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jetzige französische Regierung, die bisher nur wenig gethan und sich in den Geruch des Liberalismus zu setzen suchen |ie, mit ihrer Erpebition nach Rom nichts weiter, als den Plan einer Trennung der weltlichen von der geistlichen Macht deS Pabstes zu verwirklichen und eine profane Regierung mit konstitutionellen Bürgschaften einzurichten. Etwas Aehnliches habe schon Rossi im Sinne gehabt, und die Priester und Rück, schritiSmânner seyen die Ersten gewesen, welche seine Pläne gekreuzt hätten und bei seinem unglücklichen Ende in Jubel ausgebrochen wären.

DieTimes" zeigt sich den Dänen gegenwärtig im Gan­zen viel weniger geneigt, als früher. Sie sagt in einer ihrer jüngsten Nummern unter andern:Das Verfahren des Kopen­hagener Kabinets und des dänischen Kriegsministeriums seit der Erneuerung der Feindseligkeiten zeigt mehr Hartnäckigkeit, als Klugheit. War es nöthig, den Krieg wieder aufzunehmen, so erforderte es die Politik Dänemarks offenbar, zu keiner andern Operation von eingreifendem Charakter, als blos zur Blokade ihre Zuflucht zu nehmen und das Landheer für die Vertheidigung der Festungen und Inseln aufzusparen."

Deutschland.

* Wiesbaden, 28. April. (Ständeversammlung. Schluß.) Keim erstattet Bericht über das Gesuch mehrerer Bürger von Löhnberg gegen die Versetzung des Lehrgehülfen Pulch. Außerdem wollen die Bittsteller den Lehrgehülfen, der noch militärpflichtig ist, von der Militärpflicht befreit wissen. Der Berichterstatter trägt auf Uebergang zur Tagesordnung an, da die Gemeinden das Recht der Betheiligung an der Lehrer-An­stellung noch nicht besitzen und die Militärpflicht eine solche Ausnahme nicht gestattet.

Abg. Snell trägt ein Spezialvotum vor, worin er die Versetzung des Lehrgehülfen als eine Verfolgung wegen politi­scher Tendenzen ansteht und deßhalb darauf beantragt, die Kammer wolle ihre Mißbilligung gegen die Regierung wegen dieser Versetzung aussprechen.

Keim bemerkt, daß die Gemeinde selber gar nicht von politischer Verfolgung gesprochen habe, sondern einfach um Beibehaltung ihrers Lehrers sich verwende. Reg.-Kommissär Bertram macht das formelle Recht der Regierung geltend, solche niedere. Beamte zu versetzen, wohin sie wolle; wenn da jedesmal die Kammer sich cinmischen wolle, so würde jeder an eine ungünstige Stelle versetzte Beamte behaupten, er sey we­gen politischer Tendenzen versetzt worden.

Großmann beantrag: Schluß der Debatte; dieser An­trag wird mit 17 Stimmen angenommen.

Der Antrag B raun's auf Vorlesung zweier einschlagen­der Aktenstücke wird mit 16 Stimmen angenommen.

Nach Vorlesung dieser Aktenstücke, welche der Kammer allerlei Stoff zum Lachen bietet, wird der Antrag Snell's ab­gelehnt, der Antrag des Ausschusses auf Uebergang zur Ta­gesordnung angenommen.

_ ** Caub, 25. April. In der gestrigen Sitzung hat der hiesige Bürgerverein eine Adresse an die Nationalversammlung zu Frankfurt des Inhalts entworfen, dieselbe möge die Ver­fassung, wie sie in der zweiten Lesung hervorgegangen, zur Anerkennung und Durchführung bringen und an derselben fest­halten.

Frankfurt, 25. April. (Park. Korr.) Der Dreißiger-Aus­schuß hatte in Folge der würtembergischen Zustände gestern und heute Abend interessante Debatten. Interessant waren besonders die Enthüllungen, die Gagern über das Verhältniß deS Ministeriums zum Erzherzog machte. Dieser habe dis jetzt seine Unterschrift zu Vorlagen des Ministeriums noch nicht geweigert; bei dem Wahlgesetze habe er sich einen Tag Bedenkzeit ausgebeten, dann aber unterzeichnet. Zu einer Er­läuterung über die Stellung des Erzherzogs zu der Verfassung sey es noch nicht gekommen; aber lâugnen könne er nicht, daß daS frühere vertraute Verhältniß zwischen dem Erzherzog und dem Ministerpräsidenten geschwunden sey.

Frankfurt, 28. April. DaS heute ausgegebene 16. Stück des Reichsgesetzblattes enthalt die Verfassung deö deut­schen Reiches.

