Einzelbild herunterladen
 
  

Philipp Köhler, ein völkischer Bauern- Führer.

Eine Gedenktafel zu seinem 25. Todestage am 10. Januar 1936.

Eichen, 9. Jan. Am 10. Januar 1936 jährt sich zum 25. Male der Todestag Philipp Köhlers aus Langsdorf in Oberhessen, wohl des bedeutendsten Verfechters ber bäuerlichen Interessen um die Jahrhundertwende und eines treuen Kämpfers für deutsche Art und Sitte. Aus diesem Anlaß wird man an seinem Wohnhaus in Langsdorf eine Gedenktafel errichten.

Als Sproß eines alten oberhessischen Bauerngeschlechts trat er schon in jungen Jahren mit Schriften und Aufsätzen an die Oeffentlichkeit, wobei er für die Ehre des Bauern­standes, seine guten, alten Sitten und Bräuche eintrat und zur Pflege dieses Volksgutes aufforderte. Im Jahre 1889 begann seine politische Laufbahn. Als Versammlungs­redner hatte er sich bald einen Namen erworben, war ge­achtet bei den Bauern und gefürchtet bei den politischen Gegnern und Juden. Als Dr. Otto Böckel in Hessen seine antisemitische Bewegung ins Leben rief, schloß sich ihm Phi­lipp Köhler sofort an und mit ihm die ihm ergebene Bauern­schaft. 1890 wurde er als Vertreter des Bezirks Lich-Hun- gen in den Hessischen Landtag gewählt, und _ schon drei Jahre später ging er für den Wahlkreis Gießen in den Deutschen Reichstag. Zahlreiche gewichtige Anträge spra­chen hier für sein gesundes, soziales Empfinden und seine im Geiste der Volksgemeinschaft getragenen Ideen.. Er selber war in dieser Hinsicht allen ein Vorbild. Seinem Bauernstand war er trotz seiner politischen Tätigkeit immer treu geblieben. Umsichtig und gewissenhaft verwaltete er seinen Hof. Ein schweres Herzleiden setzte seinem erfolg­reichen Leben jedoch vorzeitig ein Ende. Im Alter von 52 Jahren starb er, geliebt und geehrt von seinen Bauern. Seinen Grabstein auf dem Friedhof in Langsdorf zieren als einziger Schmuck die Worte, die über seinem ganzen Leben als Rilbtschnur standen:

Recht muß Recht b l e i b'e n !"

DieSchule für technische Assistentinnen an medizinischen Instituten" in Gießen.

Gießen, 7. Jan. Im Rahmen der Kliniken der Univer­sität Gießen wirkt seit Mitte 1930 eineSchule zur Aus­bildung technischer Assistentinnen an medizinischen Insti­tuten", die bisher schon vielen jungen Mädchen den Weg zu einem schönen und auch wirtschaftlich nutzbringenden Be­ruf geebnet hat. Diese Schule für technische Assistentinnen an medizinischen Instituten steht unter der Leitung des Pharmakologen an der Universität Gießen und Direktors des Pharmakologischen Instituts Professor Dr. Hildebrandt. Die Schülerinnen werden auf den verschiedensten Gebieten ihres späteren Berufs in zweckmäßig aufgebauten Kursen theoretisch und praktisch geschult. Am Schlüße ihrer Aus­bildung müssen sie durch die staatlich vorgeschriebenen Prüfungen gehen, deren Bestehen ihnen durch Bescheinigungen bestätigt wird. Seit Beginn der Arbeit der Schule haben 95 Mädchen die Ausbildung als technische AsMentinnen an medizinischen Instituten durchlaufen, 22 Mädchen be­finden sich gegenwärtig in den verschiedenen Kursen in der Ausbildung. Die beruflichen Aussichten für technische Assistentinnen an medizinischen Instituten sind gegenwär­tig und auch auf absehbare Zeit sehr günstig. In der jüngsten Zeit z. B. standen erheblich mehr offene Stellen für technische Assistentinnen an medizinischen Instituten zur Verfügung, als Bewerberinnen vorhanden waren. Bei dieser Sachlage sind die Möglichkeiten für junge Mädchen, auf diesem Wege zu einer interessanten und auch wirt­schaftlich befriedigeâen Tätigkeit zu gelangen, sehr günstig. In gleichem Maße aussichtsreich ist die weitere Aufwärts­entwicklung derSchule zur Ausbildung technischer Masten- linnen an medizinischen Instituten" im Rahmen der Kliniken der Universität Gießen.

