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Kurhessische Märkte 1936.

Erklärung der Abkürzungen:

Fk - Ferkelmarkt, Fohl - Fohlenmarkt, K - Krammarkt, P - Pferdemarkt, Rdv - Rindviehmarkt, Schf - Schafmarkt, Schw - Schweinemarkt, V - Viehmarkt, Z - Ziegenmarkt, Zuchtv - Zuchtviehmarkt.

Bav Salzschlirf: 2. Juni, 2. September K.

Birstein: 26. Mai K, 7. April, 6. Juli RdvSchfSchwZ.

Blankenau: 24. Februar, 2. November K.

Bebra: 25. Januar, 29. Februar, 28. März, 25. April, 30. Mai, 27. Juni, 25. Juli, 29. August, 26. September, 31. Oktober, 28. November, 24. Dezember PRdvKlb- SchwFkSchZEeflKaninchen.

Flieven: 18. März, 15. April, 24. Juni, 21. Oktober K.

Fulva: 17. März, 26. Mai, 25. August, 27. Oktober (je 2) K, 9. Januar, 23. Januar, 13. Februar, 5. März, 16. April, 7. Mai, 18. Juni, 9. Juli, 30. Juli, 10. September, 22. Oktober, 12. November, 3. Dezember Rdv, 26. März, 20. August RdvSchf.

Gersfeld: 20. Mai Zuchtv, 24. Februar, 22. April, 29. April, 10. Juni, 17. Juni, 12. August, 16. September, 28. Okto­ber, 16. Dezember Schw.

Großenlüder: 17. Februar, 5. Oktober K, 4. März, 1. April, 6. Mai, 3. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September, 7. Ok­tober Schw.

Hettenhausen: 24. Juni KSchw, 19. Februar, 15. April, 2. September Schw.

Hersseld: 1. April, 16. Dezember K, 3. Juni KRdvSchw- Fohl, 14. Oktober KRdvSchw, 7. April RdvSchw, 4. Febr., 3. März, 5. Mai, 7. Juli, 4. August, 1. September, 3. November, 1. Dezember Schw.

Hilders: 13. Januar, 25. Februar, 22. Juli, 24. August KSchw, 1. April, 27. Mai, 23. September KRdvSchw.

Hünfeld: 17. März (K>), 21. April, 21. Juli, 15. Septem­ber, 20. Oktober RdvSchw, 21. Januar,, 4. Februar, 18. Februar, 3. März, 7. April, 5. Mai, 19. Mai, 2. Juni, 16. Juni, 7. Juli, 4. August, 18. August, 1. September, 6. Oktober, 3. November, 17. November, 1. Dezember, 15. Dezember Schw. (Schw-Märkte vorm.)

Lichenroth 10. Juni KSchw, 6. Mai, 16. September Schw.

Neuhof: 27. April, 22. Juni K.

Oberaula: 25. März, 2. Dezember K, 20. Mai, 22. Juli, 16. September KV.

Poppenhausen: 12. Mai, 28. Juli, 30. September K.

Schlüchtern: 9. November KPRdvSchwSchfZ, 3. März, 17. März, 28. April, 26. Mai, 16. Juni, 21. Juli, 11. August, 1. September, 13. Oktober PNdvSchwSchfZ, 21.Januar, 11. Februar, 1. Dezember RdvSchwSch.

Steinau (Kinzig): 25. Juli, 29. September, 25. November, 21. Dezember K.

Tann: 16. Januar, 20. Februar, 19. März, 16. April, 20. Mai, 18. Juni, 16. Juli, 20. August, 17. September, 15. Oktober, 19. November, 17. Dezember KSchw.

Wächtersbach: 15. Januar, 29. Januar, 19. Februar, 11. März, 1. April, 3. Juni, 24. Juni, 15. Juli, 26. August, 28. Oktober, 9. Dezember Rdv. 29. April, 13. Mai, 5. August, 16. September, 7. Oktober, 25. No­vember RdvSchf. (Sämtliche Märkte vorm.)

Weyhers: 2. Juni, 13. Oktober K.

Wüstenfüchsen: 4. Mai, 8. Juli, 10. August, 20. Oktober K.

*

Weitere Märkte in Oberhessen.

Freiensteinau: 12. März K, 4. Mai Schw, 5. Mai K, 24. August Schw, 25. August K.

Herbstein: 25. Februar K, 14. April KSchw, 2. Juni KRdv­Schw, 10. August KSchw, 5. Oktober Schw, 21. Dez. K.

