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Beileidstelegramme des Führers an den Thronerben und die Königin-Witwe.

Der Führer und Reichskanzler hat unmittelbar nach Eingang der Meldung vom Ableben des Königs von England an den Thronerben folgendes Beileids-Telegramm gesichtet:

Die Trauernachricht von dem Ableben Seiner Majestät des Königs Georg V. hat mich tief betrübt. Ich bitte Ew. Majestät mit meinem und der Reichs­regierung aufrichtigem Beileid die Versicherung ent­gegenzunehmen, daß mit mir das ganze deutsche Volk an dem schweren Verluste, den das königliche Haus und die britische Nation betroffen hat, herzlichen Anteil nimmt.

(gez.) Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler."

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Zugleich hat der Führer Ihrer Majestät der Königin- Witwe wie folgt telegraphisch seine Anteilnahme bekundet:

Ew. Majesttät bitte ich, den Ausdruck meines tief empfundenen Beileids zu dem schmerzlichen Verlust entgegenzunehmen, den Ew. Majestät erlitten haben.

(gez.) Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler."

Beileids-Telegramm des Reichsaußenministers.

Ebenso hat der Reichsminister des Auswärtigen, Frei­herr von Neurach, dem königlich britischen Außenminister Ében seine Anteilnahme und das Beileid der Reichsregie­rung telegraphisch zum Ausdruck gebracht.

Trauerbeflaggung.

Zum Zeichen der Trauer setzen die Präsidialkanzlei, die Reichskanzlei, das Auswärtige Amt und der Reichstag ihre Dienstflaggen auf Halbmast.

Friedlicher Heimgang König Georgs.

König Georg V. hatte einen friedlichen Heimgang. Er ist bis zum Ende ohne besondere Schmerzen geblieben.

Als die Aerzte erkannten, daß das Ende nur noch eine Frage von Minuten war, riefen sie die Königin mit ihren Kindern in das Sterbezimmer. In ihrer Gegenwart hat der König seinen Atem ausgehaucht. Die Königin, die sich bis dahin eisern aufrecht gehalten hatte, umarmte unter Tränen ihren ältesten Sohn, den neuen König. Eduard Wihdsor, noch vor kurzem Prinz von Wales und jetzt König Eduard VIII. von England, wandte sich dann zu seinen Geschwistern, und die königliche Familie verließ das Toten­zimmer und begab sich in den daneben liegenden Raum.

König Georg ist fast zu der gleichen Stunde gestorben, in der sein Vater, König Eduard VII., im Jahre 1910, starb.

Die letzten Stunden des Königs.

Seit der Erkrankung Georgs V. sind die Augen der Welt auf England gerichtet. Montag fand in Schloß Sandringham ein K r o n r a 1 statt, und zwar in einem an das Krankenzimmer des Königs an­stoßenden Nebenzimmer. Der M o n a r ch, der, von Kissen gestützt, in seinem Bett saß, leitete d en Rat persönlich. Die Tür zu dem Zimmer,. in dem die Mitglieder des Rates Plan genommen hatten, stand offen. Man sah u. a. den Lordprâsidenten des Kronrats, den langjährigen Ministerpräsidenten M a c D o n a l d , den Innenminister Simon, den Lordkanzler Lord H a i l s h a m sowie den Sekretär des Kronrats, Sh Maurice H « nkey die" kurz zuvor aus London ein» getroffen waren -: cer . ^dZnu^ der gewöhnlichen curmalitäten wurde das Dokument, das den Staats- - u t ernennt, dem König von seinem Leibarzt Lord Daw

zur Unterschrift überreicht. Die wichtige Verordnung d Königs bestimmt, daß die Mitglieder des

l a a t s r a t s während seiner Krankheit seine könig lchen Aufgaben erfüllen und in seinem Namen die rufenden Staatsakte unterzeichnen. Nur Titel dürfen nicht verleihen und das Parlament nicht auflösen.

