nach Hause gehen — beschäftigt den Ministerrath unaufhörlich. Ob übrigens neue Wahlen eben so günstig für L. Bonaparte ausfallen würden, wie die Abstimmung über die Präsidentschaft der Republik, wird von verschiedenen Seiten bezweifelt. Der Einfluß der Präfekten, von denen sich das Kabinet so Vieles verspricht, ist jetzt durchaus nicht mehr so maßgebend, wie zu Zeiten Ludwig Philipps, wo die Departementalvorstände nur mit Wählern zu unterhandeln halten, welche wenigstens 200 Fr. jährlicher Abgaben bezahlten.
Die Wahl des Vizepräsidenten der Republik wird am 20. d. M. in der Nationalversammlung vorgenommen werden. Unter den vorzuschlagenden drei Kandidaten wird, wie ich aus wohlunterrichteter Quelle vernehme, auch Lamartine figuriren, und ich glaube, daß wohl dieser die meisten Aussichten hat, gewählt zu werden.
I t a l i e n.
Die neapolitanische amtliche Zeitung vom 28. und 29. Dez. läßt durchaus auf keine nahe Abreise des Papstes von Gaeta schließen. Am 26. Dez. war der französische Ad, miral Baudin, nachdem er Sr. Heiligkeit aufgewartet, mit dem Dampsboote „SalamanKe" von dort abgesegelt. Am 27., als dem Namenstage des Papstes, brachte die ganze königl. Familie und das diplomatische Korps ihm ihre Glückwünsche dar. Wie aus Terracina, war auch aus Piperno eine Deputation angekommen, um den Papst dec Unterthanentreue jener römischen Gemeinde zu versichern.
Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.
Frankfurt a. M., den 12. Januar. Mittags 1 Uhr.
Papier.
Geld.
Oesterreich, 5"/» Metalliques......
75
74%
„ 4 „ „ ......
60
597,
„ 2!/j °/0 „ .
39’/,
397,
„ 3 % Bankactien o. D.....
1200
1191
„ 500 fl. Loose........
133
132
„ 250 fl. Loofe........
79
78 7,
Preußen, 50 Thaler Prämienscheine ....
—.
96%
„ 3% % Staatsschuldscheine & 105 kr. .
80
79 y.
Baye rn, 3%% Obligationen.......
76*4
76
Berba cher-Eisen bahn-Actien.....
68
67%
Würtcmberg, 3% % Obligationen.....
77%
77'/,
„ 4% % neue Obligationen . . .
93%
93%
Baden, 3*% % Obligationen von 1842 ....
76
75%
„ Lotterie-Anl. ü 50 ff. bei G. u. S. . .
46
45%
„ 35 fl. Loose vom Jahr 1845 ....
26%
26%
Darmstadt, 3% % Obligationen.....
78
77%
„ 4 % „ .....
87%
87
„ 50 fl. Loose ........
66%
65%
„ 25 fl. Loose.........
21%
21
Kurhesse n, Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Actien
37%
37%
„ 40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .
26
25%
Nassau, 31/, % Obligationen bei Rothschild . .
78%
78
„ 25 fl. Loose..........
21%
21
Frankfurt, 3 % Obligationen.......
77
76%
„ 37- 7° „ von 1839 . . .
91
90%
,, 37- „ „ von 1846 . . .
87%
87
Taunus-Eisenbahn-Actien â 250 fl. . . .
272
268
Holland, 27, % Integralen.......
49%
49%
Spanien, 3 % Innere Schuld.......
19%
19%
„ 5 „ Ardoin inci. 16 Coup.....
Polen, 300 fl. Lotterie-Loose.......
—
99
„ 500 fl. „ „ .......
72%
72%
Gardenien, 36 Fres. Loose bei Gebr. Bethmann
25%
24%
D isconto..............
1%
F ruchtpreife.
Namen der Städte.
Datum der Pr eise.
Walzen vr. Malter
Pfdsffjkr.
Korn vr. Malter Pf-ifl.skr.
Gerste vr. Malter
Psds fl. Itr.
Hafer vr. Malter
Pfdsfl.
kr.
Bingen ....
10. Jan.
260
9
12
266
6
21
147
5
—
129
3
25
Diez.....
5. Jan.
310
13
58
290
8
38
260
6
40
—
4
2
Dillenburg . . .
6. Jan.
300
14
20
300
10
20
260
8
—
190
5
20
Friedberg . . .
12. Jan.
215
9
10
196
5
45
75
4
40
136
2
20
Hadamar....
