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gegensetzte, so geschah dies blos deßhalb, weil ich sie zu un­wahrscheinlich glaube, als daß sich die National-Versammlung auch nur einen Augenblick dabei aufhalten könne (Sehr gut! zur Rechten). Man hat gesagt, daß das Veto Rußlands die Mediation zwischen Neapel und Sizilien abgebrochen habe. Auch diese Thatsache ist ungenau. Wenn Rußland, wenn eine andere Macht den Wunsch ausgesprochen, an den Nego­ziationen Theil zu nehmen, so hatte Frankreich nichts hierin zu sehen. Es verfolgt daS Werk, das es begonnen ein Werk, das den wahren Interessen beider Parteien ebenso günstig ist, als Frankreich selbst.

Man hat gesagt, daß Rußland 200,000 Mann marschfer­tig halte, die es auf den ersten Wink gegen uns richten könne. Die Antwort auf diese Angabe kann man im Kriegsministerium finden. Frankreich hält 500,000 Mann bereit, um sein Gebiet und die Ehre seiner Fahne überall zu vertheidigen (Beifall). Man hat behauptet, daß Preußen Rüstungen treffe und be­deutende Truppenbewegungen gegen den Rhein richte. Man hat dem Kabinet vorgeworfen, daß es seine Aufmerksamkeit nicht darauf richte. Möge mir es der geehrte Redner ver­zeihen: die Sorgfalt der Regierung war beim Eingang dieser Nayrichten rege gemacht. Sie hat Aufklärungen verlangt. Es ist ihr geantwortet worden, daß das Kontingent der Rhein­provinzen seit dem Monat April 184S keine Verstärkung er­halten und daß es selbst vermindert worden. Ich antwortete nur auf die ineraktcn Thatsachen. Was unsere politische Rick- tung betrifft, so kennen Sie dieselbe. Die Nationalversamm­lung hat derselben schon so häufig ihre Approbation ausge­sprochen. Die Lage nach Außen hat sich nicht geändert. Alle Fragen, die ich berührt habe, schwebten bereits ob, als das gegenwärtige Ministerium an die Regierung gelangte. Diese Lage, wie es sie vorfand, implizirt weder die Nothwendigkeit einer Kriegserklärung, noch die Nothwendigkeit, ein Ultimatum zu signkfiziren. Es liegen, wie gesagt, Mediationen-Regozia- tionen vor, welche Frankreich mit Festigkeit und der Hoffnung auf ein günstiges Resultat verfolgt." (Beifall zur Rechten.)

Ledru-Rollin besteigt wiederholt die Bühne und sucht den Minister zu widerlegen. Nachdem er ihm nachgewiesen, daß das Kabinet auf die Grundlage der Wiener Verträge von 1815 hin unterhandle, mithin zum Verrâther am Manifest der pro­visorischen Regierung vom 5. März werde, das diese Verträge zerreiße, fährt er in Bezug auf die preußischen Truppenbewe­gungen also fort:

.... und ich sage Ihnen wiederholt, daß Sie von Ihrem Gesandten schlecht unterrichtet werden. Die Nachricht, die ich erwähnte, wurde mir von zwei Männern mitgetheilt, welche das Schicksal ihres Landes lange in der Hand hielten, Mini­ster waren und welche mir vorgestern und gestern schrieben, daß sich Belgien wegen der Truppenzusammenziehungen und Vermehrungen beunruhige, die an seinen Gränzen stattfinden. Das Brüsseler Kabinet hat angefragt und wollen Sie wissen, was man ihm geantwortet? Man hat ihm gesagt: Diese Truppen seyen nicht gegen Belgien bestimmt. Die Erhebung Louis Napoleon Bonaparte's zum Präsidenten sey eine Even­tualität zu einem europäischen Kriege. Auf diese Weise sucht man die deutschen Völker gegen uns auszuhetzen, indem man ihm glauben macht, man müsse ihre Freiheit schützen, weil wir sie von Neuem zu erobern trachteten. Ich erhalte von den ge­schätzten Männern, die in Deutschland hoch geachtet sind, aus Frankfurt Indikationen, welche mir beweisen, daß dieses System der Regierungen einen leider nur gar rechten Eindruck auf die guten, aber unwissenden Bevölkerungen Deutschlands macht."

