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ich daß es Zeit sey, daß ein volksthümliches Ministerium die ed. Zügel der Regierung in die Hand nehme. Bei Mylius wurde ter ein Essen gehalten und berathen, wie man die Disziplin des !" Kriegsheeres ab schaffe, und Braß hoffte schon aufs Kriegs- ils Ministerium. Meine Bekanntschaft mit den Persönlichkeiten nt. zeigte mir, welchen Egoismus und eigennützigen Zweck jene ch« revolutionären Männer verfolgten. Und als ich genau in das 'hr Innere der Pläne einsah, sah ich, wie das Vaterland um. ny spönnen war; sie haschten nach Gelegenheit, ihr einziges Ziel ich zu erreichen: die Regierung umzustoßen. In mir erwachte das *at Gefühl, daß ich Preuße und Royalist war, und namentlich be< m- kam ich einen Abscheu gegen diese Partei, weil sie den Pol­es nischen Umtrieben ihre Hand reichte.

Zu der Zeit war es, als ich einzig dahin strebte, den Ränken der Demokratie entgegen zu treten, mit Energie und " Aufopferung den Kampf gegen die Anarchie aufzunehmen, und schon häufig war die Absicht rege geworden, mich zum Mit- " arbeitet- anzubielen, um die Schandthaten jener Partei auszu- decken. Doch Umstände verhinderten es, bis die Vorgänge des 31. Okt. meinen Entschluß zur Reife brachten, und die Energie le< des neuen Ministeriums mich dazu bewog, jene Lüge und Ver­rath der sogenannten Oppositionsmänner zu enthüllen, jene 9* Demokraten an den Pranger zu stellen. Meine Absicht wurde um so bestimmter, als im November das Geschrei der foge« nannten demokratischeu Partei ertönte', daß sie wieder ein Werkzeug der Reaktion wäre, während ich mich überzeugte, wie sie systematisch mehr vorarbeitete. Die Deputirten, wie ich schon anführte, der Fraktion Waldeck standen mit allen ^ Klubbs in Verbindung; Waldeck hörte ich in der Leipziger n' Straße Nro. 48 Reden halten, die Deputirten des Rheinlandes 9- setzten sich mit Klubbs am Rhein und in Westphalen in Ver- bindung; die Deputirten Reuter, Kuhr tc. mit KlubbS von P Ost- und Westpreußen; Schulz-Wanzleben, Uhlich rc. mit Klubbs in Sachsen. Diese hatten zum Zweck, revolutionäre ?e Propaganda durch das ganze Land zu verbreiten, und da in erschienen schlesstsche Deputirte und sagten mit Pomp, daß es einer Verbindung mit Schlesien nicht bedürfe, weil Schlesien von BreSlau aus trefflich organisirt sey, und bei dem ersten n Anstoß von außen würde in BreSlau eine provisorische Regie- " rung eingesetzt werden. Der 31. Oktober kam mit dem Wal- >c deck'schen Anträge. Ein Haufe Menschen, Meyer und Karbe Er an der Spitze, kamen nach dem Schauspielhause , und ver- 1/ langten, man solle Hülfe nach Wien schicken. Leute, wie 9 Schramm, Karbe, Postsekretär Haim besetzten das Schauspiel­er haus, um die Aufregung zu erhalten. An diesem Abende war > eS auch, wo der Depeschenüberbringer von Einzelnen auS der n Masse beinahe gemordet worden wäre, hätten andere ihn nicht e< in Schutz genommen. Die Depeschen hat man dem Geheimen r Ober-Tribunalsrath Waldeck und Temme zu lesen gegeben, tt und ich glaube sogar, sie haben sie selbst gelesen. Erlassen iS Sie mir, auf die Details dieser Tage einzugehen. Die Tapfer- it keit unserer Oppositionsmänner erstreckte sich bis zum passiven - Widerstand, und als es soweit kam, ihr Leben einzusetzen, da a verkrochen sie sich. Hunderte schmachten im Kerker, und ihre e Verführer treiben noch immer dasselbe Geschäft; fällt einer > jener Helden in die Hände der Gerechtigkeit, so beschönigen sie '- ihr Treiben durch Leugnen, höchstens verstehen sie sich dazu, ß daß sie sagen, sie wollten nur eine geistige Kräftigung des e Volkes. Kurz und gut, diese und viele andere Schändlichkeiten r ekeln mich an.

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° Deutschland's Dualismus»

; viii.

t (Schluß.)

,Aber Oesterreich könnte zum Kriege schreiten, denn nach ) der Denkschrift soll cS entschlossen seyn, den Bundesstaat nicht zu dulden; dafür, heißt es, stehen seine Prätorianer an den £ deutschen Gränzen. Wir besorgen dies nicht von den Staats- c männern, die Oesterreichs Geschicke lenken Sie mögen den , Sonderbestrebungen in Deutschland und ihren eigenen Bemü- , Hungen einen Rückhalt geben; sie mögen für den Fall gerüstet , seyn, bei Ausbruch neuer Unruhen die Rolle zu spielen, welche

. sie bisher Preußen allein überlassen mußten; sie mögen endlich

auf den Nachdruck rechnen, welche bereite Heere der diploma­tischen Sprache geben. Aber Deutschland mit Krieg überziehen

und zu hindern, daß es sich auf friedlichem Wege organisch ge­stalte, das würde Oesterreich nur dann, wenn die Besonnenheit gewichen und die Verblendung gesendet wäre, um sein Schick­sal zu besiegeln."

