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zeugung daraus gewonnen, daß eine imposante Partei? der Kammer entschlossen ist, um keinen Preis ihrer Würde und dem Recht deS von ihnen vertretenen Landes etwas zu ver­geben und wir leben daher der Hoffnung, daß es den beharr­lichen Anstrengungen dieser Partei gelingen wird, durch alle Hindernisse, von welcher Seite sie sich immer erheben mögen, die konstitutionelle Entwickelung Preußens erfolgreich zum Ziele zu führen."

DieDeutsche Zeitung" bringt den Brief eines bekannten Freundes aus Regensburg, dem wir folgende Stelle enthe­ben: Mein bischen Verstand ist zu gering gegen diese Wucht von Unsinn; er steht stockstill! Regierungen, feig gegen die Bösen, falsch gegen die Guten! Diplomatenherzen, kalt wie Hundsnasen! Republikaner zum Lachen, Monarchisten zum Weinen! Da geh' hin! Von der deutschen Einheit weiß ich weiter nichts mehr, als daß drei Dutzend Fürsten nichts da­von wissen wollen, drei Dutzend Kammern aber wirklich nichts davon wissen und der Rest der deutschen Menschenkinder end­lich dahin übereingekommen ist, daß sie jeder auf eine andere Manier will! Am liebsten wâr's mir: die ganze Welt wäre dagegen und Niemand dafür, als der Kaiser von Oesterreich und der König von Preußen (aber leidenschaftlich)! Was ich von Ravowitz glaube? ja! daß er ein blitzgescheidter Kerl ist! was er aber mit seiner Gescheidigkeit anfangen wird, das, wissen wir glaub' ich, alle Drei nicht. Was ich vom Inte­rim hoffe? urgöttliche Grobheit. WaS ich vom Erfurter Reichstag erwarte? Nicht viel!

Ein Wetterauer Korrespondent desMainzer Journal" schreibt: Höchst lächerlich werden Sie es mit mir finden, wenn Sie hören, daß die hessische Demokratie folgende Thatsachen nebeneinander stellt: Am 21. Januar 1793 wäre Ludwig XVI. geköpft worden; am 21. Januar 1848 habe die Feier der Grundrechte in Darmstadt stattgefunden; am 21. Januar 1849 sey die Kammer aufgelöst und des Abends ein großer Hofball im Theater gehalten worden." Könnte man jeden Demokraten courfâhig machen, sie würden gewiß die loyalsten Staats­bürger.

ImJournal des DebatS" lieSt man: Dieser Tage hat ein Antiquar auf einer Auktion ein Buch mit folgendem Titel gekauft:Verfassung der französischen Republik. Dijon, 1793. Ein Band in 12. Eingebunden in Menschenleben Es eristirte 1792 bis 1794 zu Meudon bei Paris eine Ger­berei von Menschenhaut, die nicht nur zu Bücheeeinbänden, sondern sogar zur Verfertigung anderer Lederwaaren benutzt wurde, wie der Historiker Montgaillard erzählt. Derselbe sagt wörtlich:Von den guten und schönen Leichnamen der Hin­gerichteten wurde die Haut abgezogen und mit besonderer Sorg­falt gegerbt. Die Haut der Männer war fester und überhaupt besser als Gemsenleder; die der Frauen war wegen der Weich­heit der Gewebe weniger fest." Auch eine Schönheit der Revolution!

Die vierte Nummer desNapoleon" enthält unter der Aufschrift:Der Sozialismus^ nachstehenden Leitartikel:

Nichts ist |o erobernd, so unbesiegbar, als eine Idee, wenn sie wahr ist. Umsonst werdet Ihr derselben die rohe Gewalt entgegensteUen; sie wird jeden Widerstand brechen, gleichviel, ob er von der Menge oder von der Regierung ausgeht. Wenn aber die Idee falsch ist, so wird sie, würde sie auch vom De­spotismus aufrecht gehalten oder wäre sie auch für den Augen­blick im Dienste der Massen und ihrer Leidenschaften, zuletzt dennoch besiegt und unterjocht werden. Eben darum soll man tücht übermäßig vor dem Sozialismus oder Kommunismus erschrecken; ihr Erfolg ist unmöglich, weil sie im Falschen sind. Eine große Idee vertritt stets ein großes Interesse. Die Seele ist es, welche den Körper belebt. Wenn die Idee nichts ver­tritt, so ist sie ein Traum. Wenn eine Idee sich nicht auf ein wahres Interesse stützt, so ist sie ein Leichnam. Nun ist aber der Sozialismus bloß eine groben Appetiten dargebotene Lock, speise und nicht die Formel rechtmäßiger und wirklich gefühlter

Bedürfnisse. Seine Ideen, wenn man überhaupt mit diesem Namen die Lehren beehren kann, welche er von sich gibt und zu verbreiten sich anstrengt, sind zum Untergange verurtheilt, weil sie dem Gange ;der Zivilisation durchaus entgegenge­setzt sind.

