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Ein Lachs aus Ostpreußens Gewässern für den Führer. Eine nicht alltägliche Ehrengabe überreichte eine Abord­nung ostpreußischer Fischer aus Neukuhren dem Führer, nämlich einen prächtigen Lachs im Gewicht von 38 Pfund aus ihren heimatlichen Fischgründen. Man sieht hier den

Führer bei der Entgegennahme des Gelcyentes. (Presie- Illustrationen Hoffmann M.)

Bild rechts: Gefährlicher Erdrutsch in Savoyen. In Serriöres en Champagne in Savoyen ereignete sich ein

s0lgeniN)werer Erdrutsch, durch den zehn Rainer oer Ort­schaft vernichtet wurden. Man sieht auf unserem Bild einen Ausschnitt aus dem Vernichtungszug der stürzenden Erdmassen. (Scherl Bilderdienst.)

Allendorf bei Kirchhain, 18. Ian. (Kirchendiebe a m W e r k.) In die katholische Kirche in Allendorf wurde nachts ein Einbruch verübt. Die unbekannten Diebe hat­ten es anscheinend auf Bargeld abgesehen, da nur ein Opferstock gewaltsam aufgebrochen und beraubt worden ist, andere Wertgegenstände aber unberührt blieben.

Limburg, 19. Jan. (Landarbeiter fahren in Urlaub.) Am Samstag trafen etwa 100 Landarbeiter aus dem Bückeburger Land in zwei großen Autobussen in Limburg ein, wo sie für die nächste Woche, ebenso wie in benachbarten Orten, in Urlaub verweilen werden. Tie Arbeitskameräden, Männer und auch einige Frauen, letz­tere in Tracht, genießen diesen Urlaub auf Vcranlapung des Reichsnährstandes. Während ihres Urlaubsaufent­halts in unserer Gegend werden sie in fürsorglicher Weise von der Landesbauernschaft Hessen-Nassau betreut. Von der Limburger Gegend aus, in die auch noch weitere Land- arbeiter-Urlauber aus dem Bückeburger und Hannover­schen Land kommen sollen, sind Ausflüge mit Kraft-Omni- bus'en an den Rhein bis zum Rheingau vorgesehen.

Limburg. 18. Januar. (Den Vater im Streit i e d e r g e st o ch e n.) Im Westerwaldort Lahr gerieten e' :-tcr und sein Sohn in Streit. Der Sohn brachte seinem Vater nicht weniger als drei Messerstiche bei, so der Schwerverletzte sofort ins Limburger Kranken- ha^s ausgenommen werden mußte. Der Täter wurde ver­haftet.

Mayen, 19. Ian. (Mammut-Skelettfund i n der Eifel.) Die Kunde von dem Fund des Skeletts eines vorzeitlichen Mammuts durch Arbeitsdienstmänner i" der Mibe von Polch hat sich schnell weiter verbreitet. In den beiden letzten Tagen trafen weit mehr als 2000 Men­schen an der Fundstelle ein, um die Reste des Tier-Riesen : bewundern. Inzwischen werden die Freilegungsarbei- mit der allergrößten Vorsicht weitergeführt. Es steht Di daß an der Fundstelle das ganze Skelett eines Mam- . Dornen liegt. Die überragende Bedeutung des F. ni es kommt u. a. auch in der Tatsache zum Ausdruck, daß die Prüfung der Fundstücke nicht durch das Landes- mufeum Bonn, sondern durch die Berliner Zentralstelle er­folgen wird.

