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Tagen im Kreise Rosenberg zugetragen und schon in drei das Lied: Fällen zum Gebrauche der Waffen genöthigt haben, wodurch -

gleichfalls Menschenleben gefährdet worden sind, haben uns die gebieterische Pflicht aufetlegt, mit außerordentlichen ernst­lichen Maßregeln einzuschreiten, um dem Gesetze wiederum die gebührende Geltung zu verschaffen. Wir erklären daher unter Genehmigung des königlichen Staatsministeriums, den

Kreis Kreuzburg, Regierungsbezirk Oppeln , mit fo l- j Truppen scheinen, wenn überhaupt, nur sehr unbedeutende gendem Umkreise undDemarkationslinie hi ermit s Fortschritte zu machen; bedeutende Scharmützel scheinen an der in den Belagerungszustand ic. " ~

Der Oberpräsident der Provinz Schlesien. In Vertretung: v. Schleinitz. Der kommandirende General des 6. Armee­korps. In Vertretung: v. Lindheim, Generallicutenant, Generaladjutant Sr. Maj. des Königs und Kommandeur der

11. Division.

Schleswig, 5. Dec. Nachdem die Könige von Dänemark und von Schweden und Norwegen im Sommer dieses Jahres eine Zusammenkunft in Malmö gehabt hatten, ward von der königl. dänischen Regierung eineAuseinandersetzung des Standes der Verhandlungen zur Ausgleichung der Zerwürfnisse zwischen Däne­mark und Deutschland" in französischer Sprache an die Höfe versandt. Die in Anregung gekommene Theilung des Herzog- thums Schleswig wird darin alseine willkürliche und gewalt­same Maßregel" bezeichnet, und gesagt, daßdie Ausführung des Theilungsplanes keineswegs ein glückliches Mittel zur Lö­sung der Frage und ebensowenig eine billige Vergleichungs­basis abgeben würde." Dafür, daß das ganze Herzogthum Schleswig mit dem Königreiche Dänemark vereinigt werden müsse, wird geltend gemacht, daß Schleswigals Vormauer ge­gen einen Krieg mit dem Auslande dienen" solle. Dem Plane das Herzogthum Schleswig als selbstständigen Staat anzucr- kennen, wird entgegnet,daß damit ein so verwickeltes und un­geeignetes politisches System hergcstcllt werden würde, daß in­nere Streitigkeiten und Conflicte sehr ernster und gefährlicher Art für die Ruhe selbst der benachbarten Staaten zur Tages­ordnung gehören würden," und daß damit nicht dem Frieden, sondern nur einer Ruhe von kurzer Dauer ein Opfer gebracht werden würde.

; Drrgrgru-wird einer provinzialen Selbstständigkeit Schles­wigs das Wort gtrmrrTmter Aufhebung der bisherigen Ver­bindung desselben mit Holstein welche ernr^tnb?rrchtigtr-<?> gewesen,von den Königen von Dänemark aber bisher deß­halb aufrecht erhalten worden sey, weil sie durch lange Er­fahrung sich überzeugt hätten, daß diese Verbindung der Her- zogthümer den hauptsächlichen Gegenstand der Wünsche und Interessen ihrer Bewohner bilde." Ohnehin wird auf das Ausscheiden Holsteins aus dem deutschen Bunde als auf ein Auskunftsmittel hingewiesen, dessen Ergreifung nur nicht vom Könige ausgehen könne, sondern den Bewohnern des Herzogthums selbst überlassen werden müsse. Endlich wird die Wichtigkeit der Sache mit den Worten hervorgehoben, daß Dänemark, von den Herzogthümern getrennt, als unabhängi­ger Staat nicht bestehen könne. (Man sieht, welche Fortschritte zum Frieden wir seit dem Malmöer Waffenstillstand gemacht!)

Wien, 10. Dez. Heute Nacht ist von hier der Rest der Truppen und heute früh der Banus Jellachich zur Armee nach Ungarn aufgebrochen, morgen früh beginnen die militärischen Operationen auf verschiedenen Punkten zugleich. Fürst. Win­disch-Grätz, welcher als Feldmarschall und oberster Befehlöha- ber der. Armee das Ganze leitet, bleibt vorerst in seinem Hauptquartiere zu Schönbrunn. Den getroffenen Dispositio­nen zufolge befehligt Jellachich das erste, Feldmarschalllieute- nant Wrbna das zweite und Feldmarschalllieutenant Duca Serbelloni das dritte Armeekorps, welches letztere mit 150 Kanonen und 30 Mörsern die Reserve bildet. (Die ganze ge­gen Ungarn operirende Artillerie zählt 300 Kanonen.) Zum kommandirenden General für den administrativen Theil der Armee hat der Feldmarschall den Feldmarschalllieutenant Gru­ber ernannt.

Wien, 10. Dez. (W. Z.) Unter der Asche glimmt doch noch immer das Feuer. Plakate ntit ehrenrührigen Margi­nalien machten gestern Skandal und wurden von der Behörde herab gerissen, Ernstere Erzesse fanden wiederholt gegen das Militär statt. Zweimal wurde auf Patrouillen und in der Josephstadt von einem Fenster auf Offiziere geschossen, von denen auch einer auf der Stelle todt geblieben seyn soll.

Von einem Hieherkommen des neuen Kaisers ist nun be­stimmt keine Rede, eben so wenig ein Aufhören des Belage- rungszuftandcs und die Ertheilung einer Amnestie erwartet.

