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Plan zu einer Belagerung Rendsburgs entworfen, und durch Hrn. Wegener den Beweis, daß Rendsburg eine schleSwigsche Stadt sey, führen lassen, damit man vor der Eroberung der­selben sein vermeintliches Recht auf dieselbe darthun könne. So sicher ist man in Kopenhagen davon überzeugt, daß man sich dieser deutschen Festung bemächtigen werde. Auch gegen die Gefion wird man einen Streich führen (!) Kurz man täusche sich nicht, das dänische Ministerium will den Krieg und eS wartet nur auf eine günstige Gelegenheit, um plötzlich los­zubrechen, und hofft die Gegner unvorbereitet überfallen zu können. Nur deswegen werben alle FriedenSgerüchte ver­breitet.

Vom Alsener Sunde, 10. März. (D. Z.) Die Dänen stellen plötzlich ihre Beurlaubungen wieder ein. Der desfall« sige Befehl deS Kriegsministers langte gestern auf Alfen an. DieHamburger Nachrichten" melden unter dem nämlichen Tage:Der Präsident Vollpracht ist auf Befehl deS Generalkommandos von Alfen verwiesen. Er erhielt Befehl in Augustenburg (am 6.), andern Morgen 6 Uhr abzureisen. Wenn irgend Etwas, fügt das genannte Blatt, für deutsche Gesinnung auf Alfen spricht, so ist es, dünkt uns, die hierdurch ausgesprochene Besorgniß deS däni­schen Generals, daß diese Gesinnung dem Herrn Vollpracht bemerkbar werde." Wir würden, wenn sich diese unwahr­scheinliche Nachricht bestätigen sollte, ganz andere Schlüsse da­mit verknüpfen. Zunächst glauben wir nicht, daß sich Herr Vollpracht auf irgend einen Punkt begeben hat, von welchem ihn ein dänisches Generalkommando verweisen konnte.

F r a N k L e è eh.

Paris, 12» März, 8 Uhr Abends. Das definitive W a h l- resultat der Wahlen in Paris und dem übrigen Seine- Departement ist in diesem Augenblicke, mit Ausnahme des Ergebnisses der Wahlen des Quartier du Temple und der Ge­meinde Bourg la Reine, die aber am Gesammtergebnisse schwer­lich etwas ändern können, bereits vollständig bekannt. Es haben erhalten:

Carnot 136,422, Foy 122,994,

Vidal 132,050, Bonjean 122,361,

de Flotte 130,615, Lahite 122,066 Stimmen.

Die sozialistische Wahlliste hat also durch die erfolgte Wahl ihrer sämmlichen drei Kandidaten , wie schon mit Ge­wißheit behauptet werden kann, einen entschiedenen Sieg davon getragen. Was die an den Wahlen des Departements betheiligten Truppen angeht, so haben nach derEstafette" 2667 Mann für Carno l, 2637 für Vidal, 2636 für de Flotte, 334 für Lahitte, 273 für Foy und 248 für Bonjean gestimmt. Die Börse war heute außerordentlich aufgeregt und die von Minute zu Minute einlaufenden Angaben über das Resultat der Wahlen wirkten- natürlich aus den Stand der Rente ein.

Wie versichert wird, haben viele Legitimisten gar nicht und manche für die sozialistischen Kandidaten gestimmt. Auf­fallend ist die Gleichgültigkeit, womit fast alle legitimistischen Blätter die Wahlen behandeln, währendJournal deS Debatö", Constitutionnel",Ordre",Patrie" fast das Seyn oder Nichtseyn der ganzen Gesellschaft davon abhängig machen, waS doch jedem Unbefangenen als Uebertreibung erscheinen muß.

DerMoniteur" so wie die übrigen Organe der Regie­rung kündigen an, daß der Präsident der Republik seine Abend­gesellschaftenbis auf weiteren Befehl" einstellt. Die legiti- mistischeOpinion publique" findet diesen Ausdruck sehrkai­serlich" und fragt, wer denn etwa ins Elysee gehen werde, um auf Befehl" seine Aufwartung zu machen?

