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Num. 77. , Samstags

MitJH.Röm Kays.und Kö­nig!. Eathol. Maj. aller- gnädigstem Trivilegio.

Annoi74o. den 17. Sept.

Wie auch el- nes Hoch-Edle« und Hochweisen Magiftr. Hoch» günstigen Be­willigung.

Wöchentliche Franckfnrter Frag-und Anzcigs -Nachrichten / von aller­hand in-u»d ausserhalb derStadlzukauffeo und verkauffen/ zu verleyhen und lehnen seyenden / auch vec, loyrnen/gefundenen Md gestohlenen Sachen ; Sodann Personen / welche Geld auslehnen / oder lehne« wollen/ welche Bedienung zu vcrqedcnhaben/oderdie Bedienung und Arbeit suchen / ingleichen denen Pro- damirt und CopuiirtciV getaufft undMorbenen/ Läiâüiltcr Lirirten/ Gerichtliche Feyltrags'Zettul / wie auch aukommende Fremden:c. Welche zu Franckfurl am Mayn / in der Heinscheidischen Buchdruckerei) ge­druckt/ nunmehro bey Sainuel Tobias Hocker/ Not. Cxs. Pubi. Immatr. in allhicsiger Doin-Decha- ney am Psarreisen/ über Dom Thor-Weg forn herauf/eine Stiege hochausgegebeu und bekanblgc,nacht werden.

AVERTISSEMENT.,

^ Dem Publico wird hiermit zu wissen gethan, daß am verwichenen Sonnabend, war der ro. Dieses / der vormahlig > hesigc Burger und Schlosser - Meister in Franckfurth, Johann Steffa« Hill./ von Ueunsied gcbürt'g, heimlich davon gegangen ist, und nebst dem ©einigen au# seiner Frauen und deren Tochter durchgängige beste Mobilien und Effecten, ja sogar / was in dem Hauß liest angemacht gewesen, als die Pompe und so weiter, boßdafftig geraubt und zu Gelde gemacht, wie ebenfalls verschiedene ansehnliche gcmeinschaffliiche Activ-Schulden unter der Hand eingenommen, und Gewissen -loß mir davon gebracht ha-. Es ist derselbe langer und schmahlerStatur, blaßvonÄn- gesicht, stöst im Rede» mit der Zunge an, einen gelblichen Sommer - Rock , wie auch eine blonde Parugue tragend , hat zu Coblentz das Handwerck erlernet, und sich vordem öffterèumWürtzbur, herum eingcfundcn. Wer dies n bereits mit Obrigkeitlichen Steck-Br essen ve folgten muihwillige» Spolianten entweder persönlich sistiren, oder auch nur etwas von die en graubten Effecten entdecken - kan, derselbe soll auff Verlangen nicht nur behorig belohnt , sondern ihine auch die aufgewandte Kosten vergütet werden, und kan man sich hierum bey Ausstellern dieses, jederzeit beliebig melden, welcher in allem weitern Bescheid zu ertheilen wissen wird.

Sachen die zu verpuffen/ so beweg- als unbeweglich sind/

In der tLtadt:

Montags, den rèlen Scptembr. und folgende Tage/ sollen auf Hoch Odrigke ll Verordnung/ in bf« aubirfigen Porcelaiiicn-Hoff/ alle vorhandene Porcelanien- Waaren / Parthie- und Stück- weiß/ Vormittags von 8- biß n und Nackmiltaas von r. biß $ Uhr / öffentlich an den Meistbietenden gegen bare Bezahlung verkaufft und ioßgeichlasm weiden.

Allerhand Sorten / sowohl grosse als auch ti$t und Sack lIhren/ die theils 8- theils z. Tag/auch ; 0. Stunden gehen/von den besten Englischen Mei­stern verfertiget / seynd billigen Preißes zu ver- kauffen.

Diese Meße über seynd im wilden Mann bey Fran Wittib Wallacherin, käufflich billigen Preißer zu haben / alleruand neue Sorten auf Silber-Fa- son verfertigte Meßiiigene Caffee- Thee - und Milch- Kätiger

Eine Onautität Aepfel, Birn und Zwetschgm von einem Daumstück seynd zu yttkauffen.