Schon 1928 war während der damaligen längeren Erkrankung des Königs einmal ein Staatsrat eingesetzt worden. Der Beschluß, einen Staatsrat einzusetzen, ent­sprang der Ansicht, daß auch diesmal die Krankheit des Königs wieder längere Zeit in Anspruch nehmen könnte. Vorher war bei zwei Gelegenheiten ein Staatsrat er­nannt worden, nämlich im Jahre 1911, als der König zu seiner Krönung als Kaiser von Indien längere Zeit ab­wesend war, und im Jahre 1925, als König Georg auf einer Erholungsreise im Mittelmeer weilte.

Ärztlicher Bericht:Zunehmende Schwache".

Über das Befinden des Königs von England wurde am Montagnachmittag gegen 18 Uhr englischer Zeit (19 Uhr deutscher Zeit) folgende amtliche Verlautbarung bekanntgegeben:In dem Befinden des Königs ist eine zunehmende Schwäche zu verzeichnen."

Diese Verlautbarung war von den drei Leibärzten des Königs unterzeichnet und stellte die ernsteste Nachricht dar, die seit Freitagnachi, der Bekanntgabe der Krankheit des englischen Königs, an die Öffentlichkeit kam.

Die geheimnisvollen Mecklenburger Knabenmorde vor dem Schwurgericht.

Unter 12facher Mordanklage.

Schwerin, 21. Jan. (Funkmeldung.) Vor dem Schwurgericht beim Landgericht Schwerin vegann heute vormittag her Prozeß gegen den 65 Jahre alten Adolf See­feld aus Potsdam, der sich unter der schweren Anklage des Mordes in 12 Fällen und des fortgesetzten Sittlichkeitsver­brechens an Kindern zu verantworten hat. Für die Dauer des Prozesses sind etwa vier bis sechs Wochen vorgesehen.

Das geheimnisvolle Kindersterben.

Der rätselhafte Tod von 12 Knaben im Alter von 4 bis 12 Jahren während der letzten Jahre in den Gebieten der Grenzmark und Mecklenburg Lübeck verursachte höchste Beunruhigung und Erregng in der gesamten Oefsentlichkeit. Die toten Kinder wurden in Fichten­schonungen oder in Kornfeldern aufgefunden. Auffallend war es, daß die Leichen sämtlich so lagen, als hätten sich die Kinder zu friedlichem Schlummer nieder­gelegt. An den Leichen fehlte jedes Zeichen für eine äußere Gewaltsatrwendung. Die örtlichen Behörden kamen des­halb zunächst zu der Annahme, daß die Kinder an einer Pilzvergiftung oder durch Erfrieren ums Leben gekommen waren. Bereits im Februar 1934 hatte der Oberstaatsan­walt Beusch in Schwerin darauf hingewiesen, daß die Knaben seiner Auffassung nach Opfer eines Sittlichkeits- Verbrechens waren. Es gelang jedoch nicht einen Zusam­menhang zwischen den einzelnen Fällen mit einwandfreier Sicherheit festzustellen.

90. Ratstagung in Gens.

Merkwürdiges Interesse für die Danziger Frage.

In Genf ist wieder einmal der Völkerbundsrat zu­sammengetreten. Es ist die 90. Tag u n g , die wie ihre Vorgängerin ihrem Programm nach im Zeichen oes italienisch-abessinischen Streites steht. Seit dem letzten Zusammentritt des Rates hat sich die Lage wesentlich verändert. Der Friedensplan, den seinerzeit Laval und der frühere britifche Außenminister Hoare aus­gearbeitet hatten, ist tot. Die Empörung darüber in Paris und London ist verraucht. Aber von der O l - sperre gegen Italien ist auch merkwürdig wenig die Rede. England hat kein großes Interesse mehr daran und hat sich wohl für eine andere Lösung entschieden. Der englische Außenminister Eden, der bisher die Völker­bundsstaaten sehr geschickt nach Englands Willen gelenkt hat, wird auch während dieser Tagung die Fäden nicht aus der Hand lassen.

