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Frankreich.

Paris, 14. Mai. Hier in Paris verlief der Wahltag ohne die geringste Störung. Ob dieß auch in den Departements geschehen, wird uns wohl heute der Telegraph berichten.

Paris , 15. Mai. Am Schluß der gestrigen Sitzung der Nationalversammlung hat der Minister des Innern seine Demission in die Hände des Präsidenten der Republick nieder­gelegt. (Moniteur.)

Italien.

DerTyroler Bote" vom 12. schreibt: Eben verbreitet sich hier das begründete Gerücht, daß der Friede mit Piemont definitiv abgeschlossen sei.

Nachschrift.

Frankfurt, 17. Mai. Im Reichstage wurde ein Antrag Welckers angenommen, (mit 191 gegen 12 Stimmen) wel- cher dem neuen Ministerium das Mißtrauen der Versammlung erklärt. Das Programm derselben erklärt, daß die Durch­führung der Verfassung außerhalb der Befugniß des Reichs­tags liege.

Freiburg, 16. Mai. Morgens 9 Uhr. (D. Z.) So eben rücken sämmtliche Truppen, welche gestern von hier abmarschirt sind, wieder hier ein, um auf die Reichsverfassung beeidigt zu werden. Eine Stunde von hier steht an der Spitze eines würtembergischen Regiments der Reichsgeneral v. Miller, so­wie die Generäle Hoffmann (?) und v. Gayling. Einige Artilleristen mit mehreren Geschützen, sowie einige Reiterei, sind zu diesen übergegangen.

Alle Bemühungen dieser Generäle, die badischen Infanterie- Regimenter wieder zum Gehorsam zu bewegen, sind sruchtlos geblieben. AufGeneral Miller's Ultimatum : wenn sienach stattgehabter Verpflichtung auf die Reichsverfassung zum Ge­horsam zurückkehrten, werde alles Vorgefallene vergessen seyn, erklärten sie, unter allen Umständen an den Offenburger Beschlüssen festhalten zu wollen.

Auf seine Schlußerklärung: so müsse er alö Feind in die Stadt einrücken und sämmtliche Wider­setzenden als Rebellen behandeln, trat sogleich der Magistrat in Berathung, in Folge welcher soeben der Bürger Adolph Emerling nach Frankfurt abgeht, um an das Reichsministerium die Bitte zu stellen, einen Kommissär hierher zu senden; denn General v. Miller hat erklärt, er habe von der Zentralgewalt den Auftrag, so zu handeln.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

4971 Bekanntmachung»

Er soll bei Herzoglichem zweiten Regimente, die Lieferung von

10,000 Frankf. Ellen % breiter Hosenleinwand, im Wege der Submission, nochmals an den Wenigstfordernden vergeben werden.

Lieferungâlusttragende werden daher ersucht, ihre genauesten Forderungen bis längstens zum

25. Mai d. I, Vormittags g Uhr, verschlossen und unter der AufschriftSubmission auf die zu begebende Lein­wandlieferung" an den unterzeichneten VerwaltungSrath gelangen zu lassen, woselbst alsdann die Eröffnung derselben statt haben wird, nach deren Be­ginn keine Submissionen noch Nachgebote mehr angenommen werden.

Muster und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Offiziers der Kleidung zur Einsicht offen, und werden alle Konkurrenten ersucht, sich mit denselben genau bekannt zu machen, indem die eingereichten Gebote der Sub­mittenten als bindend betrachtet und Entschuldigungen wegen Unkenntniß ic., nicht angenommen werden.

Unbekannte haben ihrer Submission eine amtliche Attestation ihrer Kautionsfähigkeit, welche den 6. Theil der übernommenen Lieferung betragen muß, anzufügen.

Die Lieferung muß in längstens zwei Monaten, vom Tage der Ueber- tragung an, vollendet sein.

Wiesbaden, den 15. Mai 1849.

Der VerwaltungSrath des Herzog!. zweiten Regiments.

