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Sp^echsaal für Stadt und Land.

Erwiederung

auf die Bemerkungen des Herrn Dr. Genth in Nr. 119 dieses Blattes.

Der Einsender (vergl. Nr. 114.) läßt den Vorwurf der 'Gereiztheit und Einseitigkeit geduldig über sich ergehen, selbst ohne ihn zurückzugeben, da es ihm nur um die Sache zu thun ist.

Er stimmt mit Herrn Dr. Genth überein, daßdie mög­lichst gleiche Vertheilung der Aerzte _und die denselben auser­legte Verpflichtung, die ärmere Klasse umsonst zu behandeln, ein Glanzpunkt unserer Medizinalverfassung sey.

Wäre dieß aber so allgemein anerkannt, so hätte Einsen- 'der nicht nöthig gehabt, den Vorschlägen der freien Zeitung entgegenzutreten, welche diesen Glanzpunkt nichtvielleicht," sondern unfehlbar auslöschen würden.

Daß das kranke ärmere Publikumalso" bis jetzt keine gegründete Ursache zur Beschwerde haben konnte, ist übrigens keinesweges so unzweifelhaft, wie Herr Dr. Genth glaubt.

Auch das kranke vermögendere Publikum konnte wohl mit der Tare überaus zufrieden seyn, aber nicht immer mit der dafür geleisteten ärztlichen Hilfe.

Dieß näher zu begründen, ist jedoch hier nicht der Ort. Die Mängel der Tare trugen allerdings dazu bei, solche Uebelstände hervorzurufen.

Wie sie zu verbessern, hat Herr Dr. Genth sehr unbe­stimmt angedeutet, doch läßt sich schon jetzt mit Sicherheit nachweisen, daß einemit den Steuerklassen des neuen Steuersystems progressiv steigende Tare" nicht zum Ziele füh­ren wird.

Die Schuld an jenen Uebelständen dürste überhaupt we­niger den Mängeln der bisherigen Gebührenordnung oder des in seinen Grundlagen noch nicht übertroffenen Medizinalediktes bcizumessen seyn, als der verfehlten Vollziehung des Letzteren.

Ueber die absprechende Phrase, womit Herr Dr. Genth die in der freien Zeitung angeregte, von der Staatsverwal­tung zu leistende Garantie des auf den praktischen Wirkungs­kreis der Medizinalbeamten angewiesenen Besoldungstheils abfertigt, kann man, gelinde gesagt, nur erstaunen. Hat Herr Dr. Genth die Wichtigkeit dieser schon oft besprochenen Frage nicht eingesehen? Erkennt er nicht, welch ein Asyl der Trägheit durch eine solche Garantie dargeboten würde? Aus seiner Bemerkung ist nicht bestimmt zu entnehmen, ob er die erwähnte, unter schonenden Motiven ausgedrückte, ablehnende Entscheidung der Regierung billigt oder verwirft, und fast scheint es, als sey er durch die Ablehnung der Garantie we­nig erbaut worden.

Nach unserm Dafürhalten aber mußte die Garantie jeden­falls schon deßhalb abgelehnt werden, weil deren Uebernahme den diensteifrigen Medizinalbeamten, der das ganze Jahr in den Hütten der Armuth beschäftigt ist und gerade deßhalb das

Besoldungsdritttheil nicht erwirbt, demjenigen gleichgestellt hätte, der durch Unfähigkeit, Bequemlichkeit, gleichgiltiges und abstoßendes Benehmen nur einen dürftigen Wirkungskreis findet.

Bei dem bevorstehenden Benefiz zum Vortheil der Wittwen und Waisen unsers Theaterorchesterö glauben die Unterzeich­neten wohl darauf aufmerksam machen zu müssen, daß es hier zugleich auch einer thatkräftigen Anerkennung des Verdienstes gilt, welches sich das Orchester als Musik dèr Bürgerwehr erworben hat. Sollten wir Wehrmânner da wohl säumen, durch recht zahlreichen Besuch des Meisterstückes Don Juan diese thatkräftige Anerkennung auszusprechen?

Wiesbaden, den 3. August. Mehrere Wehrmänner.

Frankfurt a. M., den 2. Aug. Mittags 1 Uhr.

Papier.

Geld.

Oesterreich, 5 "/, MetalliqueS..... ........

3 % Bankactien o. D.....

500 ff. Loose........

250 fl. Loose .....

Preußen, 50 Thaler Prämienscheine .... 37, % Staatsschuldscheine â 105 kr. .

Bayern, 37, % Obligationen....... Verba cher-Eisenbahn-Actien ..... Würtein berg, 37, % Obligationen.....

' 4%% neue Obligationen . . .

Baden, 37, % Obligationen von 1842 . . . . Lotteric-Anl. a 50 fl. bei G. u. S. . .

35 fl. Loose vom Jahr 1845 ....

Darm stadt, 3'/, "/, Obligationen..... 4 % .....

50 ff. Loose........

25 fl. Loose.........

Kurhessen, Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Actien

40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .

Nassau, 37, % Obligationen bei Rothschild . . 25 fl. Loose . . . .......

Frankfurt, 3 % Obligationen.......

37, % von 1839 . . .

3 7, von 1846 . . .

Taunus - Eisenbah n - Actien â 250 ff. . . . Holland, 2'/,°/, Integralen....... Spanien, 3 % Innere Schuld........

5 Ardoin incl. 15 Coup.....

Polen, 300 ff. Lotterie-Loose . . . . . . . Sardinien, 36 Fres. Loose bei Gebr. Bethmann Disco n t o..............

627, 52% 33%

1070

108

71 877, 74

65

75% 917, 75 7,

27

76

86

63

217, 39

257, 81 21

817, 937, 877, 275

437, 17%

627, 25

62%

337,

107 70 86% 73

75 64% 74%

917,

267, 75% 857, 627, 20% 38% 25%. 80% 20%

927, 86%

271

437, 16%

87 627, 24%

2

Gold.

fl.

kr.

Silb er.

ff.

kr.

Pistolen........

9

55

Gold al Marco ....

382

Pr. Friedrichsd or . . .

9

56

Laubth., ganze.....

2

43'/

Holl. 10 ff. Stücke . .

10

5

Preuß. Thaler.....

1

45

Rand-Ducaten.....

5

36

5 Frankenthaler ....

20 Francsstücke ....

9

37

Hochhaltig Silber. . .

24

24

Engl. SouverainS. . .

12

2

Gering u. mittelh. . .

24

18

Bekanntmachungen.

Ium Desten der hieftgen Kleinkinderschule wird Samstag den 3. August ein großes

im großen Saale des Kurhauses gegeben werden.

Anfang 6% Uhr. Subskriptionskarten ü 1 fl. in der L. Schellenberg'schen Hofbuchhandlung. An der Kasse das Billet ü 1 fl. 45 kr. Näheres besagt das

Programm. Der Vorstand

241] der Kleinkinderbewahranstalt.

242] Soeben ist erschienen und vorrâthig in der Buchhandlung von

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Wiesbaden.

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wird

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Seiltänzer Gesellschaft

auf dem sogen, hohen Schwungseile seine Kunst produzireu Der Schauplatz ist auf dem Markt vor dem Palais. .

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Verantwortlicher Pedakteur: W. H. Niehl. Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.