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der Straße nicht. Fortgesetzt ries sie den Führer und forderte ihn auf, auf dem Balkon zu erscheinen. Unend licher Jubel brach los, als d e r F ü h r e r w i r k l i ch d e n Balkon betrat und die Menge begrüßte. Er winkte einigen Mädchen, die vor der Reichskanzlei standen und dem Führer Blumen bringen wollten, 31t und gab Anordnung, daß die Mädchen in die Reichs­kanzlei eintreten konnten. Die Menge fang, als der Führer sich wieder zurückgezogen hatte, das Horst- Wessel-Lied.

Kurze Nachrichten.

Dank des Führers an die Kriegsopfer.

Der Führer bat in einem Schreiben an den Reichs­kriegsopferführer, Oberlindober, seinen besonderen Dank für das von den Kriegerhinterbliebenen und den alten Kameraden in selbstlosem Einsatz erfolgreich durchgeführte Hilfswerk am Sammeltage der deutschen Frontsoldaten ausgesprochen.

Berlin. Der Führer und Reichskanzler hat dem Geheimrat Professor Dr. Ludwig Aschoff in Frei­burg i. Br. anläßlich seines 70. Geburtstages in Aner­kennung seiner hervorragenden Verdienste um die deutsche Gesundheitswissenschaft den A d l e r s ch i l d des Deutschen Reiches verliehen.

Budapest. Der ungarische Handels- und V e r k e h r s m i n i st e r Dr. Stephan v 0 n W i n ch k l e r , begibt sich am Sonntagabend zu einem mehrtägigen B e s u ch n a ch B e r l i n. Im Verlaufe feines Berliner Aufenthaltes wird Handelsminister Winchkler Be- fprechungen mit den für die Handels- und wirtschafts­politischen Fragen zuständigen Stellen über den weiteren Ausbau des deutsch-ungarischen Handelsverkehrs führen.

Rekorm-Irogramm in Venezuela

Caracas, 11. Januar. Zur Aushebung der verfassungs­mäßigen Freiheit wird amtlich bekanntgegeben, daß sich die Regierung infolge der kommunistischen Agitation und des hierdurch gestörten Friedens zu Notmaßnahmen ge­zwungen gesehen habe. Staatspräsident Lopez Contreras werde fein großes Verwaltungsprogramm durchführen, das die Wiederherstellung der Einigkeit, der Gerechtigkeit, .chtung, überhaupt die Förderung aller gesetzlichen rebungen der Gesamtheit vorsehe, insbesondere den L ch des Arbeiters und die Sicherheit der Arbeit, ferner aktive Förderung des Kapitalumlaufs, einen Umbau nangemessener Steuern und eine Anzahl von Verbesse- ungen in der öffentlichen Verwaltung. Das Volk billige

- von der Regierung ergriffenen Maßnahmen.

Retter und Gerettete.

Der deutsche DampferCastellon" rettete im Sturm auf hoher See einen Teil der Besatzung des sinkenden spa­nischen SchiffesVizcaya". Unter Einsatz ihres Lebens führten die deutschen Seeleute das schwierige Rettungs­werk durch. Unser Bild zeigt die deutsche Mannschaft mit den geretteten Spaniern. ^Weltbild.)

Das folgenschwere Unwetter.

44 Familien mit 211 Kindern obdachlos.

Auch in Neuß hat das Unwetter, und zwar be­sonders im Norden der Stadt, große Verwüstungen an­gerichtet. In der Gladbacher Straße und in der Vier- sener Straße sowie in der Notstandsstedlung Z 0 ppen - b r 0 ich wurden viele Häuserabgedeckt. In dieser Siedlung wurden 44 Familien mit 211 Kindern 0 b - dachl 0 s.

In einem anderen Straßenzug wurden die Dächer von sämtlichen anliegenden Häusern abgedeckt und die oberen Stockwerke schwer beschädigt.

Im Stadtteil Weißenberg sind die Dächer der Kirche und der Schule ebenfalls schwer in Mitleidenschaft ge­zogen. Auf einem Bauernhof wurden Scheune und Stallungen eingerissen. Das Vieh konnte nur mit knapper Not gerettet werden. Ein Holzhaus wurde vom Sturm von seinem Fundament abgehoben und 3 0 0 Meter fortgetragen. Uralte Straßenbäume wurden vom Wirbelsturm glatt abgedreht.

Die Feuerwehr, die Technische Nothilfe, das Rote Kreuz und die SA. wurden sofort zur Hilfeleistung eingesetzt.