Paris, 12. März. Heute Morgen um 6 Uhr sind die seit dem 24. Februar am Fuße der Julisäule niedergelegten Embleme, Inschriften u. f. w., kurz alle Huldigungsgaben' für die Februartodtcn, mit Ausnahme -der Jmmortellenkränze, durch eine Abtheilung Polizeiagenteu weggenommen und auf einem Wagen nach der Polizeipräfektur gebracht worden. Die Jm- mortellenkränzc sind jetzt im Innern deS die Säule umgebenden Eisengitlers regelmäßig geordnet niedergelegt. Nach Erscheinen der Proklamation des Polizeipräfckten , wodurch er die Weg­nahme aller an dem Fuße der Julisäule niedergelegten Embleme androht , schien die Ruhe ernstlich gefährdet. Gegen 1500 Blousenmânner versammelten sich auf dem Bastilleplatz, unter

denen man einzelne Individuen bemerkte, die gegen die Polizei und die Regierung überhaupt heftige Schmähreden ausstießen. Allein eine Brigade Polizeisergeanten reichte hin, um die Ruhe wieder herzusteüen, und schon um 10 Uhr Abends waren kaum noch einige Neugierige auf dem Bastilleplatze zu sehen. Die Soldaten, die vorgestern im Zuge nach der Julisäule gegangen waren, sind vorläufig in Gewahrsam gebracht worden und sollen, wie es heißt, nach Algier geschickt werden, wogegen ein legi- timistisches Blatt mit der Bemerkung protestirt, man müsse einen Soldaten zur Belohnung, und nicht zur Bestrafung inS Feuer schicken.

Ungarn.

Preßburg, 7. März. (Oest. Korr.) Nach Anordnung der Staatsverwaltung soll nun der Ausbau der ungarischen Zen­tralbahn auf allen noch unvollendeten Punkten ernstlich in An, griff genommen werden, so daß die Strecke von hier nach Pesth schon im Herbste d. J. wird befahren werden können.

Nachschrift.

Wiesbaden, 15. März. In der heutigen Sitzung deS Landtags wurde die Wahl der Abgeordneten zum Staaten- Haus vorgenommen. Dr. Großmann, Prokurator aus Wiesbaden, wurde mit 19, und Medizinalrath Dr. Heyden­reich mit 17 Stimmen unter 21 Abstimmenden gewählt. 2 Stimmen fielen auf den Ministerialrath Werren, 2 auf den Prokurator v. Eck, 1 auf den Hofgerichtsrath Hehner in Dillenburg, 1 auf Konrektor Schulz in Weilburg. Die von der Regierung ins Staatenhaus ernannten Abgeordneten find der vormalige Minister V. Dungern und Ministerial- Rath Bertram.

Wien , 12. März. (Telegraphische Depesche.) Eine offi- zielle Depesche unseres Geschäftsträgers in Athen bestätigt die Nachricht aus Athen vom 5. d., daß die Blokade am 2. d. Abends auf unbestimmte Zeit aufgehoben wurde mit folgen­dem Beisatz: Baron Gros (der außerordentliche französische Gesandte) ist am 5. d. eingetroffen. Von St. Petersburg noch keine Nachrichten. Die öffentliche Stimmung in Athen

trüb und beunruhigt." (Allg. Z )

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

Frankfurt a. M., den 14. März. Mittags 1 Uhr.

Oesterreich, 5 7, Metalliques ......

27- 7. " ....

3 7, Bankactien o. D. ...»

250 ff. Loose ......

Preußen, 50 Thaler Prämienscheine . . . - 37, 7» Staatsschuldscheine â 105 kr.

Bayern, 37,7, Obligationen......

Papier.

Geld.

817,

637

437.

1145

1437 92'/,

88

817

817.

63 43

1140 1437«

92

103 877, 807, 817^

80 7 957

78 al?. SIV, 83 89 717 26?« 437,

Würtemberg, 3'/,°/, Obligationen. . .

47, 7« neue Obligationen .

Baden, 37, 7« Obligationen von 1842 . . Lotterie-Anl. â 50 fl. bei G. n. S.

35 fl. Loose vom Jahr 1845 . .

Darmstadt, 3717, Obligationen . . .

4 7,

50 fl. Loose . . . . . .

25 fl. Loose .......

Kurhesse n, Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Ac

ien

81 96% 787 517* SIV, 837, 897, 717 267, 447,

Nassau, 3717» Obligationen bei Rothschili * 5

25 fl. Loose .......

Frankfurt, 3 7» Obligationen ....

37,7, von 1839

37, von 1846

Tau nus-Eisen bahn-Actien â 250

3- 837* 1027«

24 797* 937, 887, 305

837. 1027 237« 787, 937.

877.

303

Holland, 27.7. Integralen . . .

Spanien, 3 7« Innere Schuld . . .

5 Ardoin incl. 17 Eoup.

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose . . .

1 500 fl. ...

Sardinien, 36 FrcS. Loose bei Gebr. $

1 D iSconto...........

)eti

Mann

56 287,

807.

337.

557« 287,

121

80 327«

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