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Direktor ernste Berdachksgründe Les Unterschleifs vorhanden ge­wesen, auf die weiter cinzugchen man aber verzichtet, sey es ans Rücksichten für seine mächtigen Freunde, sey es, weil die Republik zeigen wollte, in wie viel nachsichtiger als die Mo­narchie sie derlei Verirrungen behandelt. Um jeder Mißdeutung entgegen zu kommen, muß ich noch bemerken, daß Emil Tho­mas weder mit dem Kommandanten der Nationalgarde, noch mit dem Redakteur en Chef dieses Namens verwandt ist.

London, 27. Mai. Die Juden sind durch das Oberhaus für dieses Jahr noch vom Parlamente ausgeschlossen. Die Judenfrage war augenblicklich über so viele andere Wcltbe- gebenheiten in den Hintergrund getreten, und die Lords wag­ten nicht Viel, als sie bei Gelegenheit derselben einmal ihrem eigenen Urtheile oder Vorurthcile folgten. Indeß erneuerte man doch den Vorwurf, das Oberhaus sey das Haus der Hin­derlichen. Wie bei allen großen Maßregeln, welche in den letzten zwanzig Jahren in England getroffen wurden, wird das Oberhaus nachgeben, sobald es sieht, daß cs durch fer­neren Widerstand sein eigenes Daseyn gefährdet. Inzwischen werden die Juden sich wahrscheinlich eifrig der neuen Reform anschließen und hübsche Summen dafür unterzeichnen.

Pesth, 22. Mai. (K. Z.) Der Lärm der Waffen erfüllt Ungarn. Bei Szegedin wird ein Lager von 12,000 Mann gebildet, und aus Böhmen und Galizien kehren ungarische Re­gimenter zurück. Unaufhörlich marschiren Truppen in die sla­wischen Distrikte, wo man wiederum russische Emissäre ausgefangen hat. Im Banat fordern die Serben durch eine nach Wien abgesandte Deputation die Vereinigung von Syr- mien, Baes, Beranya und Veröcze zu einer eigenen Woiwod­schaft.

(Die Pariser Zeitungen, wie der Brief unsers Korrespondenten sind heute ausgebliebeu).

Sprechsaal für Stadt und Land.

Pzi. In No. 58 der Beiblätter zurNass. Allst. Ztg." lesen wir eine lobende Kritik der Komposition des Freiligrath- fchen GedichtesSchwarz, Roth, Gold" von Hr. Eduard Kunz, und erfahren zugleich, daß dieses Lied bei dem Fahnen­feste gesungen werden soll. Indem wir nun mit Freuden dem schönen Kompositionstalent des Hrn. Kunz volle Anerkennung zu Theil werden lassen, glauben wir andrerseits unterstellen zu müssen, daß der Hr. Komponist den Inhalt des Liedes weder erwogen, noch die Sänger ihn genau gekannt haben. Das Lied, (seiner Tendenz nach durch und durch republikanisch) athmeten jeder Zeile den krassesten Jakobinismus, und deutet ganz offen auf Mord und Brand.

Die Freiheit ist die Auktion

Bon dreißig Fürstenhüten!

Die Freiheit ist die Republik

Und abermals die Republik, k."

Wollte man auch diese und ähnliche Verse ausstoßen, so wird das Lied wohl verstümmelt, sein Geist aber keineswegs vernichtet. Jede Strophe schließt mit dem Refrain:

Puloer ist schwarz,

Blut ist roth,

Golden flackert die Flamme!"

Wir hoffen, daß nach dieser Hinweisung das Festkomite das genannte Lied durch ein passenderes ersetzen und die Sän­ger jenes bei der Fahnenseier nicht vortragen werden.

Wiesbaden, 29. Mai. In der heutigen Nummer der freien Zeitung findet sich ein Beachtung verdienender Auf­satz über die Adressen-Verhandluiig vom 26. d. M. Auch wir sind der Meinung, daß eine solche Verhandlung nicht hätte Statt finden können, wenn man mehr parlamentarischen Takt gehabt hätte. Wir können aber der Ansicht nicht beipflichten, daß der Antrag des Hrn. Abg. Müller II. ein geeigneter war, sondern glauben es geltend machen zu müssen, daß gerade die Art und Weise, wie Hr. Müller den Adresse-Entwurf angriff, und die Persönlichkeiten, welche derselbe gegen die Adresse-Äon- mission vorbrachte, der übelste Theil der' Verhandlung gewe­sen ist.

