den wir wahrlich nicht zur Unehre der Wahlmänner keinem von ihnen beimessen konnten, die schnelle Veröffentlichung der Adresse, die vorher schon bei den Landleuten, wo man freilich nicht mit dem Malmöer Waffenstillstände auSlangen konnte, verbreiteten falsche Nachrichten über die Abstimmungen des ReichStagsdeputirten unseres Bezirks, ferner der Umstand, daß jene Adresse jenem linken Beschlusse auf dem Fuße folgte, während-vor demselben auch nichts von Mißtrauen verlautbaren wollte, sodann auch, daß in den Wahlbezirken der Abgeordneten Hergenhahn und v. Gagern, welche in allen Fragen mit unserem Abgeordneten gleich gestimmt hatten, nicht an Mißtrauensadressen gedacht wurde, freilich befanden sich auch dort keine Schildträger jener Partei. Wir wußten sehr wohl, daß wir auch dasjenige, waS wir behaupteten, nötigenfalls erweisen mußten, nur konnte es uns daher nicht in den Sinn kommen, eine Behauptung aufzustellen, deren Beweis um so schwieriger war, da jene Wahlmänner sich selbst, geschweige denn einem Andern, vielleicht nicht gerne von ihren Motiven zur fraglichen Adresse Geständnisse machten.
Hätten Sie uns eines Besseren belehrt, gerne würden wir unser Unrecht eingestanden haben; mit den von Ihnen gegen nicht bestehende Behauptungen geschleuderten „perfiden Lügen" ist jedoch weiter nichts als daS Geständniß der Schwäche abgelegt, und unsere Ueberzeugung gestärkt, daß wir den richtigen Mann und eine wunde und schmerzliche Stelle desselben getroffen haben. (Schluß folgt.)
Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl.
Frankfurt a. M., den 6. Januar. Mittags 1 Uhr.
Papier.
Gel».
Oesterreich, 5"/, MetalliqueS......
73%
72%
4 fr
597,
59
„ 2 /, /o " •.....
38%
387,
„ 3 % Bankactien o. D.....
1155
1145
„ 500 fl. Loose........
131%
1317.
„ 250 fl. Loose........
76%
76%
Preußen, 50 Thaler Prämienscheine ....
96"
„ 37, % StaatSschuldfcheinc â 105 kr. .
80 7,
797,
Bayern, 37, % Obligationen.......
76’/,
76%
Berba cher-Eisenbahn-Actien.....
68
677,
Würtemberg, 37, % Obligationen.....
777«
76%
„ 47,% neue Obligationen . . .
93%
93%
Baden, 3 7, % Obligationen von 1842 ....
75%
75%
„ Lotterie-Anl. â 50 fl. bei G. u. S. . .
45%
457.
„ 35 fl. Loose vom Jahr 1845 ....
26%
26"
Darmstadt, 37, % Obligationen.....
77%
777.
re 4 °X> „ -
877,
87
„ 50 fl. Loose........
64%
647,
„ 25 fl. Loose.........
217,
21%
Kur hesse n, Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Actien
387.
38
„ 40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .
25%
257,
Nassau, 37, % Obligationen bei Rothschild . .
78%
„ 25 fl. Loose..........
217.
21
Frankfurt, 3 % Obligationen.......
77
767,
„ 37, % „ von 1839 . . .
917«
90%
„ 37, „ „ von 1846 . . .
87%
87%
TaunuS-Gisenbahn-Actien â 250 fl. . . .
272
269
Holland, 27, % Integralen.......
497.
49
Spanien, 3% Innere Schuld.......
19%
19%
„ 5 „ Ardoin incl. 16 Coup.....
Polen, 300 fl. Lotterie-Loose.......
—
99
„ 500 ft. „ „ .......
72%
72
Sardinien, 36 FrcS. Loose bei Gebr. Bethmann
257,
24%
D isconto..............
1%
Bekanntmachungen.
181 Anzeige.
Seit beinahe zwei Monaten ist unser Kollege Wollrabe außer Engagement und dadurch-in die traurigste Lage versetzt. Die Unterzeichneten sehen sich daher veranlaßt, für denselben ein großes Vokal- und Instrumental-Konzert im Gasthaus zum Adler zu veranstalten, in welchem alle ersten Kräfte unserer Oper mitwirken werden. In diesen Tagen wird die Subskription eröffnet und Tag der Aufführung sowie Programm mitgetheilt werden. Um recht zahlreiche Theilnahme bitten ergebenst Eberius, Pecz, Stepan.
Wiesbaden, den 6. Januar 1848.
151 Inserat.
Motto:
Ein Dieb ist ein schändlich Ding,
Aber ein Verlâumder ist noch viel schändlicher.
