«ertheilt habe, dieß jedoch von ihm auf Weisung des der Buchhandlung vorgestandenen Gehilfen Wolff geschehen sey.
Jetzt begann daS Zeugenverhör. Die Zeugen sagten aus, Laß der fragliche Aufruf in und außerhalb der Ritter'schen und Fischer'schen Buchhandlung vertheilt worden sey und einige derselben bezeichneten Wolff, Limbarth und Frauenholz alS Vertheiler desselben. (Forts. folgt.)
D e u t s ch l a n D.
* Wiesbaden, 25. Oktbr. In der heutigen Asstsensitzung wurde Gastwirlh Debusma nn von hier, der Theilnahme an dem Frankfurter Septemberaufstande angeklagt, zu neun Monat KorrektionShauSstrase verurtheilt.
Mainz, 25. Oktober. Unser seitheriger Vizegouverneur Generallieutenant von Hüser, ein humaner Mann, tritt in Pension und hat zu seinem künftigen Wohnort Dresden gewählt.
Frankfurt, 22. Okt. (O.-P.-A.-Z.) Wie wir vernehmen, wird Se. kais. Hoheit der Erzherzog-ReichSverweser nebst Familie heute oder morgen eine kleine Reise rheinabwärtS unternehmen, um die belgischen Fabriken zu besichtigten.
Frankfurt, 20. Okt. Der Hannov. Ztg. wird auS Frankfurt vom 18. u. a. geschrieben. Neber den Zweck der Anwesenheit deS würtembergischen Ministers, Staatsrath Römer, in Frankfurt verschiedene Sagen. Eine will wissen, Römer sey hierhergekommen, um gegen die N ebertrag ung der provisorischen Zentralgewalt an eine Behörde, Lie nicht wie der Reichsverweser, gleichmäßig vom Volke (odereinem zu berufenden Parlamente) und allen deutschen Fürsten bestellt sey, Verwahrung einzulegen. Da der ReichSverweser seine Zustimmung zu d e m In t er im nur b ed ing t gegeben hat, so könnte eine svlcheVerWahrung, die offenbar auf dckS kl arft e Re cht gebaut w âr e, La der Erzherzog all bek anntlich nicht blos einseitig von den deulchen Fürsten gewählt wurde, wichtige Folge haben.
Darmstadt. 24. Oktober. In der heutigen VormittagS- fitzung der Assise n wurde die Verhandlung wegen Zerstörung der Main-Neckar-Eisenbahn nicht wesentlich weiter gefördert. Die Zeugenaussagen drehten sich um bereits bekannte Punkte.
Mannheim, 24. Okt. (Bad. Merk.) Die heutige Staub# gerichtSsitzung beschäftigte sich mit der Anklage des Staats- anwâlteS v. Freidorff gegen den katholischen Pfarrer Franz Anton Grimmer von Untcrschüpf, Amts Borberg; der Antrag ging, wegen thätiger Mitwirkung zu den Planen der Um# ßurzpartei auf 10jährige Zuchthausstrafe. DaS Urtheil lautete mit Slimmeneinhelligkeit auf 10 Jahre Zuchthaus und Tragung der Straf- und Untersuchungskosten.
Speyer, 18. Okt. (Bamb. Z.) Jeden Tag werden ganze taufen von Deserteurs und Freischärlern, welche aus der chweiz und Frankreich zurückkehren oder aufgegriffen werden, eingebracht. Auch von den bei der Uebergabe Rastatts gefangenen und unlängst von uns reklamirten Bayern langte heute die erste Kolonne hier an; es sind darunter Leute auS allen Provinzen des jenseitigen Bayern, welche sämmtlich in ihre Heimath abgeliefert werden und höchlich erfreut sind, den Standgerichten entrückt zu seyn.
Münster, 16. Oktbr. Temme wird noch nicht in Frei, Heit gesetzt werden, da bekanntlich noch eine zweite Untersuchung von der hiesigen Staatsanwaltschaft wegen seiner Betheiligung bei den Stuttgarter Beschlüssen gegen ihn anhängig gemacht worden ist, deren baldiges Ende noch gar nicht zu erwarten steht. Erst vor Kurzem hat sich das hiesige Gericht an das Kriminalamt zu Stuttgart mit dem Anträge gewendet, dort einige Personen und namentlich den Minister Römer in der Temme'schen Angelegenheit als Zeugen zu vernehmen, was indessen mit der Bemerkung abgelehnt ward, daß Temme zu Stuttgart als Deputirter gewesen sey und als solcher für sein parlamentarisches Wirken nicht zur Verantwor- tung gezogen werden könne.