WaS ist denn eigentlich die Zivilisation? Sie ist die Ver­vollkommnung des Individuums durch die Religion, welche unsere Leidenschaften regelt, durch die Moral, welche die Fa­milienbande enger knüpft, durch die Arbeit, welche das Eigen­thum mit seinen Pflichten und seinen Interessen schafft. Sie ist die Vervollkommnung des Gemeinwesens durch das Wirken der Zentral-Gewalt, durch die Gleichförmigkeit der Gesetze und der Sitten, durch die Steigerung der Interessen; sie ist die Vervollkommnung durch die weise geregelte Freiheit, durch die Allen gegebene Sicherheit, durch die allmälige Erhebung der untern Klassen, und nicht die Erniedrigung der anderen.

Was nun wollen die Sozialisten? Die Religion greifen sie an, die Moral ändern sie, die Arbeit würden sie tödten, wenn ihre verderblichen Utopien obsiegen könnten. Denn die Arbeit lebt nur durch die Freiheit, durch die individuelle Thä­tigkeit, durch den Wetteifer die Gewißheit, ihr Feüchte davon zu tragen. Bald wollen sie keine Gewalt; bald träumen sie eine der deö Pascha'S von Aegypten ähnliche, welche Alles an sich reißt und die Sitten, die Leidenschaften, die Interessen einer eisernen Organisation unterwirft. Die Wohlthaten der Familie, dieses ersten Elementes der Zivilisation, wagen sie zu leugnen; statt den Kreis der Interessen zu erweitern, verengen sie den- felben auf die Verhältnisse eines PhalansteriumS; statt die Schranken wegzuräumen, welche die Völker und die Klassen der Gesellschaft trennen, erdenken sie noch widersinnlichere und hinderlichere. Der öffentliche Reichthum ist ihr Feind. Statt Alles zu adeln und Alles emporzuheben, bemühen sie sich, Alles auf ihren Standpunkt hinunterzudrücken.

Es wird ihnen nicht gelingen! Denn unsere Religion, unsere Gesetzbücher, unsere Sitten, unsere edelsten Leidenschaften angreifen, heißt Alles vernichten wollen, was seit 800 Jahren die unaufhörliche Ursache der Verbesserungen der Humanität war; es heißt das Gesetz Gottes verkennen.

Wenn der Sozialismus auf einer wahren Idee beruhte, so würde diese Idee eine einzige, und nicht vielfach seyn. Die Sozialisten würden sich verständigen, sowohl für das Zerstören, wie für das Ersetzen. Aber die Einen wollen die Trias von P. Lerour, die Anderen daS Phalansterium Fourier's, Jene daS Utopia Babeufs, Diese die Anarchie Proudhon'S; Andere endlich wissen nicht, was sie wollen, oder wollen alle jene Dinge zugleich.

Man müßte in Wahrheit an unserem Zeitalter verzwei­feln, wenn die Majorität der Nation sich durch diese Albern­heiten fortreißen lassen könnte. Zum Glücke ist der gesunde Verstand der Massen unveränderlich, wie der Ozean seine Durchsichtigkeit bewahrt trotz aller der Ströme, welche in seinen Schooß ihre schlammigen Wasser ausgießen. Die Gesellschaft trägt in sich einen göttlichen Keim, mit dessen Hülfe sie früh oder spät über Irrthümer und Leidenschaften triumphirt. Nur Anfangs scheinen die Hindernisse unübersteiglich; und diese kommen nicht blos von verderbten Menschen, welche, vom Geiste deS Umsturzes und der Zerstörung beseelt, Alles ver­nichten wollen, sondern sie rühren insbesondere von jenen über­spannten, obwohl aufrichtigen Träumern her, welche mit Lei­denschaft die am wenigsten anwendbaren Systeme umfassen, und welche die Liebe zu einem eingebildeten Guten zu den strafbar­sten Verirrungen hinreißt."

Deutschland.

Mainz, 30. Jan. (O.-P.-A.-Z.) Der Rhein führt seit drei Tagen immerwährend Eis an unserer Stadt vorüber, und zwar in' sehr großer Menge, daß manchmal der Strom in seiner ganzen Breite damit angefüllt ist, was denn die Ueber- fahrt hemmt. Das Wasser, welches bis heute Morgen ge­wachsen war, ist nun wieder im Fallen. Ein Uebertreten deS Stroms steht nun nicht zu befürchten

Aus Oberheffen, 28. Jan. (O.-P.-A.-Z.) Um die groß, herzoglich hessische Regierung vor dem Wagniß zu bewahren, noch einmal nach dem bisherigen Wahlgesetze wählen zu las­sen, theile ich aus guter Quelle mit, wie die Demokraten mei, stenS bei den vorigen Wahlen verfahren sind. Sobald die

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