Bekanntmachungen.
iß»! Frnchtversteigerung
Freitag den 30, März, Morgens 10 Uhr, werden dahier
30 Malter Karn und
250 „ Hafer
öffentlich meistbietend versteigert.
Herschbach, den 3. März 1849. Herzog!. Nass. Reccptur.
Diels.
174) Fruchtversteigernng.
Dienstag den 27. d. Mi., Vormittags 10 Uhr, werden bei unterzeichneter Stelle aus der Ernte von 1848
524 Malter Korn, 8 „ Gerste und
66 „ Hafer
öffentlich versteigert.
Wiesbaden, den 6. März 1849. Herzog!. Nass. Receptur.
Reichmann,
139J Bekanntmachung.
Die Lieferung von Schreibpapier für das Herzogl. 2te Regiment, vom 1. Juli 1849 bis dahin 1850, soll auf dem Submifsionswege an den Wcnigstnchmendcn vergeben werden. Lusttragende wollen daher ihre genauesten Forderungen:
a) auf circa 15 Ries feines Schreibpapier lr Qualität,
b) auf circa 30 Ries Conceptpapier mittlere Qualität,
c) auf 2 Ries Postpapier,
d) auf circa 10 Ries Couvertpapier,
e) auf 1 Ries Packpapier, und
f) auf 1 Ries Mantelpapier
schriftlich und verschlossen, mit der Aufschrift „Submission für die Lieferung von Schreibpapier" nebst den Proben bis zum 1. April d. I., Vormittags 9 Uhr, an die unterzeichnete Stelle cinsenden, indem später eingehende Offerten nicht berücksichtigt werden könnnen.
Die Bedingungen liege» auf dem Bureau des 2ten Regiments dahier zur Einsicht offen, und können auf Ansuchen auch schriftlich mitgetheilt werden.
Wiesbaden, den 28. Februar 1849.
Der Verwaltungsrath
des Herzoglich Nassauischen zweiten Regiments.
^oj Anzeige.
Unterzeichnete beabsichtigt mit Anfang des nächsten Schuljahres ein Privatschule für Mädchen zu gründen, in der außer den Elementar Gegenständen, das zu einer Hähern, weiblichen Bildung Erforderlich, wie: Geschichte, Geographie, Literaturgeschichte, Natur lehre, die französische und englische Sprache und Zeichne: gelehrt wird.
Das Schulgeld beträgt jährlich 36 fl. und wenn mehr als zwei Schn» stern zu gleicher Zeit vie Anstalt besuchen, wird Einer der Beitrag erlasse«
Aelteru, welche mir ihre Kinder anvertrauen wollen, bitte ich sie zeit« anzumelden. E. Berrihardt,
Lehrerin an der Töchterschule. -
Todesanzeige
158] Am 24. dieses Monats entschlief hierselbst zu einem bessern Lebe mein theurer Gatte, Joh. Dan. Haas, nach einem kurzen Krankenlage im Ollsten Lebensjahre.
In meinem und meiner Kinder Ramen zeige ich diesen für uns j schmerzlichen Verlust, um stille Theilnahme bittend, unsern auswärtige Verwandten und Bekannten hiermit an.
Dillenburg, 28. Februar 1849. Lisette Haas, geb. Penner.
159] Den Geschäftsfreunden meines verstorbenen Mannes zeige ich hier» an, daß ich dessen Handlungs- und Fabrik-Geschäft unter Beibehaltung it
^"" Joh. Dan. Haas
fortführen werde, und empfehle mich Ihrem Wohlwollen.
Dillenburg, 28. Februar 1849. Lisette Hüüs, geb. PeNNer.
172] Unterzeichnete macht hierdurch die ergebene Anzeige, daß bei ihr va jetzt an fortwährend Strohhüte geändert und gewaschen werden. Zugleil empfiehlt dieselbe ihr Lager von neuen Strohhüten aller Art und z den billigsten Preisen. Elise Höser, obere Lonisenstraße.
Inserat.
