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glieder dieses Komites, die Herren Dr. Leisler sen. und Adam Krieger das Land durchzogen, berührten solche auch die Stadt Hachenburg, versammelten auf dem Saale des herzoglichen ' Schlosses die Bürgerschaft und konstituirten auch für diese Stadt einen Sicherheitsausschuß, wozu sie die einzelnen Mitglieder in Vorschlag brachten. Als dieses Geschäft beendigt war, hielten solche noch kurze Anreden an das versammelte Volk, wobei einem derselben die Worte entschlüpften:Wenn auch jetzt ein Häschen geschossen werden sollte, so habe dieses nichts mehr zu sagen." Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nach­richt von Mund zu Munde, es seyen zwei Herren von der neuen Regierung in Hachenburg gewesen und hätten bsi ver­sammelter Bürgerschaft die Jagd frei gegeben; cs könne solche nun ausübcn wer wolle. Es gingen nun Leute auf die Jagd, welche unter andern Verhältnissen nie daran gedacht haben würden und Jever glaubte sich im vollen Rechte dazu. Unter diesen Verhältnissen dürfte es sehr wünschenswerth erscheinen, daß bezüglich der Jagdfrevler baldigst ein Amnestiegesetz erlassen, oder, wenn dieses im Allgemeinen nicht geschehen kann, bei Beurtheilung der Jagdfrevel auS dem Amte Hachenburg auf den beregten Umstand billige Rücksicht genommen werden möge.

Frankfurt, 12. Febr. (O.-P.-A.-Z.) (ReichStg.Schluß.) I Abg. K ünßb erg will die ganze Frage auf so lange suspen- dirt wissen, bis sein Antrag über die Revision der Verfassung berathen sey. (Heiterkeit.) Abg. Fuchs: Man sey noch nicht . so weit wie Herr Berger glaube. Er deutet darauf hin, daß von Preußen her sich noch keine Vereinbarungsgelüste gezeigt hätten. (Ob!) Abg. Venedey spricht gegen die Verweisung an den Verfassungsaussch. Abg. Rie ff er: Die Stete habe

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was es für Schritte gethan habe, um sich bei dem in Brüssel bevorstehenden Kongresse, wegen der italienischen Angelcgcn- I Heiken zu betheiligeü. t

Der Vorsitzende verkündigt den Nebergang zur Tages- | ordnung. Die Diskussion über §. 43 wird angenommen. Der ; Paragraph lautet:Jede deutsche Gemeinde hat als Grund» : recht ihrer Verfassung: a. die Wahl ihrer Vorsteher und Ver- - tretet/ b. die selbstständige Verwaltung ihrer Gemeindeange« legenyeiteu mit Einschluß der Polizei; c. die Veröffentlichung der Verhandlungen, so weit die Rücksichten auf besondere Ver­hältnisse eS gestatten; <1. allgemeine Bürgerwehr. Tie Ordnung i der Bürgcrwchr und ihr Verhältniß zur allgemeinen Wehr­pflicht wird ein Reichsgesetz bestimmen." Zu 8. 43 a. ist ein Minoritätserachten (Wizard, Blum, Römer, Schüler, Simon) gestellt:Die Wahl ihrer Vorsteher und Vertreter mit Ausschluß des Bestätizungsrechtes der Staatsbehörde." Nach einer kurzen Diskussion, an welcher sich die Abgeordneten Schulz aus Weilburg, Nagel, Rheinwalc, Evertsbusch, Nau­mann und Beseler aus Greifswalde b'etheiligen, wird der An­trag des Ausschusses mit Ausnahme des Alinea e angenommen. Die Diskussion über §. 44 wird eröffnet. Dieser lautet:Je­des Grundstück muß einem Gemeinveverbande angehören. Be­schränkungen wegen Waldungen und Wüsteneien sind der LandeSgesctzgcbung Vorbehalten." Minoritatserachten: 1) Un­terzeichnete finden diesen Paragraphen zur Aufnahme in dir Grundrechte nicht geeignet. (Deiters, v. Andrian, v. Mühlfeld, Bassermann.) 2) Jeder volljährige selbstständige Teutsche muß M tglied einer Gemeinde seyn (Waitz, Hcrgcnhahn, Lasauli). H«s erste Alinea des §. 44 wird mit 1S1 gegen 151 Stim» HM angenommen.

Die Nachrichten aus Baden, Württemberg unk Krauk- fart stimmen immer mehr darin überein, raß bis tu Ende Februars oder Anfangs März von der republikanischen Partei neue Ausbrüche beabsichtigt werden. Der Korb ist wieder ins Schwärmen gekommen, und überall deuten Sturmvögel auf

das sich zusammenziehende Unwetter, die Heckerhüte w. erschein nen wieder am Neckar, im badischen Oberlande, in beiden Hessen. Aber auch die Militärgewalten sollen gerüstet seyn, und die Franks. Oberpostamts-Zeitunq warnt mit eindringlichen Worten, nicht der Reaktion in die Hände zu arbeiten. Unter diesen Auspizien beginnt der Prozess von Blind und Struve, während eben die badische Kammer einen Beschluß für Ab­schaffung der Todesstrafe gefaßt hat.

