Büdingen, 9. Jan. (Drillinge in Oberhessen.) In Konradsdorf bei Selters kam die ^rau des beim Hofgut beschäftigten Kutschers dieser Tage mit Drillingen nieder. Eines der Kinder ist inzwischen gestorben. Die Familie besitzt bereits sieben gesunde Kinder und ist über den neuen Familienzuwachs, trotzdem sie nicht mit Elücks- gütern gesegnet ist, erfreut. Die NSV. und der Kreisleiter von Büdingen persönlich haben der Familie sofort weitgehende Unterstützung zuteil werden lassen.
Marburg, 9. Jan. (Der glückliche Lotterie- gewinner hat sich gemeldet.) Der glückliche Gewinner eines in einer hiesigen Losevertriebsstelle gekauften Doppelloses der Arbeitsbeschaffungslottcrie, auf das ein Gewinn von 100 000 Rm. gefallen ist. hat sich gemeldet. Es handelt sich um einen 77jährigen Einwohner aus dem Dörfchen Burgholz bei Rauschenberg. ______
Vom Westerwald, 9. Jan. (DerweitzeKranzder Dorfschönen.) In einem kleinen Westerwaldort in der Nähe von Westerburg herrschte unlängst große Aufregung unter den jungen Burschen. Die erbitterte Stimmung hatte ihre Erklärung darin, daß im Aushängekasten am Rathaus das Ehestandsaufgebot einer Dorfschönen aushing, umrahmt mit einem weißen Kranz. In vielen Orten des Westerwaldes ist es noch heute Sitte, daß diejenige Braut, welche sonst noch keine Liebschaften hinter sich hatte, das Aufgebot zu ihrer bevorstehenden Ehe mit einem weißen Kranz schmücken darf. In diesem Falle waren nun die Dorfburschen mit der Ehren-Einkränzung absolut nicht einverstanden. Sie protestierten dagegen und erklärten, daß die ausgehüngte Braut kein Anrecht darauf habe, diese Ehrenauszeichnung für sich in Anspruch zu nehmen. Erst als der Gemeindevorsteher die Entfernung des beanstandeten weißen Kranzes veranlaßte legte sich die Erregung der Dorfburschenschafl.
Mainz, 9. Jan. (Mißbrauch nationalsozialistischer Kampflieder verboten.) Mit Genehmigung des Reichsstatthalters in Heften — Landesregierung — erließ das Kreisamt Mainz eine sofort in Kraft tretende Polizeiverordnung, wonach der Mißbrauch der Kampflieder der nationalsozialistischen Bewegung durch Umdichtung des Textes, durch Benutzung ihrer Melodie für einen fremden Text oder in ähnlicher Weise verboten wird. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen bis zu 150 Mark oder mit Haft bis zu zwei Wochen bestraft.
Mainz, 8. Jan. (Milchpantscher zur Anzeige gebracht.) Zwei Einwohner aus Mainz-Kastel, die Milch durch Zusatz von 13 bzw. 27 Prozent Master verfälscht hatten, wurden angezeigt.
Frankfurt a. M., 8. Ian. (Die tobende Ella.) Eine Frau mit dem Vornamen Ella hatte in einer Alt- stadt-Wirtschaft mit ihrem Karl Streit bekommen. Ws Karl der Ella eine herunterlangte, ergriff sie ein Bier- glas und warf nach ihm. Nun sollte Ella an die frische Luft gesetzt werden, aber sie hielt sich am Büfett fest und ergriff Biergläser, die sie nach dem Wirt warf, der blutüberströmt zusammenbrach. Testen Frau wurde durch einen Glas-splitter am Auge so verletzt, daß der Sehnerv litt. Schließlich riß die tobende Ella noch eine Türklinke ab und schlug eine Erkerscheibe ein. Das Gericht verurteilte die Frau wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung zu vier Monaten und einer Woche Gefängnis.
