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meister Nugent hat von da auS die unter Nemeguei gegen Essegg flüchtende Rebellenabtheilung verfolgen lassen und eine Detaschirung gegen Mohacz vorgenommen, um diesen Ort zu besetzen und sich dadurch mit den am linken Donau-Ufer ope- rirenden Serben in Verbindung zu setzen. (St. K.)

Frankrer di.

Paris, 5. Febr. Die letzte Sitzung der Nationalversamm­lung hatte damit geendet, daß der von dem Ministerium ver­langte Uebergang zur einfachen Tagesordnung über den An­trag auf Einleitung einer parlamentarischen Untersuchung ver­worfen ward. Die Rede des Hrn. Perrce, Gerant desSiecle" und einer der ältesten politischen Freunde Odilon Barrots, von dem das Ministerium einen solchen Angriff am wenigstens erwartet hatte, war die Veranlassung, indem derselbe das Ka- binet geradezu entschuldigte, lithographirte Korrespondenzen, in welchen heftige Anschuldigungen gegen die Nat.-Vers. enthalten gewesen wären, in die Departemente geschickt zu haben. Hr. Perree trug deßhalb darauf an, zur motivirten Tagesordnung überzugehen und in den Motiven auszusprechen, daß die Ten­denzen des Ministeriums nach der Ansicht der Nationalver­sammlung der Republik Gefahren bereiten. Obwohl nun Leon Faucher, Fallour und zuletzt Odilon Barrot das Verfah­ren des Ministeriums vollständig zu rechtfertigen suchten und obgleich der Letztgenannte die Versammlung davor warnte, einen Konflikt zwischen dem Präsidenten und der Nationalver­sammlung hervorzurufen, verwarf diese dennoch zur großen Freude der linken Seite des Hauses die einfache Tagesord­nung.

In der heutigen Sitzung nun wurde in der Debatte über diesen Gegenstand fortgefahren. Nachdem Leon Faucher in einer sehr langen Rede abermals das Ministerium gerechtfertigt und namentlich jede Verbindung mit dem von Perree angeführten Bulletin an die Departementalblätter zurückgewiesen hatte, wurde die von General Oudinot vorgeschlagene motivirte Tagesordnung, also lautend:Die Nationalversammlung nimmt die Schlußfassungen des Kommissionsberichts vor und geht in Erwägung, daß das der Ehre der Nationalversammlung zu nahe tretende Bulletin vom Ministerium gänzlich desavouirt und getadelt worden, zur Tagesordnung über," mit 461 gegen 389 Stimmen angenommen.^

Je unerwarteter dieser Sieg des Ministeriums kam, einen desto günstigeren Eindruck machte er, und alle Befürchtungen vor Ruhestörungen, die man für den heutigen Tag gehabt hatte, schwanden in Folge dessen gänzlich. Die abenteuerlichsten Ge­rüchte waren bereits im Umlauf: so wollte man wissen, daß der Präsident der Republik, für den Fall, daß dem Ministerium ein Mißtrauensvotum gegeben werden sollte, mit einer starken militärischen Eskorte in der Nationalversammlung erscheinen und sie auflöjen, mithin also einen zweiten 18 Brumaire auf­führen würde. So wenig dieses Gerücht auch Glauben ver­dient, so ist seine Mittheilung doch von Interesse, da es für die Stimmung der Hauptstadt, für das, was man dort für möglich und wahrscheinlich hält, hinlänglich bezeichnend ist.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

Bekanntmachungen.

Dachschiefergrube Wilhelm-Erbstollen

zu Caub am Rhein.

.Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß unser Dach- scyreferztein -Lager auf das vollständigste affortirt ist und wir durch den ausgedehnten Betrieb unserer Grube in den Stand gesetzt sind, Bestellungen von zedem beliebigen Quantum der verschiedenen «chieferstein-Sorten aus­zuführen. Preise sowie die näheren Verkaufsbedingungen theilt auf Ver­langen der unterzeichnete Verwalter mit.

Caub, den 23. Januar 1849.

Die Gewerkschaft des Wilhelm-Erbstollens, 53] in deren Auftrag der Verwalter Zobel.