I Frankfurt, 28. April. (O.-P.-A.-Z.) Wir sind ermäch­tigt, mitzutheilen, daß die durch ein Ertrablatt derDeutschen Zeitung" verbreitete Nachricht: das Reichsministerium habe seine Entlassung gegeben, falsch ist. Se. kaiserl. Hoheit der Erzherzog Reichsverweser haben Ihre Einwilligung zur Absen­dung von Bevollmächtigten an die königl. deutschen Höfe ge­nehmigt, und diese Bevollmächtigten sind im Begriffe, ab­zureisen.

Frankfurt, 28. April. (D. Z.) Die Kommissarien, welche den Regierungen der Einzelstaaten die Beschlüsse der Reichs­versammlung mittheilen und auf deren Vollziehung wirken sol­len, sind bereits ernannt und ihre Vollmacht unterzeichnet; sie werden morgen früh abgehen. Es sind: Herr Bassermann für Berlin, Herr Machy für München, Herr Seebeck für Hanno­ver, Herr v. Watzdorf für Dresden.

Frankfurt, 28. April. (D. Z.) Die von uns gemeldete Abreise des Herrn Bassermann ist bis jetzt, und wie wir Grund haben zu glauben, in Folge der von Berlin eingetrof­fenen telegraphischen Nachricht von der gestern erfolgten Auf­lösung der zweiten preußischen Kammer unterblieben. Der Eindruck, welchen die Maßregel in den hiesigen Kreisen her­vorbringt, ist ein sehr verschiedenartiger. Die Freunde des Königthums sind tief bestürzt, seine Feinde jubeln. Die Ge­sellschaft, die sich des Abends im englischen Hofe zu versam­meln pflegt, gehört bekanntlich nicht zur äußersten Demokratie. Allein allgemein sprach sich der Gedanke aus, daß durch diese neueste Blüthe des preußischen KonstitutionaliSmus," um in einem jetzt ganz gerechtfertigten Bilde des Herrn Vogt zu sprechen, die Krisis nicht blos für die deutsche Verfassung, daß die Krisis für die Monarchie überhaupt in der gefährlich­sten Weise heraufbeschworen sey. Ihr Ende aber wäre schon jetzt mit Gewißheit vorauszubestimmen: wenn das Königreich Preußen von Schwaben bewohnt wäre.

Frankfurt, 28. April. (O.-P.-A.-Z.) Eine von Berlin hier eingegangene telegraphische Depesche bestätigt, daß die preußische erste Kammer vertagt, die zweite aber aufgelöst worden ist.

Frankfurt, 28. April. (F. I.) In Bayern sollen die Truppen Befehl erhalten haben, an die österreichische. Grenze vorzurücken, um sogleich im Falle der Noth gegen die Ungarn operiren zu können.

Man spricht von der Zusammenziehung eines preußischen Heeres bei Kreuznach und Koblenz.

Vom Neckar, 27. April. DerSchw. M." bringt noch eine Fülle von nachträglichen Berichten über die eben überlebte Krisis und der daraus entstandenen Bewegung aus allen Thei­len des Württemberger Landes. Wo die Kunde der endlichen und friedlichen Lösung bereits hingelangt war, beeilte man sich, dem Ministerium Vertrauens - und Dankadressen zu votiren; wo man von der letzten Entscheidung noch nichts wußte, er­klärte man sich überall für die Reichsverfassung und die Be, schlüffe der Nationalversammlung. Nachdem Se. Maj. der König den Wünschen seines Volkes nachgegeben < wird sich die Bewegung aller Orte in Manifestationen der Freude und des Dankes auflösen.

Freiburg im Breisgau , 26. April. Dr. Buß hat einen Aufruf an die Katholiken Badens" ergehen lassen, worin die­selben aufgeforbert werden, sich in einer Verwahrung gegen die Errichtung eines preußischen Erbkaiserthums auszusprechen.

Berlin, 26. April. Vierzehn kleinere deutsche Staaten stehen bereits mit Preußen in Unterhandlung, ihre Truppen der preußischen Armee einzuverleiben und ihr Mill- tärwesen nach dem Muster des preußischen einzurichten.

Berlin, 25. April. (K. Z.) Camhausen's D emission, die schon früher wiederholentlich angeboten war, ist diesmal angenommen worden. Preußen wird für einige Zeit in Frank­furt durch einen Geschäftsträger vertreten sein. Llrnim's Rücktritt bestätigt sich nicht.

Berlin, 26. April. Es ist natürlich, daß sich die Blicke unserer gegenwärtigen Minister sorgenschwer nach Ungarn wenden; das siegreiche Vordringen der ungarischen Insurgen­ten soll das österreichische Kabinet bereits in eine nachgie bige