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päpstlichen Konsul und römischen Marine-Kapitain Ernannte ist ein Rheinländer, ein Herr E. Lade aus Geisenheim, der früher Italien bereiste und mit den dortigen Verhältnissen vertraut ist.

Rendsburg, 11. Mai. (Schlesw. Holst. Ztg.) Von der Armee ist nichts zu berichten. In unseren nördlichen Häfen erscheinen ab und zu dänische Dampfschiffe, setzen sich mit den dort stalionkrten Kriegsschiffen in Verbindung und verschwinden wieder. Reisende, die vom Norden kommen, fügen den schon bekannten Details über die aller Humanität spottende Behandlung der von den Dänen Weggefährten Patrioten immer neue hinzu. So haben dänische Soldaten den Kirchspielsvogt Erichsen an ein Hundehaus gebunden und ihm unter dem Zuruf:da friß, Du deutscher Hund," abgenagte Knochen in's Gesicht ge­worfen.

Als die Gattin des Dr. Marcus in ihrer Verzweiflung über den Zustand, in welchem sie denselben vor dem anzustellenden Verhör im Gefängniß zu Hadersleben vorfand , zu dem Mitglied der Regierungskommission Lassen eilte, wies dieser sie barsch zu seinem Kollegen Kirstein, der mit derselben Schonungslosigkeit sie zu Lassen zurückschickte. In Hadersleben fürchtet man all­gemein für die Gesundheit und selbst das Leben des armen Ge­fangenen, sich erzählend, daß er die Soldaten beschworen habe, seinem Leiden doch lieber gleich durch eine Kugel ein Ende zu machen, und die Besorgniß aussprechend, daß ihm und seinen Leidensgefährten noch setzt keine bessere Behandlung zu Theil werde.

General Hedemann, welcher jetzt den Oberbefehl auf Föhnen übernommen bat, hat dem General Wrangel die wechselseitige Auslieferung sämmtlicher Gefangenen vorgeschlagen; die Antwort des preußischen Generals ist bereits im dänischen Hauptquartier eingetroffen , aber noch nicht bekannt geworden.

Wien, 11. Mai. Das provisorische Wahlgesetz erschien eben in besonderer Beilage zur Wiener Zeitung. Der Kaiser behält sich nur die Ernennung von 50 Mitgliedern der ersten Kammer, die Prinzen mit einbegriffen, vor; die andern 150 (also im Ganzen 200) werden von den bedeutendsten Grundbesitzern aus ihrer Mitte für die Dauer der Wahlperiode erwählt. Somit kann nur durch die dem Kaiser vorbehaltene Ernennung eines Viertheils dieser Kammer eine Enthebung des Erfordernisses eines bedeutenden Grundbesitzes eintreten. Die zweite Kammer ist auf sehr freisinnige Grundlagen gestellt. Sie wird aus 383 Mitgliedern bestehen, wobei das Verhältniß von 1 Repräsentanten auf 50,000 Seelen festgesetzt erscheint; Städte mit einer gewerbtreibenden und kommerziellen Bevölkerung er­scheinen besonders begünstigt. Die Wahl der Abgeordneten ist eine mittelbare, nämlich durch Urwähler und Wahlmänner, wozu alle österreichischen Staatsbürger ohne Unterschied der Kon­fession, die das 24ste Lebensjahr zurückgelegt haben, und sich in der freien Ausübung ihrer staatsbürgerlichen Rechte befinden, be­fugt erscheinen. Wählbar als Abgeordneter ist jeder österreichische Staatsbürger, welcher das 30ste Lebensjahr zurückgelegt hat und selbst Wähler ist.

Programm

zur Eröffnungsfeier

der deutschen konstituirenden

zu Frankfurt.

Endlich erscheint der heiß ersehnte Tag, wo Deutschlands Einheit, Freiheit und Größe eine verjüngte feste Gestaltung er­halten soll.

Deutschlands künftige Geschicke hängen von den Beschlüssen dieser souveränen Volksversammlung ab.

