Amerikas Agrarkrise.
Roosevelts zweite Niederlage. — Gründe und Hintergründe der amerikanischen Landwirtschaftspolitik.
Eine zweite schwere Niederlage hat der Präsident der Vereinigten Staaten in diesen Tagen erlitten. Der Oberste Gerichtsbos bat erklärt, daß das „landwirtschaftliche Ausgleichsgesetz", das für die Roosevelt-Aera charakteristisch war, verfassungswidrig sei. Schon die Ungültigkeitserklärung des Nira-Gesetzes hatte im vergangenen Sommer die Stellung Roosevelts stark geschwächt. Nur die Farmer, denen das Gesetzeswerk Roosevelts nach wie vor einträgliche Einkünfte verschaffte, hielten mit den demokratischen Parteianhängern fest an Roosevelts Programm. Der erste Angriff auf seine Landwirtschaftsgesetzgebung ging von denjenigen aus, die seit 1933 die Kosten für die Farmerhilfe aufbringen mußten, nämlich den Verarbeitern der Agrarerzeugnisse.
Das landwirtschaftliche Ausgleichsgesetz wurde 1933 von Roosevelt ins Leben gerufen. Es war als eine Art Entschädigung für die großen Verluste, die die Farmer in den Jahren des landwirtschaftlichen Preisverfalls erlitten hatten, gedacht. Es gipfelte in der Bestimmung der Einschränkung der landwirtschaftlichen Anbaufläche und damit der Erzeugung. Auf diese Weise sollte es dem Staat leicht gemacht werden, den Umfang der Erzeugung zu kontrollieren und Mengen und Preis in ein angeblich „gesundes" Verhältnis zueinander zu bringen. Für diese Einschränkung der Anbaufläche erhielten die Farmer, die sich freiwillig zur Verminderung des Anbaus bereit erklärten, hohe Prämien gezahlt. In den letzten zwei Jahren erhielten etwa drei Millionen Farmer mehr als eine Milliarde Dollar Entschädigung. Nach und nach bemächtigte sich der verarbeitenden Kreise Unzufriedenheit über die Steueraufbringung, die sie als überflüssige Last empfanden. Die Unzufriedenheit wuchs, als das System Roosevelt durch die Ungültigkeitserklärung der Nira-Gesetze erstmalig ins Schwanken geriet. Und wie immer, wenn ein Staatsmann Schiffbruch mit seinem Programm erleidet, sagte ein Teil der bisherigen Anhänger Roosevelts die Gefolgschaft auf. Ein Staat nach dem anderen entschied sich dahin, daß die Landwirtschaftsgesetze verfassungswidrig seien. Die Verarbeitungskreise lehnten in der Folge die Aufbringung der Verarbeitungssteuern ab, und der Regierung blieb nichts anderes übrig, als die Abgaben an die Landwirtschaft aus eigenen Mitteln zu zahlen.
Nachdem nun auch der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten sich der Auffassung angeschlossen hat, daß die landwirtschaftlichen Ausgleichsgesetze widerrechtlich seien, mußten die Zahlungen an die Farmer zwangsläufig sofort eingestellt werden. Zum größten Leidwesen der Farmer selbst, zum vielleicht weniger großen Roosevelts, der sich neuerdings zu einer großzügigen Sparparole bekannt hat, von der man wohl annehmen darf, daß sie im engsten Zusammenhang mit dem bevorstehenden Wahlkampf in USA. steht. Einstweilen verlangen die Farmer wenigstens Entschädigungen für die Einschränkungen der Anbauflächen, die vor Fällung der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes bereits angemeldet waren. Wie weit sie durchdringen werden mit ihrer Forderung, wird die Zukunft lehren. Roosevelt hat ihnen zwar Hilfe zugesagt, hat von einer „moralischen Verpflichtung zur Zahlung" gesprochen. Einstweilen aber ballen sich drohende Wolken über den Staaten zusammen. An den internationalen Warenmärkten, vor allem an den amerikanischen und englischen Baumwoll- und Weizenmärkten, haben die Preise einen schweren Einbruch erlitten, teilweise um 11 bis 16 Punkte. Verständlicherweise, denn,- so rechnen die Interessenten, jetzt werden die bisher künstlich hochgehaltenen Preise zwangsläufig fallen müssen, zumal