Friedrich dem Großen wurde berichtet, daß sich in seinem Wachregimeni ein Soldat befinde, der eine auffallende Uhrkette trüge, die den Besitz einer Uhr vortäuschen solle. In Wirklichkeit habe er gar keine und erwecke wohl nur aus Eitelkeit den Anschein.
Der König wollte den eitlen Gesellen bloßstellen. Als der Posten beim Schloß Wache stand, ging Friedrich auf ihn zu: „Kann Er mir sagen, wie spät es ist? Meine Uhr ist stehengeblieben."
Der Soldat war sehr verlegen und starrte seinen König nur wortlos an.
Da zog der Soldat die Kette heraus, an der statt einer Uhr eine Flintenkugel befestigt war. Friedrich der Große lächelte; aber ehe er zu Wort kam, erklärte der Posten mit fester Stimme:
„Diese Kugel zeigt zwar nicht die Stunden an Majestät, aber sie erinnert mich immer an meine Pflicht, zu jeder Stunde, wenn es sein muß, für meinen König zu sterben!"
Am nächsten Tag trug der Soldat an seiner Kette eine goldene Uhr mit den Initialen seines Königs. »
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Napoleon an die „braven Säckser"
Unter den Leipziger Erinnerungsstücken an die Völkerschlacht befindet sich auch die Niederschrift einer deutschen llebersetzung der letzten Rede, die Napoleon I. am 12. Oktober 1813 in Düben an die damals noch unter seiner Führung stehenden sächsischen Truppen hielt. Der französische Dolmetscher hat die Rede in einem so ergötzlichen „Deutsch" wiedergegeben, daß ein boshafter sächsischer Offizier diesen Text ausgeschrieben und der Nachwelt zur Erheittrung überliefert hat. Nach dem Vortrag des Dolmetschers hatte Napoleons Abschiedsrede folgenden Wortlaut: „Brave Säckser! Ihr 'abt gewesen viel Unglück in den letzten Affairs, trotz deployement Eurer Courage. Jetzt sind gekommen die majesté, die Kaiser, fick zu setzen auf Eure Kopf (â votre téte) und Euck anzuführen zur Reparatur der Ehre (reparation d’honneur). Diejenigen von Euck, was voll Verdruß wollen überlaufen zum Feind oder sick übergeben, werden bringen viel Malheur für Eurer Sackser- Land. Wer nix davon seiend überzogen,
da sagen es freilich (franchement) heraus, da gilt bester, daß er gehen nack sick (chez soi). Wer aber tapfer sick will 'auen für Euere König, der laufen (cours) mit dem Kaiser die Straße für den Sieg!"...
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„Eine Schulfreundin läßt Sie grüßen, Frau Kirk, so eine kleine Dicke mit grauen Haaren."
„Ich kann mich nicht erinnern. Ich bin mit keiner in die Schule gegangen, die so aussah!"
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„Warum trittst du immer auf den Balkon hinaus, wenn ich singe, Karl? Hörst du mir nicht gern zu?"
„Oh, das darfst du nicht glauben, Schatz! Ich möchte nur nicht, daß die Nachbarn denken, ich verprügelte dich."
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Ein Junge wurde vom Feldhüter beim Aepfelstehlen erwischt. Eiligst nahm er Reißaus.
„Halt doch!" rief der Feldhüter, „ich will dir bloß was sagen!"
„Ach", schallt es zurück, „so ein Junge wie ich braucht noch nicht alles zu wissen!"
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„Also. junger Mann, Sie wollen meine Tochter heiraten? Sehen Sie, ich bin Direktor einer Zuckerfabrik, habe ein 3000 Morgen großes Rittergut und ein Bankkonto! Und Ihre Stellung?"
„Die gebe ich natürlich dann auf!"
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„Die Mufikstunden meiner Tochter haben mir ein Vermögen eingebracht."
„Wie ist denn das zu erklären?"
„Es ist mir dadurch möglich gewesen, die Häuser in der Nachbarschaft zum halben Preis zu kaufen."