Lauterbach: 19. Februar RdvSchw, 18. März KRdv, 22. April RdvSchwBullen, 10. Juni KPRdvSchw. (Prämienmarkt), 15. Juli RdvSchw, 12. August KRdv­Schw, 9. September RdvSchw, 7. Oktober KRdvSchw­Bullen, 11. November RdvSchw.

Schlitz: 19. Februar KSchw, 11. März Schw, 15. April Rdv- Schw, 13. Mai KSchw, 17. Juni Schw, 22. Juli KSchw, 19. August, 16. September Schw, 21. Oktober RdvSchw, 11. November KSchw.

das Kamkzeitzea gegen Sie Wintersnof Masai gaasar 17864-1936

Sosiotfftm

ZeöeheulMrMnunLslgr frügt Sieles Zeitzes Der ssierbereiistzssi

Aus Hessen und Aachbargebieren.

Nldda, 7. Jan. (Feuer in der Ober-Schmitte- ner Papierfabrik.) In der Moufang'schen Papier­fabrik im benachbarten Ober-Schmitten wurde Montag vor­mittag im sogenannten Ausschußlager ein Feuer entdeckt. In dem gleichen Raum hatte es vor Jahren schon einmal gebrannt. Werksmänner gingen sofort an die Bekämpfung des Brandes, die sich infolge der ungeheuren Rauchentwick­lung sehr schwierig gestaltete. Mit Rauch- und Gasmas­ken bewaffnet schlugen die Männer in das Dach Löcher, da­mit der beißende Rauch abziehen konnte. Gleichzeitig mußte aber das Feuer mit großen Wasiermaffen ange­griffen werden, damit es durch die Luftzufuhr nicht hell angefacht wurde. Motorspritze und Arbeitsdienst von Nidda wurden alarmiert, brauchten aber bei ihrem Eintreffen nicht mehr einaesetzt zu werden, da die Werksmänner Herr des Feuers geworden waren.

Gießen, 7. Jan. (EinGeschlechterbuchfüralle Dorfsippen.) In der kirchlichen Jahresgeschichte von 1935 des Kreisortes Langsdorf wird die interessante Tat­sache berichtet, daß im verflossenen Jahr ein etwa 350 Jahre umfassendes Geschlechterbuch für alle Sippen des Dorfes geschaffen wurde. Auf dem Gebiete der dörflichen Sippen­forschung dürfte diese Leistung wohl als vorbildlich anzu­sprechen sein.

Gießen, 7. Jan. (Automarder am Werk.) Wie die Gießener Kriminalpolizei mitteilt, sind in letzter Zeit hier fortgesetzt Kühlerverschraubungen und Markenschilder von Autos gestohlen worden. Es gelang drei jugendliche Personen als Täter zu ermitteln und festzunehmen. Ein Teil der gestohlenen Gegenstände konnte wieder herb ei- geschafft werden. Trotzdem wurden jetzt erneut Diebstähle an Personenkraftwagen ausgeführt, so daß die Polizei an­nimmt, daß noch eine zweite Bande hier die Hände im Spiel hat.

Gießen, 7. Jan. (Berufung eines berüchtig­ten Einbrechers verworfen.) In der heutigen Sitzung der Gießener Großen Strafkammer wurde die Be­rufung des Russen Iwan Bondarenko gegen das Urteil des Schöffengerichts Gießen vom 23. Oktober 1935 verworfen und das seinerzeit gefällte Urteil bestätigt. Damit hat der einschlägig vorbestrafte Russe wegen verschiedener schwerer Diebstähle, die er in der Nähe von Marburg und Gießen ausgeführt hat, eine Gesamtzuchthausstrafe von drei Jah­ren erhalten.

Gießen, 7. Jan. (Zuchthausstrafe für einen gewissenlosen Erzieher.) Die große Strafkammer Gießen verurteilte den Alfred Schmidt aus Bodenrod wegen wiederholter schwerer Sittlichkeitsverbrechen zu einer Zucht­hausstrafe von 2% Jahren unter Anrechnung von drei Mo­naten zwei Wochen Untersuchungshaft. Schmidt hatte wiederholt in seiner Eigenschaft als Erzieher Schulmädchen in seine Wohnung kommen lassen unter der Vorgabe, sie sollten dort sauber machen. Bei dieser Gelegenheit verging er sich an den Kindern in unsittlicher Weise.

Bad Nauheim, 7. Jan. Wie die Pressestelle der Uni­versität Gießen mitteilt, ist der Direktor des Balneologi- slben Instituts in Bad Nauheim Professor Dr. Weber, von der finnischen Aerztegesellickaft Duodecim aufgrund seiner Forschertätigkeit zum Ehrenmitglied der Gesellschaft er­nannt worden.

