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WN nach ihrem wesentlichen Gehalt gefügt. Das Resultat der der Verhandlungen über die Demarkation geht einfach dahin, die wichtigsten strategischen Punkte, was Schleswig betrifft, jen­seits der Linie fallen zu lassen. Es fängt diese Linie näm- sche ljch westlich von Hoyer und Dondern an und endet daß östlich diesseits d es bekann ten Steinbergh off. in- Wenn man bedenkt, daß hiernach die Städte und Aemter Ha­le, dersleben, Tondern, Apenrade, Flensburg und die Ortschaften nt« des vierten Angeler Güterdistrikts jenseits der Demarkations­gen linie fallen, so wird man die Bedeutung der Zugeständnisse be- am messen können, welche dem dänischen Kabinet auch hierin gr­elle macht worden, itel

rig. Wien, 5. August. (O.-P.-A.-Z.) Durch zurückgesandte Gefangene, welche die Magyaren bei Ueberfal! des Postwagens >er- unweit Komorn erfährt man nähere Details, die von den :en. bisherigen abweichen. Nach diesen befinden sich bei 15,000 Mann unter Klapka in Komorn. Lebensmittel sind im Ueber* just fluß vorhanden und die ungarischen Banknoten dort noch in [ [, vollem Flor. In der innern Festung ist nur 1 Bataillon. Die Armee kampirt in einem Lager und der Gesundheitszustand ist günstig. Der jüngste Ausfall der Komorner Besatzung ien, liegen Neuhäusel hatte ein momentanes Zurückziehen der k. k. nen Truppen gegen Szered zur Folge, wobei das zwischen beiden mt- Orten gelegene Dorf Gareskerd, dessen Einwohner im Ein­est. Verständnisse mit den Magyaren waren und sich an dem sen- Kampfe beteiligten, von.den k. k. Truppen in Brand gesteckt sen, wurde.

sten Am 3. d. M. Abends ist der von hier nach Ofen abge- er# gangene Eilwagen in der Gegend von Raab wieder umgekehrt, clin weil der Kondukteur benachrichtigt wurde, raß aus Komorn i$t ein bedeutender Ausfall gemacht worden sei und die Magyaren erbt daS Land bis Gönyv und Raab hin unsicher machten.

uln Von der Süd arme e erfährt man aus Becka am den 30. Juli als Neuestes: Die österreichische und russische Haupt- armee sind in gleicher Höhe bei Szegedin eingetroffen; die Russen aus Siebenbürgen werden heute in Verschetz, F.M.L. igs Elam mit dem ehemaligen Puchner'schen Korps wird ebenfalls ient heute in Weißkirchen eintreffen. Die Südarmee rückt schon ang in die Backa; der Banus ist heute in Titel und wird sich, nach ßen dem Eintreffen der Reservebrigade unter G.M. Rastic, an die its- Spitze der Armee stellâaurd^den härtesten Strauß zu bestehen las haben. , , , ' ~

en: Die Besatzung von Komorn hat einen abermaligen Aus- rch, fall unternommen, wobei eS ihr glückte, sich eines Triebes von itt- 2400 Ochsen zu bemächtigen. Auch fügt man hinzu, daß 2 nlU Remorqueurs mit 84,000 Metzen Getreide und ein Theil der ist Kriegskasse in ihre Hände gefallen wären, indem die Magya- >ge, ren nach unverbürgten, jedoch allgemein versicherten Nachrichten >em Raab überrumpelt und die Stadt sofort besetzt haben fol« uer len. Gewiß ist es, daß in Folge telegraphier Berichte der nen größte Theil der hiesigen Garnison heute schleunigst Marsch- rte. ordre erhalten hat.

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les- Wien, 5. August. Raab ist genommen! Seitdem in« frühesten Morgen hörten wir beständigen Trommelwirbel; es , je wurde nämlich ein sehr bedeutender Theil der Garnison in aller ern Eile nach Preßburg geschafft. Auf den Straßen sah man lau- iten ter neugierige Gesichter, welche die Ursache dieser schnellen tisse Truppenmärsche wissen wollten. Man erfuhr leider, daß die ;en. Pester Post gestern nicht nach Pest befördert werden konnte; be, heute ist ebenfalls die Pester Post ausgeblieben. Der Sach- 'eilt verhalt ist ungefähr folgender: Klapka machte einen Ausfall, gen nahm eine bedeutende Anzahl für die k. k. Truppen bestimmte nne Ochsen, vertrieb, oder, wie andere Versionen lauten, nahm die :g6# Bedeckungsmannschaft und einige Kanonen mit und verstärkt den durch andere Jnsurgentenhaufen soll er auch Raab besetzt, Ha­ises den und nach Preßburg rücken. Letzteres ist hoffentlich über« jor, trieben; aber selbst nach dem Berichte gutgesinnter Männer, die gewiß nicht übertreiben, muß etwas ähnliches befürchtet werden.

eile 12 Uhr. So eben rücken wieder Soldaten und eine Bat- der terie nach Preßburg. Wien ist in der größten Bestürzung; in man war nach den glänzenden Berichten der Zeitungen auf fiel- einen solchen Schlag gar nicht gefaßt. Zahlreiche Patrouillen I so gehen nach allen Richtungen in den Vorstädten sowohl als ; in in der inneren Stadt, Unsere Radikalen zeigen ein sehr oig- strahlendes Gesicht und behaupten, daß auch Haynau eine »an Schlappe erlitten. Auch Gran soll von den Insurgenten ung besetzt seyn.

