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Schaden angerichtet hat. Heute stieg das Wasser noch mehr und ergoß sich sogar in den Stadtgraben bis zu einer unge­wöhnlichen Höhe.

Siebenbürgen.

Kronstadt, 3. Jan. Soeben verbreitet sich in der Stadt die Nachricht, daß dem Szcklcrvolkc über seine Verirrungen die Augen aufgegangen seyen, und daß die verflossene Nacht unter den günstigsten Auspizien für die Kaiserlichgestnnten in Arapatak der Friede geschlossen worden sey. Es wird erzählt, die Szekler würden die Waffen niederlegen , die Pferde von den Koyuth- Husaren ausliefern und die Mannschaft zu den Linientruppen abgeben.

Ein solcher Abgeordneter soll noch den Namen eines ehrenhaf­ten Mannes verdienen? Ist diese Lehre wohl um ein Haar besser, alö die der so viel geschmähten Jesuiten, welche eben­falls gänzlicheUnterordnung der subjektiven Grille eines Ein­zelkopfes" unter dem Befehle des Oberen verlangten, und nach dem bekannten Grundsätze:Der Zweck heiligt die Mittel" kein Bedenken trugen zur Erreichung ihrer Absichten sich der verwerflichsten Mittel zu bedienen!

Ehre dem Abgeordneten Schmidt und der grpßeu Mehr­zahl unserer Abgeordneten, welche ebenfalls von Hrn. Opper­mann der Inkonsequenz geziehen werden, daß sie in die Tiefen­dessen, was dieser Staatskunst nennt, nicht eingeweiht sind, und daß sie das Bewußtseyn eines redlichen Über­zeugung streuen Mannes für höher achten, als den etwas zweideutigen Ruhm eines Parteigängers, der sich zum blinden Werkzeuge fremder Zwecke hingibt!

Sprechsaal

für Stadt und Land.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

O Wiesbaden. Neulich wurde in einem hiesige» Gasthanse öffentlich erzählt, daß Einer unserer Landtagsabgeordneten seine Liebhaberei an Diäten so weit treibe, daß er solche sogar auch für die 14 Tage oder 3 Wochen, während welcher die ganze Kam­mer über Weihnachten und Neujahr vertagt war, angefordert habe, weil er, da cs ihm seiner Privatverhältnisse wegen so konvenirt, auch während dieser Zeit hier geblieben sey. Wir glauben nicht, daß das Kursiren solcher Gerüchte im Publikum zur Erhöhung des Ansehens der Kammer geeignet ist, und wünsch- ten deßhalb eine bestimmtere Erklärung darüber:

1) ob das erwähnte Gerüchl wahr oder falsch sey?

2) im Bejahungsfälle, ob aus jenes Ansuchen auch wirk­lich Diäten angewiesen und ausgezahlt worden seyen, und wie derjenige, der dieß gethan, sein Verfahren rechtfertigen kann.

3) Wie eS sich mit den Diäten derjenigen drei Mitglieder des engeren Ausschusses zur Bearbeitung der Verwaltungs- Orgamsation verhalte, welche während der Beurlaubung der Kammer im November ebenfalls hier geblieben sind, obgleich die Kammer in ihrer damaligen letzten Sitzung beschlossen hatte, daß dieselben gleich den übrigen vorläufig beurlaubt seyn soll­ten. Auch diese drei Abgeordnete sollen nach einem umlaufen­den Gerüchte für jene Zeit ungerechtfertigte Diäten bezogen haben.

Eine Kammer, die so oft und mit so vielem Rechte gegen die Diätenmachcrei der Beamten unter dem alten Regime auf­getreten ist, sollte unsers Bedünkens vor Allem dafür besorgt seyn, daß ihre Mitglieder in dieser Beziehung makellos dastehen!

*7* In Nro. 20 derFreien Zeitung" nimmt cs deren Redakteur dem Abgeordneten Schmidt übel, daß derselbe so frei ist, bei seinen Abstimmungen in der Ständekammer seiner eigenen Ueberzeugung zu folgen und dozirt demselben die Noch- Wendigkeit der Unterordnung dieser seiner Ueberzeugung, welche Hr. Oppermann wegwerfend mitsubjektiver Krille eines Einzelkopfes" zu bezeichnen beliebt, unter eine objektive Wahr­heit; und diese ist hört! eine systematische Opp o- sition! d. h. also eine Opposition gegen alle Regierungs­Vorschläge als solche, mögen sie nach der Ueberzeugung des einzelnen Abgeordneten noch so vortrefflich, zum Wohle des Landes noch so nothwendig seyn!