Worms, 9. Ian. (Vor der Aufklärung eines Mordes?) Wie die „Wormser Zeitung" meldet, soll der im Jahre 1926 in Flomborn (Rheinhessen) an einem Bettler verübte Mord vor der Aufklärung stehen. Den toten Bettler fand man damals in einer Rübenmiete auf. Die Staatsanwaltschaft verhaftete einen etwa 30 Jahre alten Mann, der im dringenden Verdacht steht, den Mord begangen zu haben.
Worms, 9. Januar. (Knabe überfahren und getötet.) In der Speyererstraße in Worms hatte sich ein zehn Jahre alter Schüler an den Anhänger eines Lastzuges gehängt, war dabei unter die Räder gekommen und durch Üeberfahren schwer verletzt worden. Im Stadttran- kenhaus ist er gestorben.
Die .Emwickâlmg der Arbeitslosigkeit.
Daß in den Wintermonaten die Arbeitslosigkeit naturgemäß zunimmt, ist eine Erscheinung, die nicht weiter auffällig oder kennzeichnend für die wirtschaftliche Lage ist. Im Winter ist eben eine Reihe von Außen- Berufen, die von der Witterung abhängig sind, zur Einschränkung ihrer Arbeiten gezwungen. Das gilt in ufter Linie für die Bauindustrie und die Landwirtschaft. Bei Beurteilung der Arbeitslosenziffer für Dezember müssen also die länger andauernden Schnee- und Regenfälle vor Weihnachten berücksichtigt werden, durch die viele Arbeiten unterbrochen werden mußten, die erst im Januar wieder ausgenommen werden konnten. So erklärt sich das A n st e i g e n der Arbeitslosenziffer im Dezember um 522 35 4 auf 2 5 0 6 8 0 6. Diese Zahl liegt immer noch um rund 1 0 0 0 0 0 unter der Arbeitslosenzahl des Vorjahres.
Von den Aitßenberufen lagen bei diesem Vergleich über die Jahresspanne 1935 die Arbeitslosenzahlen der Landwirtschaft und der Industrie der Steine und Erden noch erfreulich unter den Vorjahrszahlen. Dies zeigt, daß trotz des durch die Witterung erzwungenen Stillstandes der Außenarbeiten in der Industrie der Steine und Erden die Nachwirkungen der überaus günstigen Baukonjunktur des Jahres 1935 noch anhalten und sich in erhöhten Beschäftigungszahlen niederschlagen. Demgegenüber hat der ungünstige Witterungsverlaus des Dezember 1935 zu einer Überhöhung der Arbeitslosen- zahlen gegenüber dem Vorjahr im Baugewerbe und bei den vom Beschäftigungsstand des Baugewerbes stark abhängigen ungelernten Arbeitern geführt.
Wie stark das diesmonatliche Ansteigen der Arbeitslosenzahlen durch die Jahreszeit veranlaßt ist, zeigt auch die verschiedenartige Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei den Männern und Frauen. Bei den Männern, die in weit höherem Maße bei Außenarbeiten beschäftigt sind, ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 506 434, bei den Frauen dagegen nur um 15 920 gestiegen; damit entfallen von der Gesamtzunahme 97,0 v. H. auf die Männer und nur 3,0 v. H. auf die Frauen.
Der größte Teil des Zugangs wurde durch die Arbeitslosenversicherung auf gefangen. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung stieg um 273 000 auf 660 000, in der Krisenfürsorge um 82 000 auf 749 000. Nur geringfügig war der Zugang an arbeitslosen anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen. Ihre Zahl stieg um 36 000 auf 376 000. - Die Zahl der Notstandsarbetter ging auch im Dezember weiter zurück.
Llmgekrempelies Europa.