In diese etwas gedämpfte Genfer Stimmung ist plötzlich die Danziger Frage geworfen worden. D a n z i g und die Flüchtlingsfrage sind für uns von Interesse. Aber es erscheint uns auffällig, daß die Dan­ziger Frage so stark in den Vordergrund gerückt wird.

Sollte das Interesse an Danzig etwa ein Ablenkungs­manöver sein, weil man nicht gern von dem Abes- sinienkonflikt, von Ölfperre und bergt reden will? Vielleicht ist Der Jahresbericht des Völkerbundskommis- fars für Danzig das Thema, das Genf sich wünscht?

Wie gewöhnlich, begann die Tagung mit einer nichtöffentlichen Sitzung. Zu Beginn der öffentlichen Ratssitzung gedachte der Ratspräsident Bruce (Australien) des verstorbenen Präsidenten der Abrüstungskonferenz, Henderson. Diesem Nachruf schlos­sen sich Laval (Frankreich), Eden (England), Beck (Polen) und Madariaga (Spanien) an. Die Vertreter der Türkei und Portugals rühmten Henderson als Apostel des Friedens. Litwinow, der Sowjetvertreter, erklärte, Henderson habe viel für ein besseres Verständnis zwi­schen England und der Sowjetunion getan. Der Rat er­ledigte dann eine Anzahl technischer Fragen.

Auf Grund eines von dem französischen Minister­präsidenten Laval erstatteten Berichtes beschloß der Rat die

Einberufung einer internationalen Konferenz, die im September 1936 in Gens zusammentretcn und ein internationales Abkommen über die Verwendung des Rundfunks im Interesse des Friedens und zur Herstellung eines besseren Verständnisses unter den Völkern ausarbeiten soll.

Zu dieser Konferenz sollen außer den Mitgliedern des Völkerbundes auch Deutschland, die Vereinigten Staaten, Brasilien, Costa Rica, Danzig, Ägypten, Island und Japan eingeladen werden.

In dem gleichen Zusammenhang nahm der Völker­bundsrat den Entwurf einer Entschließung über die im Schulunterricht zu verwendenden Geschichts­buch e r an. In dieser Entschließung, die auf eine An­regung der letzten Völkerbundsversammlung beruht, sprechen die Regierungen den Wunsch aus, daß im Interesse guter internationaler Beziehungen die Jugend in allen Ländern eine gründlichere und vor­urteilslosere Unterrichtung über die Geschichte der anderen Völker erhalten solle.

Diese Erklärung soll Mitgliedern und Nichtmitgliedern des Völkerbundes zur Unterzeichnung offenstehen.

Zum Schluß der Sitzung legte der Vertreter von Ecuador den Bericht des Ausschusses für die inter­nationale Flüchtlingsfürsorge vor. Er schlug die Einsetzung eines Ratsausschusses vor, der diesen Be­richt prüfen und dem Rat Vorschläge unterbreiten solle.

Rein Untersuchungsausschuß für Abessinien.

Der Dreizehner-Ausschuß des Völkerbunds­rates hat Montag nachmittag in eineinhalbstündiger Sitzung über den italienisch-abessinischen Konflikt be­raten. Das Ergebnis war die Feststellung, daß kein Anlaß zur Entsendung eines Unter» suchungsausschusses nach Abessinien vor- lrege, daß im Augenblick nichts hinsichtlich der Schlichtung geschehen könne, und daß ferner der Achtzehner-Ausschuß der Sanktionskonferenz über den Fortgang der Sanktionen zu beschließen habe. Der Dreizehner- Ausschuß wird am Dienstag eine neue Sitzung abhalten, um seinen Bericht für den Völkerbnndsrat auszuarbeiten. Der A ch t z e h n e r - A u s f ch u ß der Sanktionskonferenz ist auf Mittwoch einberufen.

Line neue Aoie aus Addis Abeba.