überall müssen Notbeleuchtungen angelegt wer­den. Außerdem müssen Verpflegungs- und Unterbrin­gungsmöglichkeiten für die rund 2 5 0 Obdachlosen geschaffen werden. Der größte Teil der obdachlosen Kin­der hat in dem KinderheimSt. Theresia" Aufnahme ge­funden, das von dem Unwetter verschont geblieben ist und in der Nähe der Siedlung Zoppenbroich liegt. Die SA. verpflegt die Obdachlosen aus Feldküchen. Zur Änderung der ersten Not sind bereits namhafte Be- ge gezeichnet worden. Ein Teft der erwachse- n Obdachlosen ist behelfsmäßig in einem Arbeitsdienst- aer untergebracht worden.

Windhose dreht Kirchturm ab.

Eine zweite Windhose brauste in einer Breite von 15 Meter über den Ort HammanderSieg hin- oeg und richtete schwere Verwüstungen an. Der 45 Meter hohe gotische Turm der alten evangelischen Kirche wurde von der Windhose gepackt und in 30 Meter Höhe glatt abgedreht. Die hochgetragene Spitze sauste dann auf das Dach der Kirche, das schwer beschädigt wurde. Von den

MM MsD fordert weitere 80000 Mm.

Englsche Presse spricht von militärischer Bedrohung der Sudangrenze.

Wie die Londoner ZeitungDaily T c l c g r a p tz- ersahren haben will, hat der Oberbefehlshaber der ita­lienischen Truppen in Ostafrika, Marschall Badoglio, um weitere Verstärkung von nicht weniger als 8 0 00 0 M a y n gebeten.

Die englische Presse weist in Verbindung da­mit mit größtem Nachdruck auf die außerordentlich schwierige Lage hin, in die die Italiener durch den vor­zeitigen Ausbruch derkleinen" Regenzeit und die fort­dauernden erfolgreichen Gegenstöße der Abessinier au den beiden Fronten geraten seien. Mehrere Zeitungen geben im Hinblick auf die Unmöglichkeit weiterer Opera­tionen in Abessinien ihrer Verwunderung Ausdruck, welchen Zwecken die ständigen neuen Truppentransporte nach Ostafrika jetzt wohl dienen sollten. Der militär­politische Mitarbeiter der meistverbreiteten konservativen ProvinzzeitungDaily Dispatch" weist darauf hin, daß

Ägypten jetzt immer mehr in den Vordergrund der abessinischen Krise gerückt werde,

oa es sowohl von Libyen her, wie durch die neuen ita­lienischen Truppcnansammlungen in Eritrea, deren Operationsziel sich vielleicht plötzlich ändern könne, aufs schwerste bedroht sei.

Revolutionäre Kundgebungen in Italien?

Großes Aufsehen haben ferner in der englischen Presse die Nachrichten über Unruhen in Italien und vor allem über Massendesertionen Südtiroler Truppen er­regt. So berichtet beispielsweise der Korrespondent des Daily Telegraph", daß nicht weniger als 2000 zum Heeresdienst ausgehobene

italienische Staatsangehörige aus dem Alpengebiet die jugoslawische Grenze überschritten

hätten, darunter viele Slowenen.Daily Dispatch" be­richtet außerdem von revolutionären Kundgebungen in verschiedenen italienischen Städten. Kommunistische Lieder, wie man sie seit 1923 nicht mehr gehört hätte, wurden gesungen, und Frauen veranstalteten Kund­gebungen gegen die weitere Einberufung der Wehr­pflichtigen.

Kems weitere Dsilarabwerirrng.

Präsident Roosevelt sichert Aufrechterhaltung des Stabilisicrungssonds zu.

Präsident Roosevelt erließ eine Verlautbarung, mit der er auf Grund der ihm durch das Goldreservegesetz vom Januar 1934 gewährten Vollmachten den 10. Ab­schnitt dieses Gesetzes bis Ende Januar 1937 ver­längerte. Dieser Abschnitt räumt dem Präsidenten das Recht ein, den Goldgehalt des Dollars innerhalb ge­wisser Grenzen festzusetzen und den aus der bisherigen Abwertung entstandenen Reingewinn von etwa zwei Milliarden Dollar als Stabilisierungsfonds zur Haltung des Währungskurses zu benutzen. Der Prä­sident lehnte die Gerüchte über den Plan einer weiteren Abwertung des Dollars als völlig abwegig ab.