Friedberg, 7. Jan. (Brave Hühner.) Auf einer Eeflügelausstellung im Kreisort Niederrosbach legten die dort ausgestellten Hühner 40 Eier. Diesegespendeten" Eier wurden der NSV. für das Winterhilfswerk zur Ver­fügung gestellt.

Frankfurt a. M., 7. Jan. (F e st n a h m e e i n e s E i ir­rn i e t e d i e b s.) Der Frankfurter Kriminalpolizei ist es gelungen, einen Einmietedieb festzunehmen, der bereits seit einem Jahr in Frankfurt sein Unwesen treibt. Der Dieb hat es in fast sämtlichen Fällen verstanden, die Zimmer­vermieter zu veranlassen, ihn für kurze Zeit allein zu lassen. Diese Zeit benutzte er dann zur Ausführung seiner Diebstähle, um sich schließlich mit dem Hinweis zu entfernen, daß er das Zimmer erst seinem Freunde zeigen wolle.

Frankfurt a. M., 7. Jan. (Ein Tannenbaum ge­riet i n B r a n d.) In einem Hause in der Zeppelin-Allee geriet ein dürrer Tannenbaum in Brand. Das Feuer griff rasch um sich und vernichtete in dem Zimmer wertvolle Ge­mälde und Möbel im Werte von etwa 5 000 Mark.

Frankfurt a. M., 7. Jan. (17 000 Ma rkvoneinem Bruder Leichtfuß veruntreut.) Der bei einer StÄ^Nds» Firma ÄS LkbÄiW heschäftigt gMesLM-

jährige Willi Weber brachte es fertig, sich innerhalb weni­ger Monate rund etwa 17 000 Mark anzueignen. Der Fehl­betrag wurde gelegentlich einer Buchrevision entdeckt und es gelang, den Täter in Friedrichsroda in Thüringen zu verhaften, wohin er sich in Begleitung eines Mädchens be­geben hatte. Weber, der nunmehr wegen der Verfehlungen, die sich als Urkundenfälschungen, Betrug und Unterschlagung -darstellten, vor der Strafkammer erscheinen mußte, fälschte Post- und Bankschecks mit dem Namen seines Chefs und machte Abhebungen. Die Gelder benutzte er, um sich zwei Autos anzuschaffen, und zu Ausgaben auf Vergnügungs­reisen oder in Lokalen. In Thüringen hatte er sich als Dr. Weber und Frau in einer Pension eingemietet. Als seine Festnahme erfolgte, besaß er noch mehrere hundert Mark. In der Verhandlung beantragte der Staatsanwalt eine Zuchthausstrafe gegen den Angeklagten, das Gericht aber wollte dem bisher Unbestraften die Zukunft nicht ver­bauen und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und einem Monat. Von der Verhängung einer Ehrverluststrafe wurde abgesehen.

Hanau, 7. Jam (Ungetreuer Eemeinderech- n e r f e st g e n o m m e n.) Von dem Eemeinderechner des Doftes Weiperts bei Sterbfritz war dieser Tage bei dem zuständigen Gendarmeriebeamten eine Anzeige erstattet worden, laut der die Gemeindekasse nebst den Kassenbüchern spurlos verschwunden und vermutlich gestohlen worden sei. Mit der Verfolgung dieser von Anfang an reichlich rätsel­haften Angelegenheit wurden Beamte der Kriminalpolizei Hanau betraut, denen es schnell gelang, den Gemeinderech­ner selbst als Täter zu überführen. Die Kassenbücher hatte er bei Sterbfritz ins Wasser geworfen, das Geld teilweise schon ausgegeben und den Rest recht gut versteckt. Die Bücher konnten trotz des hochgehenden Wassers fast restlos herausgefischt werden, wie auch das versteckte Geld wieder herbeigeschafft wurde. Der ungetreue Gemeinderechner wurde verhaftet.

Eine Eisenbahnfahrkarte gefälscht.

