Ritterliche Geste englischer Frontkämpfer.
Während des Aufenthalts einer Abordnung deutscher Frontkämpfer in England wurde von der englischen Kriegsteilnehmerorganisation, der British Legion, als besonderes Zeichen der gegenseitigen Verbundenheit ein deutsches Feldzeichen zurückgegeben, das während des
Weltkrieges von den Engländern erbeutet worden war. Auf unserem Bilde sieht man den Vorsitzenden der British Legion in Südwales, S. E. Johns, der Generalmajor H. Müller die deutsche Fahne überreicht.
Bild rechts: Sachsen schlägt Berlin im Fußball-Bundes- Pokalwettkampf. Im Vorschlußrundenkampf um den Bun-
despokal schlug der Gau Sachsen die Vertretung von Berlin vor 20 000 Zuschauern in Chemnitz verdient 2 :0. Auf unserem Bilde springen die Berliner Bien und Krause (links) vergeblich nach dem Ball, den der Halbrechte bereits erwartet. (Schirner — M.)
Eèn Kampfgenosse Lessings.
Zum 125. Todestag Friedrich Nicolais.
Mit dem Buchhändler Friedrich Nicolai, dessen Todestag sich in diesen Tagen zum 125. Male jährt, starb am 8. Januar 1811 ein Mann, der in der für die deutsche Literatur wichtigsten Epoche eine bedeutsame Rolle gespielt hat. Im Jahre 1733 geboren, war Nicolai Zeitgenosse der Blütezeit deutscher Dichtkunst. Er, der nur wenige Jahre jünger war als Lessing, hat erleben dürfen, wie Herder, Klopstock und Lessing ihre bahnbrechenden Werke schufen und den Boden bereiteten für unsere beiden Größten: Goethe und Schiller. Er hat die Entwicklung und die Glanzzeit dieser beiden und darüber hinaus noch die Anfänge der älteren Romantik verfolgen dürfen. Als Buchhändler und kritischer Geist, der mitten im literarischen Geschehen stand, hat er sich nicht mit einer passiven Rolle begnügt, sondern sich bemüßigt gefühlt, als Kritiker einzugreifen. Dabei konnte es vorkommen, daß Nicolai, der ein nüchterner, praktischer Kopf war, an der einen Stelle Talente, die seiner Nattir nahe lagen, förderte, während ihm andererseits für Größe und Genialität außerhalb seiner engbegrenzten Auffassung jedes Verständnis abging und er sich mit seiner scharfen, ja gehässigen Kritik gegen die vergötterten Geisteshelden seiner Zeit einen mehr berüchtigten als berühmten Namen schuf.
: : ^ einer näheren Prüfung allerdings erscheint Nicolai, der die letzten Jahrzehnte seines Lebens und wnge, lange Zeit danach allgemein verspottet und ange- feindct wurde, nicht ganz so schlimm, wie es lange Zeit die öffentliche Meinung über ihn war. Unstreitig hat er sich, besonders in seinen jüngeren Jahren, manches Verdienst um die deutsche Literatur erworben, während er im Alter, als er sich mit seinen Angriffen auf die zeitgenössische Dichtkunst so viele Feinde schuf, doch immerhin ein so guter Patriot war, daß er dem durch die napoleonischen Kriege stark in Bedrängnis geratenen preußischen Staatssäckel mit nicht unbeträchtlichen Summen aushalf.
Nicolai war in der berühmten Schule des Hallescheu Waisenhauses erzogen worden. Nachdem er in Frankfurt an der Oder den Buchhandel erlernt und sich dabei eine große Belesenheit angeeignet hatte, kehrte er mit neunzehn Jahren in seine Vaterstadt zurück, um sogleich mit scharfen Waffen den Kampf gegen gewisse Größen der Literatur aufzunehmen. Mit sehr jungen Jahren wurde er Inhaber der N i c o l a i' s ch e n Buchhandlung zu Berlin, die heute noch besteht, ohne deshalb seine kritische Betätigung einzuftellen. Der Kampf gegen trockene, unkünstlerische Geister wie Gottsched und seine Anhänger hat Nicolai mit Lessing zusammengeführt, mit dem zusammen er 1759 die „Briefe, die neueste Literatur betreffend" begründete. Zur Hauptpflicht hatten beide sich den Kampf gegen das französische Drama gemacht und auf diesem Gebiet anerkennenswerte vorkümpserische Arbeit für unsere großen deutschen Dramatiker geleistet. Auch war Nicolai einer der ersten, die die Begabung Wielands erkannten und sich für ihn einsetzten. Sehr stolz war Nicolai allezeit auf seine Freundschaft mit Lessing, den er auch dann noch ganz für stch in Anspruch nahm, als dieser längst über seine rein realkstischen Jugendeinstellungen hinausgewachsen war.
