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I mrben. Gestern wurde auch sogleich zur Untersuchung ge- Men, aus welcher sich ergab, daß man die badischen Dra- Ml aufhetzte, und zwar ist es konstatirt, daß es die Assauer thaten. Wie ich Ihnen bereits gestern mitgetheilt, ß es wegen der Preußen in Schleswig-Holstein. Auch diese Mi hatte man gleiche Auftritte befürchtet, weßhalb man K möglichen Vorsichtsmaßregeln traf, um so mehr, da 300 Mauer sich nach Mannheim begeben haben sollten, um thät­en Antheil an einem größeren Erzesse zu nehmen. Die Mchen selbst wurden sowohl mit preußischer Infanterie, als M mit badischen Dragonern besetzt, um diese Leute mehr an âander zu gewöhnen. Wirklich ging auch die Nacht ohne die geringste Unruhe vorüber.

Leipzig, 8. Okt. Die Nachricht, die von mehreren Seiten M zukommt, daß die äußerste Linke unserer zweiten Kammer mit der Linken der Berliner konstituirenden Versammlung Mn verbündet habe, den Beschlüssen des in Frankfurt tagen­de deutschen Parlaments nicht zu gehorchen, hat hier die'äu- Me Entrüstung erregt. Leider ist die Wahrheit dieser Nach­richt kaum zu bezweifeln, wenn man das Gebühren der Linken der sächsischen zweiten Kammer beobachtet hat.

Berlin, 10. Okt. Die Nachrichten aus Wien machen sier große Sensation, indessen ist die Ruhe keinen Augenblick verbrochen worden. Auf dem Schloß Bellevue hat der- ,iz heute Vormittag das Staatsministerium empfangen, und mit demselben gearbeitet.

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Berlin, 9. Okt. (D. Z.) Ich freue mich, Ihnen melden »können, daß von der gemüßigten Linken unserer Landesver- Windung in den nächsten Tagen der Vorschlag ausgehen wird, den König an seinem bevorstehenden Geburtstage von Seiten der Versammlung zu beglückwünschen, womit also jene Partei gewissermaßen feierlich fortdauernde Anhänglichkeit an das Kö­nigthum bekundet.

Posen, 7. Oktober. (D. A. Z.) In unserer Stadt herscht fortwährend die tiefste Ruhe, und selbst die zahlreichen jungen md alten Polen, die noch vor 14 Tagen unsere Straßen be- libien, sind daraus gänzlich verschwunden, nachdem die Kon- ßluirung der Liga Polska hier, weil die Stadt sich noch im Ngerungszustande befindet, nicht gestattet worden ist.

Dagegen ist die Ausregung in der Provinz um so Mr, weil die Polen darauf bedacht sind, daß in fast allen èmMadtèn unsers Großherzogthumö Zweigvereine der großen üga in feierlichster und Aussehen erregendster Weise gegründet toben. Da kommen Hunderte von Polen zusammen und liiern das Sitzungsfest der Liga mit solcher Freudigkeit, daß itr sogenannte gemeine Mann in das höchste Erstaunen ver- iP wird und gar nicht mehr daran zweifelt, daß es sich jetzt «eine Wiederherstellung Polens handle, zumal er sieht, daß He königl. Behörden, insbesondere der Landrath, nicht dagegen «Oreiten. So ist es erklärlich, daß durch die ganze Provinz

Ansicht sich hat verbreiten können, eine neue Schilderhebung lâe bevor und an einem bestimmten Tage werde auf allen Bitten des Großherzogthums zugleich die Insurrektion aus-

Daß in Wirklichkeit in diesem Augenblick an eine âe Erhebung der Polen nicht zu denken sey, liegt auf der M denn ihnen fehlen dazu drei Faktoren, die unentbehrlich 1) Leute, um das Gros der Insurrektion zu bilden, 2) Wen und 3) Geld. Es dürfte auch wol noch eine geraume M vergehen, bevor sie im Stande sind, diese Defekte zu wn.

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Hamburg, 10. Okt. Nachmittags 3 Uhr. So eben trifft ^Nachricht ein, daß in Lübeck Unruhen stattgefunden haben, mei sogar scharf geschossen worden ist. Die Bewegung ging den sogenanntenEinwohnern" aus, welche sich mit einer Mutation um Gleichstellung in allen politischen Rechten an it in der reformirteu Kirche versammelte Bürgerschaft wand- Die Erbgesessene Bürgerschaft wollte man nicht eher Wüllen, so lange sie nicht in die Forderungen der demokrati- « Partei eingewilligt habe, welche Stimmrecht für Alle, G die ärmeren Einwohner verlangte. Der Kampf um die des Volkes ist an allen Orten Deutschlands derselbe. M Lübeck wird nicht mit seiner neuen, aber rasch veralteten Fassung hinter den Forderungen der Zeit zurückbleiben (Mx^ Z.)

Börsenhalle" enthält Folgendes: Es haben leider gestern Nacht einige Unruhen stattgefunden. Die Einwohner sandten an die in der resormirten en versammelte Bürgerschaft eine Deputation. Als die- abgewiesen wurde, zögen sie in Masse vor die Kirche, die ^pvlirt seyn soll, und hielten die Bürgerschaft ljelben fest. Um lO^ Uhr mußte Generalmarsch geschla­

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gen werden, es wurde scharf geschossen, wobei, wie es heißt, ein Matrose geblieben ist, und erst gegen 3 Uhr Mor­gens gelang es dem Militär, die Ruhe wieder herzustellen.

