müsse deutscher Kaiser werden. „Günstiger als je seyen jetzt einem Tannenbusch, nur mit einer alten Schürze bedeckt. Die für eine Wiedergeburt Deutschlands die Zeichen; wann aber. Bewohner desselben, auf Reisern und etwas Moos ausgestreckt, werde eine ähnliche Gestirnung wiederkehren, wenn jetzt das j waren mit Lumpen bedeckt, bettelten sich in der Umgegend deutsche Volk sich selbst verlasse, wenn seine Glieder feindlich etwas Brod und Erdäpfel zusammen, bis sie unsere Landjäger auseinanderstrebten und in unseliger Verblendung die ausge- wie Wild wieder in den Kanton Waadt trieben.
streckte Hand zurückstießen, die uns in den rettenden Hafen, __________________
steuern könnte!"
Berlin, 12. Januar. (K. Z.) (Durch den el estrig Frankreich.
schen Telegraphen bezogen.) Die Kommission der: Paris, 11. Jan. Das Konnte der Nationalversammlung
zweiten Kammer hat gestern Abend in Anwesenheit sämmtlicher hat sich gegen das Projekt einer Erhöhung des Soldes der Minister die Abänderungsvorschläge der Negierung zur Ver- Truppen ausgesprochen, weil man eine Nebenabsicht des Prä- fassung berathen. Der erste Vorschlag, den Art. 29 (die Presse . scheuten der Republik darin erkennen will.
betreffend) zu streichen , wurde mit 11 Stimmen gegen 9 an- s Die Nationalversammlung hat in ihrer heutigen Sitzung genommen. Der zweite Vorschlag, den Landsturm betreffend, i das Gesetz wegen der Schullehrer mit 385 gegen 223 Stimmen wurde einstimmig angenommen. Eben so der dritte Vorschlag, : angenommen.
die Bürgerwehr betreffend. Einstimmig wurde abgelehnt der; ' -----------------
fünfte Vorschlag, die Ministerverantwortlichkeit betreffend. Ferner lehnte sie den sechsten Vorschlag, die Verlängerungsfrist der Kammern betreffend, mit 11 Stimmen gegen 9 ab. Der
Großbritannien.
. m . , . cr London, 9. Jan. Ein allgemeines Interesse wird für die
neunte Vorschlag, die Wahlbezirke betreffend, wur^e abgelehn • europäische Welt ohne Zweifel die Trauerkunde von dem Tode Die Berathung der übrigen Vorschläge wurde ausgesetzt. ; des L. e u t e n a n t s W a g h o r n haben. Die Times sagt von Die „Litb. Korresp." berichtet, zwi-!'h'"- „Mit Bedauern melden wir den Plötzlichen und uner- • ™ - - , warteten Tod dieses muthigen Vorarbeiters der Ueberland-
Berlin, 10. Jan.
schen Preußen und Hannover seyen die Verhand -
jungen zu einer Verständigung in der deutschen Frage im besten Gange. Der hier anwesende Kammerherr D. v. Malortie ist Seitens der hannoverschen Regierung an den Verhandlungen betheiligt. Es darf dies als eine Folge der stattgehabten Einigung zwischen Oesterreich und Preußen angesehen werden.
Berlin, 11. Jan. Die Voss. Ztg. meldet: Durch die vorgestrige k. Botschaft ist eine außerordentliche Beweglichkeit
route, welcher gestern in seiner Wohnung, Goldensquare, Pentonville, in seinem 49sten Lebensjahre erfolgte. Hr. Wag, Horn war eben erst am Weihnachtstage von Malta heimgekehrt, wo er kurze Zeit sich aufgehalten hatte, um seine Gesundheit wieder herzustellen, die in Folge geistiger Unruhe und Gemüthsangst erschüttert war, verursacht durch pecuniäre Verbindlichkeiten, die er bei seinem Versuch im Jahre 1846, die ostindische Poststraße über Triest zu legen, eingegangen war und die inS
Reine zu bringen sein gesammtes Eigenthum nicht hinreichte. Abgesehen von den Haupibegebenheitcn seines Lebens, insoweit sie
unter die Abgeordneten beider Kammern gekommen. Es fan-Abgesehen von den Hauplbegebenherten seines Lebens, insoweit sie den sowohl im Laufe des gestrigen Vormittags als am Nach- - mit dem indischen Unternehmen Zusammenhängen, welches seinen mittag und Abends zahlreiche Zusammenkünfte und Bespre-' Namen als eines der größten Wohlthäter unserer Zeit verewigt chungen statt. Nach allem, was man bis jetzt hört, ist es i hat, war seine Laufbahn eine von höchster Merkwürdigkeit, höchst zweifelhaft, ob die Kammern auf die Vorlagen eingehen i reich an den seltsamsten Wechselfällen und überreich an Charak, werden. An der Börse haben die den Kammern gemachten terzügen, die. in jeder Weise des bleibenden Andenkens werth Vorlagen über die Verfassungsabänderungen keinen günstigen S sind." Seine eiserne Natur rang schmerzvoll mit dem Tove, Eindruck gemacht. Man besorgte, daß die Kammern, nament- i der durch eine gänzliche und plötzliche Auflösung des Organis- lich die erste, sie nicht annehmen würden, und alsdann entweder s mus herbeigeführt wurde.