Hatte Nicolai als Kar vfgenosse Lessings sich noch unbestreitbare Verdienste um die Entwicklung der deutschen Literatur erworben, so beging er ein Jahrzehnt später einen argen Mißgriff, als er Goethe und feine „Leiden des jungen Werther" von seinem Philisterstandpunkt aus angriff, .o er nur konnte, hat er Goethe und Schiller mit oft wenig vornehmen Mitteln zu bekämpfen versucht und, so lange er lebte, den Kampf nicht aufgegeben, selbst dann nicht, als jene siegten und er in der Rolle des Beckmessers eine traurige und lächerliche Gestalt abgab. Ebenso wie Goethe und Schiller waren ihm auch Kant und Herder und später die Romantiker ein Dorn im Auge, gegen die er ankämpfte, bis Fichte ihn endlich in seiner Satire „über Nicolais Leben und sonderbare Meinungen" einen Schlag versetzte, von dem er sich nicht mehr erholte.
Als Mann, der mitten in der Literatur stand, hat Nicolai sich auch selbst als Schriftsteller versucht. Von seinen mancherlei Schriften hat der Roman „Sebaldus Nothanker" als Kulturbild für die heutige Zeit noch ein gewisses Interesse behalten. Der Roman, der in ironischem Tone das Sektenwesen der Pietisten und den Fanatismus der Orthodoxen darstellt, verbirgt unter bett verschiedensten Decknamen Lessing, Nicolai selbst, den Hauptpastor Goeze und viele andere Schriftsteller seiner Zeit. Um seine Vaterstadt Berlin hat er sich durch topographische Beschreibungen, die heute noch historisches Jn- teresse haben, besonders verdient gemacht. Alles in allem war Wicolai ein sehr rühriger Geist, der wohl das Beste gewollt, wenn er es auch in seiner engen Begrenzung oft genug verkaunt hat. ‘ '
Der Schleier gelüstet.
Der Abbruch der Beziehungen von Uruguay mit Sowjetrußland aus Grund nachgewiesener kommunistischer Werbetätigkeit durch den sowjetrussischen Gesandten Minkin beleuchtet schlaglichtartig eine Situation, die sich nicht nur auf den südamerikanischen Kontinent beschränkt, sondern mehr oder weniger stark alle Länder der Erde berührt. Die politische Polizei von Montevideo hat einwandfrei f e st g e st e l l t, daß Minkin als die Seele der kommunistischen Umsturzbewegungen auf dem gesamten südamerikanischen Kontinent anzusehen ist. Wie weit seine fieberhafte revolutionäre Tätigkeit bereits gewirkt hat, bewiesen erst letzthin jene blutigen Aufstände in Brasilien, die nichts anderes als der Versuch des Bolschewismus waren, im größten südamerikanischen Staat festen Fuß zu fassen.
Das scharfe und berechtigte Vorgehen von Uruguay gegen den sowjetrussischen Gesandten wird überall da, wo Völker Ruhe und Ordnung lieben, auf größtes Verständnis stoßen, zeigen doch gerade diese Vorgänge, was sie zu erwarten haben, wenn es Sowjetrußland jemals gelingen würde, die sogenannte Weltrevolution zum Siege zu führen. Erst kürzlich hat der Präsident Roosevelt eine scharfe Warnung an die sowjetrussische Adresse erlassen, ihre Agententätigkeit in den USA. einzustellen. Er hat damals gewissermaßen für die ganze nichtboischewistische Welt gesprochen, heute tut das Uruguay, indem es aus dem Verhalten des Gesandten der UdSSR, die einzig mögliche Folgerung zieht.
Es ist gut, wenn von Zeit zu Zeit der Schleier des Geheimnisses, der über der bolschewistischen Tätigkeit im Ausland liegt, gelüftet wird, um Völkern, die in diesem Punkt allzusehr an die Tatsache der Zugehörigkeit Sowjetrußlands zum Völkerbund glauben, zu zeigen, daß d i e Idee der Weltrevolution mit Konsequenz von den sowjetrufsischen Machthabern nach wie vor verfolgt wird. Was von Uruguay gilt, gilt mehr oder weniger von allen anderen Ländern der Erde. Der Bolschewismus wühlt und möchte die an sich schon unruhige Welt durch revolutionäre Umtriebe in noch größere Unruhe verstricken. Sich hiergegen nach besten Kräften zu wehren, ist das Recht jeden Landes. Was beute Uruguay zu tun gezwungen ist, könnten morgen auch andere Länder zu tun gezwungen sein. Vielleicht dient der Zwischenfall von Montevideo der Moskauer Zentrale als Warnung.
Die Arbeit der deutschen Missions-Gesellschaften als Dteust für Deutschland.