Es geschieht dies und das in der Welt, auf das man ein wachsames Auge und für das man ein gespitztes Ohr haben muß. Es sind so mitunter kleine Dinge, denen man vielleicht wenig Beachtung schenkt, die aber doch große unb weittragende Bedeutung haben, wenn man sie in den richtigen Zusammenhang stellt, lind ein paar solcher Dinge in folgendem:
In Cambridge hielt der britische Luftfahrt- M i n i st e r eine Rede, die man wohl als Auftakt zu einem großen L u f t a u f r ü st u n g s p r o g r a m m Englands bewerten kann. Der Minister sprach von der Notwendigkeit, die englische Industrie so aufzubauen, daß sie nötigenfalls sofort auf Kriegsindustrie umgestellt werden könnte. Um dem Einwurf, daß das ungeheure Summen verschlingen werde, zu begegnen, erklärte der Minister, daß das Geld nicht zum Fenster hinausgeworfen sei, denn eine derartige Bereitschaft sei die beste Sicherung des Friedens. — Wir müssen diese Worte des britischen Luftfahrtministers festhalten. Nicht alle Kollegen des Luftfahrtministers sind der gleichen Auffassung, denn oft genug ist uns aus Kreisen der englischen Regierung der Vorwurf gemacht worden, daß wir mit der Wiederherstellung der Wehrhoheit Unsicherheit in die europäische Lage hineingetragen und eine friedenstörende Atmosphäre geschaffen hätten. Für uns sollte also nicht die Feststellung des englischen Luftfahrtministers gelten, daß ein gerüstetes Land die beste Garantie für den Frieden gäbe! Wir haben es zwar nicht nötig, Kronzeugen für unseren Standpunkt in anderen Staaten zu suchen, die ähnliches tun wie wir, aber man soll auch nicht achtlos an Äußerungen führender Politiker der Rüsttmgsstaaten vorübergehen, die unseren Standpunkt bestätigen. Und so eine Bestätigung ist das Wort des britischen Luftfahrtministers.
Da wir gerade bei den englischen Rüstungen sind, ein Wort zu beut Ausmarsch im Mitt elme er. Die englische Admiralität hat soeben mitgeteilt, daß sie ihre stärksten Seestrcitkräftc in das Mittelmeer in Bewegung setze, und gleichzeitig meldet Frankreich, daß es das Erste und das Zweite Geschwader in Richtung Mittelmeer in Marsch gesetzt habe. Die Spannung im Mittelmeer steht vor ihrem Höhepunkt. Aus den Marschbefehlen des britischen und des französischen Marineministeriums wird man entnehmen können, daß beide Staaten sich auf eine gemeinsame Aktion im Mittelmeer für den Fall eines Konfliktes mit Italien geeinigt haben. Bedenkt man weiter, daß England sich auch mit Griechenland, Jugoslawien, Spanien und der Türkei geeinigt hat, so muß man sagen, daß die britische Sicherung an Vollkommenheit nichts zu wünschen übrig läßt. Man berechnet die Seestreitkräfte, die im Mittelmeer gegen Italien bereitstehen, auf etwa eine Million Tonnen. Das sollte genügen. Wenn man schließlich beachtet, daß auf dem abessinischen Kriegsschauplatz den Italienern das Kriegsglück nicht sonderlich hold ist, so sollte man annehmen, daß die Entscheidung in dem Kampf England — Italien vor der Tür steht. Allerdings kann man nicht annehmen, daß die Engländer ein großes Interesse an dem Siege des Negus haben. Aber diese Sorge dürfte eine spätere sein, die der Völkerbund vermutlich den Engländern wird abnehmen müssen.
Man kann nicht leugnen, daß Italien trotz Aufbietung aller Kräfte bereits jetzt als sehr geschwächt durch den Abessinienkonflikt angesehen werden muß. Bisher fanden die Politiker Wiens bei jeder Gelegenheit ihren Weg nach Nom, wo sie bald diesen, bald jenen Wunsch vorzubringen hatten, um sich die Rückendeckung ihrer unnatürlichen Politik zu sichern. Jetzt fährt mit einem Male der österreichische Bundeskanzler Schuschnigg n a ch P r a g. Er schlägt also eine ganz andere Richtung ein als gewöhnlich. — Das hat was zu bedeuten. Schuschnigg will was in Prag, und um sich die Stimmung des neuen Herrn in der Prager Burg, des neuen Präsidenten Benesch geneigt zu machen, wurden in Wien 19 Mitglieder des ehemaligen sozialdemokratischen Parteivorstandes Österreichs amnestiert und ihre Verfahren niedergeschlagen. Das scheint das Gastgeschenk des Herrn Schuschnigg für Herrn Benesch zu sein. Ein wahrhaft königliches Geschenk! Etwa der Preis für tschechische Zugeständnisse in der Habsburger Frage? Und wenn das nicht, dann vielleicht eine kleine Freude für Herrn Benesch, um ihn einer Anleihe für Wien geneigter zu stimmen? Wien versucht in Prag, da in Rom die Aussichten schlecht geworden sind. Und es sollte uns gar nicht wundern, wenn Herrn Star- hemberg, der geschäftstüchtige Außenpolitiker Wiens, der seine zweite Heimat in Nom aufgeschlagen hat, demnächst auch nach Prag hinüberwechselt. In Wien ist man sehr wendig, man macht seine politischen Geschäfte dort, wo sie am aussichtsreichsten sind.
Es ist beachtsam, daß zu gleicher Zeit, wo der österreichische Bundeskanzler nach Prag fährt, der Wiener Außenminister Berger-Waldenegg sich in Budapest zum Besuch eingeladen hat. Auch das läßt verschiedene Schlüsse zu, wenn man die Zusammenhänge etwas beleuchtet. Vor wenigen Tagen hat nämlich der Führer der Christlichsozialen im ungarischen Parlament einen Vorstoß unternommen, um eine engere Zusammenarbeit zwischen Ungarn und der Tschechoslowakei zu fordern. In Wien hat der Außenminister, der wie sein Kollege Starhemberg sein Ohr nach allen Seiten offen hat, um zu erfahren, wo etwas für Wien zu profitieren ist, scheinbar sofort begriffen, daß er diesen Vorstoß sich zunutze machen müsse. Vielleicht hat er auch einen Wink vom Vatikan bekommen, der sowohl in Prag wie in Budapest seinen Einfluß spielen läßt, worauf man aus der Regsamkeit des politischen Katholizismus in beiden Staaten schließen kann. — Im übrigen wird er irgendwelche Bedenken der ungarischen Negierung gegen die Reise des Wiener Regierungschefs nach Prag zu zerstreuen haben. Man ist eben sehr rührig in Wien und tut, was man kann.
Der Gaukler hat die schärfsten Augen.
Daß die Raubvögel unter allen lebenden Wesen bit schärfsten Augen haben, darüber herrscht unter Fachleuten uni Laien wohl Einigkeit. Ungeklärt blieb aber bislang die Frage welcher Raubvogelari ' man das stärkste Sehvermöger zuzuschreiben hat. Dank den jahrelangen Untersuchungen bei Professor William Drayton zu Kapstadt kann das Probien heute als gelöst gelten. Der Genannte fand, daß die Geiei das beste Gesicht besitzen, und zwar gilt dies für alle in der Tropen lebenden Arten. Wie Drayton feststellte, vermag bei in Ostafrika, auch in Abessinien, heimische Gaukler aus 4001 Meter Höhe noch einen acht Kilometer entfernten Gegenstant von der Größe einer Streichholzschachtel zu erkennen. Du Sehschärfe der verschiedenen Adlerarten steht demgegenüber erheblich zurück. So hat der Steinadler schon in einer Höhe von 2000 Metern Schwierigkeiten, fünf Kilometer entfernt« Gegenstände von der Größe einer Maus zu erkennen. Zwischen Geier und Adler steht der Falke. Die Bezeichnung „Falken- auae" ist daher treffend gewählt.
Der Tod im Hochzeitswagen.
Viel Aufsehen cregte tu der rumänischen Hauptstadt der Hcrzensbund, den Dorr kürzlich die schönste Frau des Landes mit einem ihrer vielen Freier einging. Sie war Die Tochter eines Magistraisbeanncn aus der Vorstand! Volnceni und im Jahre 1933 zur „Miß Bukarest" erklär! worden. Es kann nicht wunder .ahnten, daß sie bald uon der Männerwelt heiß umworben wurde. Schließlich iebenste sie einem Rechtsanwalt Gehör. Als der Tag der Vermählung anbrach, Dnmelte sich eine große Volksmenge um das Haus der Bram. Und die Neugier der Zuschauer erreichte ihren Höhepunkt, als der mit Blumen reich geschmückte, Wagen oortuhr. der das Paar zum Rathause bringen sollte. Am Arme ihres Bruders trat die Bram aus dem Ham? und schritt mit den wartenden Wagen zu. Gerade wollte der Mann die Or des Amos öffnen, ba ging sie von leibst aus. Und in die Arme der Bram stürzte ein junger Mann in schwarzer Kleidung. Sein Antlitz war im Todeskampse gräßlich verzerrt. Neben bem Sterbenden sank die entsetzte Frau bewußtlos zu Boden. Nachher stellte sich heraus, daß der lote zu den Verehrern der Braut gehört hatte. Er war Mediziner. Als er die Nachricht erhielt, daß die Frau einem anderen Manuk angehören würde, beschloß er, sich das Leben zu nehmen, und zwar so, daß er der über alle Maßen Geliebten sterbend tn die Arme sinken wurde. Er naom Zyankali, nnd sein Vorhaben gelang ihm auch ganz nach Wunsch. Rätselhaft bleibt nur, wie er es. fertig brachte, in den Wagen zu gelangen, den der Bräutigam bestellt hatte. Natürlich würde die Hochzeit abgesagt. Und es bleibt dem besinnlichen Zeitgenossen überlasten, wieder einmal den Gedanken vom Fluch der Schönheit auszuspinneu, der sc häufig in Dichtung und Wahrheit spukt.
Ein Festhallen-Reitturnier in Frankfurt a. M.
Erneut wird am Samstag und Sonntag der kommenden Woche, ant 18. und 19. Januar 1936, die riesige Frankfurter Festhalle für ein Groß-Turnier des deutschen Reit- und Fahrsports den Rahmen abgeben, der glanzvoller nicht gedacht werden kann. Bilder von eindrucksvollster Wucht und bezaubernder Schönheit wird auch dieses Turnier, schon das dritte der Frankfurter Festhallen-Turniere, vermitteln. Allein die
Beteiligung mit über 500 Einzelnennungen erweist schon das imponierende Ausmaß der Veranstaltung, die volkstümlicher nicht gedacht werden kann, ist doch die SA.- Gruppe Hessen selbst mit der Reiterstandarte 49 und dem Frankfurter Reit- und Fahr-Club Trägerin des Turniers und darüber hinaus an den hervorragend und liebevoll aufgebauten Schaunnmmern allein beteiligt.
Die sportliche Ausbeute des Turniers wird wieder denkbar gut fein, denn bei den Reitprüfungen, in den großen Jagdspringen und bei den Fahrwettbewerben, die im Vorjahr in der Festhalle so sehr imponiert haben, ist wirklich glanzvolles Material, sind die führenden Reiter, Reiterinnen und Fahrer in großer Zahl am Start. Dabei ist die Veranstaltung mit ihren wahrhaft jedem zuträglichen Eintrittspreisen (eine halbe Reichsmark sichert schon den Platzt ganz und gar auf jeden Volksgenossen zugeschnitten.
So leicht wird man nicht mehr derartig hochstehende Wettbewerbe der deutschen Reiterklasse zu sehen bekommen. Unter den Spitzenkräften der Teilnehmer nennen wir den M e i ft e r der deutschen Springreiter SS. - Untersturmführer Temme, den Sieger im letzten deutschen Spring-Derby mit den Pferden, die einst den den Reitertod gestorbenen Axel Holst berühmt gemacht haben, mit Eglu, Nordland, Bianca usw. Wir nennen weiter Frau v. Opel, deren Spring-Derby- Sieg 1934 mit Nanuk eine Sensation war, da einer Frau eine derart gigantische Leistung geradezu unmöglich erschien. Beide werden in Frankfurt am Start sein und mit ihnen eine große Zahl weiterer Zivilreiter vom Schlage des Hamburgers Mergel!, des Münchners E. Lange, des Berliners W. Spillner, der glänzenden jungen Reiterin Eva Kutscher- Berlin, die alle den Wettbewerb mit den Reiter-Offizieren des Reichsheer.es aufnehmen werden. Von den RsHsW im feldgrauen Rock seien Oblt. Niemack. Hptm. Schunck, Major Hamann, Oblt. £ e n n é , Graf v. Luckner, die Pferde der Cannstatter, Fritzlarer, Eeller und Ver- dener Formattonen hervorgehoben, ebenso auch der Vorjahrssieger Hptm. Schäffer -Kassel.