3 Monate Gefängnis für 80 Pfennig.

Marburg, 7. Jan. Ein junger Mann von auswärts suchte 80 Pfennig, die er für eine Eisenbahnfahrt von Bicken nach Marburg benötigte, dadurch zu sparen, daß er das Datum einer noch in seinem Besitz befindlichen Ersen- bahnkarte fälschte. Das Schöffengericht erkannte wegen Urkundenfälschung auf die geringste Strafe von 3 Monaten und will ein Gnadengesuch befürworten, da der junge Mann offenbar aus Leichtsinn gehandelt hat.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Waren­eingangs­bücher

(Laut Verordnung *om 20. Juni 1935 sind sämtliche gewerbliche Unter­nehmer (selbständige Handel- oder Gewerbetreibende einschließlich der selbständigen Handwerker jeder Art), soweit sie nicht zur Führung von Handelsbüchern (8 38 Absatz 1 des Handelsgesetzbuches) ver­pflichtet sind und solche ordnungsgemäß führen, oder soweit sie nicht durch andere gesetzliche Vorschriften zur Führung von gleichwertigen (dem Wareneingangsbuch Im wesentlichen entsprechenden) Büchern verpflichtet sind und solche ordnungsgemäß führen, verpflichtet, für steuerliche Zwecke ein Wareneingangsbuch zu führen«)

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Hartung.

Sorge dafür, daß Dein Hund ein genügend warmes Lager hat! Hänge vor das Einschlupfloch der Hütte eine schützende Decke! Achte darauf, daß Dein Hund, besonders wenn er dazu verurteilt ist, jahraus, jahrein an der Kette zu liegen, jetzt bei der Kälte größeren Auslauf hat, damit er sich durch Veweguttg erwärmen kann.

Schütze Dein Pferd vor den nachteiligen Einflüssen der Winterkälte! Laß es nicht länger als unbedingt nötig und nicht ohne wärmende Decke im Freien stehen! Sorge für einen ordentlichen Hufbeschlag! Die Eisen müssen zum Schutz gegen das Ausgleiten beim Eis und Schnee gehörig geschärft oder mit Stollen versehen werden. Wird das Zaumzeug nicht im erwärmten Raum aufbewahrt, so ist das Gebiß vor dem Anlegen zu wärmen.

Auch an die vielen Kleintierzüchter geht unsere Mahnung. Achtet darauf, daß Eure Tiere nicht unmittel­bar der Kälte und dem Wind preisgegeben sind! Dichtet Eure Stallungen gut ab.

Füttert auch die hungernden Vögel! Als Futter kann man getrockneten Unkrautsamen, Distelköpfe, Birken- und Tannensamen, Wegerichähren, die Beeren des Holun­der, Wacholder, der Eberesche und der wilden Rebe ver­wenden. Auch die Kirsch-, Zwetschen- und Pflaumenkerne eignen sich zur Fütterung, ebenso Apfel-, Birnen- und Quittenkerne. Nicht zu vergessen sind Kürbis- und Gurkeu- kerne, Mohnkapseln, Wal- nud Haselnüsse, Hanfsamen, Hirse, Hafer nd Ameisenpuppen. Hängt jetzt die Futter­steine und -ringe auf, sowie Rinder- und Hammeltalg, denn das Fettfutter ist für die insektenfressenden Vögel unent­behrlich.

Und wieviel schöne Beobachtungen kannst Du an einem richtig angelegten und versorgten Futterplatz machen! Vielleicht gelingt es Dir, ein paar ganz seltene Gäste: die Bergfinken oder gar den Kirschkernbeißer anzulocken. So kannst Du Dir einen sicheren Grundstock von Kenntnissen anlegen, auf dem selbst ein Neuling auf diesem Gebiete im Frühling und Sommer weiterbauen kann.

Wichtiger aber, als das Sammeln von Kenntnissen, ist die Liebe zu den Tieren, utti) daß wir uns mit­verantwortlich fühlen für die Erhallung des be- kebtetl Naturbildes unserer Heimat. C. W.

RS-Kulturgemeinde

Ortsverband Fulda e. V.

4. Pflicht - Veranstaltung

Freitag, den 10. Januar, 20.15 Uhr im Stadtsaal

Einmaliges Gastspiel der großen deutschen Tänzerin und Führerin der deutschen Tanzkunst

Mary

Wigman

und ihrer Tanzgruppe.

Vorverkauf: Freitag, den 10.

Januar von 8/z12 Uhr und von 1317 Uhr im Stadtsaal.

Abonnenten erhalten ihre Eintrittskarten nur im Vor­verkauf.

Eintrittspreise für Mitglieder:

1. Platz......1.30 Rm.

2. Platz.....0.80 Rm.

3. Platz......0.70 Rm.

Eintrittspreise f. Nichtmitglieder:

1. Platz......2.00 Rm.

2. Platz......1.50 Rm.

3. Platz......0.90 Nm.

Abonnements-Anmeldungen werden an der Vorverkaufs­kasse noch entgegengenommen.

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