Im „Ostasiatischen Beobachter", dem parteiamtlichen Organ der Landesgruppen China und Japan der NSDAP., nennt Dr. Hannack als wichtiges Glied der Weltpropaganda ür Deutschland auch die Mission. Es ist ganz ungeheuer, o urteilt er aus eigener auf vielen Reifen gesammelter Er- ahrung, welchen Einfluß die Missionare auf das Fremd- volk haben, und gerade heute brauche man daheim nicht ängstlich oder mißtrauisch zu sein. Bei beiden Konfessionen befänden sich heute viele, viele Männer, die mit Begeiste
Panzerwagen beim Sammeltag Der Frontkämpfer.
Die Winterhilfs-Straßensammlung des vergangenen Sonntags stand im Zeichen der alten Frotnfoldaten. Zur Unterstützung der großen Sammelaktion stellte die Wehrmacht in Potsdam Panzerspähwagen zur Verfügung, die mit SamaUern ass ^Begleiter durch die Straffen fahren. (Scher), BüderLienft — M.)
rung an allen Fronten im Großen Kriege fürs Vaterland kämpften, litten und bluteten. Sie böten Gewähr dafür, daß sie ihre einflußreiche Stelling unter den Fremdvölkern zur Förderung des Deutschtums benützen. „Fragt einmal Forscher, wie Sven Hedin oder Filchner, fragt alle Reisenden, wie sie über die Bedeutung unserer Mission denken. Ihr Zeugnis kann nur ein ehrendes fein!"
Aus der Bewegung.
170 Winterlager der sächsischen HJ.
300 Sommerlager mit 80 000 Jungen führte die sächsische Hitler-Jugend im vergangenen Sommer durch. Jungarbeiter, Schüler und Angestellte fanden sich in diesen Lagern zusammen, lediglich die Landjugend konnte wegen ihrer saisonbedingten Arbeit kaum daran teilnehmen. Deshalb werden für die Landjugend Winterlager durchgesührt, die den Jungbauern, Junggärtnern und Junglandarbeitern all das geben sollen, was ihre Kameraden in den Sommerlagern schon erlebten. Die Lager werden bannweise in Jugendherbergen durchgesührt.
In Form von freiwilligen Ferienlagern führt die sächsische HJ. ferner etwa 170 Winterlager für die HJ.- und DJ.-Ein- heiten durch, für die sich schon jetzt 4000 Teilnehmer gemeldet haben. Zwei besondere Skilagcr in Johanngeorgenstadt im Erzgebirge werden die Vorbereitung und A b n a h in e d e r S k i - w a r t p r ü s u ng ermöglichen.
Alle Lager, die vorwiegend in Jugendherbergen, aber auch aus Bauerngütern stattsinden, werden du^Hschnittlich mit 15 bis 30 Jungen belegt sein.
Mädel-Werkschulung in Ostpreußen.
Unter Leitung der Werkrcserenlin des BDM.-Obergaues Ostland wurde ein vierzehntägiger Werkarbeitskursus in Richau durchgesührt, der unter dem Thema „Heimgestal - . u n g" insgesamt 23 Mädel- und Jungmädelführcrinnen zu- sammenfaßtc, und sie sür die Winterarbeit in den Einheiten schulte. Gleichzeitig fand für die gesamte Jungmädelschafi Ostpreußens eine Bastel- und W e r k a u s st e l l u n g in Königsberg statt, die der Öffentlichkeit reichlich Gelegenheit gab, sich von "er auf diesem Gebiet bereits geleisteten Arbeit zu überzeugen.
90 v. H. der Schüler in der HJ.
Der Leiter der Berlin-Lichtenberger Goebbels-Schule (Real- gymnasium an der Parkaue) teilte mit, oaß nach der letzten Feststellung 90 v H. der Schüler der HJ bzw. dem Jungvolk angehören. Damit hat nach dem Rcformrealgymnasium in Lichtenraoe und der 26 Volksschule in Steglitz auch diese Schule die Voraussetzung erfüllt, die an die Verleihung der Fahne der Hitler Jugend geknüpft ist.
Erfolgreiche Schulung der NSB.-Kindergärtnerinnen.
Die Schulung für Kindergärtnerinnen der NSV. in P o m m e r n findet in Dauerlagern und Wochenendkurscn statt, die von BTM. Referentinnen des Obergaues Pommern und den zuständigen Sachbearbeiterinnen für Kindergärtnerinnen in der NSV. geleitet werden Tic SÄulungsarbc: in den abgeschlossenen Sommerlagern dieses Jahres führte zu einem vollen Erfolg, so vaß in den Kreisen Stolp, Lauenbura und Bütow nahezu die gesamte Kindergartenarbeit der NSV von Mädeln, die dem BTM angehören, geleistet wird. Im neuen Jahr sind drei weitere große Schulungslager geplant, die eine Vorbereitung für die erhöhten Anforderungen in der Leitung von Erntekindergärten der NSV sein sollen.