Einzelbild herunterladen
 

s. et hr n- in de

ck. ch ie lU }8 in a- re n- iv ft in ii# >3

er

es

ls

t 8

.è n

dt

le t

'n r<

Wern'außerordentlich. Der Waffenstillstand und der vergeb­liche Marsch nach Schleswig mag nicht wenig dazu beigetragen Hachen. Die Früchte von alle dem sehen wir nur alltäglich. Die blutigen Raufereien zwischen den süddeutschen, besonders indischen Truppen und den Preußen mehren sich immerfort.

Aachen, 14. Okt. (Darmst. Z.) Heute Morgen verschied hier der Kanonikus Dr. Wilhelm Smets im 52. Lebensjahre, achtet durch seinen milden Wandel, ein ausgezeichneter Theo­loge (Hermesianer) und durch vielfache Schriften auch weit über den Grenzen seines persönlichen Wirkungskreises bekannt. An Ehrenmann, noch jüngst Mitglied des deutschen Parla- mnts, aus dem er krankheitshalber ausscheiden mußt. (Der verstorbene war ein Sohn der berühmten Sophie Schroder M Halbbruder der Schröder-Devrient.)

Aus Baiern, 13. Okt. (D. A. Z.) Es bestätigt sich meine frühere Hinweisung auf eine bis jetzt fast gänzlich un­beachtete und dennoch sehr thätige Schattirung der hiesigen Parteien, welche Bayern an d ie Sp i tze eines D eu t sch- lands im engeren Sinne (ohne Preußen und Oesterreich) Men wolle. Seit einigen Tagen zirkulirt hier nämlich eine Denkschrift, welche in allen Kreisen gewaltiges Aufsehen mchl. In kurzen und großartigen Umrissen gehalten, zeigt st dennoch eine Klarheit und eine Feinheit der politischen Berechnung, welche den Staatsmann, der sie verfaßte, als einen bedeutenden erkennen läßt.

n n

ii

In der Ständekammer von Sachsen-Altenburg ist am 11. Okt. folgender seltsamer Antrag gestellt worden:Es möge He hohe Staatsregierung das Reichs-Ministerium ersuchen, die in das Land eingerückten sächsischen Truppen nach Wien zu beordern, und dem Reichs-Ministerium die altenburger Trup­pen als vorzüglich geeignet zur Unterdrückung der Anarchie bestens zu empfehlen."

Lübeck, 13. Okt. In Folge der unruhigen Auftritte in hiesiger Stadt am 8. und 9. sind oldenburgische und mecklen­burgische Truppen hierher gezogen worden.

Berlin, 15. Okt. Der König ist heute Morgen von Potsdam hier eingelroffen und in einer offenen Chaise mit seiner Gemahlin unter dem Jubel des Volks die Linden ent- img gefahren. Dem königl. Wagen folgten die der Prinzeu Ä des Hofstaates. Nachdem der König im Dome dem Got- lÄenste beigewohnt, und in der Kirche selbst mit den lebhaf- tchn Freudenäußerungen begrüßt worden, hat er die Depu- Mnen der Nationalversammlung, der Bürgerwehr und die bkrjiädtischcn Behörden im Schlosse Bellevue empfangen, welche Iran zur Tafel gezogen wurden. Die verschiedenen Regimen- dr beabsichtigen, ihre Kasernen heute Abend zu illuminiren. Ae Stadtbehörden, welche Ruhestörungen befürchten, haben Halb heute Morgen Berathung gepflogen und sind mit den treffenden Kommandeuren, um die Illumination zu verhin- itm, in Einvernehmen getreten.

ES ist die Rede davon, daß preußisches Militär in die Haltischen Fürstenthümer verlegt werden soll. Weniger glaüb- *$ scheint ein Hiermit in Verbindung auftretendes Gerücht, N welchem man das anhaltische Militär nach Stettin zu liegen beabsichtige. Beides wird den preußischen Sympa- Pwbks Ministers Habicht in Dessau zugeschrieben. Es ist Me» nicht minder möglich, daß beide Gerüchte aus den Wildungen hervorgehen, die dieser Minister von zwei Sei- her zu erfahren hat.

Bis heute (15. Okt.) Mittags sind als an der Cholera chânkt 2134 Personen amtlich angemeldet: davon sind 1334 Sorben, 499 genesen und 301 noch in Behandlung.

d ir ii

ii

. Wien. Ueber die Wendung, welche die Dinge nehmen Wn, läßt sich kaum etwas voraussagen. Die Ungewißheit M vermehrt durch die trügerischen Berichte über die ungari- Amre. Briefe aus Wien behaupten, selbst die Nachricht die Niederlage und Gefangennehmung des Generals Rott j ftlsch, und General Nugent stände fortwährend gegen die Maren im Felde. Wir müssen erwarten, wie dieß sich ent# M wird; eine bedeutsame Enthüllung erhält man aber M heute: die Ungarn scheinen die den Wienern zugesagte , nur f° zu verstehen, daß sie mit den Wienern vereint ': ^Kroaten mederschlagen, im Uebrigen aber sich neutral ver- chN wollten. Den Ungarn wäre damit freilich der beste geleistet. Auch Polen haben die Hand in der Wiener Regung« mehrere wurden nach Krakau gesandt, um Offi- b für die verschiedenen Wiener Bürgerkorps zu holen. Das lache Gerücht, als wäre bei dem Sturm auf das Zeughaus das die demokratischen Vereine von Deutschland längst

2 cknichläge gerichtet haben sollen) ein Bruder des inFrank- ermordeten Fürsten Lichnowskv gefallen, ergibt sich als

t

C

#

falsch. Es war ein vornehmer Pole (die Einen nennen ihn Sulkowsky, die Andern Czartorysky), der einen Trupp gegen das Zeughaus anführte, von einer Kugel »getroffen nieder­stürzte, und anfangs für einen Fürsten Lichnowsky gehalten wurde.

