalten, binnen drei Tagen Stadt und Land zu verlaffen.
Dresden, 3. Juni. Die weiteren Verordnungen der sächsischen Regierung betreffen 1) Zusatz zu dem Preßgesetz vom 18. Nov. 1848; 2) Beschränkung deS Vereins- und Versamm- lungSrechtes und 3) die Wiedereinführung der Todesstrafe.
Berlin, 5. Juni. (Telegr. Dep. d. Kölnischen Zeitung.) Durch kgl. Kabinetsordre vom I. Juni ist General v. Radowitz zum Mitgliebe deS Fürstenkollegiums für Preußen und Hr. v. Sydow zu besten Stellvertreter ernannt.— Man erwartet Hrn. Y. LepelS Eintritt ins Fürstenkollegium.
Ueber bas Befinden deS Königs berichtet folgende telegr. Depesche der Köln. Zeiig. von demselben Datum: Se. Maj. der König Üben eine ruhige und schmerzfreie Nacht gehabt. Die Entzündung am Fuße nimmt allmählich ab, die Heilung der Wunde schreitet vor.
Berlin, 3. Juni. Gestern Mittag ist der Befehl zur Mobilmachung deS 3. Armeekorps kundgemacht. Die Emberufungs« ordreS an die Reserven sind bereits erlassen; dieselben sollen am DonnerStag, früh 5 Uhr, auf dem Potsdamer Bahnhöfe seyn, um hier weiter befördert zu werden. — Die Stadt Berlin ist nunmehr auch angewiesen, ihr Kontingent an Pferden zur Ausrüstung nuferer Armee zu stellen. Dasselbe ist theils an das 3. Artillerieregiment in Wütenvcrg, theils an die Garde- artillerie hier in Berlin abzulicfern. Die Ablieferung muß noch in dieser Woche geschehen.
Berlin, 4âuni. (D. Z.) AuS Warschau sind nun genauere Berichte über die Ergebnisse der dortigen Besprechungen
burg-SonderShausen, Schwarzburg-Rubolstavt, Reuß älterer und jüngerer Linie, Bremen, Hamburg und Lübeck übergeben
worden. Es sind also, außer den beiden Hessen, noch Mecklenburg-Schwerin, die beiden Anhall und die beiden Lippe im Rückstände.
Nachdem das königlich würtcmbcrgische Obertribunal in Stuttgart am 1. Mai erklärt hat, daß eS sich seiner ferneren Funktionen als oberste Appcllationsinstanz für die Rechtspflege der beiden hohenzollernschen Fürstenthümer als enthoben betrachte und jeveS weitere Verfahren eingestellt hat, fo ist ein Ersatz bringend nöthig geworden und die C. C. glaubt, daß ein nächstgelegenes preußisches Obergericht, etwa der Justiz- Senat in Ehrenbreitstein, als AppellationSgericht für die Fürstenthümer bestellt werden solle. Die höchste Instanz würde I dann daS Obertribunal in Berlin bilden. •
Der Prozeß gegen Hannover vor dem Unionsschiedsgerichte ist, wie die Lith. Korresp. meldet, sistirt.
Schleswig-Holstein, 3. Juni. (D. Z.) ES verlautet, daß sich Dänemark auf daS ernstliche Verlangen Rußlands habe entschließen müssen, in Verhandlungen mit den schleswig-holsteinischen Vertrauensmännern einzutreten. Niemand zweifelt, daß es nur zum Scheine geschieht. Die königl. Proklamation an die „Insurgenten" soll in Kiel bereits eingetroffen seyn. .Dagegen sprechen sich dänische Blätter auS, daß nur der Abzug der Schweden und Preußen erwartet werde, um dann sofort die Feindseligkeiten gegen die Herzoglhümer zu eröffnen: „Der gegenwärtige Stillstand der Unterhandlungen, sagen sie weiter, scheint zu einem oder dem andern fait accompli alS Grundlage künftiger Unterhandlungen führèn zu sollen. Irgend eine AngriffSstcllung zu Dänemark kann Preußen nicht mehr annehmen, nachdem daS Erfurter UnionSwerk gescheitert