Briefe der Ober-Postamts-Zeitung aus München vom 11. Febr. melden, daß an diesem Tage die KabinettskristS noch nicht gelöst war. Nur so viel ist bestimmt, daß der König am 9. Abends die Entlassung der Minister einstweilen an­genommen und Lerchenfeld zu sich beschicken, dieser aber ab gelehnt hat.

Wien, 7. Febr. Bedeutende Unruhen waren in voriger Woche in Gran ansgebrochen. Ungeachtet der von Stadt und Komitat schriftlich geleisteten Huldigung wurden alle Plakate, die ausgesteckten Fahnen und der kaiserliche Adler von der Post herabgerissen und aufreizende Maueranschläge angeheftet. Man erfährt nun, daß die Bewegung vollkommen unterdrückt ist. Das Komitat hat seine Unterwerfung durch eine beson­dere Deputation an den Fürsten Windisch-Grâtz erneuert.

Aus Triest vom 2. Febr. berichtet die allgem ine öster­reichische Zeitung von Feindseligkeiten zur See irr chen sardi­nischen und österreichischen Schiffen. Der ößerrrichiffrr Kriegs- dampser Vulkano sah in den Gewänern von Jstrwu einen Dampfer, welcher mehrere, wie es scheint istrianische und dal­matinische Küstenfahrer gegen Venedig eskortirle. Dieser Dampfer wurde bei geringerer Entfernung als derjenige er­kannt, welcher als österreichisches Krregsschist Sarina hieß, unter der pwru'cri'chen Regiersna von Benepig P : IX. g» tauft wurde, Bbö nun, da der Stern des Prbste- unrergr- rangM. S. Mare: heißt. Der Vulkam fcrdere- : : Fr-.- râe der Trurakein weiche aber r. Marrs r enre gern. a-urS« fas er KM», Kampfe, welcher an zwei Seundrn t rte unk wälrend ressen sich die Barken endfernren. BeirrL-b ^; rave« schaden erlineu. In der Nâpe des Kawrwia-.es war eure fravrösi'chr Fregatte gewesen, welche ganz unwäti 'eMriben beobachtete. Gestern ist der Vulkan hier arg-lang«. Tw öster- reichifche Kotte werd, sie nun verlautet, in Sou . Vrmw.es- gczvgcn werden. *

Frankreich.

Paris, 10. Febr. Habencck (senior) Musikdirektor an der großen Oper, ist am 8. Febr. plötzlich gestorben.

Aus Lyon meldet ber Sourrier_be Lyon vom 9. Febr. Marschall Bugeaud ist hier eingetroffen und hat im Hotel de Provence sein Hauptquartier aufgcschlagcn. Der ganze Ge­neralstab der Alpenarmee ist daselbst installirt. General Ge« meau, der Präsekt, der Maire, der Kardinal Donald und alle Zivil- und Militärbehörden haben ihm ausgewarter. Der Marschall zeigte sich wie gewöhnlich sehr gesprächig: er dielt sowohl an die Zivil- als Militärbehörden lange Reden. Den Ersteren sagte er:.... Vor allen Dingen müsse der innere Frieden gesichert seyn. Frankreich habe eine schöne Armee, aber es könne sie nicht nach Außen gebrauchen und die Regie­rung dürfe so lange nicht daran denken, die Alpen zu über, schreiten, als sie hinter ihrem Rücken den Bürgerkrieg nicht überwältigt. Es könne leicht ein Augenblick kommen, wo wir die Perturbatoren mit Den Warfen in der Hand bekämpfen müssen... und Sie, meine Herren Richter und Geschwornen, Sie müssen vorzüglich Festigkeit im Amt zeigen; sorgen Sie dafür, daß man den Mißbrauch der mildernden Umstände ab­schasse; er schwächt den Arm der Justiz und schont die Ver­ächter der Gesetze zum Nachtheile der guten Bürger. Man hat in Frankreich die üble Gewohnheit, politische Verbrechen zu leicht zu nehmen. Triumphirt der volim'che Verbrecher, so ist er ein Held, unterliegt er, so in er ein Unschuldiger, ein Märtvrer. UnD doch verletz: ein Privatverbrecher nur die Ein­zelnen, während sich der politische Verbrecher gegen die ganze Gesellschaft lichter..

Zu den Osfiziektn sagte er:...Ich weiß nicht, ob wir dazu berufen werden, gemeinschastlich jenseits der Alpen zu kämpfen. In diesem Falle rechne ich, daß Sie zur Ver­herrlichung unserer gturrèkjfen Klhssrn' Festtagen. Doch dieser j Punkt ist nicht Die einzige Bestimmung der Alpenarmee. Die