Frankfurt a. M., 19. Ian. (Gerichtliche Sühne eines Stationseinbruchs.) In der Nacht zum 10. Dezember wurde ein Einbruch in das Bahnstations- Gebäude von Edingen bei Wetzlar verübt und ein Geld­betrag und ein Scheck gestohlen. Der aus dem Orte stam- ^jcnse 28jährige Albert Seipp geriet in den Verdacht der Täterschaft, behauptete aber, als er nun vor dem Schöffen- gerickt in Frankfurt angeklagt war, daß er nur Schmiere gestanden habe und die Tat von einem Mann ausgeführt wor: en sei, der sich Georg nannte, den er aber sonst nicht en e. S. wollte den Scheck von jenem Georg erhalten haben. Mit dem Scheck kaufte sich S. Mäntel, die er gleich versetzte. Das Geld vertat der Familienvater mit Frauen. Dem Angeklagten wurde die Geschichte mit dem Georg nicht geglaubt, und das Gericht verurteilte ihn zu 15 Monaten Gefängnis.

'elsheim, 19. Januar. (D i e O p e l st a d t im Zeichen des wirtschaftlichen Aufstiegs.) Im Ramsee", wo zur Zeit 73 Häuser stehen, soll Platz für weitere 150 Häuser geschaffen werden. In der Eigenheim­siedlungRübgrund", die nördlich der Haßlocher Straße liegt und 108 Häuser umfaßt, soll Raum für weitere 163 Wohnhäuser entstehen. Andere Baublöcke werden neu erschloßen.. Der Dr. Fritz Opel-Platz wird zu einer schönen Grünanlage umgestaltet: ein Teil der Kosten wird hierbei vom Ehrenbürger Rüsselsheims, Dr. Fritz Opel, über­nommen.

Würzburg, 18. Januar. (Wegen Höchstpreis- lleberschreitung verurteilt.) Vor dem Amts­gericht Würzburg hatte sich ein Händler wegen Ueberschrei- tung der Butterhöchstpreise zu verantworten. Der Ange­klagte. der u. a. auch schon wegen Lebensmittel-Fälschung vorbestraft ist, hatte im November v. I. in Heidingsfeld Butter verkauft, wobei er für das Pfund 1,50 Mark ver- unk bekommen hatte. Der Erzeugerpreis betrug da­mals 0,90 bis 1,00 Mark, der Kleinverkaufspreis 1,25 Mk. Nach den damaligen Bestimmungen hätte Simon nur den Erzeugerpreis verlangen dürfen. Zu seiner Entschuldigung gab er an, daß er keine Zeitung lese und über die Butter­preise nicht orientiert gewesen sei. Das Gericht verurteilte Simon zu fünf Wochen Gefängnis, von denen zwei Wochen Polizeihaft angerechnet werden. Das Verhalten des Simon ist bei der augenblicklichen Butterknappheit ein sehr verwerfliches gewesen: er hat nicht nur die Volksgemein­schaft geschädigt, sondern auch die Anordnungen der Regie­rung unterhöhlt.

Milchvieh-Bestände überprüfen!

Unnütze Fresser abschaffen!

Wenn auch die Jahres-Erzeugung aus der Rindvieh­haltung in Geld umgerechnet sieben Milliarden RM. be­trägt. io reicht doch die bisherige Erzeugung von Milch bzw. Milcherzeugnisfen noch nicht zur völligen Deckung des deutschen Bedarfes aus. Die Steigerung der Erzeugung muß durch eine größere Leistungsfähigkeit der. Tiere und

eine Verbesserung der Fütterung erreicht werden. Jeder Tierhalter prüfe zunächst, ob er nicht noch leistungs­unfähige Kühe im Stall hat, die das Futter den besseren Kühen wegfresien, ohne entsprechend Milch zu geben. Un­nütze grefter belasten nur unseren wertvollen Futter­bestand und müssen ausgemerzt werden. Lieber weniger, aber dafür leistungsfähige Tiere halten!

Mängel an Kraftfahrzeugen.