sich die Farmer schon aus persönlichen Gewinnrücksichten heraus in Zukunft mit aller Energie auf eine neuerliche Ausweitung ihrer Anbauflächen stürzen werden, um wenigstens durch möglichst große Mengenerzeugung bei kleinen Preisen d i e Verluste am Preis wettzumachen, die ihnen aus der aufgehobenen Farmerhilfe entstehen. Ob dagegen das Farmerproblem durch die neuen Verhältnisse geklärt werden kann, ist mehr als zweifelhaft. Genaue Kenner der Vereinigten Staaten und ihrer Agrarverhältnisfe versichern, daß die Lösung des amerikanischen Farmerproblems eine Unmöglichkeit darstellt, und zwar deswegen, weil es einmal heute in Amerika mindestens eine Million Farmerfamilien zu viel gibt, für die man beim besten Willen angesichts des riesigen Arbeitslosenheeres der Vereinigten Staaten keine neuen Beschäftigungsmöglichkeiten weiß, und zum anderen, weil der amerikanische Bauer zu hohe Ansprüche an das äußere Leben (Radio, Auto usw.) stellt,
Um die gegenwärtigen Vorgänge in USA. zu verstehen, muß man ein wenig in der Entwicklungsgeschichte der amerikanischen Landwirtschaft zurückblättern. Ursprünglich war es so, daß man dankbar vom Boden hinnahm, was der Boden hergab, und er gab reichlich, denn überall noch fand man jungfräuliches, bis dahin unangebautes Land. Der Reichtum des Bodens aber wurde zum Verhängnis, als man in Amerika, vor allem in der Kriegszeit, dazu überging, sich gewaltsam auf die Massen- erzeugung (ebenso wie in der Industrie!) einzustellen. Die in den Krieg verwickelten Staaten waren damals dankbare Abnehmer jeder Menge von Lebensmitteln. Zur Steigerung des Ertrages ging man schnellstens zur intensiven Wirtschaftsweise über, holte mit den hervorragendsten technischen Mitteln das denkbar Mögliche aus dem Boden heraus, bis man eines Tages mit' Entsetzen feststellen mußte, daß die Abnehmer für diese Ernteschätze ausblieben und daß die bisherigen Kunden mehr und mehr ihren Bedarf aus eigener Scholle zu decken versuchten. Was sollte der Farmer jetzt mit seinem Überfluß machen? Steuern und Zinsen und Abgaben blieben dieselben, die Ausgaben aber sanken. Je mehr er anbckute, um so starker fielen die Preise, um so weniger wurde ihm der Lohn seiner Arbeit zuteil. In dieser zwiespältigen Lage erschien Roosevelts Hilfsplan wie eine Erlösung. Roosevelt hoffte, durch vorgetäuschte Wirtschaftsblüte die Farmer bei Laune zü halten, ließ nicht nur riesige Mengen Weizen, Baumwolle, Reis, Tabak, Zucker und Vieh staatlicherseits aufkaufen, sondern auch großenteils vernichten, verbrennen, ins Meer schütten, um den preisdrückenden Überfluß zu beseitigen. Darüber hinaus ließ er den Anbau vermindern. Wie zweischneidig dieser Vorgang war, zeigte sich bereits in den Jahren 1934 und 1935, in denen die Ernteerträge weit hinter denen der Normaljahre 1928 bis 1931 zurückblieben. Die enorme Dürre hatte ungeheure Werte zerstört, und durch die vorher betriebene künstliche Vernichtung großer Erntebestände wurde mit einem Male der Mangel an Reserven doppelt empfindlich fpürbar. Im Sommer 1935 waren die Angebote so knapp und die Preise so hoch, daß die Hausfrauen, die in den Vereinigten Staaten nahezu allmächtig sind, offen in den Käuferstreik traten.
Die Luftfahrt bringt die Völker einander näher.
Neichsluftfahrtminister Göring sprach bei dem Empfang der ausländischen Luftfahrtvertreter.
Die Deutsche L u f 1 h a n s a hatte zu Ehren der an der Jata-Tagung in Berlin teilnehmenden Vertreter von siebzehn verschiedenen Lnftverkehrsgesellschaften sowie aus Anlaß ihres zehnjährigen Bestehens zu einem E m p f a n g im Kaiserhof eingeladen, an dem auch der Reichsminister für Luftfahrt, General der Flieger Her- manu Göring, sowie Staatssekretär Generalleutnant Milch teilnahmen.