Mitbürger, läßt uns hoffen, daß dieselbe ihre große Auf­gabe glücklich lösen werde, und unserm geliebten deutschen Vater­lande eine segensreiche Zukunft erblühen möge.

Zur Feier des Tages ist Folgendes bestimmt:

1) Das Fest wird von dem Geläute der Glocken heute Abend, als dem Vorabende der Eröffnung der Nationalversamm­lung, angckündet.

2) Um 9 Uhr wird ein musikalischer Zapfenstreich von dem Musikchor unserer Bürgerwehr ausgeführt werden.

3) Auf bett, Höhen des Taunus werden gegen 10 Uhr Feuerzeichen auflodern.

4) Donnerstag früh findet in den Kirchen aller Konfessionen ein feierlicher Gottesdienst statt.

5) Alle Bewohner Wiesbadens versammeln sich auf dem Marktplatze, um von da in Zügen nach dem Gotteshause sich zu begeben.

Wiesbaden, den 17. Mai 1848.

Das Sicherheits-Comite

Frankfurt a. M., den 15. Mai.

Mittags

1 Uhr.

Oesterreich, 5 % Metalliques.....

" . . . .

3 %- Bankactien o. D.....

500 fl. Loose ........

250 fl. Loose ........

Preußen, 50 Thaler Prämienscheine .... 3 7, % Staatsschuldscheine â 105 kr. .

Bayern, 3'/, % Obligationen.......

Ludwigs-Kanal-Actien .......

Berbacher-Eisenbahn-Actien.....

Würtem berg, 37, % Obligationen.....

,, 4% % neue Obligationen . . .

Baden, 37i % Obligationen von 1842 . . . . Lotterie-Anl. 5 50 fl. bei G. u. S. . .

35 fl. Loose vom Jahr 1845 ....

Darmstadt, 37, % Obligationen..... 4 % .....

50 fl. Loose ........

25 fl. Loose .........

Kurhessen, Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Actien 40 Thlr. Loose bei Rothschild. . .

Nassau, 37i % Obligationen bei Rothschild . .

25 ff. Loose . . ........

Frankfurt, 3 % Obligationen . ...... 3'/,7. von 1839 . . .

3 71 von 1846 . . .

T aunu s - Eis enbah n - A c t i en 5 250 fl. . . . pr. ult.

lland, 271 °/o Integralen.......

Span ien, 3 % Innere Schuld . . . . . . .

5 Ardoin incl. 14 Coup.....

Polen, 300 fl. Lotterie-Loose ....... 500 fl. .......

Papier.

Geld.

57

50

29

1010 10171

63

78 72 72

49 723/t 87/« 687, 36

237, 727, 79

53

19 297« 207« 77 197.

72

89 827, 260

42 177« 127/ 74

50

56

287, 995

»77, 60 76 70 71

487, 71/. 877« 67

23 71

52 18 29/, 19/«

75 187.

88

81

255

417, 167« 12 70 48

Sardinien, 36 FrcS. Loose bei Gebr. Bethmann DiSconto..............

19

18

3

Bekanntmachungen.

871 An alle Lehrlinge.

Die Unterzeichneten machen hiermit bekannt, daß Donnerstag de« 18. Mai, Abends 8 Uhr Versammlung im Nervthale stattfindet, wahi» ein jeder Lehrjunge einqeladen ist.

Wilhelm Weber.

Karl Thon.

Daniel Schlink.

< 881 84,000 ft

gegen Unterpfand von Gemeinde-Gütern, bestehend in Wad düngen und Ackerland, werden zu leihen gesucht.

^ TiaS Nähere im GeschâstSbüreau von

Carl Leyendecker.

86] Das Waaren = Lager von A. Jung befindet sich von heute a» in der alten Colonnade im Pavillon.

Wiesbaden, den 17. Mai 1848.

85] Eine Wohnung ist an eine stille Familie zu vermieden bei

L. Marburg, Neugaffe.

Die Pariser Zeitungen sind heute ans­geblieben, ebenso -er erwartete Bries un­seres Pariser Korrespondenten»

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl. Druck und Verlag der L. Sch ellenberg'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.