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„Warum haben Eie die gefundene Geld- lasche mit den 23.— RM nicht sogleich abgegeben?"
„Das war schon zu spät, Herr Astestor!" " „Run, warum gaben Sie es dann «iM am folgenden Tag ab?" —
— „Ja, da war nicht« mehr W, Kett Astestor!"
„Was ist das eigentlich für ein Lärm in dem Hause?" fragt einer, der spät heimkehrt, einen Wachbeamten. „Ist da vielleicht Hochzeit?"
„Nein! Die war vor vierzehn Tagen!"
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Zeichnung C. W. Kießlich M
»Nie kann ich mich auf Dich verlassen, Emilie! Jetzt will ich zur Jagd und habe nicht eine einzige Patrone. Du solltest mich doch daran erinnern!«
»Aber Paul, wir müssen doch sparen! Deine Jagd wird ohne Patronen viel billiger und das Ergebnis ist doch dasselbe!«
„Selma, ich kann mir nicht helfen, die Suppe schmeckt nach Seife."
„Was du bloß immer mit deiner Seife hast. Nach Petroleum schmeckt sie."
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Er: „Siebking, ich habe Karten für die Oper."
: Sie: „Reizend. Ich werde mich gleich an. ziehen."
Er: „Ja, ist recht. Die Karten find für morgen abend."
Er: „Ich bin wirklich glücklich! Ich habe keinen Wunsch mehr auf dieser Welt! Geht es dir auch so, Liebling?"
Sie: „Aber Eduard — acht Tage vor Weihnachten?"
„Mit Hüt' bin ich sparsam! Mein letzte haw' ich mer for vier Jahr gekaaft! Dann itz er e Jahr druff sastioniert und im nächste Jahr gereinigt warn, im letzte Winter hat er dann e neu Schweiß- band krieht unn die ver- gange Woch' haw' ich en ge- gen en fast neue in ere Wertschaft vertauscht... Bei mer Halte die Hüt' lang, ich bin man so en Reißderwèl ...
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Ein Maler zeigte einem Kollegen sein letztes Bild mit der Bemerkung: „Sagen Sie mir aber aufrichtig Ihr« Meinung."
„Sie wollen meine Meinung hören?" entgegnete dieser, das Bild mit gefurchter Stirn betrachtend.
„Danke sehr, in diesem Fall lege ich keinen Wert darauf."
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Sie: Meine Mutter lebt sehr zurückgezogen. Sie verläßt nie das Haus. Besuche machen, haßt sie direkt.
Er: Herrlich! Wollen Sie meine Frau werden, gnädiges Fräulein?
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Der Lehrer erklärt den Schülern di« Himmelsrichtungen. „Also, wer weiß, was zwischen Osten und Süden liegt oder wie wir es noch nennen können, zwischen Morgen und Mittag?"
Der Schüler: „Frühstück, Herr Lehrer."
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Dame: „Sind Künstler nicht ö bei Regel zremlW eingebildet?"
Mâlèk! „Mi haben Sie recht!" Ich kenn« sehr viele, die glauben, daß sie ebensogut malen können wie i$r
IHIIIIIIIWIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIW
Waagerecht: 1. Ra. turerscheinung 4. Kampfbahn,?. einfältiger Mensch, 9. Spielkartenfarbe, 11. Teil des Kopfes, 13. Blutbahn, 16. Gewürz. 18. grie- chischer Buchstabe, 19. persönliches Fürwort, 20. Teil der Woche, 21. Musikinstrument, 23. Laubbaum, 25. Götzenbild, 26. Zahl, 28. Zahl, 32. Adels- Prädikat, 38. Heideblum«.
Senkrecht: 1. Teil des Kopfes, 2. Wurfspieß, 3. Eruptivgestein, 5. Sitzgelegenheit, 6. Gebirge in Rußland, 8. Flicken, 9. ehemalige deutsche Kolonie, 11. Tragkorb, 12. Pelztier, 14. Muse, 15. Bücherbrett, 17. weiblicher Vorname, 21. häßliche Eigenschaft, 22. Hast, 27. deutscher Fluß, 29. Stadt in Westfalen, 31. Kanton in der Schwyz.