Wien, 14. Okt. Das Postamt zeigt an, daß Briefe nach allen Richtungen nur bis zwei Uhr angenommen werden. Wie­wohl ich nun von heutigen Ereignissen durchaus nichts Erheb­liches zu melden habe, will ich doch die Post nicht abgehen lassen, ohne Ihnen wenigstens zu sagen, daß wir uns wie in der verflossenen Nacht, so bis zu diesem Augenblick (l3/4 Uhr) in der Stadt der vollkommensten Ruhe erfreuen. Was man sich aus den Vorstädten erzählt, beruht nur auf Gerüchten. Dort soll es fortwährend Vorpostengefechte geben. Gewisses weiß man darüber nicht. Daß es heute zu irgendetwas Ent­scheidendem komme, bezweifle ich. Die Ungarn erwarten den Ruf, um Jellachich anzugreifen; allein man scheint am Reichs­tage wie im Gemeinderathe einen solchen nicht erlassen zu wol­len. Nach meiner Anschauungsweise dürfte es bei einigem Entgegenkommen von Seite beider streitigen Parteien nicht schwer werden, alles wieder in's Geleise zu bringen, denn Je­der fühlt und spricht es auch schon mitunter laut aus, daß dem jetzigen Zustande auf die eine oder andere Weise ein Ende-gemacht werden muß. Die Arbeiter, wie überhaupt die unbemittelte Klasse benehmen sich musterhaft; allein wie lange werden die Mittel ausreichen, um 40 bis 50,000 arbeitslose Menschen zu unterhalten? (A. Z.)

Aus den Mittheilungen der Wiener Zeitungen entnehmen wir folgende einzelne Nachrichten: Vom 14. Gestern früh schien sich die Armee hinter Jnzersdorf und Laa bis Stein­berg oder Waltersdorf verschanzen zu wollen. Das Haupt­korps des Jellachich steht hinter Simmering bis Laa, so daß man annehmen kann, daß beide Truppenkorps vereinigt sind. Es sind 36,000 bis 38,000 Mann, darunter mehrere tausend unregelmäßige Truppen, und Viele, welche mit dem Volke übereinstimmen und bei einem Zusammenstoß übertreten. Die Ungarn, 50,000 Mann stark, müssen in 36 Stunden vor den Thoren Wiens seyn. Mit ihrem Eintreffen werden dann die Operationen beginnen. Die Steiermärkischen Truppen erzäh­len, daß sie auf dem Wege hierher überall mit Jubel empfan­gen worden sind. Heute ist der Jahrestag, wo Soliman II., von 15,000 Bürgern verjagt, mit 250,000 Türken von Wien flüchtete. Gestern sind Die Kroaten auch auf das rechte Ufer des Wiener Neustädter Kanals bis an Die Donau gegangen. Sie scheinen sich den Rückzug decken zu wollen. Wenn Die Ungarn zur rechten Zeit kommen, so gerathen sie in großes Gedränge. Gestern Nachmittag fing eine große Bewegung im kroatischen Lager an, Die Kavallerie sprengte nach Schwechat, wo die un­garischen Vorposten erschienen seyn können. Die Nachläs­sigkeit, mit welcher das Kommando von Wien einige Theile der Linie besetzt hielt, veranlaßte gestern eine Abtheilung Kroaten, in Die Vorstadt Landstraße zu dringen, sie wurde aber schnell hinausgeworfen. Jellachich hatte dieFünf und Sechshäuser" aufgefordert, ihre Waffen abzugeben, sie haben geantwortet, er möge sie selbst holen. Unser Straßenleben ist noch das alte. Die Männer gehen mit der Waffe umher, die Frauen bleiben zu Hause, im Putz sieht man keine Dame. Die Barrikaden werden kunstgerecht ausgebaut, und zu wirklichen Befestigungen. In den Vorstädten und an der Linie hat man bereits die Barrikaden mit Schanzen und Gräben versehen, man hat bereits ganze Forts gebaut und man ist trotz der schlechten Witterung, trotz der fünftägigen Anstrengung bei Tag und Nacht unermüdlich. Alle Augenblicke wird mit den Kroaten geplänkelt. Aus Steyermark sind bereits 3000 Schützen hier angelangt, meist gut bewaffnet. Ein Korps von 6000 Mann will sich gleich in dem Rücken des Feindes aufstellen. In ganz Steyermark wird der Landsturm aufgeboten. Don Linz, Ollmütz, Brünn lauten die Nachrichten günstig. Windisch- grätz wird mit seinen Truppen nicht schnell vorrücken können, indem die demokratischen Zentralkomites Maßregeln getroffen hgben, um die Beförderung der Truppen auf der Nordbahn unmöglich zu machen.

Aus Wien, 14. Okt., Vormittags 11 Uhr, berichtet die Leipziger Zeitung": Auersperg hat sein Lager im Umkreise der Ortschaften Hitzing, St. Veit und Meidling (1 Stunde von Wien) aufgeschlagen. DaS Finanzministerium hat dem Gemeinderath abermals 15,000 Fl. für die bewaffneten Ar, b eiter bestimmt. Alles Scblachtvieh der umliegenden Dör­fer wird nach Wien hineingetrieben , um dem Feinde Die Le­bensmittel âbzuschneiden und die Stadt zu verproviantiren. Jellachich scheint bei Klosterneuburg (anderthalb Stunde