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Oberbürgermeister Dr. Goerdeler sprach in Stackh ilm.

Stockholm, 15. Januar.

Der Oberbürgermeister der Messestadt Leipzig, Dr. Goerdeler, hielt am Dienstag im Rahmen einer grö­ßeren Veranstaltung der Deutschen Handelskammer in Schweden einen Vortrag überPreise und Wirtschaft', der mit größtem Interesse und Beifall ausgenommen wurde. Unter den Anwesenden sah man u. a. Mitglieder der Deutschen Gesandtschaft mit dem Gesandten Prinzen zu Wied an der Spitze, hervorragende Vertreter der schwedischen Behörden, der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens, sowie den bekannten Äsienforscher Sven Hedin.

Dr. Goerdeler sagte in seinem Vortrag u. a., die Preisfrage spiele nicht nur in Deutschland, sondern seit Jahren in steigendem Maße für alle am Weltverkehr beteiligten Länder eine Rolle. Fast in allen Ländern habe man auch irgendwie staatliche Maßnahmen ergriffen. Der Vortragende untersuchte, welcher Art diese Maßnah­men sein könnten, und legte die verschiedenen technischen Möglichkeiten sowohl für den Binnenmarkt wie auch für den Weltmarkt dar. Zur Regelung der Preise im Welt­verkehr dienten Kartelle. Zölle und Handelsverträge. Die Handelsverträge hätten in den letzten Jahren viel­fach die Form von Verrechnungsabkommen angenommen, oder sich mit solchem verbunden. Deutschland habe sich zu dieser Form nicht entschlossen, um etwas Neues schaffen zu wollen, sondern weif ein Land ohne Gold gar keine andere Möglichkeit habe, den naturnotwendigen Ausgleich zwi­schen Einfuhr und Ausfuhr unter Sicherstellung seines Schuldendienstes herbeizuführen. Wohlfahrt und Kultur in der Welt hingen davon ab, daß die Völker ihre besten Leistungen miteinander tauschen könnten. Die gewaltige Entwicklung des Verkehrs verlange entweder große Wirt- schaftsräume mit einheitlichem Wirtschaftsrecht oder ander­weitige Sicherung des Kreislaufes der Ware. Ein solcher Kreislauf sei gleichbedeutend mit möglichst freiem Handel. Dieser Handel sei nur denkbar, wenn die Währungen der am Weitverkehr teilnehmenden Völler für einen langen Zeitraum klar und unabänderlich auf­einander abgestellt seien und wenn eine sichere Rechtsord­nung die Grundlage des notwendigen Vertrauens schasse. Zu diesem Ziele, das nur bei gegenseitiger Achtung der nationalen Lebensinteresfen erreicht werden könne, sollten sich alle Völker vereinigen.

Berlin, 15. Januar.

Ministerpräsident Göring übermittelt die folgende

Danksagung:

Für die vielen Glückwünsche und Betreue herzlicher Zuneigung und Freundschaft, die mir zu meinem Ge­burtstag aus allen Teilen des Reiches in so reicher Fülle zugegangen sind, kann ich, wie ich es gern möchte, zu meinem lebhaften Bedauern nicht jedem Einzelnen per­sönlich danken. Ich spreche deshalb allen, die meiner ge­dachten, auf diesem Wege meinen herzlichen und aufrich­tigen Dank aus."

Väder- und Klimakunde

im Dienste der Volksgesundheit.

Feierliche Eröffnung der Reichsanstalt für das deutsche Bäderwesen in Breslau.

Im Rahmen einer Tagung des Reichsfremdenver­kehrsverbandes in Breslau wurde in der Friedrich- Wilhelm-Universität die R e i ch s a n st a l t für das Deutsche Bäderwesen feierlich eröffnet.

Der Präsident des Reichsfremdenverkehrsverbandes, Staatsmmister Esser, sprach von der Bedeutung der neuen Reichsanstalt und des damit in Verbindung stehenden L e h r st u h l e s f ü r B ä d e r - u n d Klima­kunde Es soll im deutschen Osten eine neue Stätte ent­stehen, die der

Pflege der deutschen Volksgesundheit und der ge­samten Menschheit

dienen wird. Aufgabe des Arztes im Dritten Reich müsse es sein, ^die natürlichen Heilmittel zu erkennen und im Interesse der deutschen Kraft auszunutzen. Staats- Minister Esser hob auch die außenpolitische B e - deutungdes FremdenverkehrsfürDeutschland hervor. In jedem Besucher, der in einem deutschen Bade deutsche Gastfreundschaft genossen habe oder hier geheilt würde, entständen dem neuen Staat Bundesgenossen.

Der Rektor der Breslauer Universität, Prof. Dr. Walz, sieht in der Errichtung dieses Reichsinstituts einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung des vom Reichs- Wissenschaftsminifter ausgestellten Planes der Erhebung der Breslauer Universität zur Reichs- u n i^ e r s i t ä t.

In einer großangelegten Festrede bezeichnete Professor Dr. V o g t die Gründung der Reichsanstalt als eine natio­nalsozialistische Schöpfung, denn

aus Landschaft und Boden quellen die Kräfte, die

Raffe und Nation erhalten und ertüchtigen, sowie ihr Gesundheit und Leben einhauchen. Das Wissens­gebiet, das an der neuen Reichsanstalt gepflegt wird, stehe der wissenschaftlichen Medizin ebenso nahe wie der natur­nahen Medizin und der Ausbildung einer neuen deutschen Heilkunst. An der Heranbildung der jungen Arzte werde ihr ein ehrenvoller Teil zukommen. Den volksgesund­heitlichen Aufgaben aber, die den deutschen Bädern und Kurorten zukommen, wird sie eine führende Arbeit leisten.

Kurze Nachrichten.

Moskau. Wie dieIswestif a" aus Minsk meldet, ist der Vorsitzende der weißrussischen Kol­lektivwirtschaftPebeda", Kriwlen, ermordet worden. Als angeblich des Mordes verdächtig wurden fünf ehemalige Großbauern verhaftet.

Belgrad. Die jugoslawischen Behörden haben die O r t s g r u p p e Neusatz des schwäbisch­deutschen Kulturbundes aufgelöst. Die Auflösung er­folgte mit Berufung auf die Tätigkeit der im November des vorigen Jahres aufgelösten Fugendabteilung der Ortsgruppe wegen angeblicher politischer Betätigung, die über den Rahmen der Satzungen des Kulturbundes hinausgehe.

Washington. Das Bundesgericht entschied, daß Verarbeitungssteuern in einer Gesamthöhe von 200 Mil­lionen Dollar den Verarbeitern zurückgegeben werden müssen. Es handelt sich dabei um die Steuern, die auf Grund der Rooseveltschen Agrargesetzgebung seit 1933 von den landwirtschaftliche Rohstoffe verarbeitenden Kreisen (Mühlen, Industrien usw.) gezahlt werden muß­ten zur Deckung der Ausgaben für die Farmerhilfe

Olympische Spiele 1936.

Deutsche Kunstlaufmersterschasten.

Maxie Herber von Victoria L i n d p a i n t n e r geschlagen. Baier w i e d c r K u n st l a u f m e i ft e r.

Im Olympia-Stadion in Garmisch-Partenkirchen wurden die Deutschen Meisterschaften im Eiskunstläufen mit den Kürübungen beendet. Bei dem mit größter Spannung erwarteten Zweikampf um die Damenmeisterschaft mußte die Titelverteidigerin Marie Herber-München mit dem zweiten Platz hinter der Berlinerin Victoria Lind- p a i n 1 n e r vorliebnehmen. Marie Herber hatte beim Kür­laus hervorragende, an Artistik grenzende Leistungen mit prachtvollem Schwung vorgetragen. Jedoch konnte sie den Punktrückstand ans den Pflicht ü b unge n am Vortage nicht mehr ausholen und mutzte die Meisterwürde an ihre große, gleichfalls erst 16 Jahre alte Gegenspielerin abgeben.

Victoria Lindpaintner steht erst seit drei Jahren aus den Schlittschuhen. Sic war erst Leichtathletin in München,

Victoria Lindpaintner.

(Schirner.)

und ihre ersten Versuche im Eisläufen kamen eigentlich ganz zufällig zustande. Jedoch entwickelte sie gleich von Anfang an ein derart ausgeprägtes Können, daß man ihr dringend riet, diesen Sport nicht auszugeben. Durch zähes Training und dank sehr guter Lehrmeister, die Victoria Lindpaintner an­fangs in Wien und später in England gehabt hatte, gelang ihr der Aufstieg. Daß die Pflichtübung im Eiskunstlauf ihre Stärke war, ist kein Zufall Unsere neue Meisterin erhielt ge­rade aus diesem Gebiet durch den englischen Meister Nichol­son. den Trainer Sonja Henies, eine zielbewußte Schulung. Sonja Henie, mit der Victoria Lindpaintner auch sehr häufig zusammen geübt hat, machte letzt in Garmisch-Parten­kirchen ganz erstaunte Augen, als Victoria die schwierigsten Pirouetten spielend drehte.

Übrigens hätte es beim Verlaus der Meisterschafien um ein Haar eine kleine Katastrophe gegeben. Victoria erzählt darüber selbst folgendes:Denken Sie sich, als ich meinen Koffer aus­packte, meinte ich nicht recht zu sehen: liegen da, fein säuberlich eingepackt, zwei verkehrte Schlitt schuh stiesel, und zwar zwei rechte! Meine Mutter hatte sie zu Hause ein­gepackt und in ihrer Aufregung die falschen erwischt Ich habe geglaubt, mich müsse der Schlag treffen, denn nun mußte erst jemand in das Quartier sausen, um die richtigen zu holen. Und gerade in der letzten Sekunde, als mein Name draußen schon aufgerusen wurde, bin ich mit dem Anziehen fertig aeworden."

Sachverständigengutachten

im Prozeß gegen die betrügerischen Weinhändler.

Am zweiten Verhandlungstag im Prozeß gegen die Inhaber der Weinfirma Masbach & Feldheim in Mainz kamen die Sachverständigen zu Wort, die sich über die Zu­lässigkeit von Umbenennungen der Weine sowie über die Vermögenslage und Buchführung der Firma äußerten. Dabei wurde festgestellt, daß im Jahre 1934 Vertreter- Provisionen von rund 223 000 Rm. gezahlt wurden. Ein Sachverständiger berichtete, er habe festgestellt, daß Weine beliebig etikettiert und zu verschiedenen Preisen verkauft wurden, die in keinem Verhältnis zur Qualität bezw. zum Einkaufspreis standen. Eine Weinsorte wurde unter 15 verschiedenen Sorten verkauft, undzwarzuPreisenzwischen 0,75 und 2,30 Rm. d i e Flasche. Weitere Sachverständige machten noch grundsätzliche Ausführungen über die Weinbezeichnungen. Der letzte Sachverständige hatte keine Bedenken, gleichartige und gleichwertige Weine unter verschiedenen Bezeichnungen zu verkaufen. Die Verhandlung wurde dann auf Mittwoch­vormittag vertagt. An diesem Tage wird auch das Urteil zu erwarten sein.

Nah und Fern.

Sein Verhängnis das gute Gedächtnis des Ele­fanten. Ein ganz ausgezeichnetes Gedächtnis hatte ein Elefant, der in Hamm zu Reklamezwecken durch die Straßen geführt wurde. Er ergriff plötzlich einen 3i jäh­rigen Mann mit dem Rüssel und richtete ihn so zu, daß der Mann das Bewußtsein verlor und ins Krankenhaus gebracht werden mußte, wo man schwere innere Ver­letzungen feststellte. Wie sich ergab, hatte der Mann bei einem vorangegangenen Stall besuch den Elefanten schwer gereizt, der ihn nun wiedererkannte und nach Elesanten­art bestrafte.

Nebel verursacht schweres Unglück. Ein Knecht aus Willich bei Krefeld überquerte bei dichtem Nebel mit einem Pferdefuhrwerk einen mit ferngesteuerten Schran­ken versehenen Bahnübergang der Strecke München- G l a b 6 ach Willich. Als sich das Fuhrwerk auf dem Bahnkörper befand, wurde die Schranke ferngeschlossen. Das Fuhrwerk wurde von dem heranbrausenden Zuge er­griffen und 30 Meter weit sortgeschleift. Der Knecht war sofort tot. Neben ihm lag das Füllen des trächtigen Pferdes, das diesem buchstäblich aus dem Leibe heraus­gerissen worden war. Das Pferd lag zerfetzt da.

Großer Felssturz in der Sächsischen Schweiz. In den das Elbufer begleitenden Steinbrüchen von P o st e l w i tz ereignete sich ein gewaltiger Felssturz. Eine 30 Meter

Im Paarlaufen waren Marie Herber und Ernst Baier unübertrefflich. Beim Vortrage ihres Olympia-Programms, zu dem ein eigener Musiktext komponiert worden ist, liefen sie so wundervoll, daß der Jubel der Zuschauer kein Ende nehmen wollte. Zweite wurden Eva Prawitz und O. Weiß (Berlin). Im Herren-Einzellaufen war Ernst Baier seinen sechs übrigen Mitbewerbern völlig überlegen. Er war in großartiger Form und meisterte die einzelnen Figuren in einer Vollendung, daß ihm die Preisrichter einmütig den ersten Platz zusprachen. Am nächsten kam ihm Günther Lorenz (Berlin); Dritter wurde Herbert Haertel (Berlin).

Orympia-AuSscherdungskämpfe der depischen Amateurboxer.

Graf unb Runge Turniersieger.

Das Fachamt für Boxen im RfL. veranstaltete zusammen mit der NSG.Kraft durch Freude" im Berliner Sport- p a l a st Olympia-Ausscheidungskämpfe der deutschen A m a - teurboxer. Im Fliegengewicht schlug der 19jährige Graf (Hamburg) den Deutschen Meister Färber (Augsburg) nach Punkten, nachdem er zuvor mit dem gleichen Ergebnis auch den früheren Meister B r o f a z i (Hannover) besiegt hatte; vielleicht hat sich der Hamburger damit einen Platz in der deutschen Olympia-Boxmannschaft erkämpft. Im Schwer­gewicht setzten sich im Endkamps das gute Auge und die ge­naueren Schläge des Meisters Runge (Elberfeld) gegen den stürmisch kämpfenden Schnarre (Recklinghausen) durch Jm Bantamgewicht gewann der Hannoveraner Wilke sicher gegen Stasch (Kassel). Der im Federgewicht für den er­kranktet: Europameister Otto Kästner eingesprungene Dessauer Kram m konnte Meister Büttner H (Breslau) zwar einen großartigen Kamps liefern, aber niemals dessen Sieg gefährden. Im Mittelgewicht gab es eine Überraschung, als der Hamburger Baumgarten Exmeister Bl tim (Altena) glatt auspunktete. Im Halbschwergewicht verlor der für Pietsch-Leipzig eingesprungene R o s e n k r a n z (Barmen) ziemlich hoch gegen Jaspers «Stettin).

Ochmp-Äre lnahme unerwartet stark.

Der Vorstand des Organisationskomitees für die XL Olym­pischen Spiele trat in Berlin zur ersten Sitzung im neuen Jahre zusammen. Generalsekretär Dr. D i e h m teilte aus der Tagung mit, daß nach dem jetzigen Stand der Anmeldungen eine erheblich größere Anzahl von Teil n e h m e r n zu den Spielen erwartet werden müsse, als nach den Erfahrungen der bisherigen Olympischen Spiele angenom men werden konnte Zur Zeit lägen vorläufige Meldungen aus 21 Ländern vor, d h noch nicht einmal aus der Hälfte aller teilnehmenden Länder: trotzdem machten ihre Mannschaften allein schon 3800 Personen aus Rechne man die Aktiven der übrigen 28 Nationen in einer Höhe hinzu, die sich heute schon mit ziemlicher Sicherheit schätzen lasse, so komme man auf etwa ö 3 0 0 Aktive. Das sei mehr als das Drei­fache der Teilnehmerzahl von Los Angeles.

Polens Mannschaft für die Olympischen Winterspiele. Vom polnischen Olympischen Komitee wurden jetzt die nament­lichen Meldungen für die polnischen Teilnehmer an den Olym­pischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen bekannt­gegeben. Danach werden bei den Skiläufen elf Mann an- treten, das Eishockeyturnier wird von vierzehn Spielern be­stritten. Für das Eisschnelläufen wurde nur ein Vertreter genannt.

Lettlands Kandidaten für Garmisch-Partenkirchen konnten nicht trainieren. Die Rigaer Presse weist darauf hin. daß sich die leitländische Mannschaft für die Winterolympiade wegen des völligen Ausbleibens von Frost und Schnee in einer ge­radezu verzweifelten Lage befindet. In diesem Winter hguen die Sportsleute so gut wie gar keine TrakniugsmöglichM, gehabt Der lettländische Wintersportverband werde daher ge­zwungen sein, die Kandidaten für Garmisch-Partenkirchen nach den Leistungen des vorigen Winters zusammenzustellen.

Rheinische Mädels schwammen neue deutsche Rekorde. Drei neue deutsche Bestleistungen stellten jetzt die Schwimme­rinnen von Düsseldors 98 auf: für die 3X100-Meter- Rückenstaffel wurden 4 :32,1 und für die 4X100-Meter-Rücken- staffel 6 :0,7 Minuten benötigt Die 6X50-Meler-Kraulstaffel wurde in nur 3 :31,2 Minuten rurückaeleat.

hohe Felssäule, die von Regen unterwaschen war, brach zusammen. Etwa 5000 Raummeter Gestein nahmen den Weg zu Tal. Der größte Teil kam auf der Ebene unter­halb der Steinbrüche zur Ruhe. Jedoch rollten einige 100 Raummeter Felsen noch weiter über den anschließen­den Abhang hinunter zur Straße PostelwitzSchmilka. Dabei traf ein Felsen von etwa 6000 Zentnern Gewicht das Siedlungshaus eines Forstarbeiters. Es wurde stark beschädigt.

Vom Tifchlergeselleu zum Seeoffizier. Mit dem 1.Ja- nuar 1936 ist der aus Ücker m ü n d e ftammenbe Ober­fähnrich Gustav Schewe zum Leutnant zur See be­fördert worden. Er wurde 1910 geboren und hatte in seiner Heimatstadt das Tischlerhandwerk erlernt. Im Oktober 1928 war er dann als Freiwilliger bei der Marine eingetreten, wo er infolge seiner Tüchtigkeit für die Seeoffizierlausbahn auserwählt wurde.

Dem einen fin Uhl . . ." Ein Handwerksmeister aus Viborg verkaufte einem Liebhaber und Sammler von Bärten seinen Bart, der vierzig Jahre alt ist, und den dazugehörigen Schnurrbart für den schönen Preis von 100 Kronen. Wozu man nur sagen kann:Dem einen sin Uhl, ist dem andern fin Nachtigall."

Arztmord, um den Bruder zu rächen. Ein aus Rumänien stammender Pariser Arzt wurde in seinem Sprechzimmer von einem jungen Mann erschossen, dessen Bruder Patient des Arztes gewesen war. Der Arzt hatte eine falsche Diagnose gestellt und nach Ansicht der Familie des Verstorbenen den Tod des Patienten dadurch mitver­schuldet.

Durch flüssiges Metall getötet. In einer Gießerei tm Departement Basse Indre bei Nantes (Frankreich) explodierte ein Schmelzkessel. Das flüssige Metall erreichte sieben Arbeiter, die in dem Raum beschäftigt waren Einer verbrannte, die sechs übrigen erlitten schwere Ver­letzungen.

Tragisches Schicksal eines Vaters. Zu dem Woh- nungsbrand in Tyldesley (Lancashire), bei dem eine Mutter mit acht Kindern ums Leben kam, erfährt man noch folgende dramatische Einzelheiten. Der Vater der Kinder sprang verabredungsgemäß aus vier Meter Höhe vom Fensterbrett auf die Straße. Vorher hatte er die Kinder, die im Alter von 13 Monaten bis zu 13 Jahren standen, in die Bettdecken eingewickelt und seiner Frau die Anweisung gegeben, sie vom Fenster in seine Arme zu werfen. Die Mutter fiel jedoch in Ohnmacht, und die Kinder wurden ebenfalls vom Rauch überwältigt, wäh­rend der Pater vergeblich versuchte, wieder in die Woh­nung einzudringen.

Deutscher Dirigentenerfolg im Ausland. General­musikdirektor Karl Schuricht dirigierte in A 1 he n mit größtem Erfolge sein erstes Konzert. Die Konzertbesucher spendeten dem deutschen Dirigenten außerordentlich starken Beifall.