Waagerecht und senkrecht gleichlautend:
1. Schlingpflanze, 2. Fischfanggerät, 3. Einbringen der Frucht.
A + (B—o) = x
A = Bad in Belgien
B = Musikinstrument x = Frühlingsgemüse (A-a) + (B-r) + (C-D) = x A = Riesenschlange
B = Artikel
C = Autoschuppen
D = Wut
x = spanische Weinstube
Vifitenkartenrätsel
HORST REPLER
Wenn die Buchstaben richttg geordnet werden, ergibt sich der Beruf dieses Mannes.
Silbenrätsel
Aus den Silben:
an — ar — berg — cha — da — dam de — den — e — ei — gu — har — i — ka — ke — lin — lin — ma — mer — ni o! — sa — stan — ten — tha
find zehn Wörter zu bilden, deren erste und dritte Buchstaben, beide von oben nach unten gelesen, einen Spruch ergeben (ä = ae). Die Bedeutung der Wörter ist:
1 Laubbaum
2 Gebirge in Südamerika
3. Wastergefäß
4. Silberpapier
5. Insel vor der Amurmündung
6. Ionische Insel
7. Erfinder der Buchdruckerkunst
8. Stadt in Holland
9. Gartengerät
10. spanische Flotte
Zahlenrätsel
1234567 = Stadt in Schlesien
5 6 7 1 = Teil des Baumes
2 6 7 1 = Diebstahl
3 2 5 6 7 — Weinstadt in Ungarn
5 6 7 1 3 = Gartenhaus
1 5 6 7 = Farbe
5 6 7 4 -°- Ungeziefer
4 6 7 sc Haustier
2 6 13 = Vogel
5 6 1 3 5= Erquickung
2 6 7 « Temperaturbezeichnung
5 6 7 = Temperaturbezeichnung
16 7 = Tierwohnung
5 3 7 -- der Löwe m der Fabel
Rätselgleichunge«
A + (B—s) + (C—al) = x
A 3= künstlicher Dünger
B = Artikel
C = großer Raum x * indischer Dichter
Auflösungen ans voriger Nummer Kreuzworträtsel
Waagerecht : 1. Bober, 4. Ara, 7.
Ares, 8 Haar, 9. das, 10 Serbe, 11. Nebel. 14 Neige, 17. Etage, 19. Karre, 21. Olm, 23. Erie, 24. Elba, 25. Leo, 26. Eifel.
Senkrecht: 1 Bad. 2. Oran, 3. Besen, 4 Aar, 5. Rabe, 6. Arena, 8. Helga, 10 Seite, 12 Beere, 13. Makel 15. Egolf, 16. Ware, 18. Elbe, 20. Rio, 22. Mal.
Silbenanschlußrätsel
1. Newa, 2. Asien, 3. Niete, 4. Eidechse, 5 Epigramm, 6 Meerrettich, 7. Hyazinthe, 8. Eurydice, 9 Elberfeld. 10 Dietrich, 11. Heimweh, 12. Hotel 13. Lasso, 14. Oboe, 15. Eide, 16. Element 17. Tortur, 18. Roller, 19 Rhone, 20 Ephorus, 21. Singrün. — Das Sprichwort lautet: Wie die Arbeit, so der Lohn.
Bilderrätsel
In einem Augenblick gewährt die Liebe, Was Mühe kaum in langer Zeit erreicht.
Magisches Quadrat SAMOS
A M O
8
R O M A
O N E T
M E G A
A T A N
Visitenkartenrätsel
Rudi Egon Emil Pin ist Diplomingenieur, Rätselhafter Vers
Ist die Jugend euch entschwunden, kehrt sie euch erneut zurück, wenn ihr Eltern treu verbunden sonnt euch in der Kinder Glück.
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