ein Rücktritt des Ministeriums oder eine Kammerauflösung j erfolgen werde. J
In den Blättern von demokratischer Richtung zeigt j sich dagegen eine völlige Gleichgiltigkeit gegen die neueste Wen-1 dung der preußischen Verfassungsfrage. Die Nat. Ztg. z. B. ; beschäftigt sich so angelegentlich mit Finanzbetrachtungen, daß z sie noch zu keinem Worte über die königl. Botschaft Raum ge- i fttnden hat.
Berlin. Die mecklenburgische Armee wird nach der abgeschlossenen Miliiärkonvention einen integrirenden Theil der 5. Division bilden und somit unter das Oberkommando des Generals v. Wrangel, als Kommandeur des 3. Armeekorps, zu stehen kommen.
Der Abschluß der Militärkonvention mit Braunschweig steht in diesen Tagen bevor. Der braunschweigische Oberst Morgenstern verweilt in dieser Angelegenheit augenblicklich hier.
Italien.
Venedigs Schicksal ist ntschieden: mit dem 1, Februar 1850 hört der Freihafen VenedigS auf, und beschränk sich nur auf die Insel St. Giorgio, und die Verhältnisse werden ganz so geregelt, wie sie vor dem Jahre 1829, in welchem der Freihafen bewilligt wurde, sich befanden. Daß diese hoch, wichtige Maßregel vor der Hand von den nachtheiligsten Fot« gen für diese unglückliche und eben so bedauernswerthe Stadt ist, läßt sich nicht läugnen.
In Mailand beginnt wieder das alte Spiel mit dem Einstellen des Zigarrenrauchens auf den Straßen. Wie man aus zuverlässiger Quelle vernimmt, ist die politische Behörde bereits thätig, diesem Unfug (!) Schranken zu setzen.
Schweiz
Bern, 10. Jan. (D. Z.) Einen neuen Beleg zu der Dringlichkeit, die Heimathlosen-Angelegenheit von Seiten des Bundes endlich einmal zu einem Ziele zu führen, liefert folgende Schilderung eines Lagers solcher Unglücklichen, das der Berichterstatter in der Nacht vom 2. auf den 3. d. M. im Oberholz, Amts Nidau, beobachtet hat. Vierzehn Personen dieser Unglücklichen, d. h. ein über 80 Jahre zählender Greis, mit zwei Tochtermännern und deren Familien, worunter ein kleines Kind, wurden von dem Kanton Waadt her, wie gewohnt, aufs große Moos transporlirt und kamen von da ins Seeland. Sie hatten in einem Walde ihre Lagerstätte bereitet, wo sie seit acht Tagen lebten, bis sie die Berner Polizei wieder ins Waadtland spedirte. Das Lager bildete unter starkbelasteten Tannen einen vom tiefen Schnee gereinigten Kreis, in dessen Mittelpunkt das Feuer brannte. Im Kreise herum standen fünf kleine Zelte von alter Leinwand, eines aber unter
Sprechjaal
für Stadt und Lfa n d.
□ Ems, 8. Jan. Die deutsche Angelegenheit scheint sich immer mehr zu verwickeln. Unsere Regierung so wie unsere Landstände haben das Dreikönigsbündniß anerkannt, wozu soll nun nach Erfurt gewählt werden, wenn nicht um etwaige Verbesserungen anzudringen? Sollen dir Abgeordneten in Erfurt nach Genehmigung der Wahlprotokolle in einer noch übrigen Sitzung einfach erklären, wir nehmen Alles an, und damit Gott befohlen, wie kürzlich in der Raff. Allg. Ztg. gesagt wurde, so wäre es nicht der Mühe werth, überhaupt zu wählen, ja eS wäre widersinnig, da unser Land durch alle gesetzliche Organe schon seine Beistimmung gegeben hat. ______________ —
Verantwortlicher Redakteur: W. H- Riehl.