Taezer Tage wurde in einem neuen Stück im Karlstheater

Was ist des- Deutschen Vaterland" vom Komiker

Scholz auf eine höchst platte und gemeine Weise persiflirt. Dies brachte großen Lärm im Theater, Klatschen und Zischen hervor. Nun wurde statt des deutschen ein böhmisches Lied

eingeschaltet, worauf man applaudirte.

Kremsier, 9. Dezbr. Vom ungarischen Kriegs­schauplätze hört man noch nicht das Geringste und die kais.

österreichisch-ungarischen Grenze vorgefallen zu seyn, da laut Privatbriefen aus Wien fortwährend Wagen von Verwundeten eingebracht werden. Ein hier in allen Kreisen verbreitetes und allgemein Glauben findendes Gerücht spricht von einer projektirten Vermählung des jugendlichen Monarchen mit der Tochter des Großfürsten Michael.

Frankfurt a. M-, den 15. Dezember.

Mittags 1 Uhr.

Oesterreich, 5 % Metalliques...... "

3 °/0 Bankaktien v. D.....

500 fl. Loose ........

250 fl. Loose ........

P r eußen, 50 Thaler Prämienscheine ....

3 y3 % Staatsschuldscheinc â 105 kr. .

Bayern, 3 % °/0 Obligationen....... Berbacher-Eisenbahn-Actien . . . ... Würtemberg, 3 % % Obligationen.....

4% % neue Obligationen . . .

B ad en, 3'4% Obligationen von 1842 . . . .

Lotterie-Anl. â 50 fl. bei G. u. S. . .

35 fl. Loose vom Jahr 1845 ....

Darmstadt, 3'/, % Obligationen..... 4 % .....

50 fl. Loose ........

25 fl. Loose .........

Kur hesse n, Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Actien 40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .

Nassau, 37, % Obligationen bei Rothschild . .

25 fl. Loose ..........

Frankfurt, 3 % Obligationen.......

3%% von 1839

37, von 1846 . . .

Taunus-Eisenbahn-Actien ä 250 fl. . . . Holland , 271 % Integralen.......

Spanien, 3% Innere Schuld .......

5 Ardoin incl. 16 Coup.....

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose . . ." .

500 fl. .......

Sardinien, 36 FrcS. Loose bei Gebr. Berhmann D iS conto..............

Papier.

Geld. .770%

57 37

1205 124%

75 93 80% 75% 667* 76% 93

747.

45 25% 7471 847* 617. 20% 4071 25%

20% 767, 90 867, 265

47% 18% i

97 70%-

1%, 1

71% 58 37% 1215 125

76

80% 767. 66% 77 93'/, 74% 4571 26 75 857.

61% 217.

40% 25% 7971 20% 77 9071 87 26»

47 % 18%

71

24

Gold.

kr.

Silber.

fl.

ft.

Pistolen........

9

55

Gold al Marco ....

382

Pr. Friedrichsd'or . . .

9

5671

Laubth., ganze.....

2

43 7*

Holl. 10 fl. Stücke . .

10

2 '

Preuß. Thaler.....

1

45

Rand- Ducaten ....

5

36

5 Frankenthaler ....

20 Francsstücke ....

9

38

Hochhaltig Silber. . .

24

24

Engl. Souverains. . .

12

2

Gering u. mittelh. . .

24

18

F r u ch t p r e i s e.

Namen der Städte.

Datu in der Pr eise.

Waizen pr. Malter

PkdlSikr.

Korn pr. Malter

Wff.lfr.

Gerste pr. Malter

Psdl ff. |fr.

Hafer pr. Malter

Pidiflâ

Bingen ....

13. Dez.

260

8

12

266

5

50

147

4'45

129

3

Diez .....

8. Dez.

310

12

50

290

8

43

260

6

28

4

16

Dillenburg . . .

9. Dez.

300

14

40

300

10

20

260

8

190

5

30

Friedberg . . .

15. Dez.

215

7

51

196

4

18

75

3

52

136

2

58

Hadamar....

Herborn . . . ;.

7. Dez.

9. Dez.

320

14

14

50

360

9

10

10

260

7

7

40

200

4

5

15

Mainz.....

15. Dez.

200

8

25

200

5

34

200

5

6

200

5

30

Wiesbaden . . .

14. Dez.

170

7

30

160

4

30

144

3

45

96

2

30

560] In der Buchhandlung von C. W. Kreidel in Wiesbaden

ist vorräthig:

Die neuesten

Häkel-, Strick- und Stickmuster.

Eine Sammlung von ISS Blättern Abbildungen. 3te Auflage. 1 bis 8 Bändchen. Brosch. 1 fl. 12 kr. Einzelne Hefte 9 kr.

Bunte Stickmuster in Weiß.

Von Charlotte Leander. 5 Hefte 3 fl. Einzeln ist das Heft zu 36 kr. zu haben. 561

504] Für einen jungen Mann, welcher die nöthigen Vorkenntnisse heftfei und eine schöne Hand schreibt, ist Anfangs Februar eine LehrliNgsstelke in einem Handlungshause zu Wiesbaden zu besetzen. Frankirte Offerte« besorgt die Erpedition dieses Blattes.

Verantwortlicher Nedakteur: W. H. Riehl. Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof- Buchhandlung in Wiesbaden.