Zwei Arbeiter von einem Auto überfahren.

Hungen, 9. Jan. Am Mittwochabend wurden in der Hauptverkehrsstraße in Hungen zwei Arbeiter, die auf ihren Fahrrädern von der Arbeitsstätte heimkehrten, von einem Personenkraftwagen erfaßt. Während einer von ihnen mit geringfügigen Verletzungen davon kam, wurde sein Begleiter von dem Kraftwagen etwa 20 Meter weit mitgeschleift und dabei so erheblich verletzt, daß er sofort in das Kreiskrankenhaus Hungen eingeliefert werden mußte.

Jüdischer Sittlichkeitsverbrecher verhaftet.

Lampertheim, 9. Jan. Wegen Notzuchtversuch, began­gen an der Hausangestellten seiner Eltern, wurde, wie die Hess. Landesztg." meldet, der in Mannheim wohnhafte, seit 1912 verheiratete 51jährige Theodor Süß, Teilhaber der Zigarrenfabrik S. Süß & Söhne in Lampertbeim, fest­genommen und dem hiesigen Amtsgericht zuaeführt. Im Verlauf der Ermittlungen hat sich herausgestellt, daß Süß im Jahre 1932 in mehreren Fällen versucht Hat, eine bei seinen Eltern beschäftigte arische Hausangestellte sich gewalt­sam gefügig zu machen. Das Mädchen konnte nur durch energische Gegenwehr verhindern, daß der Jude sein Ziel erreichte. Er erlaubte sich dann in vielen Fällen unsittliche Handlungen dem Mädchen gegenüber. Nachdem er auch hier auf stärksten Widerstand stieß, versuchte er in echt jüdischer Art sein Opfer durch ein Geschenk sich gefügig zu machen, indem er ihr eine Kisteguter" Zigarren (!) hin­terließ. DiesesGeschenk" wurde selbstverständlich von dem Mädchen zurückgewiesen. Das Mädchen war auf den Ver­dienst dieser Stelle angewiesen und befürchtete, bei einer Anzeige seinen Platz verlieren zu müssen, so daß dieser Wüstling sein Treiben längere Zeit fortsetzen konnte. Die dem Juden bekannte Zwangslage des Mädchens hat er reichlich ausgenützt.

Das Urteil im Fall Oppenheimer.

Freisprechung mangels Beweises und auf Grund der Amnestieverordnung.

Die Zweite Strafkammer Frankfurt a. M. beendete die Verhandlung gegen den Dr. jur. Walter Oppenheimer, der des Betrugs in zwei Fällen angeklagt war. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten neun Monate Gefängnis, indem er den Beschuldigten der beiden Betrugsfälle für überführt erachtete. Das Gericht sprach den Angeklagten in dem einem Falle mangels Beweises frei. Im zweiten Fall der Anklage hielt das Gericht den Sachverhalt für nicht völlig geklärt und es hätte noch einer Vernehmung des Vaters des Angeklagten bedurft, der aber krank ist. Es käme hier nur Betrugsversuch in Betracht und der unter dem Einfluß seines Vaters ge­standene Angeklagte hätte eine höhere Strafe als sechs Monate Gefängnis nicht zu erwarten gehabt. Das Ver­fahren wurde deshalb auf Grund der Amnestie-Verordnung eingestellt.

Aufnahme in die Hochschule für Lehrerbildung Darmstadt.

An der Hessischen Hochschule für Lehrerbildung D a r m - stadt werden im Jahre 1936 evangelische und katholische Studenten und Studentinnen neu ausgenommen. Die Aus­bildung dauert zwei Jahre. Bei der Aufnahme werden nur Bewerber und Bewerberinnen berücksichtigt, die den Gliederungen der nationalsozialistischen Bewegung ange­hören. Der Nachwuchs des beutfayen Erzieherstandes soll sich aus den Reihen der HI. und des BDM. ergänzen. Bei der Neuaufnahme werden in erster Linie Bewerber und Bewerberinnen aus Hessen berücksichtigt. Nur im Be­darfsfälle können Bewerber und Bewerberinnen aus den angrenzenden Gebieten aufgenommen werden. Die Gesuche mt den erforderlichen Unterlagen sind bis zum 31. Januar 1936 bei der Abteilung II der Hessischen Landesregierung in Darmstadt, Peter-Gemeinderstraße 3, einzureichen. Die Bewerber haben sich für eine voraussichtlich einwöchige Aufnahmeprüfung in Lagerform in der ersten Mürzwoche bereitzuhalten. Die Entscheidung über die Aufnahme wird Ende März 1936 mitgeteilt werden.