In letzter Zeit sind bei gelegentlichen Revisionen in steigendem Maße Mängel an Kraftfahrzeugen beobachtet worden. Hierbei ist auffallend, daß namentlich die schweren SEagen, vor allem Lastkraftwagen, häufiger als andere Kraftwagen in unvorschriftsmäßigem Zustande angetroffen wurden. Die hierin liegenden Gefahren müssen aus Grün­den der Verkehrs- und Betriebssicherheit abgestellt werden. Dieser Aufgabe werden sich in nächster Zeit die staatlichen Zulapungsstellen (Polizeipräsidenten und Landräte) in Verbindung mit den Dampfkesselüberwachungs-Vereinen unterziehen und die Prüfungen vornehmen. Die erste Vor­führung erfolgt kostenfrei. Werden hierbei Mängel fest­gestellt, so wird eine kostenpflichtige Nachprüfung festge­setzt. Es liegt also in jedermanns Interesse, sämtliche Mängel an den Fahrzeugen schon vor der ersten Vorfüh­rung abzustellen. Im übrigen erhalten die Kraftfahrzeug­halter jeweils eine besondere Aufforderung der Zulassungs­stellen zur Vorführung ihrer Wagen.

Wnterhilfswerk des Deutschen Volkes

Zur Vrot-Versorgung.

Die in der Reichsarbeitsgemeinschaft für Volksernäh­rung befindlichen Vertreter der beteiligten Reichsbehörden und Dienststellen der Partei usw. haben nach umfangreichen Besprechungen über wichtige Fragen der Broternährung folgende Entschließung gefaßt:

Das Brot spielt auch heute noch in der Volksernährung eine sehr wichtige Rolle. Gegenüber der Vorkriegszeit ist der Vrotverbrauch nicht unbedeutend zurückgegangen. Das hängt zum großen Teil mit der infolge der anders gear­teten Arbeitsverhältnisie und -zeiten auch veränderten Lebensweise zusammen. An die Stelle des Brotes sind teil­weise andere Nahrungsmittel getreten, die aus dem Aus­lande beezogen werden. Daher ist es notwendig,

den Brotverbrauch wieder zu steigern.

Die Reichsarbeitsgemeinschaft für Volksernährung hat die Frage der Brotversorgung in volksgesundheitlicher Be­ziehung eingehend erörtert. Da zuweilen nach Auffassung der Verbraucherschaft die Güte des Brotes zu wünschen übrig läßt; hält es die Reichsarbeitsgemeinschaft für erfor­derlich, der Verbesserung des Brotes erhöhte Aufmerksam­keit zu schenken. Eine Werbung für vermehrten Brotver­brauch kann nur dann von dauerndem Erfolg sein, wenn dem Verbraucher überall und jederzeit

ein schmackhaftes, bekömmliches, also gutes Brot

zur Verfügung steht. Es wird notwendig sein, sowohl in der Müllerei bei der Mehlherstellung als auch in der Bäckerei bei der Backtechnik und Brotlagerung darauf bedacht zu sein, durch Ausnutzung aller vorhandenen Mög­lichkeiten zur Qualitäts-Verbesserung beizutragen. Die Reichsarbeitsgemeinschaft ruft die zuständigen Fachgewerbe auf, unter Heranziehung aller Kräfte auf wissen^aftlichem und praktischem Gebiet sofort die Arbeit aufzunehmen, und dem Volke und der Volkpernährung mit dem besten Brot zu dienen.

Ab 1. März:

Beschäftigung nur mit Arberisbuch.

Verordnung für 16 Jndustriegruppen.

Der Reichsarbeitsminister hat durch Verordnung be­stimmt, daß die für die Beschaffung des Arbeitsbuches aufgerufenen 16 Jndustriegruppen die Beschaf­fung des Arbeitsbuches für sämtliche Arbeiter und Ange­stellte bis zum 1. März 1936 beendet haben müssen. Die Neueinstellung und die Arbeitsaufnahme darf innerhalb der 16 Jndustriegrupen dann nur noch erfolgen, wenn der Arbeitnehmer im Besitz des Arbeitsbuches ist. Wer das Arbeitsbuch nicht besitzt, macht sich strafbar.

Wahrscheinlich werden noch einige Ergänzungen zu dieser Verordnung, besonders über die Frage ergehen, ob das eigentliche Zeitungsgewerbe auch zu dem Ver­lagsgewerbe gehört, das bereits für die Beschaffung des Arbeitsbuches aufgerufen ist.

