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Zul-aer /lnzelger

Erscheint jeden Werktag. Wochenbeilage:Der Sonntag". Bezugspreis: monatlich 1,70 NM. Bei Lieferungsbehinderung durchHöhere Ge­walt" bestehen keine Ansprüche. Verlag Fried- ri-ch Ehrenklau, Fulda, Königstraße 42. Rotationsdruck: Friedrich Ehrenklau, Lauter­bach, 'H. Hauptschriftleiter Friedrich Ehren- k lau. Fulda. Königstr. 42, Fernsprecher 2989.

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulöa- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt

Schriftleitung und Geschäftsstelle: Königstraße 42 Fernsprecher Nr. 2989

Verantw. für den Inhalt: Bernd Heim. Fulda. Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pfennig. Bei Wieder­holung wird Nachlaß nach Preisliste gewährt. D.A." XII. 35. 750. Zur Zeit ist Preis­liste Nummer 4 gültig. Verantwortlich für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

Nr. 5 13. Jahrgang

Fulda, Dienstag, 7. Januar 1936

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Einzelverkaufspreis 10 Pfg.

PanzerschiffAdmiral Graf Spee".

Der Kommandant:Wir wollen unsere Pflicht tun, wie jene, die für uns starben".

In Wilhelmshaven ist am Montag das Panzerschiff Admiral Graf Spee" in Dienst gestellt worden. Der Kommandant des Schiffes, Kapitän zur See Patzig, dankte in einer Ansprache den Arbeitskameraden der Stirn und der Faust, deren Arbeit dieses Wunderwerk deutscher Schifssbaukunst geschaffen habe. Dann begrüßte er die zu der Feierstunde erschienenen überlebenden Zeugen des -^G Kampfes von Coronel und Falkland und widmete den 2310 Gefallenen des Kreuzergeschwaders und ihrem >!^erlicheu Führer, dem Admiral Graf Spee, Worte ehren­den Gedenkens. Er wies auf das hohe Vorbild hin, das fortan den Weg weisen und Richtschnur sein müsse bei

. e:.m Tun und Handeln für Dentschlands Größe und Ehre. Über diesem Schiff solle wehen des deutschen Re- n's Freiheitsflagge als Symbol deutscher Kraft, r Einheit nnd deutscher Wehrhaftigkeit!

Daraus stieg langsam und feierlich die Reichskriegs- X . empor. Nachdem das Deutschlandlied und das Horst- . el Lied verklungen waren, gedachte der Kommandant iihrcrs, dessen Wille und Glaube das deutsche Volk I elt und wieder emporgeführt habe, und rief r L> sapung âu:W i r wollen unsere Pflicht : u ! wie jene, die für uns starben. Dieses Gelöbnis laßt u vor der zum erstenmal über unserem Schiff wehenden ; ine durch den Ruf bekräftigen: Unser Führer Adolf Hitler, unser Deutschland Sieg Heil!"

Anläßlich der Indienststellung richtete der Ober- befe tshaber der Kriegsmarine, Admiral Dr. e. h. taeder, ein Telegranim an den Kommandanten des 'PanzerschiffesAdmiral Graf Spee", in dem er darauf Duwies, daß mit dem NamenAdmiral Graf Spee" in der Geschichte des großen Krieges der Glanz des Tages von Coronel und der Ruhm vom Heldenkampf von Falk- Krnd unlösbar verbunden sei.

W» Der Flottenchef, Admiral Foerster, erinnerte in einem Telegramm die Besatzung an die große Tradition und an den großen Namen, den das neue Panzerschiff übernommen hat.Der Name", so heißt es in dem Tele­granim,den das Schiff trägt, erinnert nicht nur an Kampf, Sieg und Untergang des ruhmreichen Kreuzer- geschwaders zu Beginn des Weltkrieges, sondern er ge­

Evglllid schickt $0165116 AM» noch Aemten

Französisches Atlantikgeschwader im Mittelmeer.