Natürlich sind die Reitwettbewerbe in ihrer stärksten Besetzung entsprechend wundervoll zusammengefügt, sind die Prüfungen der Gespanne, vor allem der Mehr- und Vielspänner ganz erstklassig ausgefallen. Das erfreulichste Nkoment an dem Turnier ist für viele aber auch die Tatsache, daß in einem Teil der Wettbewerbe der Nachwuchs, die jungen HZ.-Reiter, die SA.- und SS. -Reiter im Kampf sein werden und man ihre Fortschritte und ihren reiterlichen Mut bewundern kann. Im Ganzen gesehen, muß auch dieses Turnier in der Frankfurter Festhalle höchsten Erwartungen entsprechen und allgemeinen Beifall finden, der einer Veranstaltung dieses monumentalen Ranges fast sicher sein muß.
Gewinnauszug
4. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen-Lotterie
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II
1. Ziehungstag 8. Januar 1936
In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen
2 Gewinne zu 5000 M. 217076
2 Gewinne zu 3000 M. 395407
2 Gewinne zu 2000 M. 29323
12 Gewinne zu 1000 M. 9735 74191 74350 188188 279729 327917
18 Gewinne zu 800 M. 60556 86221 117118 169276 183691 200611 203358 293508 374221
50 Gewinne zu 500 M. 2515 5341 21644 23686 31404 34294 34577 40831 48191 66690 124379 133377 137014 148367 164122 164459 188150 215248 218364 222531 230217 242534 325752 333665 389253 170 Gewinne zu 400 M. 2548 4832 5754 6339 8610 10620 22058 23702 28690 28758 38239 48466 48863 55579 55714 57999 69193 70408 73549 74476 78191 80524 82195 82686 87226 90376 117346 118250 119104 119177 119665 119871 125960 135285 139952 145004 148398 148784 153516 155396 161976 163407 166568 167049 175371 175601 181720 189221 200745 204704 220521 223397 226698 228542 230817 233785 234341 236182 238756 243209 246952 248274 264574 276882 291611 293860 310905 314286 318567 321247 325533 328461 342559 349719 357502 366900 369590 374148 374523 379182 381982 382786 38327> 395193 398055
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen
2 Gewinne zu 25000 M. 24210
2 Gewinne zu 10000 M. 74278
4 Gewinne zu 5000 M. 87558 122796
2 Gewinne zu 3000 M. 260895
4 Gewinne zu 2000 M. 252724 300648
12 Gewinne zu 1000 M. 95282 114948 143560 289428 295005 396554
28 Gewinne zu 800 M 3123 14464 56421 67698 85003 88585 107177 141390 145017 160601 263301 264573 279890 369102
44 Gewinne zu 500 M. 33733 78956 90233 111925 137976 153835 171058 174744 192292 208836 210737 224770 248623 259400 269499 272364 274614 282320 286147 312321 369026 394775
172 Gewinne zu 400 M 990 3088 5891 7753 12293 20236 33997 40795 41794 44729 49575 54168 54681 58872 69756 72562 72783 77070 84258 84805 85148 93123 97107 101842 108351 110098 114403 120333 122821 125288 125780 127661 137565 144002 145086
145491 146356 147175 158540 160124 162395 172536 179501 180674
182101 183498 195885 201257 206784 218982 220682 223766 225470
228256 231423 235503 237201 237212 237951 242629 244443 254485
258249 262319 262687 283437 289954 304226 304619 311722 312620
322888 332883 336500 343047 366502 369257 374380 374393 374461
874962 383659 384098 391219 393367 394976