Diez. Auf den Artikel in Nummer 266 der „Freien Zeitung" (die Schiffer in Diez) finden sich die Unterzeichneten veranlaßt, dem öffentlichen Publikum den vom Herrn Verfasser entweder absichtlich zur Verläumdung oder aus der Luft gegriffenen Artikel folgendermaßen der Wahrheit gemäß zu übergeben.
Daß die Nachen der metallurgischen Gesellschaft von 5 Schiffern angelhalten und der Setzschiffer in Diez durchgeprügelt worden, ist uns nnserer- feitS nnbekannt, da wir gerade abwesend waren, dagegen ist es sehr unge- gründet, daß Herr Verwalter BernuS von 2 Schiffern im Amtshof und von 12 anderen, welche ihn ums Leben bringen wollten, aukgepaßt worden ist und von den übrigen bei Herrn Deinet im Hirsch empfangen werden sollte, indem diese« Tag im Ganzen nur acht bis neun Schiffer mit Inbegriff der Knechte in Diez anwesend waren. Ebenso ist es ungegründet, daß Herrn BernuS bei dem Aufsteigen ein Schiffer in die Zügèl gefallen ist; Herr BernuS hat in der Angst wahrscheinlich Geister gesehen, somit seinem Pferde die Sporen in die Seite gesetzt und ist in völligem Galopp die Vorstadt hinauf gesprengt, wodurch denn die Bürger ihm die Worte: Halt den Hund, wir wollen sein Fleisch in Stücke schneiden, aus Unwillen über sein Gefahr bringendes Benehmen, weil es namentlich in der Zeit war, wo sich noch Menschen und Vieh auf der Straße befinden, und nicht die Schiffer zuriefcn. Ebenso haben auch nicht die Schiffer, sondern ebenfalls die Bürger den Skaudal am Hause des Herrn Ludwig Rössler gehalten «nd wurde daher Herr BernuS nicht aus den Händen von 50-60 Schiffern, sondern aus den der Bürger der Vorstadt entrissen, und endlich sollen auch «och die Schiffer auf der Limburger Chaussee bis an die Frciendiezer-Hvhe pch in Haufen aufgestellt haben.
Run ihr Mitbürger, wie ihr aus dem erwähnten Artikel ersehen könnet, bestand die Anzahl der Schiffer, außer den Unbestimmten, welche, da dieselbe aus mehreren Haufen bestanden haben soll, auch nicht gering seyn konnte, aus 50—60, und waren doch wie schon erwähnt nur 8—9 Schiffer denselde. Tag in Diez anwesend. (Die ganze Zahl der Diezer Schiffer besteht mit Inbegriff der Knechte und Häuer nur aus höchstens 30 Mann) wo bleibet nun die übrigen? Der Herr Einsender rubr. Artikel« hat wahrscheinlich in Gemeinschaft mit Herrn BernuS Geister gesehen und somit diesen ihre» Traum ohne Ueberzeugung dem öffentlichen Publikum übergeben, und dadurch den Ruf eines ganzen friedlichen Städtchens auf eine voreilige, unverschämte Weise gebrandmarkt Wir fordern daher diesen schändlichen Ver- läumder, welcher wahrscheinlich das Anhängeschild eines Demokraten trägt, auf, sofort diesen Artikel zu berichtigen und uns seinen Namen wissen jt lassen, damit wir zu ihm gehen und ihm unser Kompliment für diese» Artikel machen können, denn nach dieser Angabe wären sämmtliche Diezer Schiffer ohne Ausnahme an dem Vorfall betheiligt.
Daß wir diese Person (den Herrn Verfasser der erwähnten Artikel«) unter dem Deckmantel einer Demokraten suchen können, beweisen schon dir vielfachen Schmähartikel der „Freien Zeitung" und des Limburger Woche»- blattes, wo die Herrn anstatt der Liebe und Versöhnung nur Fackeln der Zwietracht und der BruderhaffeS schleudern, welches von einem achten Demokraten, „da cs gegen seine Grundsätze geht", nicht zu erwarten ist.
Daniel Raab.
Jakob Raab.
Viktor Raab.
17] In meinem Landhaus am Mühlenweg ist der erste Stock sogleich und der zweite Stock auf den ersten April zu vermiethen.
Wilhelm Rücker.
In der L. Schellenberg'schen Hofbuchhandlnng in Wiesbaden ist vorräthig:
Darmstädter Schreib- und Geschästskalender auf das Jahr 1849.
Preis der ordinären Ausgabe 48 kr.
„ „ feinen Ausgabe 1 fl. 12 kr.
Hierzu eine zweite Ausgabe des politischen Blattes welche an jedem Werktage, Vormittags um 11 Uhr, aus gegeben wird.
Pir Expedition der Aast. Allg. Zeitung.
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Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof,Buchhandlung in Wiesbaden.