Nach der Begrüßungsrede des Staatssekretärs Milch sprach G ö r i n g. Der Minister gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß es auch auf dieser Konferenz der Jam gelungen sei, dringende Fragen der internationalen Handelsluftfahrt einer guten Lösung entgegenzuführen.
Bor allem handele es sich darum, die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit der Verkehrsflugzeuge zu steigern.
Diese Aufgabe könnte am besten durch eine freundschaftliche internationale Zusammenarbeit gelöst werden. Man könne deutscherseits wohl ohne Amuaßung sagen, daß die Arbeit der D e u t s ch e n Lufthansa auf vielen Gebieten Vorbild für alle anderen Luftverkehrsunternehmen gewesen sei. Die Lufthansa sei wahrhaft zu dem Kernstück der deutschen Luftfahrt geworden und bilde in echtem fliegerischen Geist das Bindeglied zwischen der alten glorreichen Fliegertruppe und der jungen deutschen Luftwaffe. Die Tagung der Jara habe wieder einmal bewiesen, daß der Geist der Kameradschaft am stärksten unter den Fliegern aller Länder vertreten sei. Daher seien auch
die Flieger die besten Förderer einer internationalen Zusammenarbeit.
Der Geist der Luftfahrt bringe die Völker einander näher, und die Luftverkehrsgesellschaften ständen an erster Stelle im Dienst der Völkerverbindung und Völkerversöhnuug. Der Minister schloß seine Ausführungen mit dem Wunsche, daß es dem edlen Wettstreit aller Luftverkehrsgesellschaften gelingen möge, allmählich den Luftraum über alle Erdteile und Meere zu erschließen nnd hierdurch wesentlich zu der Annäherung der Völker untereinander beantragen.
Me Tatsachen sprachen offen gegen die Rooseveltschen Erzeugungsbeschränkung.
Noch weiß niemand, wie die amerikanische Farmerfrage weiter gelöst werden soll. Aber vielleicht, vielleicht wird über den Umweg der Ungültigkeitserklärung der Farmerhilfe der Weg frei zu einem wieder gefunden Austausch amerikanischer landwirtschaftlicher Erzeugnisse liegen die Fertigwaren anderer Länder, der in den letzten Jahren an dem übertrieben hohen, künstlich gehaltenen Preisniveau der Vereinigten Staaten scheiterte.
L. H a m e l.
Geburtstaasglückwünsche für Preußens Ministerpräsidenten.
Der preußische Ministerpräsident Hermann Göring empfing am Sonntagvormittag aus Anlaß seines 4 3. Geburtstages in Berlin die Mitglieder des preußischen Staats mini steriums und die Vertreter aller Behörden, die ihm unterstellt sind. Außer den Mitgliedern des Staatsminifterium« erschienen der Staatssekretär des Reichsluftfahrlministertums, Vertreter der Luftwaffe, Vertreter der Geheimen Staatspolizei, die Leiter des Reichssportamtes und Der Reichsjägerschaft, weiter Vertreter der Mitglieder der preußischen Staatstheater und Vertreter der Beamtenschaft des Reichstages. Der Ministerpräsident empfing dann weiter Vertreter des Preußischen Siaatsrates zur Entgegennahme der Glückwünsche In den Mittag- stunden fand ein allgemeiner Empfang statt, an dem auch Mitglieder der Reichsregierung und viele Männer aus den Gliederungen der Bewegung teilnahmen.
Vorher brachten dem preußischen Ministerpräsidenten Musikkorps des Reichsheeres, der Luftwaffe, des Arbeitsdienstes, des Regiments General Göring, der SA., der SS. und des Feldjägerkorps ein Morgenkonzert dar, bei dem die Kapellen teils die Märsche ihrer Formationen spielten und zum Schluß gemeinsam die Lieblingsmärsche des Ministerpräsidenten, den Badenweiler Marsch und Preußens Gloria, zu Gehör brachten Der preußische Ministerpräsident sprach für diese Vorführungen seinen besonderen Dank aus.