Da nun ein Krieg über die Neugestaltung Deutschlands von Preußen nicht begonnen, also nur durch einen Angriff gegen Preußen möglich wird, und da für diesen Fall die Denk­schrift selbst aus den inneren Zuständen Oesterreichs ihre Be­denken schöpft und dem Angriffe einen schlimmen Ausgang ver­kündet ; so hebt sie damit selbst wieder auf, was sie vorher Ent­gegengesetztes angeführt hat. Sie nimmt ihren Hauptsatz zu­rück: vaß Preußen den Bundesstaat darum nicht durchführen könne, weil Österreich ihn nicht zugäbe."

Fürst Leiningen will, daß Oesterreich und Preußen sich über die Neugestaltung Deutschlands verständigen. Das wün­schen wir ebenfalls. Aber wir sagen: eS kann dies nur ge­schehen auf der Grundlage der gegenseitigen Anerkennung der wahren Interessen und Bedürfnisse und deren zeitgemäßer Be« friebigung. Diese Grundlage bedingt für Oesterreich, nach der Erklärung seiner Negierung, die engste Verbindung aller Theile der Monarchie; für Deutschland, nach dem Ausspruche der Nationalvertretung, wie sämmtlicher Regierungen und Volks­vertretungen, den Bundesstaat; für beide ein möglichst inniges Bundesverhältniß. Deutschland störe Oesterreich nicht in dem Werke seiner Zentralisirung; Oesterreich lasse Deutsch­land den Weg der Verständigung gehen, welchen Preußen mit seinen Verbündeten angebahnt hat. Dann wird sich der Bund zwischen beiden Staatenkörpern auS dem Interim heraus­bilden."

Dieser Ansicht widerspricht der Gang der geschichtlichen Entwickelung Deutschlands, welcher den Drang nach Einheit in stetem Fortschreiten zeigt, und Preußen schon lange vor den Märztagen zum Träger der von Oesterreich verlassenen deut­schen Interessen erhoben hat; es widerspricht das allgemein und klar erkannte Bedürfniß der Nation, welchem durch viel­fache feierliche Zusicherungen sämmtlicher Regierungen Befrie­digung verheißen ist. Die Denkschrift verzweifelt an Deutsch­land, weil es nicht im ersten Anlaufe das Ziel erreicht hat; sie gibt alle Hoffnung auf, während jeder Tag der deutschen Sache neue Kräfte zuführt und die Gegner nur noch eine un­bestimmbare Erwartung auf das Interim setzen. Die Denk, ' schrift widerlegt sich selbst, indem sie die Einheit und Freiheit, welche sie verloren gibt, als eine Nothwendigkeit vom Interim erbittet."

Eben dieselben Ansichten, Hoffnungen, Ewartungen, Ent­schlüsse und Beharrungen hat der zu Gotha gewählte Aus­schuß der Partei, mit Unterzeichnung seiner Namen, so eben auch in einer besondern Ansprachean die Freunde" niederge­legt, und die unablässige Befolgung des von ihm eingeschlage, nen Weges aus's Neue versichert.

Deutschland.

Frankfurt, 29. Nov. (D.A. Z.) Jüngst hieß es in einigen Blättern, die Paulskirche, der Sitz der ersten deutschen Nationalversammlung, werde nun sofort wieder ihrer gottes­dienstlichen Bestimmung übergeben werden. Glücklicherweise sind wir indeß noch nicht so weit, die Hoffnung aufgeben zu müssen, daß auch die zweite deutsche Nationalversammlung in der alten deutschen Kaiserstadt tagen werde. Die Paulökirche ist Eigenthum unserer lutherischen Gemeinde, und deren Vor­stand hat nun in seiner vorgestrigen Sitzung beschlossen, daß der Gottesdienst, welcher früher in dieser Kirche gehalten wor­den , wie in letzterer Zeit, so vorläufig auch noch ferner in einem andern Gotteshause der Gemeinde stattfinden solle. Die innern Einrichtungen der Paulskirche sind noch völlig unge­ändert dieselben wie zu der Zeit, wo die Vertreter deS deut­schen Volkes hier versammelt waren.

Darmstadt, 2. Dez. (O.-P.-A.-Z.) Wahlresultate. Um­stadt: Hr. Wernher (konservativ); Bensheim: Gagern; Zwin­genberg: keine Wahl zu Stande gekommen; Gagern 980, Zöppritz 783, Buchner (Demokrat) 837 Stimmen; Langen: Rey; Großgerau: die Wahl nicht zu Stande gekommen, Vol- bard hat jedoch relative Mehrheit; Michelstadt: Jaup; GernS, heim: Grüll (Demokrat); Worms: Gagern. In Seligenstadt und in Höchst soll auch durch Zersplitterung sich keine absolute Mehrheit ergeben haben.