Während vom abessinischen Kriegsschauplatz ver­hältnismäßig wenig neue und interessante Nachrichten vorliegen, sind die vorliegenden Meldungen aus Lon­don und Paris recht aufschlußreich, da aus ihnen her- vorzugehen scheint, daß England und Frankreich alle möglichen Vorbereitungen zum Schutze und zur Durchführung der Sanktionspolitik gegen Italien treffen.

Nach einem Bericht der englischen ZeitungS u n - d a y D i s p a t ch", der in England großes Aufsehen er­regt hat, hat das britische Kriegsministerium den 2 0 0 0 0 Tonnen großen Cunard-DampferS c y - 1 h i a" gechartert und zum Truppenschiff ausbauen lassen. Das Schiff, das Mittwoch bereits in See stechen wird, soll neben Truppen auch

Tanks, Geschütze sowie andere Waffen und Aus- rüstungsgcgenständc nach Alexandria

bringen. Es werde, wie es weiter heißt, für eine längere Zeit im Dienst des Kriegsministeriums bleiben. Wie ferner mitgeteilt wird, sind vom englischen Kriegsministe- rium eine Reihe anderer Schiffe derselben Ge­sellschaft als Trnppenschiffe gechartert worden, unter ihnen befindet sich dieLaurentic",Laconia" un/ Samria".

In London werden diese Maßnahmen als kenn­zeichnend für die Entwicklung der Lage im Mittelmeer betrachtet. Gleichzeitig verweist man auf die französi­schen Schiffsbewegungen und hebt hervor, daß

das zweite französische atlantische Geschwader eine 45tâgige Kreuzfahrt nach dem Mittelmeer a »getreten hat und am 20. Januar, am Tage der Eröffnung der entscheidenden Völkerbundsratssitzüng, die über die Ol- sanktionen zu beschließen hat, Casablanca anlaufen wird.

Rsäichs Teilnahme an Slsperre gesichert?

Die gesamte englische P resse beschäftigt sich eingehend mit der Rede Roosevelts und deren Folgen auf die europäische Entwicklung. Überwiegend ist man der Ansicht, daß die Erklärungen Roosevelts einen starken Ansporn für die V ö l k e r b u u d s- m ä ch t e sein werden, die Olsanmonen in Kraft zu setzen. SelbstMorning Post", das Blatt der äußersten Rechten, gibt dieser Ansicht Ausdruck. Nur die Beaverbrook- und Rothermere-Blätter legen Roosevelts Rede in ihrem Sinne aus und glauben, das Ende der Ölsanktionen prophezeien zu können. Andere Blätter weisen darauf hin, daß

mahnt euch an die ewige Tugend, für die pcy immer Die Besten der Völker geopfert haben und die Admiral Graf Spee und seine Männer in so vorbildlicher Weise be­wiesen haben: die T r e u e b i s z u m T o d e. So sei der Wahlspruch der Besatzung dieses Schiffes jetzt und allezeit: Getreu bis in den Tod."

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Görings Girilkwanftb an die Lufthansa.

Träger echten Flicgergeistes und wahrer Kamerad­schaft."

Deutscher Aufbauwille und deutscher Fliegergeist triumphieren in unserer Deutschen Lufthansa. Die deutsche Verkehrsluftfahrt beherrscht mit ihren Linien heute Europa und trägt ven deutschen Namen in die Welt. Die Nation ist stolz auf ihre Luftfahrt, und mit dem gleichen Stolz nimmt sie an den Geburtstagsehrungen teil, die der Lufthansa zu ihrem zehnjährigen Bestehen zuteil geworden sind.