Weimar, 21. Oktober. (Leipz. Z.) Heute früh ist bei da Kanzler von Müller hier verstorben, der besonder-hlt durch seine engen Beziehungen zu Goethe in weiteren Kreiservoll bekannt geworden ist. Alle Fremden von Bedeutung fandeih a bis in die neuere Zeit bei ihm stets freundliche Aufnahme untima so hat denn Weimar mit ihm die noch an Erinnerungen reichstggSi Zelebritât verloren; daß ^je von,ihm hinterlassenen Merkwür-W bigkeiten aus seinem Leben demnächst veröffentlicht werden, solls i in Aussicht stehen. W / so
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Dresden, 18. Okt. (W. ^Z.) Es ist ein bedenkliches undn d charakteristisches Zeichen für die Stimmung im Lande, daß ge-beit rade in Pillnitz , wo der König seit mehreren Monaten weilt,uhr die Landtagswahlen radikal ausfallen. Es sind dort mitier bedeutender Majorität Schaffrath und der noch in Haft 2 befindliche Dr. Theile gewählt. ch ‘
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Leipzig , 20. Okt. (W. Z.) Bei den hiesigen Land-echs tagS wählen hat die konstitutionelle Partei mit Einer Ausnahme gesiegt. §
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Hannover, 22. Oktbr. (W.-Z.) Herr von Gagern undi di Herr Mathy sind auf der Reise von Bremen hier gewesen, aber „ nur von einigen ihrer Frankfurter Freunde gesehen. — Dieczll Warnung an die Lehrer, sich von allen der Regierung nicht yen genehmen Bestrebungen in öffentlichen Angelegenheiten fern zu ând halten, ist durch die Konsistorien an die Pfarrer und von die-rd sen an die Volksschullehrer gelangt. Den Lehrern der Gym-heu nasien, deren vorgesetzte Behörde das Oberschulkollegium ist, :os ist dieses Warnungsschreiben noch nicht mitgetheilt. i T
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Hannover, 22. Okt. Die Nachricht, über eine an Han- o l nover gerichtete Forderung, die ich Ihnen gestern mittheilte, !N> ist dahin zu berichtigen, daß sie nicht von deutschen Staaten und von der Zeit des 30jährigen Krieges hereingebracht ist, ' sondern, daß die Gläubiger des Königreichs Westphalen, nn dem ein großer Theil unseres Landes angehörte, sich mit ihrer rlch Forderung aus der westphälischen Staatsschuld gegen Han- ras nover, Preussen, Kur Hessen und B raunsch w e ig an rin das Schiedsgericht zu Erfurt gewandt haben. Der Theil eid der Forderung, der auf Hannover fällt, beträgt aiujjeben r e Millionen und die diesseitige Regierung ist vom Schiedsgerichte r zur Vernehmlassung aufgefordert. ' , .......... in
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Berlin, 23. Oktbr. (O.-P.-A.-Z.) Sachsen und Hanno, ver haben gestern, wie wir bereits berichtet, beim deutschen Mg VerwaltungSrath einen unumwundenen Einspruch gegen die ngi baldige Zusammenberufung des deutschen Reichstags eingelegt, im worin sie erklären, daß durch eine solche voreilige Zusammen« ihr! berufung der Reichsfrieden gestört werben könne. Alle Ver- iter antwortlichkeit im Falle eines Reichsfriedensbruches in Folge der Zusammenberufung des Reichstags wird auf Preußen gewalzt. Sachsen und Hannover erklären am Schluß dieser Er« öffnung, daß sie auS dem Bündniß vom 26. Mai nicht auSge« orl schieden, sondern demselben auch fernerhin noch angehörten. >e Die Antwort Preußens auf diesen nicht unerwarteten Einspruch kos wird die binnen Kurzem erfolgende Ausschreibung der Wahlen für den Reichstag seyn. Das hiesige betreffende Ministerium ist mit den Einleitungen dazu auf daS eifrigste beschäftigt. Namentlich wendet Hr. v. Manteuffel dieser Angelegenheit seine persönliche Thätigkeit in hohem Grade zu. Die Wahl der Abgeordneten zum Reichstage ist auf den 15. Januar 1850 anberaumt, während die Wahl der Wahlmânner vielleicht noch im Dezember dieses Jahres stattfinden wird. en
In Bezug auf die Geldforderung, welche Preußen an ,er Bayern für die in der Pfalz verwendeten Truppen stellt, ist ^c gestern eine bayerische Note hier eingegangen, worin eineStheilS ur auseinandergesetzt wird, daß diese Angelegenheit mit dem deutschen Zollverein in keiner Beziehung stehe, und anderntheilS erklärt wird, daß Bayern die besagte preußische Forderung etz nicht anerkenne. Auf Veranlassung deS StaatsministeriumS ße hat unser Kriegsminister die dem preußischen Staate auS der ich Bayern geleisteten Hülfe erwachsenen Unkosten zusammengestellt, ws deren Summe sich in runder Zahl auf 400,000 Thaler beläuft. Bc DaS Guthaben Bayerns an der Zollvereinskasse beträgt etwa ni< 250,000 Thaler. Preußen will in der That daS bayerische Pl Gutachten an der Zollvereinâkasse zurückbehalten. vo
Berlin, 23. Okt. (C. C.) Nachdem im VerwaltungSrath alle Staaten, mit Ausschluß von Hannover und Sachsen, Pa