Aus den in Washington siegebenen Erklärungen er­gibt sich, daß weder die Bundesregierung noch die Demokratische Partei daran denken, in diesem Jahr, das im Zeichen des Wahlkampfes steht, am Goldgehalt des Dollars zu rühren.

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Die Bonusvorlage vom Repräsentantenhaus angenommen.

Washington. Das amerikanische Repräsentantenhaus nahm die sog. B 0 n u s v 0 r l a g e an, die die Auszah­lung einer Rente, den sog. Bonns, an die Kriegsteil­nehmer vorsieht, über die Bewilligung dieser Zuwendun­gen hatten feit langem fcharfe politische Auseinander­setzungen stattgefunden.

auf die Straße prasselnden Trümmern wurde glücklicher­weise niemand getroffen. Der 25 Meter hohe Feuer­wehrturm des Ortes wurde von dem gewaltigen Sturm, der etwa vier Minuten anhielt, um­gekippt und liegt auf dem Gerätebaus.

Auch sonst hat die Windhose eine Menge großer Schäden angerichtet. Schwere Bäume wurden mit den Wurzeln aus dem Erdreich gerissen. Sämtliche Dächer des Ortes sind beschädigt und eine große Zahl vollständig ab­gedeckt. Die Feuerwehr nahm mit der SA. die Auf­räumungsarbeiten auf. Menschenleben sind nicht zu be­klagen.

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Auch England heimgesucht.

Über den britischen Inseln tobte ein furcht­barer Sturm, der nach den bisherigen Meldungen zehn Todes 0 p f e r gefordert hat In Pembroke raste er mit einer Geschwindigkeit von 100 Stundenmeilen da- tnn. Man sagt, daß es seit zwanzig Jahren das schlimmste Unwetter gewesen sei. In der Mündung des Merseh- üuyes wurde der FrachtdampferBradda" zum Kentern gebracht. Fünf Seeleute ertranken, der sechste Mann der Besatzung konnte sich noch schwimmend ans Ufer retten. Völlig erschöpft kam er an, denn die zwölf Stunden, die er in dem tobenden Element verbringen mußte, waren ein verzweifeltes Ringen zwischen Leben und Tod.

Der Sender Manchester erließ eine polizeiliche War­nung, wonach jeder das Toben des Sturmes zu Hause abwarten sollte.

Umgestürzte Bäume und herabgefallenes Mauerwerk, medergerissene Telegraphenstangen und eingeschlagene Fenster werden aus vielen Teilen Englands gemeldet. Drese Sturmschäden haben auch die Verletzung von Per- sonen zur Folge gehabt. In der Umgebung von Man­chester ist ein entwurzelter Baum auf einen fahrenden Schnellzug geworfen worden, ohne daß aber ein ernster Zwischenfall eingetreten ist. Auch die Hochwassergefahr ist durch das Unwetter erneut verstärkt worden.

Der orkanartige Sturm, der auch über dem Ärmel- kanal und an der französischen Westküste tobte, behinderte die Aus- und Einfahrt der Schiffe in fast allen Häfen der Bretagne stark.

Druische Zurückweisung einer falschen Wuslandsmervung.

Die Meldung eines ausländischen Nach richtenbür 0 s, nach der am Donnerstag m ehre r e hundert Deserteure a u s S ii d t i r 0 l in Bayern eingetroffen seien, entbehrt, wie von zustän diger deutscher Stelle erklärt wird, jeder Grundlage. Ebenso sind die Behauptungen ausländischer Blätter über die Errichtung von Flüchtlingslagern für Süd­tiroler Deserteure und über den Aufcnhalt von Hunder­ten Südtiroler Flüchtlingen auf deutschem Boden frei erfunden.

Neue abessinische Erfolge.

Italienische Truppen ziehen sich an der Nordfront weiter zurück.

In Addis Abeba herrscht Freude über eine von der Ogadensront eingetroffene Meldung, _ nach der st a r k e n italienischen Streitkräften von abessinischen Truppen eine schwere Niederlage bei­gebracht worden sei. Sechs italienische Tanks seien erbeutet worden, ferner viel wertvolles Kriegs­material. Bei dem längeren Gefecht seien außerdem 2 0 0 Askaris getötet worden.

An der N 0 r d f r 0 n t sollen nach abessinischen Mel­dungen die italienischen Truppen unter starkem abessi­nischen Druck ihren Rückzug st ä n d i g w e i t e r fort­setzen. Die Wiedereroberung von Makalle könne nur noch eine Frage von Tagen sein, nachdem durch die Rückeroberung des Tembiengebiets durch die Abessinier die rückwärtigen Verbindungen zwischen Adua und Makalle ernstlich gefährdet seien.