Gleichzeitig mit der Ablehnung des abessinischen Ersuchens, einen Untersuchungsausschuß zu eul- senden, veröffentlichte das Völkerbundssekretariat eine neue Erklärung der abessinischen Regierung, in der dieses Verlangen nochmals gestellt wird. Das abessinische Volk, so heißt es in der Erklärung, sei fest entschlossen, so

Stirhemrelsi WM eine Alksabstmimuz.

Seltsame Behauptungen des österreichischen Vizekanzlers.

Der österreichische Vizekanzler Fürst S t a r h e m - b e r g hat am Sonnabend und Sonntag zwei Reden ge­halten, die auch bei uns einiges Interesse beanspruchen dürften. Er stellte die Forderung auf, daß die Vater­ländische Front in Österreich zu einem einheitlichen Kampfblock zusammenschmelzen müsse und daß nur sie berechtigt sein dürfe, in Österreich Politik zu machen. Starhemberg erlaubte sich dabei die etwas seltsam be­rührende Redensart, daß dies nichts mit einem absolut undeutschen Kadavergehorsam gegenüber der Staatsfüh­rung (!) zu tun habe. Zwischen ihm und dem Bundes­kanzler Schuschnigg gebe es keine Gegensätze.

Starhemberg setzte sich dann für eine Monarchie ein, die dem historisch-traditionellen Denken entspreche, und lehnte im gleichen Atemzuge die Gerüchte ab, daß er nach dem Thron oder nach der Reichsverweserschaft in Öster­reich strebe. Man stehe in Österreich nicht a m Vor­ab e n d der Ausrufung der Monarchie.

Nachdem Starhemberg erklärt hatte, daß alle Mitglieder der Wehrverbände der kommenden Miliz an» aebören würden, betonte er das ist als eine Antwort

lange zu kämpfen, bis sein Gebiet vom Feinde befreit sei und es Sicherheitsbürgschaftcn gegen einen künftigen An­griff erlangt habe. Die abessinische Regierung stelle aber die Frage, ob die Opfer und die Leiden Abessiniens nicht abgekürzt werden könnten? Wenn nicht nachdrücklich und rasch eingegriffen werde, werde der Krieg langwierig fein.

Die Note spricht sodann von trügerischen Meldungen über sensationelle Siege am Vorabend der Rats­tagung,

und von einem Manöver, das darin bestehen würbe, das Verlangen der abessinischen Negierung nach Unter­suchung der italienischen Greuel in eine politische Untersuchung zur Vorbereitung eines Anschlages auf die Unabhängigkeit und Unversehrtheit Abessiniens umzuwandeln. Unter Bezugnahme auf das Verlangen der italienischen Regierung nach Erweiterung ihres Gebietes in Afrika erklärt die abessinische Regierung schließlich, daß sie Italien keinerlei Erpansionsrecht und keinerlei historische Mission in Afrika zuerkenne.

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Italien erwartet nichts Le'nnderes

Rom, 21. Januar. Anläßlich der Eröffnung der Rats­tagung wird in maßgebenden italienischen Kreisen noch­mals betont, daß Italien von Genf in der nächsten Zeit weder besondere Dinge erwartet, noch selbst eine eigene Initiative ergreifen werde. Auch nehme man nicht an, daß von englischer oder anderer Seite besondere Schritte in Genf geplant seien.

Wie aus Paris gemeldet wird, schreibt der Genfer Son­derberichterstatter der Agentur Havas zu der Unterredung Lavals mit Baron Aloisi, sie habe nicht als Wieder­anknüpfung von Verhandlungen gegolten. Aloisi hätte dem französischen Ministerpräsidenten auch keine neuen Vorschläge unterbreitet, die als Grundlage für eine Rege­lung dienen könnten. Es habe sich lediglich um eine Aussprache ganz allgemeinen Charakters über den ita­lienisch-abessinischen Krieg gehandelt. Alles, was man sagen könne, sei, daß die Fühlung aufrechterhalten bleibe. Mit der Zeit werde sich vielleicht Gelegenheit finden. Nutzen daraus zu ziehen.