Die Cholera wüthet in Lille und Tecamp in schreckli­cher Weise. Besonders sind es die dortigen Prolckarierviettel, welche von dem asiatischen Drachen heimgesucht werden.

Dänemark.

Kopenhagen, 6. Jan. In der heutigen Sitzung des Reichstages wurde Grundvig's Antrag:Die Reichs- Versammlung möge im Namen des dänischen Volkes den Wunsch aussprechen, die Regierung wolle, unter Vermeidung fruchtloser Friedcnsversuche, die ganze Macht des Reichs aufbieten, um den schleswig-holstei- nischen Aufruhr zu unterdrücken, und Dänemark die volle Gewalt über das Herzogthum Schles­

wig,das alte Süd-Jütland", zu verschaffen;" auf Ott erst röm's Vorschlag, ohne Verhandlung mit 103 gegen 28 Stimmen ab gewiesen.Fädrelandet" bemerkt dazu, wie es nur vernünftig gewesen, jenen ausschweifenden Antrag nicht den Chancen einer Diskussion zu unterwerfen.

9t o r w e g e n

Christiania, 26. Dez. In Bergen ist die Cholera ausge­brochen. Bis zum 18. waren 11 Personen erkrankt, wovon drei gestorben. (Hamb. B..H.)

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.

Frankfurt a. M., den 11. Januar.

Mittags 1 Uhr.

Papier.

Oesterreich,

5 % MetalliqueS

4 *

3 % Bankactien o. D. . . .

500 fl. Loose.......

250 fl. Loose.......

Preußen, 50 Thaler Prämienscheine . . .

371 7o Staatsschuldscheine â 105 kr

Bayern, 37, % Obligationen...... Berba cher - Cisenbahn - Actien . . . . Würtcmberg, 37, 7. Obligationen . . . .

' 47i 7o neue Obligationen . .

Baden, 37, 7o Obligationen von 1842 . . . Lotterie-Anl. è 50 fl. bei G. u. S. .

35 fl. Loose vom Jahr 1845 . . .

Darmstadt,

Kur Hesse il,

37, 7. Obligationen . . . . .

4 7. - .....

50 st. Loose........

25 fl. Loose.........

Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Actien

40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .

Nassau , 37, % Obligationen bei Rothschild

25 st. Loose........

Frankfurt, 3 7. Obligationen.....

37,

von 1839

von 1846

Taunus-Eisenbahn-Actien â 250 ff. . . .

Holland, 27, % Integralen.......

Spanien, 3 % Innere Schuld.......

5 Ardoin incl. 16 Coup.....

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose.......

500 fl. .......

Sardinien, 36 Fres. Loose bei Gebr. Bethmann D isconto..............

Gold. fl. fr.

Pistolen......

Pr. Friedrichsd'or. Holl. 10 fl. Stücke Rand- Dncaten . . 20 Francsflücke . . Engt. SouverainS.

9 54

9 55

10

5 36

9 35

12 2

Silb er.

747, 60

397.

1195

132'/,

78 V,

807, 76 V, 68 77% 93% 76 46 267. 78 7, 877, 657, 217, 377. 26

787, 217, 77

91 877,

271 497, 19?,

727, 25

Gold al Marco . . Laubth., ganze. . . Preuß. Thaler. . . 5 Frankenthaler . . Hochhaltig Silber. Gering u. mittelh.

Geld.

747. 597, 397, 1188

1317,

78

96

80

76 677, 76%

937, 75 7, 457, 267.

78

877, 657, 217, 37 %

257, 78

21 767, 907, 87

268

487, 197.

99

727,

247,

fl. kr.

382

2 437,

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Wilhelm Rücker.

Hierzu eine zweite Ausgabe des politischen Blattes, welche an jedem Werktage, Vormittags um 11 Uhr, aus- gegeben wird.

Die Expedition der Nass. Allg. Zeitung.

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.