Wahrlich ein kostbares Gcstänbniß aus dem Munde eines Wortführers einer Partei, welche die Welt glauben machen möchte, daß sie die Sache der Freiheit und der Moralität zu der ihrigen gemacht habe!

Also Hr. Oppermann verlangt von einem Abgeordne­ten nach seinem Sinne, daß er gegen seine innigste Ueber­zeugung, gegen seinen Eid, den er bei Antritt seiner Funk­tionen geschworen, seine Abstimmung nur nach dem Befehle eines Parteichefs richten solle, daß er ein Höriger dieser Partei sey, daß er seine gestimmte Stimme (wie der brave alte Jahn sagt) mit in die Versammlung bringen, dort also folge­richtig auch taub gegen alle Gegengründe seyn, und blindlings dem Parteiinteresse dienen soll? Und das soll Freiheit seyn?

Für die Hinterbliebenen v. Auerswald's sind ferner bei uns eingegangen: 165 fl. 54 kr. von Offizieren der Garnisonen Wiesbaden und Biebrich.

Hierzu die bereits angezeigte Summe von

163 fl. 15 kr.

macht zusammen: 329 fl. 8 kr.

Wie Expedition der Nass. Allg. Zeitung.

Frankfurt a. M., den 25. Januar.

Mittags 1 Uhr.

Papier.

Geld.

Oesterreich, 5 °/o Metalliques......

767.

757,

4 , ......

617.

607,

' 2Zj % ......

40 7s

407s .

3 % Bankactien o. D.....

1229

1221

500 ff. Loose ........

138

1377,

250 fl. Loose ........

82

81%

Preußen, 50 Thaler Prämienscheine ....

98

3 V, % Staatsschuldscheine â 105 kr. .

807,

80

Bayern, 37, % Obligationen.......

777,

77

Berbacher-Eisenbahn-Actien.....

717,

71

Würtem borg, 37, % Obligationen.....

787,

78

4% % neue Obligationen . . .

947.

937.

Baden, 3%% Obligationen von 1842 ....

787.

777.

Lotterie-Anl. ä 50 fl. bei G. u. S. . .

50%

50%

35 fl. Loose vom Jahr 1845 ....

287s

277s

Darmstadt, 37, % Obligationen.....

79

787,

4 % ......

87%

867s

50 fl. Loose ........

72%

727.

25 ff. Loose .........

26

257. ;

Kurhesse n, Friedrich-Wilhelms- Nordb ah n-Actièn

377,

377s

40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .

27 %

26% 1

Nassau, 3'/.% Obligationen bei Rothschild . .

79%.

797. ,

25 ff. Loose..........

22%

22 V.

Frankfurt, 3 % Obligationen.......

77 7.

767. :

37, % von 1839 ...

917.

907. I

37, von 1846 . . .

87%

867s ,

T aun u s -Eisenbäh N - A c ti en a 250 ff. . . .

289

286 1

Holland, LV-"/» Integralen.......

497.

49 V,

Spanien, 3/, Innere Schuld.......

207,

207.

5 Ardoin incl. 16 Coup.....

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose.......

'

987.

500 fl. .......

75

74%

Sardinien, 36 Fres. Loose bei Gebr. Bethmann

26%

26

D is conto..............

17.

Gold. ff. kr.

Pistolen .......

Pr. Friedrichsd'or .

Holl. 10 fl. Stücke Rand- Ducaten . . 20 Francsstnckc . .

Engl. Souverains.

Silb er.

Gold al Marco .

Laubth., ganze. .

Preuß. Thaler. . 5 Frankenthaler . Hochhaltig Silber Gering u. mittelh

fl. kr.

382

2 43'/t

9 54

9 55

10 1

5 36

. 9 35

12 1

24 24

24 18

Hierzu eine zweite Ausgabe des politischen Blattes, welche an jedem Werktage, Vormittags um 11 Uhr, aus­gegeben wird.

Wie Expedition der Haff. Allg. Zeitung.

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.