Reichsluftfahrtminister General Göring hat in seinem Glückwunschtelegramm die Wünsche des deutschen Volkes zum Ausdruck gebracht, wenn er sagt:

Am Tage ihres zehnjährigen Bestehens gedenke ich der Deutschen Lufthansa mit besonderer Herzlichkeit. Sie war in den Jahren des Niederganges Träger echten F l i e g e r g e i st e s und wahrer Kameradschaft. Durch zielbewußte Arbeit wurde die Lufthansa zum Kernstück unserer neun schaffenden deutschen Luftfahrt. Für die großen Aufgaben, die die Handelsluftfahrt auch weiterhin im Dienst von Volk und Staat zu erfüllen hat, wünsche ich der Deutschen Lufthansa vollen Erfolg.

Heil Hitler!

Hermann Göring!"

Außerdem haben Reichsminister Göring und der Staatssekretär der Luftfahrt, Generalleutnant Milch, in der ZeitschriftDie Luftreise", dem Organ der Deut­schen Lufthansa, Kundgebungen veröffentlicht, in denen sie der gewaltigen Aufbauarbeit gedenken, die die Luft­hansa geleistet hat und die deshalb besonders gewertet werden muß, als sie in Zeiten deutschen Niedergangs sich durchzusetzen wußte.

in Genfer Kreisen die Ansicht herrsche, daß der Krieg in Abessinien so ungünstig für die Italiener stände, daß cs der Verhängung weiterer Sanktionen nicht mehr bedürfe.

Wie man von unterrichteter Seite erfährt, hat das britische Kabinett vorläufig noch keine Beschlüsse gefaßt. Gegenüber einer Minderheit im Kabinett wie auch im Parlament werde man sich jedoch f ü r d i e An­wendung der O l s a n k t i o n e n entschließen, aber nur in Form einer auch von Frankreich unterstützten Kollektivaktion". Die Beteiligung Frankreichs an den Olsanktionen wird im allgemeinen als gesichert be­trachtet.

Wolkenbrüche verhindern Kämpfe an der Rordstont.

Drei neue italienische Divisionen für Jtalienisch- Somaliland.

Nach Meldungen aus Addis Abeba soll der abessi­nische Vormarsch an der Nordfront durch schwere Wolken­brüche, die die Wege grundlos machten, zum Stillstand gekommen sein. Nach dem italienischen H^c e r e s - bericht haben kleinere Vorpostengefechte im Tembi n- gebiet stattgefunden. An der S o m a l i f r o u t griffen italienische Eingeborenentruppen mit Hilfe von Panzer­wagen die abessinischen Truppen an und besetzten Aren.

Wie aus R o m gemeldet wird, sind in I t a l i e n i s ch- S o m a l i land zwei neue H e er e s d i v i s i o n e n eingetroffen. In unterrichteten Kreisen verlautet, daß es sich um die HeeresdivisionA s s i e t 1 a", die 15 000 Mann stark ist, und um die SchwarzhemdendivisionT e v e r e" in Stärke von 12 000 Mann handelt. Die reguläre Division hat vor ihrer Verschiffung nach der Somalifront in der Cyrenaika, dem Nordöstzipfel von Libyen, gestanden. Demnächst soll eine dritte italienischeDiVision^ nach Italienisch-Somaliland entsandt werden. Es soll sich um dieT r e n t o" Divisio n, die einzige voll motori fierte Division der italienischen Armee, handeln.

ManSoer der KSA-F!vtte

San Diego, 7. Januar. Die im Hafen von San Diego liegende Flotte der Vereinigten Staaten. 150 Kriegsschiffe mit 400 Flugzeugen, sind zu ihrem ersten diesjährigen Manöver ausgelaufen. Das Manöver dauert drei Tage. Die Hebungen werden westlich der südkalifornischen Küste vor sich gehen. Einzelheiten über HebungSaufgabcn und SchiMbewegungLN werden streng «heim gehalten.

Leistung" steht aus der Fahne.

Zum 3. Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend.