Japans Kampf gegen öm Kommumsmus.

Der japanische Außenminister fordert die Bildung eines

Abwehrblocks Japan Mandfchuknn China.

Der japanische Außenminister Hirota hielt im japa­nischen Reichstag eine große politische Rede, in der er er­klärte, daß Japans besondere Ausgabe die Erhaltung und Festigung des Friedens im Fernen Osten sei. Hirota setzte sich dann lebhaft für die Bildung eines Drei- l ä n d e r b l o ck s I a p a n - E h i u a - M a n d s ch u - tu o ein und stellte für die Verwirklichung dieses M-i-s V drei Forderungen auf.

Erstens müsse China ein eindeutiges Bekenntnis zur Zusammenarbeit mit Japan ablegen, um die Ein Mischung dritter Länder u verhindern. Z w e G e n s müsse China Mandschukuo ancricuueu und diese Aner­kennung durch die Duldung der Selbstverwaltung Nord­chinas vorbereiten. Drittens müßten sich die drei Länder, Japan, China und Mändschukuo, zur Be­kämpfung des K o m m u n i s m u s zusammen schließeu.

Vorherige Ausleselämpse uoerwünW.

Reichsbcrufswettkampf beginnt erst Anfang Februar.

Durch einen Teil der Presse ging vor kurzem die Mit­teilung, daß in Fabriken, W e r k st ä t t e n und Schulen bereits seit langem Vorprüfungen und A u s l e s e w e t t k ä m p f e für den kommenden Reichsberufswettkampf stattfindeil. Wie die Presse- und Propagandastelle für den Reichsberufswett- kampf 1936 hierzu mitteilt, sind bei der ganzen Anlage des erst Anfang Februar beginnenden Berufsweltkampfes der deutschen Jugend irgendwie geartete, vorherige Auslefekämpfe gar nicht erwünscht und aud) nicht notwendig. Der in Ortskämpfen, Gaukämpfcn und Reichsentscheidung gegliederte Reichsberufswettkampf stellt selbst einen auf Auslese aufgebauten Leistungswett­streit dar, der durch vorherige Prüfungen nur an Wert für die teilnehmenden Jungen und^l.. verlieren würde.

Wer schreâhi den besten

Ltnterhaliungsroman?

Ein Wettbewerb der Reichsschrifttumsstclle.

. Die Reichsschrifttumsstelle beim Reichs- mimftertum für Volksaufklärung und Propaganda gibt folgendes bekannt: " ,

Einen Wettbewerb zur Erlangung z e i t g e in ä ß er­be st e r U n t e r h a l 1 u u g § r o m a u e, die sich zum fortsetzungsweiseu Abdruck in Tageszeitungen und Zeit­schriften eignen, schreibt die Reichsschrifttumsstelle beim Reichspropagandaministerium aus. Gesucht werden lebensnahe, stilistisch und gedanklich einwandfreie Ro­mane, die - wie Reichsminister Dr. Goebbels in seiner Weimarer Rede sagte - nicht leichte und seichte Amüsier­ware, sondern gute und kräftige T a g e s k o st für die Erholung und Entspannung aller Volksgenossen sind Die Beteiligung steht jedem Deutschen arischer Ab­stammung frei. An Preisen sind ausgesetzt 10 090, 3000 und 2000 Mark für die drei besten Romane

Das Erstveröffentlichungsrecht geht mit der Prü- muerung an den Verlag derDeutschen Wochenschau" über, der auch nachfolgend die Buchausgabe gegen be­sondere Honorierung übernimmt. Die zehn nächstbesten Romane werden durch die Reichsschrifttumsstelle beim Reichspropagandaministerium der deutschen Presse zum ^.?"orierten Abdrilck zugeleitet. Die genauen Bedingilngen. für die Teilnahme und der dafür notwendige Fragebogen lind durch die Reichsschrifttumsstelle, Berlin W 8 ^- ringenhaus, erhältlich.