überraschend tauchte plötzlich ein kleines Berliner Mädel auf, das dem Ministerpräsidenten gratulierte und ihm ein Blumengebinde überreichte, weil es, wie es sagte, „mit General Göring zusammen Geburtstag habe". Es konnte daraufhin nun auch seinerseits im Haus des Ministerpräsidenten ein Geburtstagsgeschenk in Empfang nehmen.
Opernbatt 1936.
Der Opernball 1936, der auf Einladung des Ministerpräsidenten Göring am Sonnabend veranstaltete Ball der preußischen Staatstheater, stand im Zeichen der Würde des Hauses, in dem er stattfand. Die schönen Räume der Staatsoper waren durch die neuen, von Künstlern erdachten und erschaffenen Einbauten, die auch in Zukunft bei großen Staatsakten und festlichen Veranstaltungen Verwendung finden werden, der Rahmen für einen Abend der Kultur und der Tradition dieser Stätte. Künstlerische Darbietungen leiteten den Ball ein. Abschluß und Höhepunkt bildete ein Walzer, einfallsreich und mit außerordentlichem Können von der gesamten Tanzgruppe der Staatsoper getanzt, der mit großem Beifall ausgenommen wurde. Die zahlreichen Gäste, unter ihnen Mitglieder des Reichskabinetts, Reichsleiter, führende Persönlichkeiten der Partei und des Staates, fast alle Botschafter, viele Gesandten und hervorragende Vertreter des künstlerischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens der Reichshauptstadt blieben noch lange in den schönen und geschmackvoll ausgestalteten Räumen zusammen.
Zusammenarbeit für den Frieden.
Rudolf Heß bei der Deutsch-Englischen Gesellschaft.
Die Deutsch - Englische Gesellschaft, die sich ebenso wie ihre Brudergesellschaft, die Anglo-German- Fellowship, die Vertiefung des deutsch-eng- lischen Verständnisses zum Ziele gesetzt hat,
Die Einstellung Freiwilliger bei der Lustwaffe.
Termine und Bedingungen. — Auskunft bei den Wehrbezirkskommandos.
Das Reichsluftfahrtministerium hat die Richtlinien für die Einstellung von Freiwilligen in die Lnftwaffe be- bekanntgegeben, in dem cs u. a. heißt:
Die nächsten Einstellungen von Freiwilligen in mc Luftwaffe erfolgen im Frühjahr (16. 4j und im Herbst (1. io.) 1936. Meldeschluß für die Frühjahrseinstellung am 15. März 1936, für die Herbsteinstellung am 30. April 1936. Für die Einstellung kommen in Frage: Für die Fliegertruppe Bewerber von 18 bis 23 Jahren; für die Flakartillerie, Luftnachrichtentruppe und Regiment General Göring Bewerber von 18 bis 25 Jahren. Bewerber aus den Geburtsjahrgängen 1915 bis 1918 müssen vor der Einstellung ihrer Arbeitsdienstpflicht genügt haben.
Die Freiwilligen für die Flieger- und Luftnachrrchten- truppe müssen sich auf eine Dienstzeit von viereinhalb Jahren verpflichten. Bei Verwendung als fliegendes Personal wird eine Zusatzverpflichtung aus insgesamt zwölf Jahre gefordert. Die Freiwilligen für die Flakartillerie verpflichten sich auf ein Jahr, zweijährige Verpflichtung erwünscht. „ .. .
Bewerber,die noch nicht g e m u st e r t s i n d, müssen sich persönlich bei der zuständigen polizeilichen Meldebehörde in die Wehrstammrolle eintragen lassen und die Ausstellung eines Freiwilligenscheins für den Eintritt in den aktiven Wehrdienst beantragen. Angehörige der bereits gemusterten Jahrgänge 1914 und 1915 brauchen sich bei der polizeilichen Meldebehörde nicht zu melden.
Dann melden sich die Bewerber möglichst schriftlich bei dem Truppenteil. Auskünfte erteilt das für den Wohnsitz zuständige Wehrbezirkskommando, in der entmilitarisierten Zone die Untere Ersatzbehörde.
hielt ihre erste Mitgliederversammlung in der Reichs- Hauptstadt ab. Nach einem Empfang beim Präsidenten der Gesellschaft, dem Herzog von Koburg, vereinte ein Abendessen im Aero-Club von Deutschland die Gesellschaft und ihre Gäste wenige Stunden später erneut in Gegenwart des Stellvertreters des Führers. Rudolf Heß. Der Herzog von Koburg wandte sich in seiner Begrüßungsansprache an die englischen Gäste, wobei er u. a. ausführte: „Ich versichere Ihnen, daß alles, was wir Ihnen in diesen Tagen sagen und zeigen, der Tiefe des Gefühls entspricht, das das deutsche Volk — und zwar aus Überzeugung — dem Werte eines deutschenglischen Verstehens entgegenbringt. Die Deutsch-Englische Gesellschaft und die Anglo-German-Fellowship
erstreben nichts anderes, als die Freundschaft zwischen unseren Ländern zu fördern und für beide nützlich zu Pflegen.
Auf uneingeschränkter gegenseitiger Achtung hauen wir, die zukünftige Freundschaft unserer Länder auf?
Im Laufe des Abends dankte der Präsident der Anglo-German-Fellowship, Lord M o u n t T e m p l e, für die Gastfreundschaft der Deutsch-Englischen Gesellschaft und lud die Gastgeber herzlich ein, demnächst wiederum nach London zu kommen. Er erklärte dann- „Die freundschaftlichen Gefühle des englischen Volkes gegenüber seinen deutschen Vettern sind stärker, als Sie es sich vorstellen, und unsere öffentliche Meinung ist überzeugt, daß eine endgültige und klare Verständigung zwischen unseren beiden Völkern zustande kommen muß."
Englische Gäste auf dem Ireichssportfeld.
Einer Einladung des Reichssportführers von Tscham- mer und Osten folgend, besichtigten die Mitglieder der Anglo-German-Felloship das Reichssportfeld. Von deutscher Seite hatten sich u. a. der Präsident der Deutsch-Englischen Gesellschaft SA.-Gruppenführer Herzog von Koburg, der Präsident des Organisationskomitees für die XL Olympiade, Staatssekretär a. D. Dr. L e w a l d , und der Attslandspressechef der NSDAP., Dr. H a n f st a e n g l, eingesunden.
Nach einer Begrüßung durch den Reichssportführer erklärte Dr. Lewald den Gästen an Hand eines Modells die Anlagen. Dann wurde unter Führung des Reichssportführers ein Rundgang durch das Reichssportfeld angetreten, der einen ausgezeichneten Einblick in die Größe dieses sportlichen Kampfgeländes vermittelte. Die englischen Gäste waren von dem Gesehenen sichtlich beeindruckt und verliehen in beredten Worten ihrer hohen Anerkennuna Ausdruck.
Aeues Heim der Stockholmer Deutschen.
_ Ä Vom fünften Stockwerk eines stattlichen Hauses in S t o ck h o l m weht zum erstenmal die Hakenkreuzfahne: Das neue Deutsche Kolonieheim öffnete seine Worten. Die Einweihung wurde zu einer würdigen Feierstunde. Nach einer Ansprache des von der Landesgruppe der NSDAP, beauftragten Leiters des Kolonie- Heimes, Ludwigs, übergab der deutsche Geschäftsträger, Legalionsrat Dr. Meynen, mit den besten Wünschen diese bisher wohl einzig dastehende Versammlungsstätte feinet Bestimmung.
Schweden verstärkt seine Rüstung.
König Gustaf kündigt Steuerherabsetzungen an.
Die feierliche Eröffnung des schwedischen Reichstages wurde im weißen Marmorsaal des Schlosses in Anwesenheit der königlichen Familie, der Negierung und des Diplomatischen Korps durch den König vollzogen. In der Thronrede ging König Gustaf zunächst auf die weltpolitische Lage ein. Dem Reichstage werde in dieser Tagung ein Vorschlag für eine Neuordnung der Landesverteidigung vorgelegt werden. Die Neuordnung habe eine Verstärkung der Verteidigungsmittel auf der Grundlage der Beschlüsse des Ausschusses für Landesverteidigung zum Ziel. Vor allem sei eine beträchtliche Verstärkn ng der Luftflotte und der Luftabwehr ins Auge gefaßt. Der Nüstungsetat wird erhöht und der Ausbau der Festungs- anlageu aus der Insel Gotland durchgeführt werden. Eine Überraschung brachte die Thronrede, indem sie eine beträchtliche Herabsetzung der Steuern an- kündigte.