2 Uhr. So eben marschiren wieder Soldaten fort. 6 Ba­taillone, 3 Batterieen, Jäger und Kürassiere sind bereits weg, marschirt. Patrouillen gehen fleißig auf und ab. Wie ich eben erfahre, sind meine Berichte über die Erfolge der Ungarn leider nur zu begründet; noch in der Nacht wurde ein Theil der Garnison von Olmütz durch den Telegraphen hierher berufen.

Frankreich.

Paris, 6. August. Ein Journal meldet, daß die pol­nischen Flüchtlinge beschlossen haben, den harten Maßregeln, welche die französische Regierung in der letzten Zeit über sie verhängt hat, sich durch eine Auswanderung in Masse nach Amerika zu entziehen. Man versichert, daß sie in Neu-Merico eine Kolonie unter dem Namen derPolnischen Brüderlich, feit" gründen wollen; 233 Familien sollen bereits dem Plane beigetreten seyn und eine Kommission zur Ausführung desselben gewählt haben.

Paris, 7. August. Die Repräsentanten der Seine waren gestern versammelt, um über die Theaterfrage definitiv zu be- schließen. Der von ihnen Ungeladene Minister des Innern er­klärte , daß er Bedenken trage, selbst die Zuschußgewährung vorzuschlagen, welche die Schließung der Pariser Theater ver­hindern solle; er halte aber diesen Zuschuß für nothwendig und völlig gerechtfertigt durch die gewichtigsten politischen Rück­sichten. Wenn daher der Vorschlag von den Repräsentanten gemacht werde, so sey auf seine Unterstützung zu rechnen. Mehrere Mitglieder äußerten die Befürchtung, daß die Majori­tät einem Subsidienvorschlage, wenn derselbe nicht von der Regierung ausgehe, ihre Zustimmung versagen werde; auf das kräftige Andringen jedoch von V. Hugo, DucoS und Bac entschied sich die Versammlung für die Vorlegung des Dekreten­entwurfs, der den Pariser Theatern den in Berücksichtigung der Finanzlage auf 600,000 Fr. ermäßigten Zuschuß bewilligen soll. Der Entwurf wird morgen szur Vorlage kommen und die Dringlichkeit beantragt werden. DaS der Rechten ange­nehmste Mitglied, Maleville, ward mit Auseinandersetzung der Motive beauftragt.

Italien.

Vor Venedig, 1. August. (A. Z.) Schon seit zwei Ta, gen hört man wieder den Donner der Geschütze von der Land- seite Venedigs Bild ist beständig in eine dichte Pulverwolke gehüllt, und besonders zur Nachtzeit verbreiten die häufigen. Bomben ein unheimliches Licht, das, vom dumpfen Getoft des Kanonendonners gefolgt, der Phantasie freien Spielraum laßt zu den traurigsten Bildern. Den Mittheilungen des komman- birenden Generals Thurn infolge überfliegen he Granaten so, gar das Zentrum der Stadt. Die österreichischen Schiffe stehen unveränderlich vor der Küste, und kein Sturm hat sie trotz der ungewöhnlichen schlechten Witterung auch nur um Kabel-Lan, gen von ihrem Posten entfernt. Man erwartet von Tag zu Tag einen Ausfall der Venezianer zur Lee gestern setzten zwei Briggs und eine Korvette, von dem Dampfer St. Marco begleitet, unter Segel und steuerten mit frischer Beste durch die Hafenmündung von Malamocco der See zu. Da sich aber unsere Damp schiffe, ihren Befehlen gemäß, zuruckzogen, um sie hcrauszulocken, und da die Fregatten Miene machten, unter Segel zu gehen, wendete die kühne Flottille und steuerte wie­der'dem Hafen zu.

Großbritannien

London, 6. August. Ueber die Heirath der Lola Montez sind verschiedene Gerüchte im Umlauf. Die Verwandten ihres Gatten behaupten, sie sey in Indien mit einem Mmine ver, mahlt gewesen, der noch lebe und von dem sie sich getrennt habe, ohne von ihm gesetzlich geschieden zn seyn ; sie dringen auf Untersuchung und sollen bereits einen VerhastSbeschl auS- gewirkt haben. Das junge Ehepaar befindet sich in Irland.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehv