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Hütet die Vorräte!

Vernünftige Kontrolle hilft siegen.

Der deutsche Bauer hat die Aufgabe, Treuhänder für die Ernährung des Volkes zu sein. Mit allen ihm zu Gebote stehenden Kräften setzt er sich für eine Erzeugungs­steigerung ein. Was nützt es aber, daß mehr erzeugt wird, wenn keine Maßnahmen für eine sorgsame Aufbewahrung und Pflege der vorhandenen Lebensmittel getroffen wer­den. Es kommt vor allen Dingen darauf an, daß die er­zeugten Produkte vor dem Verderb geschützt werden. Jähr­lich verderben etwa 1,5 Milliarden Rm. an Lebensmitteln. An Abfallverlusten treten in den Haushaltungen nochmals 200 GOO Rm. hinzu. Diese Zahlen erhalten Leben, wenn man sie zu Zahlen der Produktion in Beziehung setzt. Der Wert der gesamten deutschen Kohlenförderung ist etwa ebenso hoch wie die eben angegebenen Zahlen. Der Wert der Eisenerzeugung liegt darunter, der der Kalisalzgewin­nung ist nur ein geringer Teil von der Verlustzahl. Ein Volk in unserer Lage muß sich vor Verschleuderung von nationalen Gütern schützen. Hier muß mit allen Kräften dem vermeidbaren Verderb von Nahrungsmitteln entgegen­gearbeitet werden. Nur so findet die Erzeugungsschlacht des deutschen Bauern ihre sinnvolle Ergänzung.

Aus dem Vogelsberg. Die Hausweberei stand früher hier in großer Blüte. Sie diente nicht nur den Bauern als Winterbeschäftigung, sondern war auch die Er­werbsquelle vieler Leute. Durch die fortschreitende Technik und Industrie wurde sie allmählich zum Verschwinden ge­bracht; aber trotzdem ist sie bis jetzt noch nicht gänzlich aus­gestorben. So kann man auch in diesem Winter noch hie und da einen Hausweber bei der Arbeit sehen; der die Familie mit einem guten Stück Haustuch (Seinen) ver­sorgen will.

Grünberg, 14. Jan. (750-Jahrfeier in Grün- ber g.) In diesem Jahr kann die Stadt Grünberg auf das 750jährige Bestehen der Burg Grünberg, die im Jahre 1186 von dem damaligen Landgrafen Ludwig III. von Thüringen auf demgrünen Berge" errichtet' wurde, zürück- blicken. In einer Beratung, die am Montag abend unter dem Vorsitz des Bürgermeisters stattfand, wurde beschlossen, diese 750-Jahrfeier am 27. und 28. Juni der Bedeutung des Ereignisses entsprechend würdig zu begehen. U. a. soll ein großer Festzug mit historischen Gruppen durchgeführt werden.

Gießen, 14. Jan. (Ungetreuer Steu ersekre- t ä r.) Ter seit dem Jahre 1910 bei dem Finanzamt Fried­berg zuletzt als Steuersekretär beschäftigt gewesenen H. Brück hatte einer Reihe ihm gut bekanter Steuerpflichtigen versprochen, die ihnen zustthenden Steuergutscheine vom Finanzamt mitzubringen. Brück hat auch die Wertpapiere abgehoben, sie aber unterschlagen und an Banken weiter­verkauft. Dabei benutzte er auch gefälschte Vollmachten. Wegen Untreue, Unterschlagung in drei Fällen und Ur­kundenfälschung wurde er von der Großen Strafkammer Gießen zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr sechs Monaten und zu einer Geldstrafe von 1000 Mark sowie zu den Kosten des Verfahrens verurteilt.

Gießen, 14. Januar. (Eine Gießener Aktion gegen Zigeuner.) Im Zuge der Nachforschungen nach : en Zigeunern, die von Frankfurt aus in der bekannten Tevisensthiebungsaffäre in die Wege geleitet wurden, unter­nahm heute die Gendarmerie in Gießen in Gemeinschaft mit der Gießener Kriminalpolizei eine Aktion gegen Zigeuner," die in zwei Wagen in dem Ort Heuchelheim bei Gießen angetroffen wurden. Die ganze Gesellschaft wurde nach Gießen gebracht, wo eine gründliche Durchsuchung der Wohnwagen vorgenommen wurde. Dabei fand man jedoch keine Devisen vor, es stellte sich aber heraus, daß zwei Zigeuner sich gegen das Zigeunergesetz vergangen und ein dritter Zigeuner gegen das Schußwaffengesetz verstoßen hatte. Tie drei Zieuner wurden festgenommen und in Unter­suchungshaft abgeführt. Die übrigen Zigeuner mit ihren Wohnwagen wurden an die Landesgrenze abgeschoben.

Schlüchtern, 14. Jan. (I m Mühlenbetrieb ver­unglückt.) Im Mühlenbetrieb seines Vaters verun­glückte der 16jährige Richard Rothe in Rückers dadurch, daß sich der abgestellte Betrieb infolge des Hochwassers plötzlich in dem Augenblick in Gang setzte, als der junge Mann einen Riemen auf die Scheibe auflegen wollte. Er wurde vom Mühlrad mitgeschleudert. Der junge Mann, dem die Kleider buchstäblich vom Leib gerisien wurden, erlitt schwere Arm- und Schulterbrüche sowie schwere innere Verletzungen.

Hanau, 14. Jan. (Kampf mit Einbrechern.) Am vergangenen Sonntag gegen 17 Uhr hörte ein in der Sternstraße wohnender Geschäftsmann, wie die Tür zu seinem Geschäftsloka! aufgeschlotzen wurde und gleich darauf auch die Ladenklingel ertönte. Zunächst glaubte er, seine abwesende Frau sei zurückgekommen. Als ihm die Sache doch merkwürdig vorkam, ging er von seiner im ersten Stockwerk gelegenen Wohnung nach dem Laden. Wie er gerade im Begriff war, das Licht einzuschalten, wurde ihm aus unmittelbarer Nähe mit einem Stabscheinwerfer ins Gesicht geleuchtet. Zwei fremde Gesichter starrten ihm ent­gegen. Einbrecher und Geschäftsinhaber stürzten sich auf­einander und einer versuchte den andern niederzuringen. Bei dem Ringen kamen sie bis zur Ladentür, wo der eine Einbrecher dem Geschäftsinhaber die Stablampe mit Wucht auf den Kopf schlug. Die Einbrecher entkamen.

Frankfurt a. M., 14. Jan. (Was a l l e s g e st o h l e n wir d.) In einer der letzten Nächte hat ein noch unbe- kanter Täter in dem Vorgarten eines Hauses in der Silber­bornstraße einen zehnjährigen Birnbaum aus der Erde gegraben und unbemerkt fortgeschafft.

Messet bei Tarmstadt, 14. Jan. (Jäher Tod eines Försters.) Einen großen Schrecken erlitten die Gäste der Gastwirtschaft Laumann in Messel. Als der 51jährige Förster Hartmann das Lokal betreten wollte, brach er plötz­lich zusammen. Ein Herzschlag hatte dem Leben dieses be­kannten Forstmannes ein schnelles Ende gesetzt.

Der Autobahnbau nördlich von Frankfurt.

Schon Ende September soll ein Teilstück eingeweiht werden.

Frankfurt a. M., 14. Jan. Bereits vor der Einweihung des Bauabschnittes Frankfurts DarmstadtHeidelberg der Reichsautobahn wurde die Arbeit auf dem nördlich von Frankfurt gelegenen Bauabschnitt begonnen. Die Arbeiten gestalten sich hier verhältnismäßig schwierig, da vielfach mit ungünstigem Untergrund gerechnet werden muß und große Brückenbauten erforderlich sind. So ist gegenwärtig der Bau der 300 Meter langen Brücke über das Urselbachtal im Gange, eines der mächtigsten Bauwerke der Reichsautobahn in unserem Bezirk.

Die nördliche von Frankfurt verlaufende Strecke führt durch ein landschaftlich äußerst reizvolles Gebiet, in dem wichtige Bäder und romantische Flecken liegen, die von der Bahn aus leicht erreicht werden können.

Die Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Monat Dezember 1935 im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen.

Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit:

Die Entwicklung der Zahl der Arbeitslosen im Berichts­monat stand, wie in den beiden vorgchenden Monaten, fast aus­schließlich unter dem Einfluß der winterlichen Witterung. Trotz der nicht unwesentlichen Zunahme blieb die Zahl der Arbeirs- losen Ende Dezember 1935 noch um rund 1100 niedriger als im Dezember 1934. Dabei ist besonders beachtlich, daß die Zahl der Notstandsarbeiter in der gleichen Zeit um über 14 000 zurück­gegangen ist, so daß in der freien Wirtschaft gegenwärtig noch über 15 000 Volksgenossen mehr beschäftigt sind als vor einem Jahr. Die industrielle Beschäftigung blieb also auch in diesem Winter weiterhin außerordentlich stabil.

Von den Arbeitsämtern im Landesarbeitsamtsbezirk Hessen wurden Ende Dezember insgesamt 154 721 Arbeitslose betreut, davon waren 15 535 oder 10,4 v. H. Frauen. Die Zahl der Ar­beitslosen lag zu diesem Zeitpunkt um rund 24 700 oder 19 v. H. höher als Ende November. Der Gesamtzugang an Arbeitslosen geht ausschließlich zu Lasten der Männer, während die Zahl der arbeitslosen Frauen sich noch um fast 100 verminderte. Die Zu­nahme entfällt mit rund 17 700 oder 71,3 v. H. auf die Saison- autzenderuse; am größten war sie in der Berufsgruppe Bau­gewerbe (plus 9390), bei den Angelernten aus den Saison­derufen (plus 3674) und in der Industrie der Steine und Erden (plus 2818). Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Verkehrsge­

Trotz aller Schwierigkeiten soll ein weiterer Teilab­schnitt der Reichsautobahn, nämlich die Strecke Frank­furt Bad-Nauheim, bis zum 23. September 1936 fertiggestellt sein, so daß sie bis zu diesem Termin einge­weiht werden kann.

Rhein-Mainischer Garantieverband.

Bisher 13 0 0 Kreditanträge.

Frankfurt a. M., 14. Jan. Der zur Erleichterung der Kredit­aufnahme im Rhein-Mainischen Wirtschaftsgebiet gegründete Rhein-Mainifche Garantieverband G.m.b.H. Frankfurt a. M. (Börse) wird nach wie vor aus allen Kreisen der Wirtschaft, ins­besondere von kreditbedürftigen Handwerkern, Gewerbetreiben­den, Hausbesitzern usw. lebhaft in Anspruch genommen. Bisher sind rund 1300 Kreditanträge über mehr als 3,5 Mill. Mark ein­gereicht worden, die zum größten Teil genehmigt werden konn­ten. Die Zahl der Fälle, in denen Ablehnungen erteilt werden mußten, ist im verfloenen Jahr stark zurückgegangen. Wie be­kannt, kommt der Verband für alle Kreditsucher in Frage, die für Arbeitsbeschaffungszwecke Kredit benötigen, aber die für Kreditinstitute im allgemeinen erforderliche bank- oder satzungs­mäßige Sicherheit nicht stellen können. Der Garantieverband ersetzt durch seine Garantie die fehlende bankmäßige Sicherheit und begnügt sich mit anderweitigen Sicherheiten, nachstelliger Erundschuld, Privatbürgschaft. Abtretung von Ausständen, Sicherheits'ubereignung oder Pfandbestellung. In geeigneten Fällen kann auch reiner Personalkredit gewährt werden, sofern es die persönlichen Eigenschaften des Gesuchstellers, insbesondere Charakter und Tüchtigkeit und seine wirtschaftlichen Verhältnisse, vertretbar erscheinen lassen. Die Kreditgrenze beträgt im all­gemeinen 5000 Mark, jedoch kann in besonderen Fällen auch ein höherer Betrag garantiert werden. Der Verband steht für die Finanzierung von Instandsetzungen und Umbauten, von Liefe- rungs- und sonstigen Aufträgen, für Betriebskredite, für Kredite zur Bezahlung von Handwerkerrechnungen und auch für Zwi- fchenkredite für Neubauten zur Verfügung. Weitere Auskünfte und die erforderlichen Vordrucke sind bei den angöfchlosienen Danken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften, sowie beim Ver­band selbst erhältlich.

Letzte Nachrichten.

Absturz eines amerikanischen Großflugzeuges.

17 Tote.

Newyork, 15. Zan. (Funkmeldung.) Ein Passagier­flugzeug der American Air Lines, das sich auf dem Fluge von Newark nach Los Angeles befand, stürzte in der Nähe von Goodwin im Staate Arcanfas ab. 14 Fluggäste, die beiden Piloten und die Stewardesie fanden den Tod. Die Trümmer des Flugzeuges liegen in einem beinahe unzu­gänglichem Sumpfgebiet.

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Das Flugzeugunglück bei Goodwin.

Newyork, 15. Jan. (Funkmeldung.) Der Flugzeug­absturz bei Goodwin ist der größte Unglücksfall in der Ge­schichte des amerikanischen Flugverkehrs. Die Farmer, die sich nach stundenlangem Suchen im Sumpfdickicht und Ge­strüpp bis an die Unfallstelle heranarbeiteten, berichten, daß die Flugzeugtrümmer 100 Meter im Umkreis zerstreut liegen. Die Leichen der 17 Insassen seien bis zur Unkennt­lichkeit verstümmelt. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht geklärt.

Das Musterbeispiel eines Emigranten.

In Schweden nach großen Betrügereien verhaftet

Die schwedische ZeitungAllehanda" bringt die auf­sehenerregende Nachricht, daß ein aus Deutschland emigrierter Schriftsteller von den schwedischen Behörden als Betrüger entlarvt und verhaftet worden ist. Es handelt sich um einen Mann, der beson­ders in literarischen Kreisen verkehrte. Er behauptete, daß er nach der Machtübernahmeins Konzentrationslager ge­kommen und dort mißhandelt" worden sei. Er stellte sich unter dem Namen Herbert Müller vor, habe jedoch seine Bücher unter dem Pseudonym Peter Martin Lampel geschrieben und fei mit dem Kleistpreis aus­gezeichnet worden. Mit einem schwedischen Verleger ver­handelte er über die Herausgabe einer internationalen Zeitschrift, dieDie große Glocke" heißen sollte. In den verschiedensten internationalen Kreisen und von der jüdischen Gemeinde in Stockholm wurde e r s i n a n z i e l l u n t e r st ü tz t und unternahm nach den nordischen Nachbarländern Vortragsreisen. Er wurde entlarvt, als kürzlich in Deutschland ein neues Buch von Peter Martin Lampel erschien. Die Kriminalpolizei stellte fest, daß Müller Unterschlagungen und Sittlichkeitsverbrechen begangen habe. Er wurde deshalb in Haft genommen und dürfte aus Schweden ausgewiesen Wetrden.

werbe hatten einen kaum ins Gewicht fallenden Zugang von insgesamt 1800 Arbeitslosen. Die Zunahme in den hauptsäch­lichsten, vorwiegend von der Konjunktur abhängigen Industrie­zweigen war absolut und verhältnismäßig nur gering; sie ist zudem größtenteils auf die Rückkehr aus berufsfremder Arbeit (vorwiegend aus Notftandsarbeiten) zurückzuführen. Zum Bei­spiel stieg die Zahl der Arbeitslosen in der Metallindustrie nur um 1370," sie ist trotzdem aber immer noch um 3687 niedriger als am 31. Dezember 1934. Die Berufsgrupe Ledererzeugung und -Verarbeiter hat z. Z. einen um 1047 niedriger liegenden Ar- deitslosenstand als im Vorjahre. In der Berufsgruppe Kauf­männische und Büro-Angestellte konnte der Arbeitseinsatz sogar noch gesteigert werden, in dieser Gruppe ging die Zahl der Ar­beitslosen um 300 zurück; der Stand von Ende Dezember 1934 ist somit um 2079 unterschritten.

Im gleichen Verhältnis wie die Zahl der Arbeitslosen, ist auch die Zahl der Unterstützungs-Empfänger in den einzelnen Unterstützungs-Einrichtungen gestiegen. Ende Dezember wurden in der Arbeitslosenversicherung 36 857, in der Krisenfürsorge 53 878 Hauptunterstützungsempfänger gezählt gegenüber 25 559 bzw. 48 670 Ende November 1935. Die Zahl der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen betrug Ende des Monats 26 931, davon waren 3656 Frauen. In der werteschaffenden Arbeitslosenhilfe waren Ende Dezember nur noch 8016 Notstandsarbeiter beschäf­tigt gegen 11421 am 30. November 1935.

Aus der Bewegung.

Die Reichskassenverwalter der Gliederungen der NSDAP.

Der Reichsschatzmeister der NSDAP., Schwarz, hat in der nachstehenden Bekanntgabe die Reichskassenverwalter der einzelnen Gliederungen benannt:

Nachfolgend gebe ich die Reichskassenverwalter der Gliede­rungen des NSDAP, gemäß §§ 13, 14 und 20 der Ersten Aus- führungsbestimmung über die Verordnung zur Durchsülwung des Gesetzes zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat vom 29. April 1935 (RGBl. 1, Seite 583) bekannt: Georg Pappes, kommissarischer Reichskassenverwalter der SA., München, Oberste SA.-Führung, Barerstratze 11; Oswald Pohl, Reichskassenverwalter der SS., München, Reichs- führung SS., Gabelsbergerstratze 31; August Koebele, Reichskassenverwalter des NSKK., München, Korpsführung des NSKK., Brienner Stratze 41; Georg Berger, Reichs­kassenverwalter der Hitler-Jugend (einschl. des Jungvolks, des Bundes Deutscher Madel und der Jungmädel), Berlin NW 40, Reichsjugendsührung, Kronprinzenufer IO; Martin Fros ch - au er, Reichskassenverwalter des Nat.-Soz. Deutschen Stu- dentenbundes, München, Reichsführung des Nat.-Soz. Deut­schen Studentenbundes, Barerstratze 15; Hans Wolfs, Reichskassenverwalter der Nationalsozialistischen Frauenschaft, München, Reichskassenverwaltung der Nationalsozialistischen Fraucnschaft, Barerstraße 15."

Die Hilfskasse der NSDAP.

Der Reichsschatzmeister der NSDAP, macht bekannt, daß Mitglieder der NS.-Frauenschasl sowie Walter und Warte der der NSDAP, angeschlossenen Verbände, die nicht Parteimit­glieder sind, in gleicher Weise wie Parteimitglieder der Hilss- kasse der NSDAP, angeschlossen werden können

Oberprimaner können vom HJ.-Dienst befreit werden.

Der Reichserziehungsminister teilt mit:Der Herr Reichs- jugendsührer Hai angeordnet, daß die Oberprimaner und Ober- primancrinnen der Höheren Schulen, die der HF. angeyoren^ im letzkèn 'Sckmlhalbjahr vor der R e > f e p r ü f n u g -am*. Antrag vom Dienst befreit werden. Ich ersuche, dafür Sorge zu tragen, daß die in Betracht kommenden Oberprimaner und Oberprimanerinnen zu gegebener Zeit auf diese Anordnung aufmerksam gemacht werden.

Schulungstagung des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft im Deutschen Frauenwerk.

Der Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft im Deutschen Frauenwerk hält seit dem 6. Januar bis zum 11. Januar eine Schulungswoche für Kolonialfrauen in den Räumen der Reichsarbeitsrichtschule der NS.-Frauenschaft in Berlin ab. Die Teilnehmerinnen sind vorwiegend Gauverbandsvorsitzen de des Bundes, die aus allen Teilen des Reiches herbeikommen, um sich über die heutigen Aufgaben und Ziele ihrer Arbeit in den früheren deutschen Kolonien unterrichten zu lassen. Der Frauenbund unterzieht sich damit einer sehr dankenswerten Aufgabe, da neben der kolonialen auch eine nationalsozialistisch-weltanschau­liche Schulung hergeht, in der die Kolonialfrauen besonders aus ihre Verantwortung der Heranwachsenden Jugend gegen­über hingewiesen werden.

Ein Referat der Reichsfrauenführerin, Frau Gertrud Scholtz-Klink, gibt der Schulungswoche besondere Be­deutung.

Die DAF. vertritt auch ausländische Arbeiter.

Ein Holländer, der im Kreise Dinslaken beschäftigt war, klagte auf Nachzahlung von Lohn, auf ein ordentliches Zeug­nis und auf ein? Erklärung, da er in seiner Ehre gekränkt war. Der Holländer wurde durch die DAF. vertreten. Der Antragsgegner wurde wegen seines Verhaltens ermahnt uno hingewiesen, daß er die Pflicht habe, darauf zu achten, daß seine Gefolgschaft anständig behandelt wird. Ebenso nahm der Antragsgegner in einer schriftlichen Erklärung die gegen den Antragsteller ausgesprochene Ehrenkränkung mit Bedauern zurück.

Änderuugeu der Richtlinien über die Mitgliedschaft zur DAF.

Der Reichslciter der DAF., Pg. Dr. Leh, hat, laut Jndie", eine Anordnung erlassen, wonach Mitglied der Deutschen Arbeitsfront im Deutschen Reich nur der werden kann, der Reichsbürger im Sinne des Reichsbürger- gesetzes, vom 15. September 1935, und der Durchführungs­bestimmungen zu diesem Gesetz, vom 14. November 1935, ist Der Punkt 2a/2 derRichtlinien über die Mitgliedschaft der Deutschen Arbeitsfront", der als Aufnahmebedingung rein arische A b st a m m u n g vorsieht, wird außer Kraft gesetzt.

Neue HJ.-Zeitschrift für Feiergestaltung.

Soeben erscheint das erste Heft der amtlichen HJ.-Zeit­schrift für Feier- und FreizeitgestaltungDie S p i e l s ch a r" (ehemalsSpielgemeinde", Verlag Arwed Strauch, Leipzig, Preis vierteljährlich 1,50 Mark). Ein Geleitwort des Reichs- jugendsührers bestimmt das Wesen und die Tätigkeit der Spielscharen, die für die Durchsetzung des Kulturwillcns der Jugend unersetzlich sind:Sie sind die jungen Regimenter, die sich in der Entscheidungsschlacht zwischen Kunst und Kitsch, zwischen Wahrheit und Lüge siegreich zu schlagen haben. Die Arbeit unserer Spielscharcn ist somit zum mindestens ebenso wichtig wie die allgemeine politische Erziehung unserer Jugend. Wenn die Legende vom amusischen Nationalsozialismus über­wunden wurde, so hat die Jugend Adolf Hitlers dies voll­bracht."

Führertagung des NSLB. am 28. Januar in Bayreuth.

Gauleiter und Hauptamtsleiter Pg. Wächtler hat sämt­liche Gauamtsleiter, Gattgeschäftsführer, Neichssachschastsleiter und Reichsfachreferenten des Hauptamtes für Erzieher zum 28. Januar nach B a y r e u t b geladen. Diese Tagung ivirb dadurch ihre besondere Bedeutung erhalten, weil Pg. Wächtler sie zu einer Programmkundgebuna für die künftige Arbeit des NSLB. auszugestalten gedenkt.