Ehrenmal für die Gefallenen der Bewegung.

Bensheim, 9. Jan. Mit Genehmigung der zuständigen Stellen wird als erstes seiner Art in Slldwestdeutschland in Bensheim ein Ehrenmal für die Gefallenen der Bewegung an schön sichtbarer Stelle im städtischen Kurpark errichtet werden. Das Ehrenmal wird nach dem Entwurf des Bild­hauers Zobel-Bensheim gestaltet werden, der auch die Figur der sagenhaftenFraa vun Vensem" schuf. Das Hoheitszeichen krönt einen mehrfach übereinander gewür­felten Steinsockel, der die Inschrift trägt:Und Ihr habt doch gesiegt.

Studenten und SA.

Vereinbarung zwischen der Obersten SA.-Führung und dem Reichserziehungsminister.

Die Ober st e SA. - Führung teilt mit: Zwischen der Obersten SA.-Führung und dem Reichserziehungs­minister ist folgende Vereinbarung getroffen worden:

1. Studenten, die der SA. angehören, haben b e i der Immatrikulation eine Bescheinigung der für sie zuständigen Standarte des Hochschulortes vor­zulegen, aus der hervorgeht, daß sie ordnungsgemäß gemeldet und einer SA.-Einheit zur Dienstleistung zu­gewiesen sind.

2. Studierende SA.-Angehörige, die sich um Ge­bührenerlaß, Stipendien u. a. Vergünstigungen be­werben, müssen durch eine Bescheinigung ihrer zuständi­gen Standarte des Hochschulortes nachweisen, daß sie bis zum Zeitpunkt der Bewerbung Dienst in der SA. getan haben bzw. ordnungsgemäß beurlaubt sind. Studenten, die alte und bewährte SA. -Män­ne r sind, sind bei der Gewährung von Unterstützung bevorzugt zu behandeln.

Diese Vereinbarung ist getroffen worden, um zu ver­meiden, daß Studierende, die sich am Hochschulort nicht am SA.-Dienst beteiligen, sich bei der Einschreibung als SA.-Angehörige eintragen und daraus irgendwelche Vor­teile ziehen.

Einweihung der Potsdamer Kriegsschule.

Der Oberbefehlshaber des Heeres über die soldatischen

Pflichten.

In Potsdam-Bornstedt wurde jetzt die auf Grund des Neuaufbaus der deutschen Wehrmacht wiedererstandene Kriegsschule Potsdam in Anwesenheit des Ober­befehlshabers des Heeres, Gerural der Artillerie Frei­herr von Fritsch, mit einer kurzen militärischen Feier ihrer Bestimmung übergeben.

Auf dem großen Hof der Kriegsschule waren die Lehrgänge mit dem Ausbildungspersonal und dem Musik­zug des Infanterie-Regiments 9 in einem offenen Recht­eck angetreten. Der Oberbefehlshaber des Heeres begrüßte die zur Feier erschienenen Ehrengäste, schritt dann die Front ab und übergab nach einem kurzen Rückblick über die Entstehung der Gesamtanlage den Schlüssel der Kriegsschule an die Heeresstandortverwaltung Potsdam, deren Vertreter ihn dem jetzigen Kommandeur der Kriegs­schule, Oberst Wetzel, übergab, der ihn mit dem Ge­löbnis übernahm, daß die neue Kriegsschule da anknüpfen werde, wo die alte aufgehört habe. Als Leitwort gelte für sie das Wort des großen Preußenkönigs, das auch über dem Eingang zum Feldmarschallsaäl des Lehr­gebäudes stehe:Es ist nicht nötig, daß ich lebe, wohl aber, daß ich meine Pflicht tue".

Der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Ar­tillerie Freiherr von F r i t f ch, ermahnte dann die Fahnenjunker, mit offenen Augen die Traditionen auszu- nehmen, denen sie in der Soldatenstadt auf Schritt und Tritt begegnen und die in den soldatischen Tugenden der Treue, Pflichterfüllung, des Gehorsams, der Opfer­bereitschaft und der Kameradschaft verkörpert sind. Die Größe Deutschlands beruhe auf den soldatischen Tugenden, die in seiner Armee verkörpert gewesen seien. Nicht durch Worte, sondern durch Gesinnung und L e i st u n g werde sie geschassen.

Der Oberbefehlshaber schloß mit einem Sieg Heil als Gelöbnis auf den Führer, der das neue Deutsche Reich und die neue Wehrmacht geschaffen habe.

Deutsche Unterrichtssprache

im deutschen Memettand.

Direktorium Baldschus stellt alte Schulordnung wieder her.

Das deutsche Memeldirektorium Baldschus hat die Schulverordnung des vorangegangenen Direktoriums Bruvelaitis vom 24. September 1934 über die Unter­richtssprache in den Volksschulen des Gebiets, nach der u. a. von den 228 memelländischen Volksschulen nur sechs mit deutscher Unterrichtssprache bestehen bleiben sollten, aufgehoben und die vorher geltende Schulordnung wieder in Kraft gesetzt.

Das Direktorium hat ferner beschlossen, daß die Wahlen zu den Kreistagen der drei Kreise des Memelgebiets am Montag, dem 2 4. Februar, statt­zufinden haben.

Demokraten für Roosevelt

Washington, 10. Januar. Das Nationalkomitee der Demokratischen Partei faßte gegen die Stimme des Gou­verneurs des Staates Georgia, Talmadge, einen Beschluß, in dem die Politik des Präsidenten Roosevelt gebilligt wird.

Litauische Bauern vor dem Kriegsgericht

Kowno, 10. Januar. In Litauen finden vor dem Kriegs­gericht, vor Feldgerichten und ordentlichen Gerichten Pro­zesse gegen Teilnehmer und Anstifter der Bauernunruhen statt. In einzelnen Prozessen sind schwere, zum Teil le­benslängliche Zuchthausstrafen verhängt worden. Das Kriegsgericht verurteilte am Donnerstag sieben Bauern zu Zuchthausstrafen von H/2 bis 5 Jahren, weitere sieben Bauern wurden freigesprochen. Die Angeklagten hatten sich wegen gewaltsamer Befreiung ihrer drei verhafteten Rädelsführer in dem Dorfe Grazischkiai Kreis Wilkowischki zu verantworten. Nach diesem Zwischenfall kam es an den darauffolgenden Tagen zu einem schweren Zusammenstoß zwischen Polizei und Bauern, wobei es auf beiden Seiten je einen Toten, unb mehrere Verwundete gab. Dieser Vorfall wird in einem anderen Prozeß verhandelt werden,

Wie Morgan den Weltkrieg finanzierte.

Der Kriegsgewinnler int britischen Kriegsrat.

Die Verhandlungen des Untersuchungsausschusses oes Amerikanischen Kongresses über die Kriegsgeschäfte des Multimillionärs I. P. M 0 r g a n ergaben u. a., daß die Gesellschaften, an denen I. P. Morgan Co. beteiligt war, den Alliierten vor Amerikas Kriegseintritt Kriegs­material, Nahrungsmittel und sonstige Waren im Werte von 363 Millionen Dollar verkauft hatten. Das Bank­haus Morgan war Einkaufsagent für insgesamt etwa drei Milliarden Dollar.

Bei den Verhandlungen ist weiter dem Ausschuß zu den Akten gegeben worden, daß Morgan am 17. Oktober 1916 dem britischen Kriegsrat beigewohnt habe. Am

20. Oktober sei dann von dem Bankhaus Morgan in New Dork an die Londoner Filiale des Bankhauses ein Telegramm folgenden Inhalts gerichtet worden:W i r bringen jedes Opfer zugunsten Englands und so unauffällig wie möglich, damit das amerikanische Bankenpublikum nicht über den riesigen Umfang der finanziellen Bedürfnisse Englands alarmiert wird "

Weiter wurde festgestellt, daß das amerikanische Staatsdepartement drei Wochen lang eine sehr scharfe britische Note während der Auseinandersetzung über die Konterbandebeschlagnahme der Öffentlichkeit vorenthal­ten hat, weil die Präsidentschaftswahlen des Jahres 1916 bevorstanden. Senator Vandenberg fragte ferner den Zeugen J. P. Morgan, ob er der Ansicht sei, daß die Haltung Amerikas durch die Kriegslieferungen beeinflußt worden sei. Morgan antwortete hierauf mit einem glattenZweifellos".