Schleswig, 5. Okt. Von den unter dem Bundesfeldherrn vereinigt gewesenen deutschen Truppen sind im Kriege gegen die Dänen 1) auf dem Kampfplatze gefallen: 8 Offiziere, 11 Unteroffiziere, 95 Mann, zusammen 114. Unter diesen waren 6 Offiziere, 8 Unteroffiziere, 60 Mann, zusammen 74, Preu­ßen; 2) verwundet überhaupt: 47 Offiziere, 53 Unteroffiziere, 626 Mann, zusammen 726. Unter diesen waren 27 Offiziere, 31 Unteroffiziere, 387 Mann, zusammen 445, Preußen. Ver­mißt sind außerdem circa 100 Mann. In den Lazarethen in Schleswig, welche die bedeutendsten waren, haben nach und nach 6000 Kranke gelegen. Davon sind nur 65 gestorben, und zwar 54 an ihren Wunden (zwei Drittel von diesen waren Dänen). An schwer Verwundeten sind in den schleswig'schen Lazarethen 73 behandelt worden, welche durch Amputation ein­zelne Gliedmaßen gänzlich oder zum Theil verloren haben. Davon 41 aus dem Gefechte bei Schleswig, 32 aus den wei­ter nördlich vorgefallenen Gefechten. (Schlesw.-H.-Z.)

Wien. DasJournal des österreichischen Lloyd" enthält eine sehr ausführliche Darstellung der Ereignisse vom 6.; es ist im Wesentlichen dasselbe, was wir den Lesern bereits mit­getheilt haben. Nach diesem Bericht hatte die akademische Le­gion bei dem Kampf an der Eisenbahn, mit welchem der Auf­stand begann, fünf, das Militär etwa zwanzig bis dreißig Todte.Während der blutigen Vorgänge saßen das Studen- tenkomite und das Zentralkomite der demokratischen Vereine in Permanenz, um der Bewegung Leitung und Richtung zu geben. Der Reichstag kam erst spät zusammen." Ueber den Angriff gegen das Zeughaus heißt es dann weiter:Hier (in dem Zeug­haus) lagen zwei Kompagnien polnischer Truppen, die sich mit Löwenmuth vertheidigten. Als das Volk sah, daß man das ungeheuere Gebäude' nicht im Sturm nehmen konnte, nahm er feine Zuflucht zu den eroberten Kanonen (man hatte näm­lich die auf dem Graben verwandten Kanonen gleichfalls ero­bert) und beschoß das Gebäude zuerst von der Hohenbrücke aus. Aber die Besatzung machte einen Ausfall und nahm eine Kanone. Das Musketenfeuer hörte dann gar nicht auf, und es fielen hier leider sehr Viele. Endlich machte man einen andern Versuch; man zog mit unsäglicher Mühe zwei schwere Kanonen auf die Schottenbastei und beschoß das Ge­bäude von oben her mit Kartätschen. Dies Bombardement dauerte stundenlang. Da aber auch das nichts half, machte man aus Hemden, welche die Arbeiter sich auszogen, und aus Strohmatratzen Zünder und Pechkränze, und warf die­selben von der Bastei her in das Gebäude. Nicht lange, so schlug 6ie_ Flamme haushoch zum Himmel; aber das Feuer griff nicht um sich, und nur ein Haus stürzte brennend in sich selbst zusammen. Vom Stephausthurme stie­gen dann die Raketen auf, um, wie verabredet war, dem Land­volke in dem Marchthal und gegen den Simmering hin ein Zeichen zu geben. Unterdeß war von der andern Seite ver­sucht worden, da auf Befehl des Reichstages und auf Versicherung des militärischen Stadtkommandanten, Grafen Auersperg, das Militär sich aus der Stadt zurückziehen sollte durch Parlamentäre den Abzug der Truppen zu bewirken. Der erste Parlamentär aber, ein Student mit wei­ßer Fahne, wurde erschossen vom Zeughause aus; neben ihm fielen noch zwei Andere. Eine Deputation vom Reichstage mußte gleichfalls sich zurückziehen, und jetzt begann der An­griff und das Bombardement mit erneuerter und um so grö­ßerer Wuth, weil es verlautete, es seyen auch Nationalgarben im Gebäude, die sich aus Furcht vor der Volksrache um keinen Preis ergeben wollte. Der Angriff dauerte die ganze Nacht hindurch bis heute Morgen gegen vier bis fünf Uhr, wo sich die Volksmasse zum Theil verlaufen hatte, das, Militär end­lich abzog und abziehen konnte. Die unermeßlichen LVaffen- magüzine, im Werthe von vielen Millionen, sind dem Volke preisgegeben, und schon seit vier Stunden strömen unzählige Schaaren unbewaffnet in die Magazine und kehren mit Mus­keten, Büchsen, schönen Kammergewehren, Karabinern, Pi­stolen, neuen und alten Säbeln, mit Kürassierrustmrgen und Helmen, oft auf das Rüstigste ausgestattet, zuruck. Die Stadt ist übrigens im jetzigen Augenblicke ganz ruhig; das Volk hoch und niedrig steigt über die, mitunter schongebau- ten Barrikaden durch die Straßen, welche von zahllosen Neubewaffneten wimmeln, und beschaut die Kugeln- und Kartätschenlöcher in den schönen Läden am Graben und beim Kriegsgebäude. Nach zuverlässigen Nachrichten hat der Kai­ser und die kaiserliche Familie heute Morgen um 7 Uhr Schön, brunn in Begleitung des Hofes und unter der Bedeckung von