Marsch im Schneesturm
Unser Hitlerjungenzug versammelt sich am Sonnabend nachmittag auf dem Marktplatz. Wir treten an, der Maèschbefehl wird erteilt. Wir marschieren aus unserer kleinen Stadt hinaus.
Die grimmige Kälte der letzten Tage hat etwas nachgelasten. Der Schnee knirscht zwar noch immer unter unseren Tritten, doch der Himmel ist bereits wolkenverhangen und der Abend bricht früher herein als sonst.
Wir marschieren im gleichen Schritt. Wir fingen ein lustiges Lied dazu. Es macht Spaß in der frischen Winterluft.
Später beginnt es zu schneien. Der Schnee fällt erst in vereinzelten Flocken, dann immer dichter vom Himmel herab. Zugleich beginnt es windig zu werden. Der Schnee treibt uns in das Gesicht, doch wir achten nicht darauf. Und dann tobt sich der schönste Schneesturm über uns aus. Ein paar aus unserem Zug lachen, dann werden auch sie stumm. Er ist ihnen denn doch ein bißchen zu toll, dieser Sturm.
Aber wir sind Hitlerjungen und können was aushalten. Wir freuen uns sogar im stillen, daß wir etwas erleben. Für uns gibt es kein Zurück! Für uns heißt es durchhalten! Jeder von uns hat seinen Trotz und seinen Stolz. „Nun erst recht!", denken wir bei uns und marschieren...
Während wir etwas nach vorn gebeugt dem Schneesturm entgegenstampfen, erinnere ich mich unwillkürlich an an kleines Erlebnis, das ich ungefähr vor zwei drei Jahren hatte; damals, als ich noch nicht Hitlerjunge war.
Ich war bei meinen Großeltern zu Besuch. Es war ebenfalls kalter, grimmiger Winter, und ich hatte wie heute einen tüchtigen Marsch gemacht. Drei Kilometer hatte ich noch zu gehen, als mich auch damals ein Schneesturm überraschte. Und da sehe ich mich laufen, stolpernd durch ^en Schnee rennen, beide Hände so tief Eie möglich in den Hosentaschen, den Mantelkragen bis über die Ohren hochgeschlagen und die Pudelmütze tief ins Gesicht gezogen. Aber das half mir alles
An den langen Winterabenden:
Spiele Mischen eicht und Schatten
An den langen Winterabenden wissen wir oft nicht, was wir anfangen fallen. Und doch gibt es vielerlei Kurzweil, ohne daß wir dazu besondere Hilfsmittel gebrauchen.
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nichts. Ich war damals ganz allein in dem Schneesturm, hatte auch Furcht, daß ich mich verlaufen könnte, fror entsetzlich, die kleinen Schneekristalle schnitten "mir ins Gesicht und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als hinter dem Ofen sitzen zu können.
Aber was ist ein Wunsch, wenn man noch eine halbe Stunde rennen muß, wenn der Schnee immer höher liegt und wenn man beim besten Willen nicht mehr schnell genug vorwärts kommen kann? Ich mußte waten. Das ging verflucht langsam. Die Angst hatte mich stärker gepackt. Ich begann zu heulen, regelrecht zu heulen!..
An dieses kleine Erlebnis erinnere ich mich, als ich nun nach verschiedenen Jahren abermals einen Schneesturm durchzumachen habe. Heute bin ich jedoch ein anderer. Heute marschiere ich in Reih und Glied mit meinen Kameraden, und ihnen geht es nicht anders als mir. Und dann sind wir Hitlerjungen, die sich nicht unterkriegen lasten, auch nicht von einem Schneesturm, der wie der Teufel aus Nordwest daherfegt...
Der Sturm flaut ab. Wir lachen. Wir beginnen wieder zu singen. Und als wir dann am späten Abend in die Stadt zurück- kehren, liefern wir erst einmal eine regelrechte Schneeballschlacht, ehe wir uns gegenseitig die Schneekruste von unserer
Uniform klopfen.