Der Herr Bürgermeister Fischer hat in dem Sprechsaal der Nass. Allg. Zeitung eine Erklärung auf den Artikel des f Korrespondenten in Nro. 49 derselben Zeitung abgegeben, die er besser unterlassen hätte. Der Herr Bürgermeister fängt seinen Aufsatz schon mit einer Inkonsequenz an, indem er sagt: „daß er sich vorgenommen habe allen etwaigen Anfeindungen in seinem Amte mit Stillschweigen zu begegnen rc., er sich aber dennoch genöthigt sähe auf unsern Artikel einige Worte zu entgegnen". Es muß der Hr. Bürgermeister also doch das unschickliche jenes perfiden Aufsatzes in der „Freien Zeitung", als deren Mitverleger, seiner Stellung gegenüber, cinge- sehen haben, denn wenn er, wie er weiter anführt, nur eine'Verdächtigung seiner Person von unserer Seite vorausgesetzt hätte, so hätte er ja, wie er im Eingänge sagt, nach seinem aufgestellten Grundsatz, stillschweigen müssen, schon der Konsequenz halber. Ferner führt der Herr Bürgermeister unsere eigenen Worte an, um uns aufs Haupt zu schlagen, indem er, in d e m von uns angeführten Satze — „daß es gewisse Leute gebe die es lediglich darauf absähen, alles mit ihrem Geifer zu besudeln" —■ den Beweis führen will, daß wir uns selbst als Genosse dieser ehrenwerthen Menschenklasse einführten. Wit diesem Geifer besudeln meinten wir nur, eine gerechte Züchtigung gegen den Einsender jenes unverschämten Aufsatzes in der Freien Zeitung auszusprechen. Wir geben Ihnen Herr Bürgermeister die heilige Versicherung, daß es uns nicht im entferntesten einfiel Sie verdächtigen zu wollen; daß wir wiederholt aussprechen, daß Ihre Stellung als Verleger, sich mit Ihrer jetzigen nicht vereinbaren läßt; und wenn Sie uns auch sagen, daß Ihre überhäuften Berufsgeschäfte Ihnen keine Zeit übrig lassen, sich um die Zeitung zu bekümmern, so werden Sie uns nicht zumuthen zu glauben, daß Sie nicht jeden Tag wenigstens Ihre eigene Zeitung lesen, folglich gleich Protest gegen jenes saubere Machwerk hätten einlegen muffen, insbesondere da Sie sich bewußt waren, die dort berührte Feierlichkeit selbst angeordnet zu haben. Wenn Sie ferner sagen, daß Sie gesonnen seyen von der Theilnahme an dieser Zeitung zurückzutreten, jedoch, daß wir nicht glauben sollen es geschähe unsertwegen, so können wir Sie versichern Herr Bürgermeister, daß wir zu bescheiden sind uns dies einzubilden, daß uns dieser Entschluß aber, Ihres eigenen Jnterreffes wegen, viel Vergnügen macht. Daß der Herr Bürgermeister uns schließlich mit dem Prädikat „homun- €ulu s" beehrte, hat uns in der That ein Lächeln entlockt, denn es fiel uns unwillkürlich dabei ein, ob der Herr Bürgermeister bei'm Niederschreiben dieser Bemerkung keinen Spiegel in der Nähe gehabt hat, es müßte ihm da, bei einiger Selbstbetrachtung dieses „homunculus" schwer auf die Seele gefallen seyn.
Chemisches Laboratorium zu Wiesbaden.
Der Sommerkursus in der praktischen Chemie für Chemiker, Pharma-, ceuten, Landwirthe, Bergleute, Gewerbtreibende rc. beginnt am 1. Mai, desgleichen die von mir im Sommerscmester zu haltenden Expcrimcntal- Dorlesungen über allgemeine und analysische Chemie. Chemische Analysen von Natur- und Jndustrieprodukten jeder Art übernimmt das chemische Laboratorium zu festen und billigen Preisen.
173] Professor Dr. R Fresenius.
Frankfurt a. M., den 6. März.
Mittags 1 Uhr.
Papier.
Geld..
Oesterreich, 5"/, Metalliques......
„ 27, % " ......
„ 3 % Bankactien o. D.....
„ 500 st. Loose........
„ 250 fl. Loose........
Preußen, 50 Thaler Prämienscheine ....
„ 37, % Staatsschuldscheine â 105 kr. .
Bayern, 37, % Obligationen....... Berbacher-Eisenbahn-Actien..... Wü rte m b erg, 372 % Obligationen.....
„ 4% % neue Obligationen . . .
Baden, 37, % Obligationen von 1842 .... „ Lotterie-Anl. â 50 fl. bei G. u. S. . .
„ 35 fl. Loose vom Jahr 1845 ....
Darmstadt, 3% % Obligationen.....
4 % „ .....
„ 50 fl. Loose........
„ 25 fl. Loose.........
Kurhessen, Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Actien
„ 40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .
Nassau, 37, % Obligationen bei Rothschild . .
„ 25 fl. Loose '..........
Frankfurt, 3 % Obligationen.......
„ 37,% „ von 1839 . . .
„ 3 72 „ „ von 1846 . . .
Taunus-Eisen bahn-Actien â 250 fl. . . . Holland, 2'/,°/° Integralen ....... Spanien, 3 % Innere Schuld.......
„ 5 „ Ardoin incl. 16 Coup.....
Polen, 300 fl. Lotterie-Loose.......
„ 500 fl. „ „ .......
Sardinien, 36 Frcs. Loose bei Gebr. Bethmann D isconto..............
73 58% 39%
1180
125 79%
80% " 79 73 %
. 78% 947. 77% 487, 27% 78 7a 877.
70 227, 37 27% 817, 20% 777.
927, 89
289 497, 237.
74% 297,
72 % 58% 387,
1175 1247,
78% 99
807. 787, 727s 787. 93% 777.
277, 78
86% 697, 227. 36% 277, 81 207, 76% 92 887, 286
49
23
74%
29
1
Gold.
Pistolen......
Pr. Friedrichsd'or. Holl. 10 fl. Stücke Rand- Ducaten . . 20 Francsstücke . . Engl. Souverains.
fl.
9
9
10
5
9
12
kr.
54
56
3
37
36
3
Silh er.
fl.
kr.
Gold al Marco . . Laubth., ganze. . . Preuß. Thaler . . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber. Gering u. mittelh.
382
24
28
24 20
Hierzu» eine zweite Ausgabe des politischen Blattk! welche an jedem Werktage, Vormittags um 11 Uhr, auè gegeben wird.
Die Expedition der Aast. Allg. Zeitung.
Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.