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Söldner /lnZeiger

Erscheint jeden Werktag. Wochenbeilage:Der Sonntag". Bezugspreis: monatlich 1,70 RM. Bei Lieferungsbehinderung durchHöhere Ge­walt" bestehen keine Ansprüche. Verlag Fried­rich Ehrenklau, Fulda, Königstratze 42. Rotationsdruck: Friedrich Ehrenklau, Lauter- bach/H. Hauptschriftleiter Friedrich Ehren­klau, Fulda, Königstr. 42, Fernsprecher 2989.

Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg Zulöa- und Haunetal -Zul-aer Kreisblatt

Schrrstleitung und Geschäftsstelle: Königstraße 42 Zernfprecher Nr. 2484

Verantw. für den Inhalt: Bernd Heim, Fulda. Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Text teil (90 mm breit) 12 Pfennig. Bei Wieder­holung wird Nachlaß nach Preisliste gewährt. D.A." XII. 35. 750. Zur Zeit ist Preis­liste Nummer 4 gültig. Verantwortlich für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

Nr. 21 13. Jahrgang

Fulda, Samstag, 25. Januar 1936

Einzelverkaufspreis 10 Pf.

Der 30. Januar 1936

Appell und historischer FaSelzug der SA.

vor dem Führer.Adolf Hitler, Stabschef Lutze und Reichs­minister Dr. Goebbels sprechen im Berliner Lustgarten.

Am Donnerstag der nächsten Woche jährt sich zum dritten Male der Tag, an dem vor drei Jahren, am 3 0. Januar 1 933, i n ganz Deutschland die siegreichenHakenkrcuzbanneraufgezogcn wurden. Ein Jubel ohnegleichen ging durch Deutschlands Gaue. Nach 14 Jahren Kampf war der Führer der NSDAP., der Oberste SA.-Führer Adolf Hitler, Kanzler des Deutschen Reiches geworden. Die Opfer derer, deren Namen von den Feldzeichen und Sturm- fahnen leuchten, waren nicht umsonst gewesen. Ein neuer Abschnitt in der deutschen Geschichte nahm seinen Anfang. Der innere Ausbau Deutschlands konnte in die Wege ge­leitet werden.

Erhebend waren die Januartage des Jahres 1933. In allen Städten und Dörfern fanden Siegesfeiern statt. SA. und SS. veranstalteten Fackelzüge, und himmelan leuchteten die Freudenfeuer der zusammengeworfenen Fackeln. Das große Erlebnis für die Reichshauptstadt aber war, als a m A b e n d d e s 3 0. I a n u a r l 9 3 3 die aktivsten politischen Soldaten des Führers, zum erstenmal die SA- im Scheine der Fackeln durch das Brandenburger Tor und die Wilhelmstraße marschierte, um dem Führer ihre Huldigung darzubringen.

Zu Ehren ihres Obersten Führers wird die SA. auch am 30. Januar d. J. marschieren. Aus ganz Deutschland werden die beiden ältesten SA.-Männer jeden Sturmes nach BeMn kommen.

Zu derselben Stunde, zu der der Führer am 30. Ja nuar Kanzler wurde, werden im Berliner Lustgarten 25 000 Männer der Alten Garde der SA. zum Appell vor ihrem Obersten Führer angetreten stehen, und ihr Führer w i r d zu ihnen sprechen. Auch der Stabschef und .der Reichsminister Dr. Go e b - bels werden das Wort ergreifen. Am Abend werden dann die 25 000 Mann aus der Charlottenburger Chaussee in Zwölferreihen antreten, mit ihnen ein Marschblock der Berliner Standarten, Ehrenabordnungen der SS., der Hitler-Jugend und des NSKK., so daß aus d e m g a i? zen R e i ch i m ganz e n 3 5 0 0 0 M a n n zum Fackel­zug angetreten sein werden. Durch das Brandenburger Tor geht es um 8 Uhr dann zur Wilhelmstraße, wo an der Reichskanzlei der Führer den Vorbeimarsch abuehmen wird.

Nach Beendigung des Vorbeimarsches wird vom Kaiserhof her der sich aus drei Musikzugen zusammen­setzendeSA.-Ruf" anrücken. Und dem Führer wird zum ersten Male derSA.-Ruf" gebracht werden.

DerSA.-Ruf" wird in Zukunft der Zapfenstreich der SA. sein.

Der Fackelzug und derSA.-Ruf" werden durch 91 u n d s u n k übertragen werden, desgleichen die mittags beim Appell gehaltenen Reden. Für die gesamte deutsche SA. ist für diese Sendung G e m e i n s ch a f t s e m p - fang ungeordnet. Alle SA.-Männer Deutschlands werden in ihren Sturmlokalen und Unterkünften leib nehmen an diesem Ehrentag der SA.

Gottesdienste am Tage der

nationalsozialistischen Erhebung.

Der Reichskirchena ns schuß hat in einem Schreiben an die obersten Behörden der Deutschen Evan­gelischen Landeskirchen den Gemeinden die A b h a l t u n g g o t t e s d i e n st l i ch e r Feiern zum 3 0. I a n u a r empfohlen. Es bleibt den örtlichen Verhältnissen über­lassen, ob die Feiern am 30. Januar selbst oder im Hin­blick auf etwaige für den Abend des 30. Januar angesetzten öffentlichen Veranstaltungen am Vorabend abgehalten werden. . .

Der Reichskirchenausschuß veranstaltet in Gemein­schaft mit dem Altpreußischen Landeskirchenausschuß am Vorabend des 30. Januar einen Gottesdienst i in Berliner Dom, bei dem Generalsuperintendent I). Zoellne r die Festpredigt hält.