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Wie aus Kairo gemeldet wird, hat die ägyp - r r s ch e Regierung wegen des Bombenabwurfs auf eine ägyptische Sanitätsabteilung bei Dagabur einen förmlichen Protest an die i t a l i e n y cf) e Regierung gerichtet.

JürZreiwilligLMeldssHluß am 31. Januar

Welche Ausweise sind zum Eintritt ins Heer erforderlich?

Vom R e i ch s k r i e g s m i n i st c r i u m wird daraus htngewiesen, daß Meldungen von jungen Leuten, die i m Herbst dieses Jahres freiwillig in das Heer ein 1 rcten wollen, nur bis 31. Januar von den hierfür zuständigen Stellen entgegengenommen werden. Später eingehende Meldungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Da erfahrungsgemäß das Beschaffen der zur Meldung nötigen Unterlagen einige Zeit erfordert, kann Bewerbern nur dringendst empfohlen werden, nunmehr etwa noch er­forderliche Papiere zu beschaffen und ihre Meldung mög- lichst bald einzureichen. M eldungen sind von den, Be- werbern schriftlich zu richten:. in der entmilitarisierten Zone an die Untere Ersatzbeyörde, im übrigen Reichs­gebiet an den Truppenteil, bei dem der Bewerber dienen will.

Der Meldung ist beizufügen:

1. a) von bereits gemusterten Bewerbern des Jahrgangs 1915: der M u ft e r u n g s a u s w e i s ,

b) von bereits gemusterten Bewerbern des Jahrgangs 1914: der Musterungsausweis und der Ersatz- reserve-I-Schein,

c) von noch nicht gemusterten Bewerbern: der Frei­willigenschein, dessen Ausstellung bei der polizei­lichen Meldebehörde des Wohnorts des Bewerbers zu beantragen ist.

2. von allen Bewerbern:

a) ein selbstgeschriebener Lebenslauf,

b) zwei Paßbilder.

Die zuständigen Wehrbezirkskommandos, in der ent­militarisierten Zone die Unteren Ersatzbehörden, erteilen auf Anfrage weitere Auskunft.

SenW-englisches KameradsHaMeffen.

30 Mitglieder der Anglo-German-Fellowship Gäste der Deutsch-Englischen Gesellschaft.

Zu der ersten Mitgliederversammlung der D e u t s ch - Englischen Gesellschaft in Berlin sind 30 Gäste aus London, wo mit den gleichen Zielen die Anglo- German-Fellowship besteht, eingetroffen. Auch der Prä­sident der Londoner Gesellschaft, Lord MountTemple, hat es sich nicht nehmen lassen, an der Berliner Veran­staltung teilzunehmen. Die Engländer sind nach der Zu­sammenkunft Gäste des preußischen Ministerpräsidenten auf dem Berliner Opernball und werden am Sonntag im Beisein des Reichssportführers von Tschammer und Osten das R e i ch s s p 0 r t f e l d besich­tigen, um in der Heimat von den deutschen Vorbereitun­gen für das Olympia berichten zu können.

Der Präsident der Deutsch-Englischen Gesellschaft, Herzog Eduard von Sachsen-Coburg, nahm aus Anlaß der Zusammenkunft in Berlin Gelegenheit, sich über die Bedeutung der Gesellschaft zu äußern. Die Deutsch-Englische Gesellschaft ist keine Organisation im üblichen Sinne, die bestimmte Ziele oder Zwecke verfolgt, sondern ein lockerer Zusammenschluß von deut­schen und englischen Persönlichkeiten des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens beider Nationen, die zwanglos zusammenkommen oder in Verbindung treten, um zu ihrem Teil au der Vertiefung und Verbreiterung des gegenseitigen Verhältnisses mitzuwirken und das Ver­ständnis für die Lebensaufgaben der beiden blutsverwandten Nationen zu för­dern. Abseits der amtlichen Politik und Diplomatie suchen die Mitglieder der Deutsch-Englischen Gesellschaft einen Gedankenaustausch zu pflegen und Kontakte her­zustellen, die gewissermaßen eine menschliche Ergänzung zu dem amtlichen Verkehr beider Staaten darzustellen vermögen. Es kommt ja letzten Endes im gegenseitigen Verkehr der Völker immer wieder auf die persön­lich e u B e z i e h u n g e n u n d F r e u n d s ch a f t e n an, die nicht unerheblich das Zusammenleben der nachbar­lichen Nationen zu beeinflussen in der Lage sind.