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sagte der. General: Sire, bedenken Sie die Folgen, wenn wir die Truppen zurückziehen! Der Befehl ist rasch gegeben — ich bürge dafür, daß Ihre tapfern Soldaten, Sire, so erbittert st sind, so gereizt durch die brutale Wuth dieser Empörer — ^ sie im Nu ihre Waffen strecken werden — daß sie das M, das sie bis jetzt noch als Sieger behaupten, räumen Mven; allein wem vertrauen, wenn sie fort sind?
Der König erwiederte nichts als: Ich will Ruhe haben!
Es drängte sich der Mann, den wir früher auf die Worte «rs Gelehrten haben lauschen Hören, heran und sagte leise M Minister: Soll ich?
Die Antwort war eben so leise: Sie können dabei nichts «gen. Haben Sie nicht eben gehört?
Ganz wohl; allein man wird einen schriftlichen Befehl
«erlangen.
Oh — als wenn jetzt Zeit zum Schreiben wäre! An den Imikaden hört sich's schlecht, und da sieht sich's auch nicht z«. Eilen Sie; lassen Sie nur fünfzig Leute nach allen Rich- tuUN hinsprengen.
Sire! ich warte auf Ordre, sagte der General.
Der König, ohne diese Ordre zu geben, entfernte sich ft Kabinet. '
Der General zuckte die Achseln und wechselte einen Blick iit bem Prinzen, der ihm einen Wink gab. Der General ch mit finsterm beobachtendem Blick auf den Minister und auf
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U Gruppe am Fenster, die ihn umgab.
Alles blieb fast regungslos im Saale stehen, so wie es iw. Es lag eine Luft, schwer wie der Athem der Wüste, w diesen Raumen. Man konnte nur mit Mühe diese Luft «lhmen — sie schien auf ihren Fittichen Tod, Unglück, Entmin zu tragen. Die goldenen Linien, als Zierrathen der
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Btie, blitzten durch das Dunkel oben wie die Wetterscheine
,jbHmS herannahenden Gewitters. Alles in diesem Saale konnte j J greifen einflößen — ein zufällig auffliegender Fensterflügel, M sch pauschender Vorhang waren ein Gegenstand, der die Aire wankend machte und die Blicke starr nach jener Gegend ] M ächten zwang.
Die Damen der Königin, die Hofdamen der Prinzessin toten in dem Saale erschienen. Die königliche Familie, außer ^Prinzen und der Prinzessin von Preußen, die das Kabi- M nicht verließen, war in den Nebengemächern versammelt, ’M Ad Einzelne erschienen, um bald hier einem General, dort Am Minister eine flüchtige Beantwortung einer flüchtigen ur- Ne abzunöthigen.
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Plötzlich entstand eine ungeheure Bewegung. Sie war M Männer erregt, die von auswärts eindrangen und die ^chricht brachten, daß das Militär den Kampf eingestellt habe.
Verrath ! riefen einige Stimmen.
Nicht doch. . .! antworteten andere. Sie haben Be- ^l erhalten, abzumarschiren, die Stadt zu verlassen. Die
Tumultuanten wollen es so; nicht eher wollen sie die Barrikaden räumen.
Die Tumultuanten? verbesserte eine Stimme, sagen Sie: die Bürger!
Empörer! Verbrecher! sagte eine tiefe donnernde Stimme, dicht in der Nähe deS Kabinets. Wir sind Alle verloren, jetzt, da wir uns schimpflich in ihre Macht gegeben.
Der Gouverneur von Berlin verließ den Saal, ihm folgten seine Adjutanten und Offiziere. Man sah sie — bleich wie der Tod — hinausschreiten. Ein junger Offizier der Garde-du-Korps drängte sich durch die Reihen. Es ist nicht möglich! rief er, es kann nicht seyn! Der König kann diesen Befehl nicht gegeben haben. Und wenn er ihn gegeben hat — so — bleiben wir dennoch und gehen nicht.
(Schluß folgt.)
i Farben und Wappen des deutschen Neiches
(Fortsetzung).
Die Siegel der ältesten deutschen Könige und Kaiser bis auf Heinrich II. (1014 n. Chr.) enthalten weiter nichts, als den Kopf oder das Brustbild desselben, mit einer Umschrift, wie bei den Münzen der alten römischen Kaiser; später wohl auch die ganze Figur in sitzender Gestalt auf einem Throne. Siegel und Urkunden sind aber die unzweifelhaftesten Zeugnisse, während schon Malereien, Chroniken, Gedichte und ähnliche Schriftwerke mit willkührlichen Zusätzen und Phantasien mannigfach von der Wirklichkeit abweichen.
Erst seit den Kreuzzügen gestaltete sich das Fahnen- und Wappenwesen fester, und erst seit dem 12. und 13. Jahrhundert wurden Wappen- und Adelsbriefe mit näheren Beschreibungen der Schilde gewöhnlich. Daher können die einzelnen kleinen Fahnen auf den Wechssiegeln der deutschen Kaiser, z. B. Otto I., mit ihren etwaigen Farben, die auf dem Wachse nicht sichtbar sind, hier nicht in Betracht kommen. Uebrigens hat der Verfasser in seinen „Hauptstücken der Wappenwissen- fchaft" Abth. I. mehr als 50 Abbildungen verschiedener Formen von Fahnen aus verschiedenen Ländern und Zeiten gegeben. Aber eine Nachweisung deutscher Neichsfarben und ihres etwaigen Ursprunges oder auch nur ihres Beginnens im Gebrauche ist absolut unmöglich.
Es erscheint der Adler als Wappenbild des deutschen Reiches unter K. Otto II. (968 — 983). Auf den Majestätssiegeln der folgenden Kaiser sitzt der Adler bald neben dem Szepter, bald neben dem Throne, bald auf einem besonderen Nebenschilve, bald auf der Rückseite des Siegels oder dem sogenannten Sekretsiegel. Ebenso erscheint er auf den Krönungsmünzen einzelner Kaiser, auf den zu den Reichskleinodien gehörenden Schwertern und der purpurnen Dalmatika.