Oie Abwehrfront Südamerikas gegen den Kommunismus«

Ausnahmezustand in Venezuela.

Die südamerikanischen Staaten gehen jetzt nachein­ander scharf gegen den Bolschewismus und seine Wühler vor. Nach Brasilien und Paraguay hat nunmehr auch Venezuela energische Maßnahmen gegen kommu­nistische Umtriebe im Lande ergriffen. Von dem Präsi­denten, General Contreras, ist über ganz Venezuela der Ausnahmezustand verhängt worden. Es sind Verordnun­gen erlassen worden, durch die die gesamte illegale Tätig­keit kommunistischer Agenten im Laude unterbunden werden soll.

Maffenhinrichlungen in Aordchina.

Allein in Peiping feit Anfang der Woche 204 öffentliche Hinrichtungen.

In den letzten Tagen sind, wie aus Peiping ge­meldet wird, in N 0 rd ch in a außerordentlich viele öffentliche und geheime Hinrichtungen vorgenommen wor­den. Allein in Peiping sind seitAnfangderWoche 2 0 4 öffentliche Hinrichtungen vollzogen wor­den. Dem Vernehmen nach stehen noch erheblich mehr bevor.

Obwohl die Hingerichteten größtenteils gemeine Ver­brecher sind, befinden sich unter ihnen doch auch viele Per­sonen, die sich an Putschversuchen in Orten außer­halb der entmilitarisierten Zone beteiligt haben. Das Schicksal der Hinrichtung ist auch den sogenannten Liu- kueitang-Banditen, von denen bereits 50 dem chinesischen Militär in die Hände gefallen sind, angekündigt worden.

Nah uns Kern.

Spende des Führers für den Vater der Kuepser Vierlinge. Der Führer und Reichskanzler hat dem Schreinermeister Ewald Zimmerlein aus K u e p s (Bayern), dessen Ehefrau am Jahresende Vierlingen das Leben schenkte, eine Geldspende überweisen lassen.

Mit Bierflasche und Schustermesser gegen die eigene Frau. In Recklinghausen schlug der von seiner Ehefrau getrennt lebende Franz Henkenjohann seine Frau mit einer Bierflasche nieder und versetzte ihr mit einem Schustermesser 14 Stiche, von denen drei die Lunge trafen. In hoffnungslosem Zustande mußte die Frau dem Krankenhaus zugeführt werden. Als die Polizei in die Wohnung des Täters eindrang, fand sie ihn erhängt vor.

Warenhausdiebstähle einer schulpflichtigen Diebes­bande. Von der Kriminalpolizei in Gladbeck (Wests.) wurden an einem Tage sieben schulpflichtige Kinder fest­gestellt, die in den Warenhäusern Woolworth und Epa Diebstähle ausgeführt haben. Sie stahlen Rasierpinsel, Gummiringe und Spielzeug. Es handelt sich um straf­unmündige Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren.

Granatsplitter nach 20 Jahren entfernt. Im Sep­tember des Jahres 1916 drang einem Reichsbahn­bediensteten aus H e r b e r n i. W. in der Schlacht an der Somme ein Granatsplitter in den Kopf. Ein Stück blieb ihm über dem rechten Auge am Kops stecken, wo sich eine dicke Geschwulst bildete. Erst jetzt nach fast 20 Jahren brach die Geschwulst auf, und der Granatsplitter konnte entfernt werden.

60 Grad Kälte in Ostsibirien. Während wir in unseren Breitengraden vergeblich Ausschau halten nach Schnee und gesunder Winterkülte, herrscht in Ostsibirien seit einigen Tagen strengster Frost. Es wurden bis zu 60 Grad Kälte gemessen. Das ist der tiefste Stand, den das Quecksilber in diesem Winter in dieser Gegend erreicht hat.