Bekanntmachungen.
1197] Dekret
in Sachen des Samuel Aumann zu Eisenbach, KlägcrS, gegen
Peter Weil von Elkerhausen, jetzt unbekannt wo abwesend, Beklagten, wegen Forderung.
Da der Kläger in einer am 8. Oktober l. I. eingereichten Klage vorgetragen hat, er habe am 9. Mai 1847 dem Beklagten in Gegenwart von zwei zugezoqenen Zeugen, des Andreas Görg von Schwickershausen und des Jeremias Schmid zu Eisenbach, eine Kuh, von Farbe roth mit einem Sternchen, für 49 ff. 50 Fr. und für ein ©immer Waizen im bedungenen Werth von 1 fl. 50 kr. unter den Bedingungen verkauft, daß die Auszahlung des Kaufpreises zu Elkerhausen mit 24 ff. 45 fr. zu Martini 1847, 24; fl. 45 fr. zu Ostern 1848 und die Lieferung des Simmers Waizen ans Martini 1847 erfolgen solle; er habe die Kuh dem Beklagten am 10. Mai 1847 durch seinen Stiefbruder Herz Frank zu Elkerhausen überliefert; der Beklagte habe aber bislang seine Schuld noch nicht bezahlt, er nehme daher Verzugszinsen von den Verfalltagen in Anspruch; das Simmer Waizen habe am 4. November 1847 einen Werth von 1 ff. 15 fr. gehabt, welchen Betrag er daher als Entschädigung für die nicht erfolgte Lieferung des WaizenS in Anspruch nehme , indem ihm durch Den Verzug des Gegners die Lieferung des WaizenS in natura nutzlos geworden sey und ihm der Beklagte auch nachträglich das von ihm acceptirte Versprechen gegeben habe, ihm als Entschädigung für den Waizen 1 fl. 15 kr. zu bezahlen, so wird dem Beklagten aufgegeben,
sich innerhalb 60 Tagen, vom Tage der erste» Einrückung dieses Dekrets in die öffentlichen Blätter an gerechnet, bei Vermeidung der Rechtsnachtheile des Eingeständnisses und des Verlustes der Einreden auf die vorstehende Klage zu erklären und ihm eröffnet, daß künftige Dekreturen nur durch Anschlag am Gerichtsbrett bekannt gemacht werden.
Weilburg, den 2. November 1849. Herzog!. Nass. Justizamt. v. Reichenau.
11961 Bitte um Aufklärung.
Im Jahr 1843 (Verordnungsblatt Pag. 23) wurde der als Assistent a der medizinischen Klinik der königl. preuß. Universität zu Bonn ««gestellt Dr. von Jbell.(ohne Gramen) zum Medizinal-Accessisten für den Badem EmS gnädigst ernannt.
Jni Jahr 1847 (Verordnungsblattksx. 73) wurde dem Medi^.-Accessiste Dr. von Ibell zu Badems die Annahme des von Sr. Durchlaucht der Landgrafen von Hessen ihm ertheilten Titels als Medizinalrath gnädige gestattet.
Im Staatskalender für das Jahr 1847 heißt es Pag. 232: Dr. ». Jbel zu Badeins ist von seinen Dienstfunktioiieu als Medizinal-Accessist für de Badeort EmS entbunden.
Im Jahr 1849 (Verordnungsblatt Pag. 534) ist dem Medizinalrat Dr. von Jbell zu Badems die nachgesuchte Dienstentlassung unter fernere Gestattung der ärztlichen Prariâ daselbst, ertheilt worden. 41
Ueber die ersten Positionen hat sich die Freie Zeitung, 1849 Nr. 213 { schon tadelnd ausgesprochen; doch das sind tempi passati!
Allein, was heißt daS, daß Herr v. Jbell 1848 seiner Funktionen t als Badeaccesstst ist enthoben worden, und 1849 auf Ansuchen ist entlasse n worden. Wenn Herr von Jbell seiner Funktionen als Accessist enthöbe ; war, waS hatte er denn noch zu thun? daß noch eine Entlassung nöthig wa L
Ferner heißt im Verordnungsblatt Nr. 34, 1849, Herr » o n Jbel R Medizinalrath, während er nie Nassauischer Medizinalrath war. Die Naf . Allg. Zeitung brachte auch seine Entlassung als die des Medizinal-Accessiste ; v. Jbell. Man kümmert sich ja auch sonst nicht um fremde Titel; wi ? z. B. Medizinal-Assistent Santlus bei seiner Versetzung nach Lahnstei j nur Assistent genannt wurde, während er mit höchster Genehmigung de s Leinigen-Westerburg'schen Rathstitel führt, und der Schaumburg'sche Hoj f rath Vogler in Diez wird auch bei Ertheilung der Erlaubniß zur Ar s nähme des Oldenburg'schen Haus- und Verdienstordens im Verordnungsblal | 1849 Pag. 463 nur Medizinal-Assistent genannt.