Zer Rundlunr am 30. Zanuar

Gemeinschaftsempfang für die gesamte SA.

Berlin, 25. Januar. Der Tag der Alten Garde am 30. Januar der mit dem um 13 Uhr im Berliner Lustgarten stattfiudenden Appell vor dem Führer feine Krönung inbct wird laut ASK auf alle deutschen Sender über- tragen werden. Desgleichen wird der um 20 Uhr begm- nenbe Fackelzug, der eine Wiederholung des schon Ge­schichte gewordenen Fackelzuges vom 30. Januar 1933 bar» stellt, übertragen werden. Wie vor drei Jahren wird auch von diesem Fackelzug, der ungefähr von 20 bis 22 Uhr dauern wird, eine Reportage über alle deutschen Wender gesendet werden. Gleichzeitig wird der auf den ^ackelzug folgendeSA-Ruf", der vomKarserhof her anmar- Mert und zum erstenmal dem Führer ââcht wird c4 die gleichen Sender uLertnrgen Mrden. Anschließend

werden dann noch einmal die Mittags beim Appell ge- schaftsempfang angeordnet. So werden sich um 20 Uhr ha'ltenen Reden des Führers sowie die des Stabschefs und in allen Standorten die SA.-Stürme sammeln und ge- Reichsministers Dr. Goebbels übertragen werden. Die meinfam mit den anderen Gliederungen der Bewegung Oberste SA.-Führung hat für die gesamte SA. Gemein- Zeugen des Geschehens in Berlin sein.

Aufruf Dr. Goebbels' zum 30. Zanuar.

Freiheit und Brot für jeden Deutschen!

Die Kampfparole für das vierte Jahr der nationalsozialistischen Erhebung.

22 Millionen Mark zusätzlich für die Winterhilfsbetreuten.

Reichsminister Dr. Goebbels erläßt zum bevor­stehenden 30. Januar folgenden Aufruf:

Brr das deutsche Bork'

Es ist im neuen Deutschland schöne Tra- oitiou geworden, daß am Jahrestag der nationalsozialisti­schen Revolution zwar keine glänzenden und rauschenden Feste gefeiert, dafür aber in besonderen sozialen Hilfsaktionen für die D 0 m Winter Hilss werk betreuten Volksgenosse n z u s 8 tz l i ch e L e i st u n g c n aus- geschüttet werden.

So werden auch an dem bevorstehenden 30. Januar 1936, entsprechend der Zahl der Betreuten, zusätzlich zur normalen Leistung durch das Winterhilfswerk selbst Spenden im Werte von rund 2 2 M i l l i o n e n M a r k zur Verteilung gelangen. Diese Summe wird ausgewandt für: 13 Millionen Wertgutscheine im Betrage von je 1,00 Mark und 5.5 Millionen Kohlcn^utschcinc im Werte von

Rooleoelt überstimmt

Zwei Millionen Dollar für dir Kriegsteilnehmer.

Washington, 25. Januar. Das Repräsentantenhaus hat mit 324 gegen 61 Stimmen den Einspruch des Präsidenten Roosevelt gegen die vom Senat und Repräsentantenhaus mit großer Mehrheit angenommene Bonnsvorlage überstimmt. Tas Haus hat damit, wie erwartet, die verfassungs­mäßig erforderliche Zweidrittelmehrheit erreicht. Die Bo­nusvorlage sieht die Zahlung von etwa zwei Millionen Dollar an die Krieasteiluebmer vor.

Feierliche Übergabe des Olympia-Arztehauses.

München. In Anwesenheit des Leiters der Deutschen Arbeitsfront, Reichsleiter Robert Ley, wurde das für die Olympischen Winterspiele errichtete Ärztehaus neben dem Olympia-Skistadion in Garmisch-Parten­kirchen feierlich seiner Bestirnrnunn über^eLen

je 1,50 Mark. Die Durchführungsbestimmungen für diese besondere Aktion zum 30. Januar erläßt der Rcichsbeauf- tragte für das Winterhilfswerk.

Im Jahre 1935 hat das deutsche Volk seine Wehr­hoheit und damit seine nationale SouverSni- tät wiedergewonnen. Dieser historische Erfolg der ziel­sicheren Aufbauarbeit des Führers bestärkt jeden Deutschen in dem festen und unbeirrbaren Glauben, daß die restlose Erfüllung unserer alten Kampsparole Wirklichkeit werden wird: Freiheit und Brot für jeden Deutschen!

In Dankbarkeit gegen das Schicksal, das unser Werk so sichtbar segnete, und im Vertrauen daraus, daß das Glück, das aus unserer eigenen Arbeit entspringt, uns auch im kommenden Jahre des deutschen Ausbaues nicht verlassen wird, betreten wir damit das vierte Jahr der nationalsozialistischen Revolution. Es lebe der Führer!

Eia offenherziges Bekenntnis in Moskau

Moskau, 25. Januar. Die Presse veröffentlicht am Freitag die Rede, die der Leiter der Abteilung für Pro­paganda und Agitation beim Zentralkomitee der Bolsche­wistischen Partei, Stetzli, am 22. Januar bei der Gedächt­nisfeier anläßlich des zwölfjährigen Todestages Lenins in Anweseuheitd es Präsidiums des Zentralexe,kutivs der Sowjetunion, der Volkskommissare, der höchsten Partei­führer und des Vollzugsausschusses der Komintern ge­halten hat. Stetzki sagte:

Wir dürfen auch nicht für eine Minute vergessen, daß die Bolschewistische Partei eine Sektion der Leninschen Kommunistischen Internationale ist und daß es unsere Aufgabe ist, den Sieg der Sache Lenins und der Sache des Kommunismus in der ganzen Welt zu erreichen."

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