Krisenfieber in Paris.

Um das Schicksal der Regierung Laval.

Die schleichende Regierungskrise in Frank­reich ist wieder einmal in ein entscheidendes Sta­dium getreten. Es ist beinahe ein Verhängnis: Jedes­mal, wenn der Ministerpräsident und Außenminister Laval nach Gens fährt, wird daheim über ihn und sein Kabinett entschieden. Man wird nur Lavals Rückkehr aus Genf abwarten, ehe man das Kabinett Lavals stürzt.

Durch die einstimmig angenommene Entschlie - ßungdesExekutivausschussesderRadikal- s o z i a l i st e n , in der die Politik Lavals auf außen­politischem, innenpolitischem und wirtschaftlichem Gebiet scharf verurteilt wurde, ist die Ministerkrise offen aüS- gebrochen. Voraussichtlich werden nach der Rückkehr èavals aus Gens erst Herriot und dann die übrigen fünf radikalsozialen Minister ihren Austritt aus der Regierung erklären, so daß Laval dann dem Präsidenten der Re­publik den Gesamtrücktritt des Kabinetts melden müßte.

Damit ist aber noch gar nicht gesagt, daß nach be­währtem parlamentarischen Muster Laval doch wieder die neue Regierung bildet bzw. durch Auffüllung der durch den Rücktritt der radikalsozialen Minister frei­gewordenen Posten einen Regierungssturz vermeidet. Ob Laval aber diese Lösungsmöglichkeit wahrnimmt, darüber gehen die Meinungen in Paris sehr auseinander, denn allzu viele Aussichten, mit einem erneuten Kabinett bis zu den Wahlen durchzukommen, hätte Laval nicht Be­zeichnend für die Hoffnungen der Linken ist die Äußerung eines Redners der Volksfront, der erklärte, Daladiers Wahl bedeute Kampf gegen den Faschismus.

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Rücktritt der rabitaWoliWen Minister ?

Paris, 21. Januar. Wie aus den Wandelgängen der Kammer verlautet, ist die für Dienstag angesetzte Frak­tionssitzung der Radikalsozialisten abgesagt worden. Statt dessen soll, wahrscheinlich Mittwoch abend, eine Voll­versammlung der radikalsozialistischen Abgeordneten und Senatoren zusammen mit dem Vollzugsausschuß der Par­tei stattfinden, falls bis dahin die Kabinettskrise bereits offen sein sollte. Man erwartet dies im Anschluß an den Kabinettsrat, der gleich nach der Rückkehr Lavals ausj Genf stattfinden soll. Man nimmt an, daß sämtliche radi­kalsozialistischen Minister im Verlauf dieses Kabinettsrates ihren Rücktritt erklären werden.

auf die Forderung der österreichischen Nationalsozialisten wohl aufzufassen, daß

eine Volksabstimmung in absehbarer Zeit in Österreich nicht in Frage komme.

Er meinte, eine Abstimmung sei Sache der Propaganda, und diese hänge von den zur ^erfüßimg stehenden Mitteln ab. In dieser Hinsicht sei Österreich nicht in der Lage, in Konkurrenz zu treten zu den Mitteln, die ken Nationalsozialisten zur Verfügung ständen.

In seiner zweiten Rede verstieg sich Fürst Starhem­berg zu der merkwürdigen Behauptung, daß

ein freies und unabhängiges Österreich im Sinne der göttlichen Weltordnung liege.

Nach dem Zusammenbruch im Jahre 1618 waren seine Vorgänger nicht dieser Ansicht; denn es sei nur an die damalige Entschließung im österreichischen Parlament er» innert, die einen Anschluß an das Reich in Aussicht nahm, wenn er möglich werden sollte. Hert Starhemberg lehnt also neuerdings die Eingliederungin ein Zentralistisches Reich" ab, was immerhin 311 feinet Kennzeichnung er­wähnenswert ist. Starhemberg sagte, daß der