Bekanntmachungen.
1] Von bet bei Cttgelhorn S> Hochdanz in Stuttgart erscheinenden
Allgemeinen Mnsterzeitnng,
Sllbiim für weibliche Arbeiten und Moden.
Preis vierteljährlich 54 kr. ist die erste Nummer des 2ten Quartals für 1848 bereits ausgegeben, und werden hierauf, so wie auf das verflossene Quartal und die Jahrgänge 1844 bis 1847, von jeder Buchhandlung Bestellungen angenommen; namentlich von
LH. W. Kreidet & K Schellenberg'schen Hof-Dnchhandlnng in Wiesbaden.
In der Expedition des L losters in Leipzig ist erschienen und kann durch alle Buchhandlungen bezogen werden (in 3 Bänden von 3300 Seiten « 3'/^Thaler):
Doctor Johannes Faust
(umfassende Sammlung aller Geschichten voll ihm)
und die Schwarzkünstler aller Länder.
Mit Fausts' Zauverbibliothck:
1) Großer und gewaltiger Hollenzwang. Mächtige Beichworungen der höllischen Geister, besonders des Aziels, däß dieser Schätze und Guter von allerhand Arten bringen muffe. — 2) Verus Jesuitarum LibelluS, oder der gewaltige Mecrgeist. — 3) Mirakul-, Kunst- und Wunderbuch, oder der schwarze Rabe, auch der dreifache Höllenzwang genannt, womit ich die Geister gezwungen, daß sie mir haben bringen muffen, was ich begehrt habe. — 4) Schlüssel zu Faust's dreifachem Höllenzwang. — 5)Claviculae Salomonis et Theosopbiae pneumatica; die heil. Geist-Kunst genannt. — 6) ArbatelS Magie der Alten. — 7)Schatz-Erhebung und Geister-Erlösung. — 8) SemiphoraS und Schemhamphoras des Königs Salomo. — 9) Specimen Magiae albae, ober Rufung des Engels Gabriel. — 10) Die Rufung des heil. Christoph, oder das Christovhelesgeböt. — 11) Magische Orakel Zoroastcrs. — 12) Zoroasters Teleskop , oder Schlussel zur großen divinatorischen Kabbala der Magier. — 13) Elohim Jah zur Bindung und Erlösung der Schätze — 14) Das RomannS- Büchlein. — 15) Magia divina, oder gründlicher Unterricht von den fürnehmsten Kabbalistischen Kunststücken. — 16) H. C. Agrippa von den magischen Ceremonien. — 17) Das Heptameron, oder Elemente der Magie. Von Pietro de Abano. — 18, Georg Pictors Goetie. — 19) Jnnbegriff der übernatürlichen Magie, das ist: I. A. HerpentilS Buch von den Beschwörungen einiger Èämonen ersten Ranges. — 20) DaS sogenannte Grimorium, oder der große Grimoir. — 21) Dreifacher Höllenzwang. Dieß ist das rechte Wunderbuch, mit welchem Faust die Geister gezwungen hat, daß sie ihm haben bringen müssen, was er hat begehrt. — 22) Wahrhafter Jesuiten-HoUenzwang; Ge- neralzwang aller Geister, daß sie den Menschen gehorchen müssen. — 23) Vierfacher Hüttenzwang, oder aller vier Elemente Geisterzwang. — 24) Hollenzwang, wodurch die Liebhaber der magischen Kunst durch Hülfe der Geister zu Reichthum, Ehr, Herrlichkeit, Kunst und Weisheit gelangen können. — 25) Dreifacher Höllenzwang und magisches Geister-Commando. — 26) Tabellae Rabellinae, oder Geister-Commando. — 27) Der schwarze Rabe, oder guter und böser Geister Erscheinung. — 28) Großer und gewaltiger Meergeist, worin Lucifer und drei Meergeister, um Schätze aus den Gewässern zu holen, beschworen werden. — 29) Fausti Praxis magica. — 30) Dreifacher Original- Höllenzwang.
Mit vielen hunderten, theilweise gemalten Abbildungen.
Der Faust'sche „Höllenzwang." in Klöstern und Bibliotheken einst mit Ketten festgehalten und mit einem Preise bis zu 1000 Gulden bezahlt, ist in obigem großen Sammelwerke, sammt den 29 weitern magischen Schriften, in wortgetreuen Abdrucken enthalten. Sie bilden zusammen ein höchst vollständiges, mit außerordentlichen Kosten und Muhe zusammengebrachtes Ganzes, das dem Kuriosi- täten-Liebhaber hier für wenige Thaler geboten wird.
Zu beziehen durch die Buchhandlung von Ehr. W. Stretbel in Wiesbaden.
