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bedingung zu fordern und zu erhalten, seine Stellung als be­sondere europäische Großmacht aufgab, in Deutschland faktisch aufging. Mag diese äußere Stellung der beiden deutschen Großmächte außerhalb Deutschland von jeher eine Zwitterge­stalt gewesen seyn, die früher oder später als solche eingefthen werden mußte und auch eingesehen worden ist, am schärfsten von GervinuS im Beginn der Deutschen Zeitung; so hat Oesterreich, indem eS mit Preußen gemeinsam an die Spitze Deutschlands durch daS neue Interim tritt, provisorisch allerdings einen Vortritt erhalten, indem Preußen als euro- yäifche, außerdeutsche Großmacht nicht mehr eriftirt. Niemand hat je davon gesprochen, daß dafür Preußen entschädiget wer­den müßte; auch von Oesterreich ist es nicht bekannt worden, Laß es diesen Umstand je berücksichtigte. Aber Preußen, Das in, mit und unter Deutschland stehet, nach seiner gan­zen geographischen Ausdehnung, das mit den Waffen des Schwertes und deS Geistes im siebenjährigen Kriege, im Mrstenbunde und seit 1812 vielfach für Deutschland stand, stehet jetzt durch die Umstände auch an der Spitze des neuen deutschen Bundesstaates, als Wortführer und, wenn es gelten sollte, als Heerführer.

D e u t s ch l a n d.

* Wiesbaden, 25, Okt. Die wegen des Idsteiner Kon­gresses Angeklagten werden nicht mehr in der laufenden Sitzung vor den Asstfen erscheinen und zwar weil, wie man vernimmt, -Ler mitangcschulbigte Hehn er aus formellen Gründen eine Verschiebung des Prozesses bis zur nächsten Assisensitzung Lurchgesetzt hat. Freunde und Gegner der Angeklagten sprechen -ihre Verwunderung aus über diesen Schritt Hehner's, da die Geschwornen gewiß in einem Vierteljahr nicht günstiger für Lie politischen Sünden der Demokratie gestimmt seyn können, als sie es dermalen sind, und da ferner aus jenem Aufschub sein weiterer Nutzen für die Angeklagten zu erwarten ist, gls rtwa der, daß Hr. Hehner wahrscheinlich inzwischen von seinem Amte suspendier wird, und. der Angeklagte Schapper ein Vierteljahr länger in Untersuchungshaft sitzen muß!

strelitzischeu Bevollmächtigten, der königl. Preußischen Regierunan in ihrer Beantwortung der königl. Hannoverschen Rechtsausge Gestern Abend gab die hiesige Demokratie dem freige- führung beigetreten sind, kündigt der Vorsitzende an, daß er iKe sprochenen Redakteur Oppermann ein Fest im Nerothale. der nächsten Sitzung bestimmte Vorschläge seiner Regieruns Von den daselbst ausgebrachten Toasten heben wir nur ein vorlegen werde, und zwar a) bezüglich der Modifikationen bei . Pneat auf dieNassauische Allgemeine Zeitung" hervor, denn Verfasiungsentwurfs, b) bezüglich Anberaumung und sofortiges es freut uns, daraus zu entnehmen, daß die Demokratie Veröffentlichung eines Wahltermins für den nächsten Reichssti unserm Statt eine Bedeutung und einen Einfluß zufprichl, tag, c) bezüglich des Ortes zur Abhaltung des nächsten ReichsK welchen wir derFreien Zeitung" wenigstens nicht zuzuerken- tages, und endlich d) bezüglich der Art und Weise, in welches neu vermögen, indem wir es in der That niemals der Mühe der Verwaltungsrath demnächst mit dem versammelten Reichst werth halten würden, ein Pereat auf dieselbe auszubringen. tag verhandeln wird.

Herren Mitgliedern des Kriminalsenats den guten Rath, ihv veralteten Begriffe" von Hochverrath, Amts- und Dienstes» Beleidigung, Majestätsverbrechen u. s. w. aufzugeben, nyg anderen Worten also: der Kriminalsenat möge die Herrtci Demokraten Alles thun und treiben lassen, was sie wollen, a!p da ist Schimpfen und Schmähen über Gott und die Welt, übge das Staatsoberhaupt, über Beamten und dergl. Hst

Warum aber meint die Demokratie, sollte der KrimiNM senat die politischen Vergehen ungeahndet hingehen lassens Damit die Asstsen nicht zu lange währen, bamit sie megüe der vielen Lossprechungen von politischen Verbrechern höhere Ortes nicht in Mißkredit kommen und weil am Ende doch di Geschwornen, wegen der vielfach vorkommenden politischer Vergehen ängstlich gemacht, die derselben Angeklagten vertz urtheilen möchten! Gewiß recht triftige Gründe, die b^a Kriminalsenat wohl zu beachten geneigt seyn wird. So

Münster. (K. Z.) Temme hat von dem Siaatsanwatzn in Berlin die Nachricht erhalten, daß die Rathskammer depe Berliner Stadtgerichts dem Anträge, ihn wegen seiner Bethehn ligung beim Steuerverweigerungsbeschlusse der Nationalveâi sammlung in Anklagestand zu versetzen, nicht beigetreten^a daß demnach der Staatsanwalt von weiterem Verfahren gege ihn Abstand genommen und Schritte gethan hat, um da Nöthige wegen Aufhebung der von dem Kriminalsenat des hei Oberlandesgerichts in Münster wider ihn verhängten Amtssuchb

Pension zu veranlassen.

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Berlin, 22. Okt. (K. 30 Das Entlassungsgesuch dcho stellvertretenden Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg Hrn. v. Patow, ist, wie man hört, von dem König nichall

angenommen worden.

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Berlin, 22. Okt. DerPreußische Staatsanzeiger" bringt heute die fortgesetzte Verhandlung über den Antrape des Nassau ischenBevollmächtigten am 17. Okisoi Nachdem alle Mitglieder des Verwaltungsraths, mit AusJ> nähme des königl. sächsischen und deS großh. Mecklenburg

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Mainz, 23. Okt. (D. Z.) Die Frage wegen der Ver« Schwerin, 20. Oktbr. (O.-P.-A.-Z.) Die Vermählung LNlwortiichkeit des Verlegers und Druckers von Zeitungen für der Prinzessin Louise von M e ck l e n b ur g - S ch w eri livl geboren 1823, einzigen Tochter des 1842 verstorbenen Groß!" Herzogs Paul Friedrich und Schwester des jetzigen GroßherzogK Friedrich Franz, ward heute in dem Schlosse zu LudwigSluD mildem Fürsten Hugo von Windischgrätz vollzogen. Dese junge Fürst, Neffe des Feldmarschalls Windischgrätz, steht al®< Major in einem k. k. Husarenregimenl in Böhmen in GarM nison, wohin ihn nach kurzem Aufenthalte hier, seine jüngste Gatlin begleiten wird. Da der Fürst katholisch ist, so sanft« die Trauung erst nach katholischem und dann nach protestanss

Lie vom verantwortlicken Redakteur aufgenommenen Artikel ist

nun auch vom Kassationshof in Darmstadt in der von der Deutschen Zeitung bereits besprochenen Zabern'schen Sache, zu Gunsten der . Verleger und Drucker, die demnach von aller Ver­antwortlichkeit frei sind, entschieden und damit der Rekurs des Staatsanwalts gegen die obergerichtliche Entscheidung verwor­fen worden. Wen die momentanen Abwege der demagogischen

Presse nicht für jede andere Rücksicht blind machen, den muß diese Entscheidung einer Behörde freuen, die weiter nichts ist .... . . .

und seyn will, als was sie seyn soll, nämlich ein Gerichtshof, tischem Ritus statt. Die erste Bekanntschaft des jetzigen Ehed, Ler keine anderen Interessen kennt, als die des Rechts und der Paars ward in Marienbad gemacht, dann in Italien erneuerst Ordnung; denn es ist diese Entscheidung ein Schritt dazu, daß - bis der Fürst in diesem Sommer, wo die Prinzessin Louise mit die Preßfreiheit zur Wahrheit werde. I ihrer Mutter, der verwittwetcn Großherzogin Alexandrine vock

Die verurtheilten Bamber^er^schen Wahlmänner haben ge- i Mecklenburg-Schwerin, wieder in Marienbad weilte, dort uiih gen das Urtheil, wodurch sie zu 8 fl. Geldbuße verurtheilt ' ihre Hand anhielt und von unserm Großherzog, als Haup« worden, appcllirt, deßgleichen der Staatsanwalt wegen der, des mecklenburgischen Fürstenhauses auch zugesagt bekam. Dc<! Freisprechung der Wahlkommissäre. j Wunsch, das Glück der Schwester zu fördern, konnte den Groß

I Herzog allein zu dieser Einwilligung bewegen. Nach der neue,

Aus Oberhessen, 21. Oktober. Seit dem 15. d. M. sind Verfaffungsurkunde für Mecklenburg erhält die jetzige Fürstin Lie Afsisen in Gießen bereits im Gange. Nach der Menge der ; Windischgrätz, als Tochter eines Großherzogs, eine Apanagck vor das Gesckwornengericht verwiesenen Prozeduren zu urtheilen, § von jährlich 5000 Thlrn, vom Lande, welche Summe übrigen" wird ein längerer Termin als der von vier Wochen darauf i vom jetzigen Großherzog aus dessen sehr bedeutenden privat« gehen. Die demokratische Presse wälzt die Schuld deö für die! einfünften freigebig vermehrt worden ist. Die Revenüen best

unbezahlten" Geschwornen zu lange dauernden Termins auf ! jungen Fürsten Windischgrätz selbst sollen 10,000 Gulden bei­

den Kriminalsenat des Hofgerichts zu Gießen, der so Vieles tragen. Eine sehr reiche Ausstattung ist der Braut von hie zum Verbrechen stempele, was nach der öffentlichen Meinung mitgegeben worden, wie sie denn auch besonders kostbare Gt gar nicht strafbar sey, worunter man natürlich die politischen schenke von ihrer mütterlichen Tante, der Kaiserin von Ruß^

Vergehen versteht. Die demokratische Presse gibt deßhalb den ' land, empfangen haben soll. 1

eine Apanag*