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scheuungswürdigen und höllischen Lehre der Skl av e nab sch af- fungy die jedem Gesetze Gottes und der Natur gleich sehr zuwiderlaufe."

Wer sich aber recht überzeugen will, welch ein Schandfleck die Sklaverei ist, der muß gerade jene Zeitungen der südlichen vereinigten Staaten lesen, wo in tausend leitenden Artikeln das Sklavenhalten vertheidigt wird.

Um die grauenhafte Weise, in welcher man dort die Sklaven behandelt, in der zuverlässigsten Weise zur Anschauung zu bringen, stellen wir einfach nur eine Zahl von Inseraten aus den Bekanntmachungen jener Blätter zusammen.

Da heißt es z. B.:Entlaufen, ein Negerweib und zwei Kinderz wenige Tage, bevor sie davonlief, brannte ich sie mit einem heißen Eisen auf die linke Seite ihres Gesichtes. 'Ich wollte den Buchstaben M machen."

Entlaufen, ein Neger, Namens Henry; das linke Auge aus, einige Schrammen von einem Dolch unter seinem linken Arme und viele Striemen von der Peitsche."

Hundert Dollars Belohnung für einen Negerburschen, Pombay, vierzig Jahre alt. Er ist auf dem linken Kinnbacken gebrannt."

Ins Gefängniß geworfen, ein Neger. Hat keine Zehen am linken Fuße."

Entlaufen, ein Negerweib, Namens Rachel. Hat alle ihre Zehen verloren, bis auf die große."

Entlaufen, Sam. Wurde vor Kurzem durch die Hand geschoßen und hat mehrere Schüsse in seinem linken Arm und der Seite."

Entlaufen, ein Neger, Namens Arthur. Hat eine be­deutende Messerschramme über seiner Brust und beiden Armen; spricht gern von der Güte Gottes."

Entlaufen, ein Negermädchen, Namens Mary. Hat eine kleine Narbe über dem Auge, es fehlen ihr sehr viele Zähne, der Buchstabe A ist auf ihre Wange und Stirne ge­brannt."

Fünfzig Dollars Belohnung für meinen Burschen Ed­ward. Er hat eine Schramme um seinen Mundwinkel, zwei Schnitte auf und unter seinem Arme und den Buchstaben E auf seinem Arme."

Entlaufen, Antony. Eines seiner Ohren abgeschnitten und seine linke Hand mit einer Art abgehauen."

Fünfzig Dollars Belohnung für den Neger Jim Blake. Hat ein Stück von jedem Ohre abgeschnitten und den mittleren Finger der linken Hand bis zum zweiten Gelenke abgehauen."

Entlaufen, die Mulattendirne Mary. Hat einen Schnitt im linken Arm, eine Narbe auf der linken Schulter und zwei obere Zähne fehlen."

Zur Erklärung des letztern Theils der Beschreibung diene, daß zu den übrigen Segnungen, welche die öffentliche Mei­nung den Negern sichert, auch der allgemeine Brauch gehört,

ihnen mit Gewalt Zähne einzuschlagen; daß mar sie Tag und Nacht eiserne Halsbänder tragen läßt und mr Hunden hetzt, das sind beinahe zu gewöhnliche Sachen, m Erwähnung zu verdienen.

Weiter lesen wir:

Entlaufen, mein Mann Fountain. Hat Löcher in feiltet Ohren, eine Narbe auf der rechten Seite seiner Stirne, ist in die Hintern Theile seiner Beine geschossen und auf der Rücken stark mit der Peitsche gezeichnet."

Entlaufen, ein Neger, N a m e n s W a s h i n g t o n. (!) Hai einen Theil seines Mittelfingers und die Spitze seines klein« Fingers verloren."

Fünfundzwanzig Dollars für meinen Bedienten John Der Zipfel seiner Rase ist abgebissen."

Die Bürger der freien Staaten von Nordamerika, welch jetzt ihre Glückwünjchungsschreiben nach dem befreiten Fran^reiß senden, sollten sich wenigstens zuerst an der Abschaffung dc Sklaverei durch die provisorische Regierung ein Muster nei men, damit sic nicht roth zu werden brauchen bei ihren Gr» tulationen.

Miszellen.

Am 3. b. M. Nachmittags beging ein Arbeitsmann, seiner spâtir« Angabe nach im angetrunkenen Zustande, auf der Hamburger Eisenbad unfern des hiesigen Bahnhofes, einen entsetzlichen Frevel, indem er kurz M der Ankunft des Güterzuges einen Baumstamm über die Schienen legte uni sich selbst darauf setzte. Den Zug nur noch einige Schritte vor dem Baum stamm anzuhalten und dadurch Unglück zu verhindern, gelang nur mit größte Mühe. Der Schuldige wurde verhaftet.

Wien, 2. Mai. Die Praterfahrt des ersten Mai war trotz tu unheimlichen politischen Schwüle höchst brillant und die kaiserliche Famili nahm daran wie sonst Theil. Der Kaiser ging zu Fuß an der Seite -e Erzherzogs Frau; Karl durch die dichten Massen der Spaziergänger und ei widerte deren Begrüßung mit seiner gewöhnlichen gutmüthigen Freundlichke«

Wien, 4. Mai. (Dtsche. Allgem. Ztg.) Gestern Abend übte| die Studenten eine eigenthümliche Art Bo lksjustiz MS. Ein pjeibekaml ter Polizeispion, welcher sich in der Aula auffallend bemerkbar geniali hatte, wurde ergriffen und vom Balcon des UniversilätsgebäudeS herab, M der TafelPolizeispitzel" auf dèr Brust, dem Volke gezeigt. Hiewl führte ihn ein großer Zug bewaffneter Studenten in einem Hvlzkarrcn bmi 5 die Stadt. Eine unzählbare Volksmenge nahm unter Zischen und Gesch« an diesem seltsamen Schauspiele Theil. [

Wie ein Blatt berechnet, würden 300 Advokaten in der ParW Nationalversammlung sitzen.

Theater zu Wiesbaden.

Sonntag den 14. Mai. Zum Vortheil des Herrn R. Weßnif Theatralisches Kaleidoskop, oder: Musikalisch -dramatisâ Rundschau. Ein Quodlibet in 3 Abtheilungen. Musik von den beliebteste Komponisten rc. Unter gef. Mitwirkung mehrerer Gäste.

Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl. Druck und Verlag der L S ch e l le u b er g'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden.