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leicht war, mio caro maëstro! Alle Wetter! Mit dem Stock in der Hand mußte ich in das Konseil treten und mit Stock­schlägen drohen, wenn man mir nicht augenblicklich den Befehl zu Ihrer Freilassung unterzeichnen würde *).

Gnädiger Herr, Exzellenz, stotterte Cimarosa, wie ein Mann, der ganz plötzlich erweckt wird, wer ist der Schutzengel, dem ich mein Leben, meine Freiheit verdanke?

Sie kennen mich nicht, das ist ganz natürlich; aber ich, ich ken»>e Sie seit langer Zeit, und ich liebe Sie. 33 liebe Ihre Musik bis zur Narrheit. Ich folgte Ihnen von Peters­burg bis nach Wien, von Wien nach Mailand, von Mailand nach Rom, von Rom nach Neapel. Ich hatte das seltene Glück, die Pflichten meines Dienstes mit der leidenschaftlichen Bewunderung für Ihre Werke verbinden zu können. Bei jeder ersten Vorstellung einer Ihrer Opern durften Sie gewiß seyn, mich im Orchester zu finden, und wehe Demjenigen, der nicht wenigstens eben so stark als ich applaudirte! Wohl ein Du­tzend Mal habe ich mich für Sre geschlagen, und ich habe einen Narren, der Ihnen den Paëstello vorzog, sogar im Duell erschossen. (Schluß folgt.)

* «H u m 0 r i st i s <H e s

Der komische Volkskalender für 1849 von A. Glasbrenner, obgleich diesmal stark roth gefärbt, enthält doch manchen beißenden Witz, von denen wir unsern Lesern einige mitthei­len wollen.

Unter der Rubrik: logische Beweise für die Nothwendig­keit der Staatsdiener, Künstler m. finden wir folgenden Ar­tikel, den wir der nassauischen Kammer zu Nutz und Frommen abschreiben wollen:

Volksvertreter. Gäbe es keine Volksvertreter, so könnten die Volksvertreter auch keine Diäten kriegen; könnten die Volksvertreter keine Diäten kriegen, so könnten sie auch nicht für das Wohl des armen Volkes sorgen; könnten sie nicht für das Wohl des armen Volkes sorgen, so wäre ein Theil desselben schon verhungert; ein Theil desselben (nämlich jedenfalls die Volksvertreter selber, welche in % Jahren 60,000 fl. Diäten bezogen haben) ist aber noch nicht verhungert, ergo muß es auch Volksvertreter geben."

Ein anderer Abschnitt führt die Ueberschrift:Aus dem Katalog der nächsten deutschen Kunstausstellung." Wir heben daraus folgende Nummern hervor:

Das M i ß v e r st ä n d n i ß. Vollkommener Abdruck avant la lettre. Stahlstich.

Eine Heerde Konstabler in den Urwäldern bei Pankow. Im Besitz des Ministers Kühlwetter.

Der Staatsschatz. In Schmelzfarben. Privatbesitz Sr. Majestät des Königs.

*j Dieses Faktum sowohl wie alle Einzelheiten, Cimarosa betreffend, sind historisch.

am Halse Oelgemälde 16'breit.

Die Königin Christine läßt sich von dem Gre­nadier Munoz jetzigen Herzog von Rianzares den Plato erklären. Genrebild.

General S errano. Halbe Figur. Im Besitze des Gemahls der Königin Isabelle von Spanien.

Reaktionäre, weidend. Staffage ohne Landschaft.

Der Kaiserritt. Historisches Gemälde nach eigener Erfindung. Unausgeführt.

Die breiteste Grundlage. Sepia. In verjüngtem Maßstabe.

Der Tempelbau zu Babylon. Aus der Gallerie des Reichsverwesers.

Professor Dahlmann. Studienkopf.

Die Königin Viktoria. Fruchtstück.

Kommunismus. Phantasiestück. Privateigenthum.

Viehstück aus dem Hundsrück; im Vorder­grund mehrere alte Geheimräth e. Idylle.

Grüner Salat. Komposition in Oel.

Der deutsche Frühling. Winterlandschaft.

Bauern, Gurkensalat essend. Landschaft im Cha­rakter der Ruhr.

Ein verantwortlicher Minister im Bade. Genre­bild von Th. Hosemann.

Die Rechte des Volkes. Radirt. Privatbesitz.

Das österreichische Heer verweigert die An­nahme der deutschen Kokarde. Fresken zu Glasfenstern, für den Kölner Dom bestimmt.

Johann ohne Land. In Wasserfarben. Gekröntes Konkurrenzbild.

Zwei Schiffe. Deutsches Marinebild.

Alcibiades, zum Hauptmann der athenien- sischen Bürgerwehr ernannt, weint vor Freude des Zugführers Sokrates. Historisches im Kostüme der neueren Zeit. 6 Fuß hoch, _________________ (Schluß folgt.)

f* Lehrreiches Plakat

Heidelberg, 25. Dez. Wir theilen Ihnen nachfolgenden Brief mit, der dieser Tage an allen Ecken unserer Musenstadt als Plakat angeschlagen war und wohl auch in weiteren Kreisen einmal gelesen zu werden verdient. Er führt die Ueberschrift:Ein deutscher Vater an seinen die Univ ersität beziehenden Sohn," und lautet wie folgt:

Lieber Karl! Du wirst jetzt bald nach . . . . gehen. Es thut mir leid, daß ich nicht mitgehen kann und daß Du in einer Zeit hinaus mußt von der geschrieben steht: Schicket euch in ine Zeit, denn es ist böse Zeit." Es wird wohl lange nicht mehr seyn, daß Ihr wie Euere Väter das herrliche Leben lebt, welches ein Haufe junger, ehrlicher, fröhlicher, frischer Gesellen führte in Unschuld