65] Da in Folge unseres Rundschreibens vom 15. August 1848, worin die Anzeige gemacht wurde, daß wir die von uns dahier unter der Firma Gebrüder Löwenberz als Gesellschaft betriebene Fabrik und Handlung in Tuch und Buckskin, unter demselben Datum in der Art aufgelöst haben, daß Herr Samuel Löwen herz unter Uebernahme aller Aktiven und Passiven besagte Fabrik und Handlung für seine alleinige Rechnung und Verbindlichkeit unter der Firma S. Löwcnherz jun. übernommen hat und nun möglicher Weise obiges Rundschreiben nicht allen unseren frü­heren Geschäftsfreunden zugegangen seyn möge, so finde ich mich veran­laßt, durch Gegenwärtiges nochmals die Anzeige zu machen, daß alle Zah­lungen und Forderungen aus der früheren Firma nur an Herrn S. Löwen­herz jun. zu machen sind.

Gleichzeitig mache allen früheren Geschäftsfreunden die ergebene Anzzeige daß ich für meine Rechnung eine Tuch- und Buckskin - Fabrik hier errichtet habe, mit der Bitte das uns bisher geschenkte Zutrauen auch auf mich übergehe» zu lassen; auch gebe ich mein Fabrikat in T u ch und. Buckskin int Ausschnitt um sehr billigen Preis ab.

Wiesbaden, den 20. Januar 1849.

Hermann Löwenherz sen.

in der Pfaffenmühle.

78] Statt besonderer Meldung und mit der Bitte um stille Theilnahme widme ich Verwandten und Freunden in meinem und meiner Angehörigen Namen die Anzeige, daß gestern Abend 7% Uhr unsere Mutter zu Oberrod vurch einen sanften Tod von langen Leiden befreit worden ist.

Wiesbaden, den 6. Februar 1849.

F. C. Göllner.

83] Ein schwarzer Spitzcuschleier wurde am 7. dieses auf dem Wege vom Kochbrunnen bis an die neue katholische Kirche verloren. Der Finder wird gebeten, denselben im Berliner Hof an die englische Familie, gegen eine Belohnung abzugeben.

Frankfurt a. M., den 7. Februar.

Mittags 1 Uhr.

Papier.

Geld.

Oesterreich, 5 °/, Metalliques......

76 7.

75%

3 % Bankactien 0. D. ....

500 ff. Loose........

250 ff. Loose........

Preußen, 50 Thaler Prämienscheinc . , . . 37, % Staatsschuldscheine â 105 kr. .

Bayern, 37= % Obligationen....... Verba cher-Ei sen bahn-Actien . . . . . Würte m bcrg, 37, % Obligationen..... 4% % neue Obligationen . . .

Baden, 3'4% Obligationen von 1842 .... Lotterie-Anl. â 50 ff. bei G. u. S. . .

35 fi. Loose vom Jahr 1845 . . ._ .

Darmstadt, 3% % Obligationen . . . . .

4 0/ /o " .....

50 ff. Loose........

25 fl. Loose. ........

Kurhessen, Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Actien 40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .

Nassau, 37, % Obligationen bei Rothschild . .

25 ff. Loose..........

Frankfurt, 3 % Obligationen.......

3-/,% von 1839 . . .

3'/2 von 1846 . . .

Taunus-Eisenbahn-Actien « 250 fl. . . . Holland, 2'/-Vo Integralen ....... Spanien, 3 % Innere Schuld.......

5 Ardoin incl. 16 Coup.....

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose.......

60V. 40%

1215 1297.

81%

80%

77% 71% 797.

94% 78% 497= 28% 79 71 877= 717* 257= 37% 27%

21 7771 9271 87%

284 49% 217=

607. 40

1210

128% 817. 98

8071 77%

717. 78% 93% 77% 49

28% 78% 87 70% 2571 37% 27% 807= 20% 76%

91% 87% 281

49% 21%

101

500 fl. .......

Sardinien, 36 Fres. Loose bei Gebr. Bethmann

74% 27 7=

74% 27

D isconto..............

171

Gold.

fl.

kr.

Silb er.

fl.

kr.

Pistolen........

9

54

Gold al Marco ....

382

'

Pr. Friedrichsd'or. . .

9

557,

Laubth., ganze.....

. ------------------------------------

Holl. 10 fl. Stücke . .

10

1

Preuß. Thaler.....

Rand- Ducaten ....

5

37

5 Frankenthaler ....

.

20 Francsstücke ....

9

35

Hochhaltig Silber. . .

24

28

Engl. Souverains. . .

12

1

Gering u. mittelh. . .

24

20

Hierzu eine zweite Ausgabe des politischen Blattes welche an jedem Werktage, Vormittags um 11 Uhr, aus­gegeben wird.

Die Expedition der Aass. Allg. Zeitung.

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.