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Stätten kommt, uns an unsere Pflichten zu erinnern, wenn wir sie vergessen hätten. Wir unternehmen jetzt auch einen Kreuzzug."

Einen wirklichen Kreuzzug, Madame, sagte Altovitis, wollen wir nicht die von den Ungläubigen bedrohten heiligen Orte befreien?"

Gab es auch Heldinnen bei dem Kreuzzuge?" fragte Klara von Laval.

Ohne Zweifel, erwiderte Viktor Vivaur. In jenen herrlichen ritterlichen Jahrhunderten folgten die Damen den Armeen ihrer Brüder und Gatten. Man gab sogar Turniere in Palästina, und die schönen Prinzessinnen und edlen Damen bekränzten die Sieger."

Sagt, die edlen Sieger!" bemerkte Frau von Laval mit einer gewissen Wärme, die von dem jungen Viktor nur zu gut verstanden wurde. Altovitis machte eine zustimmende Geberde.

Unterdessen langte die erwartete Schaluppe in der Bucht am Fuße der Terrasse an. Sechs Männer stiegen aus: fünf robuste und flinke Seeleute und der Hirt von dem Myrthen- Hügel. Die Seeleute trugen kurze zweischneidige Degen; der Hirt hatte keine Waffe.

Als er mitten unter diese glänzenden Damen und edlen Ritter trat, empfand er nicht die geringste Bewegung. Er kreuzte die Arme über seine Brust und sah den gestirnten Himmel an.

Tapfere Männer," sagte er,die Tage haben bereits abgenommen."

Was will das sagen?" versetzte Herr von Laval.

Das will sagen," erwiderte der Hirt,daß wir nur bei Tage im Kloster von Notre-Dame de Saint Pons ankommen können, obgleich die Nächte länger sind als am 24. Juni."

Aber wir dürfen nicht bei Tage anlangen!" sagte Herr von Laval.

Ihr habt Recht, Monseigneur, wir müssen dann so bald als möglich uns aus den Weg begeben . .."

Dann Herrn von Laval bei Seite nehmend fügte der Hirt geheimnißvoll binzu:

Monseigneur, ich hatte die Ehre, Herrn von Brion und den Bischof, Euren Befehlen gemäß, zu sehen."

Sehr gut!" versetzte Herr von Laval.

Vorwärts denn! rief man.

1 Der Hirt Pierre setzte sich an die Spitze des Detachements; Altovitis und Vivaur folgten; hieraus kamen die beiden Da­rnen mit Herrn von Laval; die Seeleute schlossen den Zug. Herr von Brion, der alle seine Leute nöthig hatte, konnte Herrn von Laval nur diese schwache Bedeckung bewilligen. Ueberdies ersorderte ihre Unternehmung Verschwiegenheit und Heimlichkeit; zu viel Soldaten hätten Aufmerksamkeit erregen können: es handelte sich darum, eine ziemlich große Strecke phne Entdeckung zurückzulegen. (Forts, folgt.)

Zivilisation und Wildniß. (Fortsetzung).

Mutter und Sohn blieben lange allein, und dieser hatte bald auch die letzte Scheu überwunden und saß jetzt neben der Mutter, streichelte ihre Hand und nannte sie in seinem gebrochenen Englich mit den süßesten, sanftesten Namen, die er finden konnte.

Erst wohl nach Verlauf einer halben Stunde, und als sie sich beide vollkommen gesammelt hatten, traten die Uebri- gen wieder ein, und Tom mußte jetzt vor allen Dingen er­zählen, wie er den verlorenen gefunden und ihn bewogen habe, mitznkommen. Er that das, wenn auch nur in sehr kurzen Worten und Umrissen.

Den Stamm der Konzas hatte er am vierten Tage nach seiner Abreise von Boonville schon erreicht und dort augen­blicklich seine Nachforschungen begonnen, aber eine bestimmte Antwort konnte er weder von Krieger noch Häuptling erhal­ten theils stellten sich alle, an die er sich wandte, als ob sie seine Sprache nicht verstehen könnten, theils läugneten sie, j irgend etwas von einem Weißen in ihrer Nation zu wissen. i Aber gerade dieses Säugnen bestärkte den Amerikaner nur mehr und mehr in dem Glauben, daß diese nicht die Wahrheit sprächen; denn Einige sahen ihn erstaunt an, als ob sic nicht begreifen könnten, wie er das erfahren hätte, Andere wurden verlegen und sagten, sie wüßten es nicht genau, sie glaubten, es sey einmal früher einer bei ihnen gewesen, bis er end­lich einen Halb-Indianer, einen kanadischen Franzosen traf, der ihn rasch ans die richtige Spur brachte. Noch an dem nämlichen Abend führte er ihn in das Dorf, wo sich der j weiße Hirsch", wie sie ihn nannten, aushielt, und wenn dieser auch im Anfang gar keinen Verkehr mit demBleichge­sicht" haben wollte, ja, sich sogar hartnäckig weigerte, ein Wort Englisch mit ihm zu sprechen, so ließ er sich doch zuletzt wenigstens willig von dem Dorfe der Weißen erzählen, und fing sogar an, aufmerksam den Worten des Fremden zu lau­schen, als dieser ihm von der Mutter sagte, die daheim in Sorge und Kummer so lange Jahre sehnsüchtig seiner geharrt und auf das Wiedersehen ihres Kindes gehofft habe. Beson­ders und ordentlich auffällig erschütterte ihn aber Tom's - ! Rede, als dieser wie sich der Verwilderte immer noch nicht? bewegen ließ, ihm zu folgen endlich auörief: Und so will s denn der weiße Hirsch, daß seine kranke alte Mutter daheim allein dem Grabe zusiecht und keinen Sohn hat, der ihren Wigwam deckt ihr Wild jagt und das erlegte bereitet, sie zu stärken? Sollen Fremde ihr Grab graben, daß nicht Wolf und Aasgeier ihre Gebeine entheiligen?Ugh!" hatte er da ausgerufenweißer Mann hat Recht weißer Hirsch böser Sohn" und in die Höhe sprang er, und eilte hinaus in den Wald.

Tom Fairfield war aber nicht wenig bestürzt, als der weiße Hirsch" am nächsten Morgen verschwunden und auch"