Bekanntmachung

498]

Bei Herzoglichem zweiten Regiment soll die Lieferung des nachstehenden Bedarfs an Materialen und konfektionirten Stücken für das Jahr 1849, im Wege der Submission, an den Wenigstnehmenden vergeben werden, nämlich;

Frankf. Ellen graues Manteltuch, 24 Ellen breit.

graues Manteltuch, 2'4 Ellen breit, grünes Tuch I. Qualität, 2'4 Ellen breit,

332 2942

444 140

20

330 2500

103

7

582

50 470 200 760

180

schwarzes Tuch, 2'4 Ellen breit,

scharlachrothes Tuch, 2'4 Ellen breit,

Feldwebelâ-Distinktionen,

Korporalâ-Distinktionen,

gelbe Kordel, Stück Unteroffiziers-PortëpèeS,

Hornquasten,

Tornister, Paar lederne Handschuhe,

wollene Handschuhe,

wollene Socken, Dutzend große Metallkuöpfe,

kleine

Die Lieferung des Tuchs kann in Quantitäten von 200 Ellen und dar­über , die der Tornister zu 100 Stück und darüber, übertragen werden. Lusttragende werden ersucht, ihre genauesten Forderungen bis längstens zum

4. Juni d. I., Vormittags 9 Ühr,

verschlossen und unter der AufschriftSubmission auf die zu begebende Tuch- ic. Lieferung" bei dem unterzeichneten Verwaltungsrathe einzureichen und in ihrer Submission das Quantum, welches sie zu übernehmen wün­schen, genau anzugeben.

Genau zu der oben bezeichneten Zeit, findet die Eröffnung der Sub­missionen statt und bleiben alle nach dem Beginne derselben noch eingehende Submissionen sowie Nachgebote unberücksichtigt.

Muster und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Offiziers der Kleidung zur Einsicht offen, und werden alle Konkurreuden ersucht, sich mit denselben genau bekannt zu machen, da die eingereichteu Gebote als bindend betrachtet und Entschuldigungen wegen Unkenntniß w. nicht angenommen werden.

Jeder Lieferant hat eine Kaution vom 6 Theile des Werthes der über­nommenen Lieferung zu stellen, weßhalb Unbekannte eine amtliche Attestation ihrer Kautionsfähigkeit der Submission anzufügen haben,

Die Lieferungs-Termine werden so kurz als möglich gestellt.

Wiesbaden, den 15. Mai 1849.

Der Derwaltuiigsrath des Herzog!. zweiten Regiments.

Bekarrntmsrehungen.

499) Cdictalladung.

Nachdem über das Vermögen des Wittwers Johann Schüth von Möl­lingen der Konkursprozeß erkannt und das Erkenntniß rechtskräftig geworden ist, so wird zu Geltendmachung dinglicher und persönlicher Rechtsansprüche an derselben unter dem Rechtsnachtheile des von Rechtswegen eintretenden Ausschlusses von der vorhandenen Masse, Termin auf

Mittwoch den 6. Juni l. I., Morgens 8Uhr, anberaumt.

Wallmerod, den 7. Mai 1849. Herzog!. Raff. Amt.

Held.

4871 Cdictalladung

Nachdem über das Vermögen des Philipp Voll und dessen Ehefrau Marie Anna geb. Dommermuth von Gierod der Konkursprozeß rechtskräftig erkannt worden ist, so wird zur Anmeldung dinglicher und persönlicher An­sprüche an dieses Vermögen bei Vermeibung des von selbst eintretenden Rechtsnachtheils des Ausschlusses von der vorhandenen Masse, Termin auf

Donnerstag den 21. Juni l. I., Morgens 8 Uhr, anberaumt.

Wallmerod, den s. Mai 1849. Herzog!. Raff. Amt.

Hörten.

501] Ein höchst anständiges Mädchen, das sich durch seine Geschicklich­keit in weiblichen Arbeiten, als fein Nähen, Bügeln, Kleidermacheu und Frisiren, zu der Stelle einer Kammerfrau, ober auch, bei ihrer Ge­wandtheit in der französischen Sprache, zu Kindern als Bonne, vollkom­men qualifizirte, sucht ein derartiges Unterkommen, dahier oder auswärts und wäre bereit sogleich einzutreten. Von ihrer Seite und derer, die sie empfehlen wird jedoch, namentlich auf sittliche Bürgschaft ihrer Zukunft gesehen. Das Nähere, mündlich oder schriftlich, unter der Chiffer M. E auf demNeuen Geisberg" bei Wiesbaden.

^ Zn vor miethen

die Privatwohnung in dem Sengel'schen Hause, Mühlgasse Nro. 1 welche bis dahin von dem Geschäfts-Bureau des Unterzeichneten bewohnt wurde, bestehend in einem schönen Zimmer und Kabinet, Küche, Keller, Holzstall und Speicherkammer. Dieselbe kann sogleich oder auch später bezogen werden. Das Nähere ertheilt das Geschäfts-Bureau von Carl Leyendecker in dem Lokal der Kölner Agentur, Marktplatz Nro. 38.

Hierzu eine zweite Ausgabe des politischen Blattes welche an jedem Werktage, Vormittags um 10 Uhr, aus­gegeben wird.

Die Expedition der Nass. Allg. Zeitung.

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in WieSbaden.