Leben heißt sümpfen!
Das Unmögliche behandeln, als wenn es
möglich wäre!
*
An meinem Leben und meinen Schicksalen liegt nichts; an den Wirkungen meines Lebens liegt unendlich viel.
Fichte
*
Mr sind nicht in der Welt, um glücklich zu sein und zu genießen, sondern um unsere Schuldigkeit zu tun. Bismarck
Nur durch Opfer unä> harte Arbeit sind wir überhaupt erst wieder eine Nation
geworden.
Gin Zeitgenosse schreibt
Zum 150. Todestage Hans Joachims von Zieten
Aus dem Buch Adam Friedrich Geislers des Jüngeren: »Leben und Thaten Joachims von Zieten, weil. Königl. preuß. General von der Kavallerie«, erschienen in Leipzig im Jahre 1788, entnehmen wir folgende für Zieten charakteristische Stellen:
Der Luxus war in den jüngeren Jahren Zietens noch nicht so stark auf den Beinen wie izt; dazumal war zum Beispiel ein geflochtener Haarzopf das, was gegenwärtig ein hochgetürmtes oder niederge- brenntes oder ins Angesicht gestrichenes, gekräußeltes, gepudertes und gefaltetes Haupthaar ist. Um sich jedoch auch da nach der Mode einigermaßen ordentlich zu halten, eilte der junge von Zieten so oft der Sonnabend kam nach der Stadt Rup- pin, um sich dort einen solchen Zopf flechten zu lasten. Er schämte sich weder, noch ließ er sich die Mühe hart ankommen, diesen zwei starke Stunden weiten Weg alle Woche zu Fuß zu machen, und dies um eines solchen Zopfes willen, der dann wie-
Zu unseren Spielen zwischen Licht und Schatten benötigen wir nur eine Lampe und eventuell noch einen großen Bogen weißes Papier, auf das wir allerhand Tierfiguren zaubern werden. Wie es gemacht wird, zeigen unsere Abbildungen.
Mit Hilfe unserer Hände, die wir zwischen Lampe und den an die Wand gespannten Bogen Papier halten, projizieren wir also eine Katze, einen Raubvogel und den Kopf einer Kuh, und wer erfinderisch ist, wird sich nach und nach einen ganzen Zoologischen Garten in Schattenform an die Wand zaubern können.
Wenn wir uns aber die Winterabende besonders nett gestalten wollen, so machen wir diese Spiele zwischen Licht und Schatten nicht allein, sondern wir rufen unsere Freunde herbei. Sind wir alle versammelt, machen wir einen Wettbewerb; jeder von uns versucht, Tierfiguren an die Wand zu zaubern. Wer die meisten und schönsten hat, hat gewonnen.
nc
der bis zum nächsten Sonnabend dauern mußte.
(So schreibt Adam Friedrich Geisler über die Pünktlichkeit des 14 Jahre alten Hans Joachim von Zieten, der auf dem väterlichen Gut Wustrau heranwuchs.)
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Wenn man sich Zieten als Ehef eines Regimentes denkt, so erscheint er als liebreicher Vater Er hatte unbegrenzte Liebe und kindliche Furcht bei seinem Regiment sich erworben. Vater Zieten — so nannte ihn sein ganzes Regiment — bedurfte nur eines Blicks, so bewirkte er vieles, und wenn er Ernst zeigen mußte, so war dieser
Draußen und Drinnen
u. t.