4. Jan.
13
35
8
20
6
25
4
15
Herborn ....
7. Jan.
320
14
30
360
10
30
260
8
—
200
5
—
Mainz.....
5. Jan.
200
8
42
200
5
41
200
5
47
200
6
12
Wiesbaden . . .
11. Jan.
170
8
160
5
—
144
4
—
96
2
35
Bekanntmachungen.
251 Bekanntmachung.
Die Lieferung des Bedarfs der Stiefeln, Schuhen und Halb Vorschüben pro 1849 soll im Soumissionswege vergeben werden.
Ebenso eine Anzahl von Striegeln und Mähnenkämmen.
Die näheren Bedingungen sind auf dem Bureau der Artillerie einzuseheff Die Sonmissionen müssen spätestens bis Mittwoch den 17. b. M eingehen.
Wiesbaden, den 9. Januar 1849.
Der Derwaltungsrath der Artillerie.
____
301 Fiiedne^ & Gomp.
in New-Aork empfehlen allen deutschen Auswanderern, insbesondere bei Kajüten- und Steerage-Passagieren, ihren neu eingerichtete: Gasthof zum
Greenwich - House>
Greenwich-Straße Rro. 82, nahe am North-River.
Bei den vielen Prellereien, denen so manche deutsche Emi granten in den hiesigen Gasthöfen ausgesetzt sind, kann el jenen nur erwünscht seyn, nach einer langen beschwerlicher Seereise, einen soliden Gasthof zu finden. Wir bitten übe: unsere Reellitât und gute Bedienung bei der uns schräg gegen überstehenden Agentur der deutschen Gesellschaft Nro. 95 Erkundigungen einzuziehen und keinem Makler Gehör zu schenken, da wir solche nicht unterhalten.
New-Nork, den 24. November 1848.
Fliedner & Comp
32] 3 n f e r ö t
Biebrich, den 13. Januar. In Erwägung, daß eine gewisse Klass junger Leute in Biebrich (wir wollen damit nicht sagen, von Biebrich) siü schon seit einer geraumen Zeit erdreistet haben, durch aufreizende RedenSi arten, durch Ausbringen anstößiger Toaste, durch Abfingen zweideutige, Lieder in öffentlichen Häusern, sowie sogar selbst durch Straßenunfug, friedliche Bewohner in ihrer nächtlichen Ruhe störend, Veranlassung zu man cherlei Beschwerden gegeben haben; in Erwägung, daß dadurch dem sons doch allgemein anerkannten, ordnungsliebenden Sinn der Bicbricher Bürge, Eintrag geschieht; sowie in Erwägung dessen, daß solche Beleidigungen y Reibungen Anlaß geben, die vielleicht für Manchen in spezieller Beziehung sowohl, als für den moralischen Werth einen nicht geringen nachthciligei Einfluß haben müssen: erklären wir hiermit im Interesse unserer brave» Mitbürger, daß niemals einer derselben sich daran betheiligte, und verwahren uns zugleich gegen etwaige Mißverständnisse.
Wir hoffen, daß der gute Ruf unseres einträchtigen, ruhigen Biebrichs durch solche nächtliche Ausartungen Einzelner nie wieder gefährdet werde
Diele Bürger und Bürgcrssohue.
27] Das bereits von uns angekündigte Konzert zum Vortheil der Familie Wollrabe findet bestimmt Montag den 15. d. M., Abends 7 Uhr, im Gasthof zum Adler statt. Du so rege Theilnahme, die das Unternehmen bei dem verehrtest hiesigen Publikum gefunden, bestimmt uns, außer der zirku- lirenden Subskriptions-Liste, noch in der Schellenberg'schev Hofbuchhandlung und in der Erpedition der „Freien Zeilungl (Ritter'sche Buchhandlung) Subskriptions-Listen niederzulegen Subskriptionspreis â Billet 1 fl.
An der Kasse „ 1 fl. 45 kr.
Wiesbaden, den 11. Februar 1849.
Eberius, Pecz, Stepan.
291 Mühlsteinverkauf.
Zwei neue rothe Läufer, 3 Fuß breit, sind wegen ihrer außergewöhnlichen Größe billig zu verkaufen. Nähere Auskunft auf portofreie Anfragen, ertheilt Joseph Rauch
im wilden Mann zu Wiesbaden.
Hierzu eine zweite Ausgabe des politischen Blattes, welche an jedem Werktage, Vormittags um 11 Uhr, ausgegeben wird.
Die Expedition der Nafl. Allg. Leitung.
Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesb ad en.