91 Das Lager
in
Regen-, Sonnenschirmen und Galanteriewaaren
von 91. Fridberg
Schustergasse vis â vis der Quintinskirche, ist zur gegenwärtigen Saison aufs Vollständigste assortirt, und findet man daselbst einen entsprechenden Vorrath solider Regenschirm von Lyoner Seidenzeug und eleganten Stöcken, das Neueste in Sonnenschirmen mit geschmackvollen Stoffen â bordure und mit Franzen; fern er eine Answahl der beliebtesten Sorten Handschuhe, Börsen, Hosenträger, Reisesäcke, Damentaschen, Parfümerien, Harmonikas, eine Niederlage aller Sorten Wachstücher und abgepaßter Tischdecken, gestrickter und gewebter Waaren vo n Wolle und Baumwolle, Filz- und Gummi-Schuhe, sowie alle sonstigen Gatantersew»»»««.zu den bekannte« billigen Preisen.
NB. Auch werden Reparaturen an Schirmen billig befördert, Gestelle modern überzogen oder gegen Tausch an Zahlung genommen.
7] Eine freundliche Wohnung von 3—4 Zimmern mit Küche, Keller, Sveicherkammer rc., welche sogleich bezogen werben kann, wird zu miethen gesucht, Näheres bei der Expedition dies. Bl.
Rheinische Dampfschiffahrt.
MR« Ä GHUWL
Die Dampfschiffe der Cölnischen Geseiiscuan laüren täglich
von BIEBRICH
77. Uhr Morgens nach Coin, im Anschluss an die Eisenbahnzüge nach Aachen, D üs- „ seldorf Elberfeld und Hamm.
10Uhr Morgens nach ('«Um.
17, Uhr Mittags nach M««mm heim.
Wiesbaden, den 19. Februar 1848
DIE AGENTUR.
Dampfschiffahrt für den Nieder- und Mittelrhein.
Düsseldorfer
Gesellschaft.
Vom 1. März 1848 fahren die Boote täglich
von BIEBRICH
Morgens 67« Uhr nach CoIh und Düsse Mors, im Anschluss an den 4 Uhr Eisenbahnzug nach Elberfeld etc.
Morgens 8 Uhr nach L «/»» und Düsseldorf, im Anschluss an den 6 Uhr Eisenbabnzug nach Aachen.
Jeden Montag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag nach Arnheim (Amsterdam') und Rotterdam.
jeden Montag und Donnerstag nach Arnheim (Amsterdam) Rotterdam und London.
von Alain» Morgens 6 Uhr täglich nach Mannheim (lieht und Strasburg).
Wiesbaden im Februar 1848. DIE AG EN'IUR.
6] Ein Militärabschied von 1815 ist am 30. d. verloren worden. Man bittet denselben beim Wirth im go ldnen Schwanen gegen eine Belohnung äbzugeben.
2] Um einem häufig an mich gestellten Verlange« zu entsprechen, habe ich zu Ende des vorige« Jahres eine
Musikalien Leih Anstalt in einer den hiesigen Verhältnissen angemessene« Ausdehnung eröffnet. — Dieselbe enthält in 1800 Nummern Musikalien für Pianofortc und zur Gesang mit Begleitung in folgende Unterabtheilungen zerfallend:
I. Für Pianoforte zu « Händen. Sonaten, Variationen, Potpourri’s, Etüden Ac, Opernmusik, Ouvertüren, Tänze und Märsche.
II. Fu« Piauos-rte zu 41 Tauben. Opernauszüge, Sonaten, Fantasien, Potpourri’s». Variationen, Ouvertüren &c.
III. Für Gesang. Romanzen, Arien, Lieder und Balladen für eine Stimme mit Be- gleitun.. des Pianoforte Einzelnes mit weiteren Instrumenten. Opernauszüge, Duette.
Bei der Wahl wurde darauf Rücksicht genommen, daß sowohl die Werke unserer großen Meister, wie die leichteren, mehr zur Unterhaltung, bestimmten und "die dem Lernenden entsprechenden Kompositionen und Arrangements in einer genügenden Anzahl vorhanden sind. — Der Katalog, aus dem auch die sehr niedrig gestellten Abonnements-Bedingungen zu ersehen find, wird zeigen, wie weit eS mir gelungen, diese Absicht zu verwirklichen. Derselbe liegt zur unentgeldliche« Empfangnahme bereit.
Wiesbaden, den 1. April 1848.
Buchhandlung von Christian Wilhelm SircibeL
Verantwortlicher Redakteur: W. H. Riehl. — Druck und Verlag der L. Schellend er g'schen Hof-Buchhandlung in Wiesbaden