11951 Konzert - Anzeige.
Das bereits von unS anqekünbigte Konzert findet Montag den 26. November, Abends 7 Uhr, im großen Saale des Gasthofes zum Adler, unter Mitwirkung der Damen Kern und Daun unb der Herren: Kapellmeister Gustav Schmidt, Vincent, Nerking, Weilenbeck, Dr. Meyer, Eberius, Stepan, Iaskewitz, statt. Der Ertrag ist dazu bestimmt, die bedeutenden Kosten der Krankheit und der Beerdigung unseres geschiedenen Freundes „Wilhelm Gremmer" zu decken. In der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung und der Kreidel'schen Buchhandlung sind Billets zu 1 fl. zu haben, Abends an der Kaffe zu 1 fl. 45 kr. Um recht zahlreiche Theilnahme bitten Wiesbaden, den 23. November 1849.
sämmtliche Mitglieder des hiesigen Theaters.
1198] Meine verehrlichen.Kunden und Geschäftsfreunde benachrichtige ich hierdurch, daß ich das von mir seit 37 Jahren geführte Gold- und Silberwaarengeschäft an meinen Sohn Carl Friedrich Engel übergeben habe. Indem ich meinen , Dank ausspreche für das mir geschenkte Zutrauen, bitte ich solches nunmehr an meinen Sohn übertragen zu wollen.
Zugleich ersuche ich diejenigen, welche etwa noch Forderungen an mich machen zu können glauben, mir alsbald Nachricht davon zu geben, so wie ich alle diejenigen, welche noch Zahlungen an mich zu leisten haben, bitte, solche bis zum Schluffe dieses JahreS zu berichtigen, indem ich die bis dahin nicht eingegangenen Beträge einklagen werde.
Wiesbaden, den 24. November 1849.
Friedrich Engel.
Da ich das von meinem Vater Friedrich Engel seither geführte Gold- und Silberwaarengeschäft übernommen habe, so mache ich solches mit dem Anfügen bekannt, daß ich daffelbe in gleichem Umfange wie bisher» fortführen und mich durch prompte und reelle Bedienung jedes Zutrauens würdig zu machen stets bestreben werde.
Wiesbaden, den 24. November 1849.
Carl Fr. Engel, Gold- und Silberarbeiter, (Marktplatz dem Herzog!. Palais gegenüber.)
In der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden ist vorrâthig:
dèieritz deutscher Volkskalender für 1850.
Preis 36 kr.
Frankfurt a. M., den 23. November
Oesterreich, 5 "/, Metalliques
„ 3 % Bankactien o. D. . . .
„ 500 fl. Loose.......
„ 250 fl. Loose.......
Preußen, 50 Thaler Prämienscheine . . .
„ 37i % Staatsschuldscheine è 105 kr.
Bayern, 37. % Obligationen......
Verba cher-Eisenbahn-Actien . . . .
Würtemberg, 37>"/, Obligationen. . . .
„ 471% neue Obligationen . .
Baden, 371 % Obligationen von 1842 . . .
„ Lotterie-Aul. â 50 fl. bei G. u. S. .
„ 35 fl. Loose vom Jahr 1845 . . .
Darmstadt, 37, % Obligationen ....
50 fl. Loose
„ 25 fl. Loose.........
Kurhesse n, Friedrich-Wilhelms- Nordbahn-Actien „ 40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .
Nassau, 3717o Obligationen bei Rothschild . .
„ 5 „ „ „ „ •
„ 25 fl. Loose..........
Frankfurt, 3 7o Obligationen.......
37-
von 1839
von 1846
TaunuS-Eise n bahn-Actien â 250 fl. . .
Holland, 2'/, °/„ Integralen......
Spanien, 3 % Innere Schuld......
„ 5 „ Ardoin incl. 17 Coup. . . .
Polen, 300 fl. Lotterie-Loose......
„ 500 st. „ „ ......
Sardinien, 36 Frcs. Loose bei Gebr. Bethmann
D isconto..............
Gold.
Pistolen......
Pr. Friedrichsd'or. Holl. 10 fl. Stücke Rand- Ducaten . . 20 Francsstücke . . Engl. Souverains.
fl.
9
9
10
5
9
12
kr.
5271
55
2
39
39
3
Selb er.
Mittags 1 Uhr
Papier. ~87%- 697* 45 1305 156 1057.
897. 84 857.
817.
947* 787, 537, 32 827, 88 V, 717, 27% 517.
347, 847*
102 25% 79 93
88 V, 296 537* 27%
Gold al Marco . . Laubth., ganze. . . Preuß. Thaler. . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber. Gering u. mittelh.
Geld.
87
697.
447.
1298 1557. 105
101
887.
837. 847, 817, 947* 78
53
317. 817.
71
277.
517.
347.
84 V.
1017.
257, 787.
927, 887*
293
537. 27V,
807, 337.
2
__fL.
. . 382
112
807.
327.
kr.
4
1
2
24
45
217.
32
Hierzu eine zweite Ausgabe des politischen Blattes, ' welche an jedem Werktage, Vormittags um 10 Uhr, auS gegeben wird. Die Expedition der Alaff. Allg. Zeitung.
Druck und Verlag der 8, Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in WieSbaden.