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Nassauische

Allgemeine Zeitung.

M SS Montag den L. März 18 SV.

Dritte Ausgabe.

Uebersicht.

Amtlicher Theil.

Abänderungen einzelner Bestimmungen der Statuten der Sodener Aktiengesellschaft betreffend.

Nichtamtlicher Theil.

Zeitungsschau.

Deutschland. Aus Rheinhessen (Freie Gemeinde). Aus der bayerischen Pfalz (Landau. Die Auswanderung). Stuttgart (Verlangen nach einem neuen Wahlgesetz). Berlin (Die Urchristen. Der Waffenstillstand soll prolongirt seyn. Wien (Spuckgeschichte).

Schweiz. Bern (Manifest von Sozial-Demokraten).

Frankreich. Paris (Die schweizerische Frage),

Spanien. Madrid (Die Schwangerschaftsgratulationen).

Amtlicher Theil.

theilhaftig. Dieser Aktie sind 15 Dividendenkoupons sammt Talon beigefügt.

Soden 1849.

(L. S ) Der Vorstand der Sodener Aktiengesellschaft.

(Unterschriften.)

Zu 8. 26. Die Ausfertigung der neuen Aktiendokumente für das auf 550,000 fl. erhöhte Aktienkapital geschieht durch den Vorstand der Aktiengesellschaft; und nachdem auf Ansuchen des Vorstandes der Aktiengesellschaft diese Beschlüsse der Ge­neral-Versammlung vom 25. Juli 1849 höchsten Orts geneh­migt worden sind, so wird nunmehr diese theilweise Abände­rung der Statuten der Sodener Aktiengesellschaft zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

Wiesbaden, den 18. Februar 1850.

Herzoglich Nassauisches Staatsministerium, Abtheilung des Innern.

Schepp.

vdt. Mollier.

Abänderungen einzelner Bestimmungen der Statuten der Sodener Aktiengesellschaft betreffend.

Nachdem in der am 25. Juli 1849 stattgehabten General- Versammlung der Sooener Aktiengesellschaft nachstehende Zu­sätze und Abänderungen zu den in der Beilage zu der Ministerial- Bekanntmachung vom 16. August 1845 (Rum. 10 des Ver­ordnungsblatts von 1845) abgedruckten Statuten der Gesell, schaft beschlossen worden sind:

Zu §. 5. DaS ursprüngliche Aktienkapital von 250,000 fl. süddeutscher Währung wird auf die Summe von 550,000 fl. erhöht. wird in 2750 Stück Aktien, â 200 fl. jede, »er­theilt und im Betrage von 250,000 fl. zur Einlösung resp, zum Umtausche der bereits ausgegebenen Akticnzerlifikate von gleichem Betrage, der Rest von 300,000 fl. zur Deckung der vermehrten Baukosten verwendet.

Zu 8. 9. Die ursprünglich bestimmte Verzinsung der Aktie mit 4 Prozent jährlicher Zinsen wird vom 1. Januar 1849 an gänzlich aufgehoben, der Aktieninhaber erhält nur einen Anspruch auf eine nach Maßgabe der Statuten durch die General-Versammlung jährlich »ertheilt werdende Gewinnst- dividende. Den Aktien werden daher nur Dividendenkoupons vom 1. Januar 1849 anfangcnd beigegeben. Alle in den Statuten und namentlich in den §§. 10, 12, 13, 14, 15 und 16 wegen der Aktienzinsen enthaltenen Bestimmungen werden ausdrücklich aufgehoben.

Zu 8. 10. Der Inhalt der Aktie ist folgender: Sodener-Gesellschafts-Aktie.

Nun,...... über 200 fl.

Diese Aktie von Zweihundert Gulden süddeutscher Wäh­rung repräsentirt einen statutenmäßigen Antheil gleicher Summe an dem Gesellschaftökapital der Sodener Aktien-Gesellschaft von 550,000 fl. Der Inhaber ist den Bestimmungen der, der Gesellschaft höchstlandesherrlich verliehenen Konzession und den ursprünglichen Vorschriften der Gesellschaftsstatuten, wie den hierzu genehmigten Abänderungen unterworfen, dagegen aber auch aller mit dieser Aktie statutenmäßig verbundenen Rechte

Nichtamtlicher Theil.

Zeitungsschau

Ein Führer der streng-konservativen Partei. in Badent Trefurt, spricht sich in einer Broschüre für den BundeSstaae ohne Oesterreich, aber gegen die Revolution aus, durch welch- allein eine solche Umgestaltung der' deutschen Verhältnisse mög­lich geworden ist, Er hält eS für ein Glück, daß die Ratio, nalversammlung eine Reichsverfassung nicht zu Stande gebracht, weil Alles was auf revolutionärem Boden gewachsen, neuen Revolutionen auSgesetzt sey. Der Verfasser nennt die Reichs- Versammlung sowohl in ihrer geschichtlichen Entstehung als in ihren Grundsätzen und ihrer Tendenz revolutionär und im Widerspruch gegen geltendes Recht und beschworene Treue. ES legt der Verfasser auch in einem besonderen Abschnitt sei­ner Schriftden Wählern ans Herz, daß sie doch ja nicht ihr Hauptaugenmerk auf die politischen Zelebritäten richten, daß vielmehr der Kern der Nation, der ungelehrte schlichte Bürger- stand durch ehrliche Männer auS seiner Mitte in überwiegen­der Zahl zu Erfurt vertreten sey."

DieNeue preußische Ztg." enthält eine Petition gegen den Entwurf 'eines Grundsteuergesetzes, wie er von dem Mi, nistcrium am 22. Jan. den Kammern vorgelegt wurde. Nach, folgende Stelle wird den weiteren Inhalt derselben errathen lassen:Wir protestiren gegen diesen beabsichtigten Raub, ge­gen dessen Großartigkeit alles, was auf den Straßen von ganz Europa zeither verübt, nur als Kinderspiel erscheint."