Daß die Wahl des Herrn Abg. Keim zur Abfassung der Adresse eine nicht ganz glückliche gewesen sey, glauben wir aus

Verantwortlicher Aerakteur: W. H. Riehl. Druck und Verlag

Gründen in Abrede stellen zu müssen. Uns scheint es vielmeff daß die Zusammensetzung der Kommission eine ungünstige eine unglückliche war, wie auch der Berichterstatter Hr. Abz Keim in der Sitzung vom 26. Mai es angedeutet hat. Dch es war, wie wir aus guter Quelle in Erfahrung gebracht, d« Kommission nur wenige Zeit vollständig versammelt, indem vor den nur 5 Mitgliedern derselben einz^ne fehlten; sodann w« bei der Adresse-Verhandlung der Hr. Abg. Leisler, welcher, ^ behauptet wird, einen sehr wesentlichen Einfluß auf Inhalt um Form des Adresse-Entwurfes gehabt haben soll, durch Urlani abwesend; endlich erhob ein Mitglied der Adresse-Kommission, Hr. Abg. Lang, den entschiedensten Widerspruch gegen den M Wurf, den er in der Kommission doch gebilligt haben mußh Wir müssen bedauern, daß die Kommission ihren Berichterstaw im Stiche gelassen, und bezweifeln, daß sich je in einer Km merverhandlung ein größerer Mangel an parlamentarischem TH gezeigt hat.

Frankfurt a. M., den 30. Mai.

Mittags

1 Uhr

Oesterreich, 5 "/, Metattiques.....

Papier.

53

Geist 52

4 . , . .

46

°/o * . .

27%

267,1

3 X Bankactieu o. D.....

925

500 fl. Loose........

90

250 fl. Loose........

58

Preußen, 50 Thaler Prämienlcheine ...

79

77

3 7, % Staatsschuldscheine ü 105 kr. .

69'4

681/,

Bayern, 37t % Obligationen.......

Berbacher-Eifeubahn-Actien.....

69 7,

517,

50(

Würte m berg, 37, % Obligationen.....

4'/, °/0 neue Obligationen . . .

69

68 '

85

84'i

Baden, 37a % Obligationen von 1842 ....

66

65 '

Lotterie-Anl. a 50 fl. bei G. u. S. . .

38

37%

35 fl. Loose voni Jahr 1845 ....

237,

227

Darmstadt, 37, "/» Obligationen.....

69

68 1

4% .....

77

76

50 fl. Loose........

537,

53

25 fl. Loose.........

18

17',,

Kurhessen, Friedrich-Wilhelms- Nordbahn-Aetien

317,

317

40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .

217,

217

Nassau, 37z % Obligationen bei Rothschild . .

25 fl. Loose..........

74

73

187,

18

Frankfurt, 3 % Obligationen.......

71

von 1839 . . .

88

86';,

37, von 1846 . . .

81

80

T auuu s - Ei s enbah n - A e t i en â 250 fl. . . .

262

257

Holland, 2 7, % Integralen.......

41

Spanien, 3 % Innere Schuld.......

5 Ardoin incl. 14 Coup. ."7 .' .

17

16%

P ölen, 300 fl. Lotterie-Loose.......

500 fl. .......

56

55

Sardinien, 36 Fres. Loose bei Gebr. Belhinann

187,

17,

Disco n t o..............

.

2

Bekanntmachungen.

117] Alle mögliche Sorten

Franzen und Gimpen

zu sehr billigen Preisen sind bei uns angekommen, und ferner bringens noch unser

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Pfann Wtb. K Comp. in Mainz,

Schustergasse Lit. C. No. 86, im Hause des Hrn. DümmA

Leheerversammlung zu Wiesbaden

Vorbereitende Sitzung und Wahl des Präsidenten Dienstag, deil^ Juni Abends 7 Uhr. Anmeldungen der Gäste bei Collaboraror Sers harvt, Ober-Friedrichstraße No. 8. Vorbereitende Sitzung im TaM Hotel, die folgenden Dersammlungen im Gyllinasialgebäude. 118] Ä. A. Spieß.

In der L. Schelleuberg'schen Hof-Buchhandlung in Wi^ badeu ist zu haben: Dns badische Brirgerbuch.

Eine Sammlung der öffentlichen Dundes- und Landesgesch Preis 1 fl. 30 kr.

Wegen des Himmelfahrtfestes wird die N>^ Allg. Zeitung mit ihren Beiblättern morgen ni^ erscheinen.

der L. Schelle überg'schen Hof-Buchhandlung in WieS baden.