Goethe
Moltke
Photosi Reichsbildstelle der H. J. (M)
Während der
Wintermonate führt die Hitlerjugend zahlreiche
Winterlager durch, in denen vorwiegend Wintersport getrieben wird. Unser Bild zeigt einen Skikurs des BDM im
Allgäu.
allemal mit Sanftmut gewürzt oder doch ohne gehästige Bitterkeit. War es nötig, daß er Freiwillige zu einer Unternehmung aufforderte, so stand bald das ganze Regiment bald der größere Teil desselben bereit, seine Befehle zu vollziehen. Alles zog freudig > mit ihm, auch andere Regimenter; weil man ihn liebte und unter ihm nichts als glücklichen Ausgang erhoffte. Unmenschlichkeiten verbot er, daher auch die Gefangenen von seiner pünktlichen Sorgfalt (stehe den jungen von Zieten) nicht ausgeschlossen waren. Dieses Lob gaben ihm selbst die Feinde. Dieser Ruf hatte sich so ausgebreitet und war in das Gemüt der Feinde so eingedrungen, daß selbige nicht selten ein gleiches gegen Gefangene von seinem Regiment erwiderten. Ja, mehr als einer haben es bezeugt, auf den das Los der Gefangenschaft bei irgend einer Aktion fiel, daß der feindliche Befehlshaber ausdrücklich er«
innert hat: „Diesen versorge man vorzüg- lich, er ist von des tapferen und braven Zietens Regiment. Sein Ehef sorgte auch gut für unsere Leute".
47 Länder —
2^ Millionen Pfadfinder
Die im Jahre 1935 durchgeführte Zählung der Pfadfinder hat ergeben, daß in 47 Ländern 2 472 014 Pfadfinder in Vereinen organisiert find. Mit dieser Zahl werden alle Pfadfinder der Welt erfaßt. Die vorletzte, im Jahre 1932 durchgeführte Zählung konnte nur 1 452 809 organisierte Pfadfinder feststellen.
Ebenfalls in den Wintermonaten findet sich die Hitler-Jugend auf Heimabenden zu ernster weltanschaulichen Schulung und zu lustigem Spiel zusammen. Unser Bild zeigt eine lustige Hitlerjungen- Gruppe in dem Berliner Gerhard- Libsch-Heim.
Tragische Geschichte
Am 30 Januar 1781, also vor 155 ren, wurde der Dichter Adalbert Chamisso auf Schloß Boncourt in
Jah- von der
Champagne geboren Wir bringen im folgenden eines seiner Gedichte, das nicht nur lustig, sondern auch lehrreich ist.
's war einer, dem's zu Herzen ging, Daß ihm der Zopf so hinten hing, Er wollt' es anders haben.
So denkt er denn: wie fang' ich's an? Ich dreh' mich um, so ist's getan — Der Zopf, der hängt ihm hinten.
Da hat er flink sich umgedreht, Und wie es stund, es annoch steht — Der Zopf, der hängt ihm hinten.
Da dreht er schnell sich anders 'rum, 's wird aber noch nicht besser drum — Der Zopf, der hängt ihm hinten.
Er dreht sich links, er dreht sich rechts, Es tut nichts Eut's, es tut nichts Schlecht's Der Zopf, der hängt ihm hinten.
Er dreht sich wie ein Kreisel fort, Es hilft zu nichts, in einem Wort — Der Zopf, der hängt ihm hinten.
Und seht, er dreht sich immer noch, Und denkt: es hilft am Ende doch — Der Zopf, der hängt ihm hinten.
Tage, an die man denken muß.
Am:
27.
Januar 1756 wurde der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg ge-
boren. Januar Gottlieb Januar Aachen.
27.
28.
28.
1814 starb der Philosoph Johann Fichte in Berlin.
814 starb Karl der Große zu
29.
Januar 1923 war der erste Parteitag der NSDAP in München.
Januar 1860 starb der Dichter Ernst Mo
ritz Arndt in Bonn.
30 Januar 1933 wurde Adolf Hitler Reichskanzler.
31 Januar 1797 wurde der Komponist Franz Schubert in Wien geboren.
31. Januar 1866 starb der Dichter Friedrich Rückert in Neuses bei Koburâ.
1. Februar 1733 starb Friedrich August I. (Der Starke), Kurfürst von Sachsen.
1. Februar 1814 siegte Blücher über Na
poleon bei La Rothisve.