Der 3. Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend steht vor der Tür. Wieder werden Hunderttausende von arbeitenden Jugendlichen in dieser Prüfung zeigen, was sie gelernt haben und was sie leisten können. Ter ' Leiter der Pressestelle des RBWK., Scharführer Pohle- Vetter, nimmt in dem folgenden Artikel das Wort, um den Sinn des Reichsberufswettkampfes darzulegen.

Die Leistungssteigerung der Jugendlichen und die Heranbildung von Facharbeitern ist das erste Gebot der nationalsozialistischen Jugenderziehung. Die Bewertung des einzelnen wird immer und immer wieder von der Leistung abhängig gemacht werden, und es ist daher das größte Bestreben dieses Staates, die Jugend im be­ruflichen Können zu ertüchtigen. Wenn wir jetzt noch spaltenlange Artikel und Ausführungen über die mangelhafte Ausbildung der Lehrlinge lesen, wenn Tag für Tag vor den Schiedsgerichten und Ehrengerichten Klagen der Lehrlinge behandelt werden, die immer und immer wieder bedeuten, daß manche Meister noch nicht begriffen haben, daß die Ausbildung des Jugendlichen zum Facharbeiter überhaupt das wesentlichste Moment der Ausbildung darstellt, so besteht immer wieder Veran­lassung, auf die unbedingte Notwendigkeit und die Ver­antwortung des Lehrmeisters hinzuweisen. Es muß klar werden, daß der jugendliche Arbeiter nicht ein Aus­nutzungsobjekt oder eine Hilfskraft ist, die körperlich, über­anstrengt wird und letzten Endes doch nur Hilfsarbeiten leistet, die den zu erlernenden Beruf nicht im mindesten betreffen.

Die Wettkämpfe der Jugend haben uns jedes Jahr deutlicher gezeigt, wie weit noch eine mangelhafte Aus­bildung in den verschiedensten Berussständen durchgeführt wird und inwieweit auf der anderen Seite eine befriedi­gende, mustergültige Ausbildung gewährleistet ist. Wir müssen dazu betonen, daß der Lehrling immer nach dem Grundsatz des A r b e i t s s ch ü l e r s behandelt werden muß und daß neben der beruflichen Anleitung der Lehr­herr ein gewisses Vertrauensverhältnis schaffen muß, das dem zu betreuenden Jungen die Möglichkeit gibt, dem Meister die Wünsche seiner beruflichen Ausbildung mit­teilen zu können.

Die großangelegten Reichsberufs wett- kämpfe, deren dritter im Frühjahr 1936 durchgeführt wird, sind uns in de Beurteilung der Lehrlingsfrage von unerhörter Wichtigkeit und Bedeutung gewesen. Es ist falsch, wenn man behauptet, daß nur der Reichsberufs- Wettkampf zur Leistung aufrufen wolle. Die Darstellung, daß dieser Wettkampf eine Leistungsprüfung ist, ist viel wahrer, das bedeutet, man will mit diesem Wettkampf nicht eine einmalige Musterleistung des betreffenden Be­teiligten schaffen, sondern man will einen überblick über sein bisher Geleistetes erzielen. Die Leistung steht im Berufsleben nach wie vor im Vordergrund. Es ist auch nicht die Arbeitsleistung schlechthin, die beurteilt werden muß, sondern es ist die für den Handwerker, Arbeiter, Kaufmann in dem betreffenden Lehrjahr notwendige Arbeitsleistung zu vollbringen.

Wenn daher ein Junge, dessen Leistungen im Wett­kampf nicht ausreichten, nachgeprüft wird, so wird man dessen Lehrmeister befragen, wie eine solche Minderleistung seines Lehrlings möglich ist. Das Mindeste, das von

Der Führer begrüßt Sonja Henie.

Adolf Hitler weilte bei dem Münchener Eissportfest im Prinzreaentenstadion, wo die Kunstlaufweltmeisterin ihre Olympiakür lief. tPresse-Illustrationen Hoffmann.)